Sozialwissenschaftliche Methodenlehre (Fach) / Wissenschaftstheoretische Grundlagen (Lektion)

In dieser Lektion befinden sich 15 Karteikarten

Wissenschaftstheoretische Grundlagen

Diese Lektion wurde von Benblu erstellt.

Lektion lernen

  • Welche Erklärungsmodelle gibt es?  1. deduktiv-nomologische 2. induktiv-statistische 3. unvollständige Erklärungen
  • Was gehört zum Explanans der Deduktiv-Nomologischen Erklärung  1. nomologische hypothese (wenn a dann B) 2. Randbedingungen
  • Was gehört zum Explanandum der Deduktiv-Nomologischen Erklärung  singulärer satz, der das zu erklärende Ereigniss beschreibt
  • Was sind die Adäquatheitsbedingungen für Deduktiv-Nomologische Erklärungen 1- Explandandum ist logische Folge aus dem Explanans 2. Explanans enthält allgemeines Gesetz 3. Explanans muss empirischen Gehalt haben 4. Sätze des Explanans müssen wahr sein
  • Was gehört zum Explanans der Induktiv-Statistischen Erklärung 1. probabilistische Hypothese 2. Randbedingung
  • Was gehört zum Explanandum der Induktiv-Statistischen Erklärungen singulärer Satz, der das zu erklärende Ereignis beschreibt
  • Was ist beim Induktiv-Statistischen Modell nicht mehr gegeben (in Gegensatz zum deduktiv nomoligschen) Explanandum folgt nicht mehr logisch aus dem Explanans 
  • Welche drei Teile gehören zum Basissatzproblem 1. empirische Beobachtungen stellen raum-zeitlich gebundene singuläre Sätze (Basissätze) dar 2. Festellung von Basissätzen beruht auf der Annahme, dass Realität korrekt beobachtet wurde 3. absolut sichere Falsifizierung von Hypothesen ist nicht möglich
  • Beschreibung der Deduktion Schluss vom allgemeinen auf das besondere - sicher aber ohne empirischen gehalt
  • Beschreibung der Induktion  'schluss vom besonderen auf das allgemeine'- unsicher aber informativ (laut popper nicht möglich)
  • drei Dimensionen der Wertefreiheit? (Weber)  1. Entstehungs bzw. Entdeckungszusammenhang (immer wertend, da Auswahl einer Fragestellung aus potentiell unendlicher Menge von Forschungsfragen) 2. Begründungszusammenhang (soll wertfrei sein, Objektivität, Methodologie nicht durch subjektive Werthaltungen beeinflussen lassen) 3. Verwertungszusammenhang (Verwertung durch Dritte = wertend, Wissenschaftler*in sollte als Experte nicht für Verwirklichung der eigenen normativen Zielvorstellungen eintreten)
  • vier Hauptpunkte des Werteurteilsstreit  1. sozialwissenschaftlicher Objektbereich muss gesondert betrachtet werden 2. Wissenschaftler ist immer teil des Untersuchungsgegenstands 3. Wahl der Begriffe ist wertend 4. dadurch bezieht sich die Wahrheit von Aussagen immer auch auf wertende Vorstellungen
  • Wer waren die gegenüberstehenden Akteure im Positivismusstreit 1. Karl Popper- kritischer Rationalismus 2. Adorno/Habermas- Frankfurter Schule
  • Wofür stand popper im positivismus streit - Wertefreiheit: Postulat für sozialen Kontext des Wissenschaftsbetriebs - wertefreie erhebung der faktischen realität als einzige gültige möglichkeit zur überprüfung von theorien - Einheit von natur- und sozialwissenschaftlicher Methoden
  • wofür stand die frankfurter schule - wertefreie Überprüfung von Theorien wirkt herrschaftsstabilisierend - wichtig ist jedoch: frage nach lebenspraktischem Sinn und Wünschbarkeit - Theorien anhand von übergeordneten Kriterien (zb.Freiheit) anstatt allein anhand der Empirie