157

Psychologie (Fach) / Kapitel 6 (Lektion)

Kapitel 6

Diese Lektion wurde von nonino erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Was versteht man unter dem Biofeedback? meist elektronische Registrierung von physiologischen Reaktionen (von Muskelaktivitäten, Atmung, Herzschlag, Durchblutung) --> können oft schwer oder gar nicht wahrgenommen werden und entziehen sich somit weitgehend der psychischen Beeinflussung
  • Wozu wird das Biofeedback eingesetzt? ideales Hilfsmittel zur Förderung der Eigenkompetenz von Patienten*innen bei Behandlung von Verspannungen, vegetativen Stressreaktionen, muskulären Fehlfunktionen (z.B. bei Inkontinenz) und Schmerzerkrankungen  
  • Nenne ein Beispiel eines Experiments mit der Anwendung von Biofeedback Männliche Versuchspersonen bekamen in einem Experiment immer dann Licht und Ton präsentiert, wenn durch natürliche Schwankungen die Herzrate und Blutdruck minimal sanken (Gruppe 1) oder anstiegen (Gruppe 2). Nach 12 sukzessviven „Erfolgen“ bekamen sie Belohnung: Dias mit schönen Landschaften und hübschen Frauen und erhielten Geldbonus. --> Nach 20-30 Durchgängen zeigte sich bei Gruppe 1 deutliche konsistente „Entspannungsreaktion“, bei Gruppe 2 gelang das Antrainieren höherer Blutdruck- und Herzratenwerte nicht so gut
  • Welche Phasen beim Erwerb von Fertigkeiten unterscheidet man? Erkläre diese Phasen! Geistige Vorbereitungsphase: Parolen mit Handlungsanweisungen werden gebildet, dienen als vorläufige Anleitung zum Ausführen von Verhaltenskomponenten (z.B. Auskuppeln, Gang einlegen, Gas geben, Kupplung kommen lassen) Verkettungsphase: Aneinanderreihen von motorischen Verhaltensweisen, dass sie nacheinander umsetzbar sind (z.B. Tennis: Laufen zum Ball, Ausholen des Schlägers, Schritt zum Ball, Treffen des Balls, Ausschwung des Schlägers) Automatisierungsphase, Handlungen laufen bereits ohne bewusste Kontrolle ab – werden immer schneller ausführbar Wie bei den meisten Lernprozessen lässt sich Zunahme des Lernerfolgs durch Potenzfunktion beschreiben Schematisierungsphase Wenn Verhaltensablauf bereits gut automatisiert, kann er auf neue Situationen angepasst und übertragen werden
  • Was versteht man unter dem Ergebniswissen und dem Perfomanzwissen von Fertigkeiten von motorischen Verhaltensweisen? Ergebniswissen: Rückmeldung des Verhaltenserfolges Performanzwissen: Kenntnisse über den korrekten Bewegungsablauf
  • Wie beeinflusst verfälschtes, ungenaues oder Fehlerhaftes Feedback über Zielerreichung den Lernprozess? Gebe ein Beispiel über mögliche Verfälschungen! Erhebliche Beeinträchtigungen im Lernprozess o   Störwirkung zu erfahren: Wenn beim Schreiben die Hand nur durch einen Spiegel zu sehen ist oder beim Sprechen über Kopfhörer mit verzögerter Rückmeldung
  • Was begünstig eine langfristige Beherrschung einer Tätigkeit? Günstig, nicht bei jedem Lernversuch (z.B. durch den Trainer) ein Feedback zu erhalten, sondern dazwischen auch selbst einschätzen zu können, wie groß die Abweichung vom Zielverhalten ist  
  • Was sind die Vorraussetzungen für Trainingspersonen für Mentales Training von Fertigkeiten? -          Vorerfahrungen im entsprechenden Verhaltensbereich -          Gute Vorstellungsfähigkeit -          Trainingsaktivitäten erfordern nicht nur reinen Krafteinsatz oder Muskeleinsatz, sondern bedürfen geistige Vorbereitung und Regulation
  • Was versteht man unter kognitiven Prozessen? Denkprozesse und alle psychischen Abläufe, die Voraussetzungen oder Folgen von Denkprozessen sind
  • Denkprozesse erleichtert, wenn vorher komplexe Informationsinput der Wahrnehmung gefiltert und klassifiziert Wie werden Informationen hinsichtlich ihrer Komplexität reduziert? --> wesentliche Komplexitätsreduktion der aufgenommenen Information leistet vor allem Ausbildung von Kategorien und Begriffen
  • Anzeige
  • Wovon hängt die Anzahl und Auswahl der Kategorien (Klassen) zur Gliederung von Wahrnehmungen, Vorstellungen und Bewusstseinsinhalten ab? Differenzierungsvermögen der Wahrnehmung, Komplexität der Inhalte, Brauchbarkeit der Kategorien in Lebenspraxis des Individuums
  • Wann sind Kategorisierungen von psychischen Inhalten brauchbar? wenn sie helfen, kausale Zusammenhänge zu erschließen; wenn sie eine effiziente Verhaltenskontrolle gewährleisten; wenn sie kommunizierbar sind;
  • Wie werden mentale Repräsentationen von Kategorien genannt? Begriffe oder Konzepte
  • Definiere Begriffe! Begriffe sind mentale Repräsentationeneiner bestimmten Konfiguration vonMerkmalen, die mit einem Namen versehen sein können. Der mit „Kaffeetasse“bezeichnete Begriff: kombiniert Merkmalskomponenten der Form, Farbe,Oberflächenbeschaffenheit, Zerbrechlichkeit, aber auch der Wärme, des Geruches und Geschmacks von Kaffee sowievon Empfindungen und Bewegungen,die damit verbunden sind.
  • Unterschiedliche theoretische Ansätze über die Erklärung der Speicherung von Begriffen oder Konzepten im Langzeitgedächtnis. Wie erklärte man in der frühen Begriffsbildforschung einen Begriff und deren Speicherung? Wo liegen die Schwächen von diesem theoretischen Ansatz? In früher Begriffsbildforschung: Begriff im Wesentlichen durch charakteristische Merkmale und                                                       deren Relationen zueinander bestimmt --> Begriffe umso schwieriger zu speichern, je mehr Merkmale sie umfassen und je komplexer deren Beziehungen zueinander. Bei natürlichen Begriffen sind allerdings Merkmale und deren Beziehungen zueinander oft nur vage bestimmbar: Beispiel: -          Ob ein Gefäß als Tasse oder Schüssel empfunden wird, lässt sich nur unscharf in Abhängigkeit der Dimension und Kontext vorhersagen -          Verbindliche Definition abstrakter Begriffe, wie Gerechtigkeit, Begabung, Glück
  • Gehe auf den Erklärungsansatz zur Repräsentation von Begriffen im Langzeitgedächtnis mit Prototypen ein! Für bestimmte Erfahrungen häufig zutreffende Eigenschaften werden kombiniert und als sogenannte Prototypen abgespeichert Jede neue Erfahrung wird mit diesen verglichen und bei Ähnlichkeit danach klassifiziert So wird ein Lebewesen üblicherweise als „Fisch“ bezeichnet,wenn es einen stromlinienförmigen Körper besitzt, im Wasser lebtund schwimmen kann.
  • Erkläre die Darstellungen von Begriffen im semantischen Raum! Wenn Begriffe als Kombinationen quantitativer Eigenschaftsausprägungen verstanden werden, lassen sie sich in einem mehrdimensionalen semantischen Raum darstellen, in demjene Begriffe einander umso näher sind, in je mehr Eigenschaftensie übereinstimmen. Konkrete Begriffe im Schwerpunkt eines solchen semantischen Raumes für Begriffsmengen können als derenPrototypen interpretiert werden.
  • Was versteht man unter den Exemplartheorien? Begriffsmodell; Annahme, dass einzelne häufig vorkommende reale Erfahrungen gespeichert vorliegen (z.B. Schwalbe, Buschfink) und dann gemeinsam zur oberbegrifflichen Kategorisierung (z.B. Vogel) von neuen Erfahrungen herangezogen werden. --> Unklar bis heute: ob Kategorisierungen auf Basis fix gespeicherter Merkmalskonfigurationen (Begriffe) erfolgen oder eher aus aktuellen situationsbezogenen Beurteilungsprozess entstehen
  • Wie wird versucht, mit neuronalen Netzwerken Kategorisierungsprozesse zu erklären? Input: Eigenschaften mit unterschiedlicher Gewichtung (als Funktion der Aufmerksamkeit) Ergebnis: begriffliche oder oberbegriffliche Kategorisierungen --> Begriffe können so als stabile Gedächtnisprodukte von Kategorisierungen angesehen werden
  • Erkläre die Begriffe implizites Lernen und explizites Lernen! implizites Lernen: Automatisches Erwerben  explizites Lernen: Bewusst und sprachlich gestütztes Erwerben  -->Sprachliche Verankerung von Begriffen durch ihre Benennung („labeling“) verbessert ihre Stabilität, erleichtert Zugriff und ermöglicht ihre Kommunikation
  • Was ist das aufsteigende retikuläre Aktivierungssystem? Wodurch wird es erregt? Was bewirkt eine Erregung? - Aktivierungssystem von höher entwickelten Lebewesen (Säugetieren) der Formatio reticularis (netzartiges Gebiet im Hirnstamm) lokalisiert - Neuronengeflecht mit zum Kortex auf und absteigende Nervenbahnen - Erregung des ARAS löst Steigerung der Aktivierungslage im ZNS aus   --> Damit scheint es verantwortlich zu sein für den Übergang vom wachen Ruhezustand in den einer allgemeinen Aufmerksamkeit - Aktivierungssystem wird erregt durch Veränderungen in der Umwelt (Wahrnehmungssituation, organismusextern) als auch durch Änderungen im Organismus (Bedürfnislage, Organismusintern)
  • Was ist die Orientierungsreaktion? Aktivierungsvorgang (Aktivierung), welcher den Organismus auf die Reizquelle ein, durch:  - Unterbrechung des aktuellen Verhaltens - Ausrichtung der Sinnesorgane - Vorbereitung der Reizaufnahme - erhöhte Aufmerksamkeit 
  • Was bewirkt eine elektrische Stimulation des retikulären aufsteigenden Aktivierungssystems? Was bewirkt eine Schädigung? Wodurch kann dieses Aktivierungssystem geschädigt werden? Eine elektrische Stimulation dieses Aktivierungszentrums bewirkt: - Verschärfung der Wahrnehmung - Steigerung der Aufmerksamkeit - Beschleunigung der Informationsverarbeitung - Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit Schädigung (z.B. als Folge von Encephalitis lethargica, "Europäische Schlafkrankheit", Form der Gehirnentzündung) oderZerstörung (z.B. durch Verletzung) - Auslöser für befristete bzw. dauerhafte Schlafzustände 
  • Erkläre den aktivierungsbezogenen Speichermechanismus von Routtenberg ! -          Positive Erlebnisse jeglicher Art (z.B. Triebbefriedigungen, Erfolgserlebnisse, „Aha Erlebnisse“) lassen Belohnungszentren im Limbischen System ansprechen --> Hemmen das Aktivierungssystem, führen so zu:       - Reduktion unspezifischer Erregung       - Verstärkung lernspezifischer Neuronenverbindungen im ZNS   --> Bei diesem aktivierungsbezogenen Speichermechanismus könnte es sich um biologisches Grundprinzip des Lernens handeln (z.B. Signallernen, Verstärkungslernen, kognitives Lernen)
  • Was versteht man unter dem Instrumentellen Konditionieren? Wie unterscheidet diese sich von der Klassischen Konditionierung? Instrumentelles Konditionieren- Erfolgslernen, "Wenn ich das und das mache, passiert das und das" Grundprinzip: E.L. Thorndike 1898: Gesetz des Effektes Reize und Reaktionen werden miteinander verknüpft: Erlernt wird, unter welchen Bedingungen welche Reaktion zu welcher Konsequenz führt, bzw. welches Verhalten erfolgreich ist. S - R --> Verhalten = Instrument zum Erreichen bestimmter Konsequenz Bei der Klassischen Konditionierung wird die Koppelung von zwei oder mehreren Reizen erlernt  S - S -->Konditioniertes Lebewesen hat keine Kontrolle über den Reiz, noch über Reaktion
  • Welche Aspekte kennzeichnen die instrumentelle Konditionierung als Lernform? Situations- und Reizkontrolle Kontingenz Generalisation und Diskrimination Shaping Primäre und Sekundäre Verstärker
  • Nenne Voraussetzung für Trainingspersonen für mentales Training von Fertigkeiten! -          Vorerfahrungen im entsprechenden Verhaltensbereich -          Gute Vorstellungsfähigkeit -          Trainingsaktivitäten erfordern nicht nur reinen Krafteinsatz oder Muskeleinsatz, sondern bedürfen geistige Vorbereitung und Regulation
  • Was versteht man unter Schemata? Was wird Schematisiert? Schemata:  Kognitive begriffsähnliche Strukturen, charakterisieren Abstraktionen verschiedenartiger komplexer Erlebnisstrukturen oder Erlebnisabläufe Schematisiert wird: Charakter von Menschen (Typologien) Typische Lebensentwicklungen (Karrieren, Schicksale) Regelhafte Handlungsabläufe (auch bezeichnet als Skripts) Beispiel: Skript „Restaurant“ umschrieben durch die Folge: Eintreten in Lokal – Platznehmen – Bestellen – Konsumieren – Bezahlen
  • Erkläre das Experiment zum Imitationslernen, mit aggressiven Verhaltens durch vierjährige Kinder! Jedes Kind wurde Kurzfilm gezeigt, in dem Erwachsener aggressive Verhaltensweisen und Verbalisierungen gegenüber aufblasbaren Stehaufmännchen zeigte -->   Erwachsene Modellperson bekam dafür entweder: o   Belohnungen (Limo, Süßigkeiten, Lob) o   sie wurde getadelt und bekam einen Klaps o   keine Konsequenzen Jedes Kind wurde danach mit einer Puppe alleine gelassen und beobachtet:  o   Kinder zeigten nach der Beobachtung des aggressiven Modells viele ähnliche aggressive Verhaltensweisen und Kommentare o   Jungs waren allgemein aggressiver als Mädchen o   Kinder, die beobachtet hatten, wie das Modell für sein Verhalten bestraft wurde, zeigten deutlich weniger Aggressionen  
  • Erläutere die sozial-kognitive Lerntheorie nach Bandura und gebe ein Beispiel. Bandura spricht beim Imitationslernen im Fall des Aggressionsexperiment mit Kindern von einem stellvertretenden instrumentellen Konditionieren und entwickelte die sozial kognitive Lerntheorie: Lernen am Modell - Lernen sei keine Reaktion auf die Umwelt o   Auch beim klassischen und instrumentellen Konditionieren werden nicht eigentlich die beobachtbaren Reaktionen gelernt, sondern verdeckte, innere Erwartungen und Bewertungen, die zwischen Reiz und Reaktion „vermitteln“: Beachtet beim Lernprozess zwischen Reiz und Reaktion das Bewusstsein --> Wichtig dabei: Unterscheidung der Phasen: Erwerb      <-->       Ausführung des gelernten Verhaltens Erwerb: Beobachter konzentriert sich auf das Modell, danach wird das beobachtete abgespeichert Ausführung: gespeicherte wird erinnert & nachgeahmt, offen ausgeführt, wenn Anreize und günstige Verstärkungsbedingungen vorhanden o   Verhaltensweise kann durch Beobachtung innerlich (latent) gelernt worden sein o   Erst dann offen (manifest) ausgeführt werden, wenn Anreize und günstige Verstärkungsbedingungen vorhanden sind Beispiel: Erlernen von aggressiven Verhaltensweisen o   Untersuchungen zeigen: Menschen, die als Kind misshandelt wurden tendieren selbst zu körperlichen Strafen, wobei sie gegenüber den aggressiven Eltern ursprünglich meist nicht aggressiv waren, wohl aber gegen Schwächeren.   --> Wenn Eltern die Aggression von Kindern bestrafen und damit kurzfristig hemmen, ist langfristiger Lerneffekt nicht zu verhindern
  • Anzeige
  • Wann wird nach Mischel und Bandura das Nachahmen von Verhaltensweisen besonders gefördert? Nachahmen von Verhaltensweisen wird besonders gefördert, wenn: - Wahrgenommen wird, dass das beobachtete Verhalten erfolgreich ist und angenehme Konsequenzen zeitigt - Modellperson als mächtig erlebt wird oder über „Belohnungswirkung“ verfügt (z.B. Eltern, Lehrer) - Modell als positiv, beliebt und respektiert empfunden wird - Modell in einer gesellschaftlichen Gruppe Dominanz zeigt - Modellperson dem Lernenden ähnlich ist (Geschlecht, Alter, Interessen etc.) - Vorbild ernsthaft und seriös
  • Wobei wird in der Verhaltenstherapie mit Elementen des Modelllernens gearbeitet? z.B.: Bei Unterstützung beim Abbau von Ängsten, Überwindung von Stresssituationen und Entwicklung sozialkompetenten Verhalten    
  • Welche Lernformen werden in der Forschungen unterschieden? Habituation (Gewöhnung) Signallernen (klassische Konditionierung) Erfolgslernen (instrumentelle Konditionierung) Fertigkeiten (motorisches Lernen) kognitives Lernen und Beobachtungslernen (Imitationslernen)
  • Welches System ergänzt bei Säugetieren das Aktivierungssystem? Das zentralnervöse Bewertungssystem, sog. „limbisches System“; es vergleicht laufend den Ist-Soll-Welt im biologischen und psychischen Bereich und stellt fest ob eine Situation als eher günstig oder eher ungünstig erlebt wird/eingeschätzt wird
  • Was beeinflusst in der Erziehung mehr als Ratschläge, Verbote und Predigten? Vorgelebte Verhaltensweisen und Gewohnheiten --> Lernen am Modell
  • Wie erden Denkprozesse erleichtert? Wenn vorher der komplexe Informationsinput der Wahrnehmung gefiltert und wenn klassifiziert wurde; Ausbildung von Kategorien und Begriffen
  • Wann findet allgemein instrumentelles Lernen statt? Wenn wiederholt eine bestimmte Situation wahrgenommen wird (diskriminativer Hinweisreiz) in der bestimmte Verhaltensweisen zu bestimmten Konsequenzen führen
  • Wie entsteht ein Fetischismus laut Klix? Laut Klix menschliches Prägungsphänomen zu Sexualpräferenzen (d.h. fast irreversibel): Im Stadium extrem erhöhten Triebzustands in jugendlichen Entwicklungsjahren führt eine besondere Art der Befriedigung zu sexueller Fixierung  --> Lernforscher sind allerdings einig, dass es eine Form von intensiver Konditionierung ist und durch konkurrierende Erfahrungen oder psychotherapeutische Prozesse die Konditionierung zu löschen ist
  • Wie wird das tonische Aktivierungsniveau bei höher entwickelten Säugetieren gesteuert? Nervenbahnen steigen von der Formatio Reticularis (netzartiges Gebiet im Hirnstamm) zum Kortex auf und auch wieder ab --> ARAS (Aufsteigende retikuläre Aktivierungssystem)
  • Erkläre das Modell des globalen Arbeitsspeichers. heutige Sicht des Gehirns als Gruppierung stark vernetzter, miteinander simultan interagierender Neuronensysteme; Teile des Netzwerks (Module) erfüllen Spezialleistungen z.B. Wahrnehmung, Erinnerung, Konzentration --> gesteuert durch ein Verbindungsnetzwerk (=global workspace) in ihren Aktivitäten 
  • Was imitieren Kinder durch Imitationslernen/ Beobachtungslernen? Rollenverhalten, moralische Standards, Arbeitseinstellungen, Aggressionsverhalten, Suchtverhalten, Angstverhalten
  • Welche Merkmale haben Generalisation und Diskrimination bei klassischer Konditionierung? Die Auslösequalität von einem CS für eine CR überträgt sich auch auf andere Reize im Ausmaß ihrer Ähnlichkeit mit dem ursprünglichen CS bei der Generalisation Diese Ausweitung der Signalwirkung eines Reizes kann durch ein Unterscheidungstraining eingeschränkt werden
  • Welche Merkmale hat die Informativität bei klassischer Konditionierung? Wenn bereits ein CS1 als Signal für einen US aufgebaut wurde und dann ein weiterer zur Vorhersage des US unnötiger Reiz CS2 hinzu kommt, wird dieser ignoriert und löst keine CR aus (=Blockierung)
  • Welche Merkmale haben Generalisation und Diskrimination bei instrumenteller Konditionierung? In manchen Situationen müssen gewisse Bedingungen gegeben sein für die Auswahl eines erfolgreichen Verhaltens z.B. die Art der sozialen Wahrnehmung oder soziale Kompetenzen Aber auch angenehme Konsequenzen wirken auf manche Menschen nur in differenzierter Form (z.B. Lob nur, wenn nicht schulmeisterlich), während etwa Geld als generalisierter (erlernter) Verstärker gelten kann
  • Wie funktionieren neuronale Netzwerke, grob beschrieben? Mengen von Funktionseinheiten (Neuronen) sind in Schichten aufgeteilt (Input-Zwischen-Outputschicht) und sind vielfältig miteinander in Beziehung gesetzt; "Lernalgorithmen", also spezielle Rechenregeln werden angewandt und Verknüpfungen so gestärkt oder geschwächt, dass sich die angestrebten Lernleistungen optimal ausbilden
  • Erkläre das Brain-Trigger-Design von Guttmann und Bauer! Es gibt einen experimentellen Hinweis auf die lernfördernde Wirkung eines erhöhten neuronalen Aktivierungsniveaus; Vorgabe von Lernmaterialien in Phase erhöhter neuronaler Aktivierung weist um 25% bessere Merkleistung auf
  • Wo wird Faktenwissen im menschlichen Gehirn gespeichert? Orte der Speicherung des Faktenwissens (deklaratives Gedächtnis) liegen je nach Wahrnehmungsmodus (Tastsinn, Geschmack, Gehör, Geruch, Sehsinn) im Scheitel-, Schläfen- oder Hinterhautlappen.
  • Welche Wissensbereiche werden im Frontallappen des Großhirns lokalisiert? Handlungswissen (prozeduales Gedächtnis), Handlungsorientierungen (Werthaltungen), Handlungskontrolle (Aufmerksamkeit, Denkprozesse)
  • Wann sind Begriffe schwerer zu speichern? Je mehr Merkmale sie umfassen und je komplexer deren Beziehungen zueinander sind, desto schwieriger sind sie zu speichern
  • Beschreibe die Synapse! Synapsen: Schaltstellen, über die die Nervenzellen im neuronalen System Informationen an ihre Nachbarzellen weiter leiten: Transmitterstoffe mit erregender oder hemmender Wirkung werden für die folgende Nervenzelle ausgeschüttet