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Biologie (Fach) / Fragen über Ameisen (Lektion)

Inhaltsreiche Fragen über Ameisen werden hier gestellt.

Diese Lektion wurde von alphalyrae erstellt.

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  • Wichtigstes körperliches Merkmal der Ameisenkönigin Eierstöcke sind nur bei Königinnen voll ausgebildet. Deswegen ist der Hinterleib auffallend groß. Das Nervensystem und vor allem die Cerebralganglion ist weniger differenziert. Denn die Königinnen sind auf Reproduktion spezialisiert.
  • Zentrale anatomische Gemeinsamkeit von Ameisen und Thaillenwespen Das erste Abdomensegment ist mit dem letzten Thoraxsegment verwachsen. Das zweite Abdominalsegment ist der Petiolus. Das zweite und dritte Abdomensegment zusammen ist der Postpetiolus. Er bildet einen stielartigen, knotigen oder schuppenartigen Fortsatz namens Stielchen.
  • Merkmale der Ameisen bezüglich der Klauen Die sechs Beine besitzen je zwei Klauen und einen dazwischenliegenden Haftapparat. Die Klauen dienen zum halten auf rauem Untergrund. Der Haftapparat ermöglicht der Ameise das Hochklettern an senkrechten Glasscheiben. Die Vorderbeine besitzen am ersten Fußglied eine Fühlerputzscharte.
  • Zweck der Antennen Sie dienen zum Tasten, Riechen und Schmecken. Sie können Temperaturänderungen, Luftströmungen und den Kohlendioxidgehalt wahrnehmen.
  • Merkmale der Augen Ameisen besitzen meist gut ausgebildete Komplexaugen mit einigen hundert Einzelaugen. Die Zahl der Einzelaugen ist in der Regel bei Geschlechtstieren höher als bei Arbeiterinnen. Sie nimmt allometrisch mit deren Körpergröße zu. Die drei Stirnaugen namens Ocelli sind bei den geflügelten Geschlechtstieren vorhanden. Bei den Arbeiterinnen fehlen sie oder sind meist funktionsuntüchtig.
  • Merkmale farbsehfähiger Ameisen Diese Arten können UV-Licht, aber kein Rotlicht wahrnehmen. Meist sind dann nur zwei unterschiedlich farbempfindliche Sehpigmente vorhanden.
  • Besondere Sehfähigkeit der Ameisen Die Fähigkeit zur Analyse linear polarisierten Lichts wurde nachgewiesen. Dadurch können die Tiere auch bei teilbedecktem Himmel den Sonnenstand ermitteln.
  • Merkmal der Stirnaugen Sie können Helligkeiten unterscheiden und ultraviolettes und polarisiertes Licht wahrnehmen. Sie haben jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Orientierungsfähigkeit.
  • Aufbau des Darmtraktes Der Darmtrakt besitzt den für soziale Hautflügler typischen Kropf. Er besitzt eine dehnbare Erweiterung am Ende des Vorderdarms. Die Erweiterung ist durch ein Ventil mit dem Mitteldarm in Verbindung steht.
  • Wichtigste Drüse der Ameisen Die Metapleuraldrüse ist ein einzigartiges Kennzeichen dieser Gruppe. Sie produziert antibiotisch wirksame Substanzen. Dadurch wird den Tieren ein Leben im feuchten Untergrund ermöglicht.
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  • Gifte der Ameisen Königinnen und Arbeiterinnen besitzen immer eine Giftdrüse. Meistens wird das Gift auf das Opfer versprüht. Einige Arten wie die Feuerameisen besitzen einen Giftstachel. Arten der Unterfamilie Formicinae benutzen Ameisensäure zur Verteidigung. Ameisensäuredampf wirkt als Atemgift für viele Kleintiere tödlich. Es existieren auch Gifte aus komplexen neurotoxisch oder histolytischen Proteingemischen. Feuerameisen nutzen Alkaloide als Gifte.
  • Zur Fortpflanzung befähigte Fälle der Arbeiterinnen Zur Fortpflanzung befähigte Arbeiterinnenschwach entwickelte Keimdrüsen. Sie habne auch leicht unterentwickelte Eierschläuche und meistens gar keinen Samensack. Sie kommen beispielsweise in monogynen Staaten zum Einsatz, wenn die Königin stirbt. Da aber Arbeiterinnen nicht begattet werden, können sie ihre Eier nicht befruchten. Die Eier kommen daher auf eingeschlechtlichem parthenogenen Weg zustande. Deshalb entstehen aus den Eiern der Arbeiterinnen immer nur Männchen.
  • Positiver Einfluss der Ameisen auf die Umwelt Sie tragen erheblich zur Umschichtung der oberen Erdschichten bei. Sie unterstützen den Abbau pflanzlichen Materials. Sie verbreiten Pflanzensamen. Sie regulieren als Räuber die Bestände anderer Arthropoden.
  • Kommunikation der Ameisen Sie erfolgt chemisch über verschiedene Duftstoffe und taktil durch das Betasten mit Fühlern. Es gibt für jede Situation Sekrete, zum Beispiel die Alarmpheromone. Zu den Alarmpheromonen zählt das Undecan aus den Dufourschen Drüsen. Diese olfaktorische Kommunikation ist die wichtigste Verständigungsmöglichkeit der Ameisen.
  • Finden und Melden der Nahrungsquelle Beim Entdecken der Nahrungsquelle wird ein Teil der Nahrung im sozialen Magen gespeichert. Die Ameise läuft zum Nest zurück und legt mit Pheromonen eine Duftspur. Sie verteilt dieses Futter teilweise an ihre Nestgenossinnen. Wenn der spezifische Reiz eine gewisse Reizschwelle übersteigt, dann reagieren die Ameisen. Dann werden diese Ameisen der Duftspur in Richtung der Nahrungsquelle zurückverfolgen. Die Duftspur wird immer stärker und es entstehen stark frequentierte Ameisenstraßen. Immer mehr Arbeiterinnen werden ihr folgen. Die Nahrungsquelle wird ausgebeutet.
  • Selbstständige Staatengründung Bei dieser Form sucht sich ein begattetes Weibchen einen geeigneten Nistplatz. Das Weibchen legt eine abgeschlossene Claustra genannte Höhlung an und legt dort die Eier. Die Brut wird von ihr selbstständig gefüttert und gepflegt
  • Ablauf der Staatengründung nach dem Schlüpfen der Arbeiterinnen Die ersten geschlüpften Arbeiterinnen sond oft kleiner als die späteren Arbeiterinnen. Nun versorgt nicht mehr die Königin den Nachwuchs, sondern die Arbeiterinnen. Die Königin widmet sich vielmehr ausschließlich dem Eierlegen. Die Arbeiterinnen übernehmen nun alle anderen Aufgaben. Diese Aufgaben sind die Brutpflege, die Nahrungssuche und der Nestbau. Eine solche Koloniegründung kann auch gemeinsam durch mehrere Königinnen stattfinden. Bei dieser Pleometrosis ziehen sie die Brut gemeinsam groß.
  • Fortpflanzungsgenetik der Ameisen Ameisen haben wie alle staatenbildenden Hautflügler keine Geschlechtschromosomen. Die Königin kann entscheiden, ob aus einem Ei ein Weibchen oder ein Männchen werden soll. Entscheidend ist der Fall, ob sie das Ei in den Eileitern mit der Samenspritze besprüht. Königinneneier sind wesentlich größer. Das ist der Fall, da sie an ihrem hinteren Eipol eine spezielle RNA-Proteinnahrung enthalten. Dieses Polplasma brauchen die Embryos für die Entwicklung zu Königinnen. Einige Ameisenarten legen trophische Eier, welche zum Füttern der Larven dienen.
  • Verlauf der Pflege der Eier Nach der Eiablage tragen die Brutpflegerinnen die Eier mit den Mandibeln in die Brutkammern. In ihnen herrschen die geeignete Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Die Brutpflegerinnen belecken und bespeicheln die Eier immer wieder. Das tun sie, um sie sauber zu halten und vor dem Austrocknen zu schützen. Auch haften die Eier dadurch aneinander und können somit notfalls transportiert werden. Manchmal essen die Arbeiterinnen manche unbefruchteten Eier zur Reduktion der Männchen.
  • Zustand vom Kokon der Ameisen Nach einiger Zeit schlüpfen die weißen oder gelblichen, madenförmigen Larven aus den Eiern. Sie sind mit Ausnahme der Kopfkapsel weichhäutig und meist leicht behaart. Sie sind beinlos, auch Augen werden nicht ausgebildet. Brutpflegerinnen transportieren die Larven mancher Arten in die Sonne. Dort füttern sie diese über ihren Kropf und reinigen sie. Das tun sie, damit sie nicht austrocknen oder Pilze ansetzen. Die Brutpflegerinnen füttern die Larven mittels Trophallaxis. Das ist die Fütterung per Kropf zu Mund.
  • Das Stadium der Puppen Im Puppenstadium nimmt die Ameise keine Nahrung mehr auf und verharrt völlig regungslos. Die Larven der meisten Schuppenameisen und Urameisen spinnen sich vor dem Verpuppen ein. Das tun sie mittels eines aus ihren Labialdrüsen austretenden Spinndrüsensekretes. Die Larven der Knotenameisen verpuppen sich hingegen ohne Kokon. Die Puppenkokons werden von den Brutpflegerinnen an die günstigsten Standorte transportiert. Auch helfen sie beim Schlüpfen und Füttern und pflegen diese. So reinigen sie die junge Ameise, bis deren Chitinpanzer gehärtet und nachgedunkelt ist.
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