Diagnostik (Fach) / Fragenkatalog (2) (Lektion)

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Fragenkatalog (2)

Diese Lektion wurde von Alicia98 erstellt.

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  • Welche Arten von Reliabilität gibt es? Retest- und Paralleltestreliabilität  Interne Konsistenz
  • Was ist die Kernaussage der Klassischen Testtheorie (Formel)? X = T + E die gemessene Variable besteht aus True-Score und Error Score
  • Wodurch kann die Retestreliabilität beeinflusst werden? Stabilität bzw. Fluktuation des Merkmals zeitlicher Abstand Lerneffekte und Erinnerungsleistungen
  • Welche Arten von Paralleltests gibt es? Was unterscheidet sie? • Inhaltsäquivalente: Items werden aus homogenem Itempool generiert und sind untereinander alle gleich • Inhaltsparallelisierte: nur Itempaare sind homogen Stabilitäts- und Äquivalenzkoeffizienten sind nicht gleich
  • Beschreibe das Prinzip der internen Konsistenz!  Berechnet als Cronbachs Alpha • Jedes Item ist ein Minitest und damit ein Reliabilitätsschätzer • Entscheidend ist die mittlere Interkorrelation der Items – mit ihr steigt und fällt die interne Konsistenz   
  • Welche Mindestanforderungen werden nach Heiler (1991) an Reliabilitäten von Persönlichkeitstest bzw. Intelligenz- und Leistungstest gestellt? Persönlichkeitstests: • Paralletest- und Retestmethode: .70 - .80 • Interne Konsistenz: .75 - .90  Intelligenz- und Leistungstests: • Paralletest- und Retestmethode: .80 - .90 • Interne Konsistenz: .85 - .95
  • Was unterscheidet Brigitte-Tests von psychodiagnostischen Tests? • Keine Normierung der Brigitte-Tests • Keine Einhaltung von psychometrischen Gütekriterien
  • Wie beurteilt man, ob überdurchschnittliche Intelligenz vorliegt?  Durch einen Vergleich zur Normstichprobe, das heißt, der Testwert wird an Mittelwert und Streuung der Referenzpopulation justiert 2) Betrachtung der Reliabilität des Tests mittels des Standardfehlers und eines Konfidenzintervalles um zu einer Aussage mit einer gewissen Sicherheit (meist 95%) gelangen zu können; es gilt: je höher die Reliabilität, desto konkretere Aussagen können getroffen werden
  • Flynn effekt  Intelligenz nimmt um 15 IQ-Punkte je Generation ab
  • Wie kann man beurteilen, ob der Testwert einer Person signifikant verschieden von dem einer anderen Person ist kritische Differenz
  • Stellen Sie sich vor, Sie haben einen IQ-Test entwickelt und wollen nun prüfen, wie valide dieser ist. Was tun Sie? Auf konvergente und diskriminante Validität prüfen
  • Welche Arten von Validität gibt es? • Konstruktvalidität – Ausmaß in dem das Konstrukt theoriekonform abgebildet wird • Kriteriumsvalidität – Übereinstimmung mit dem Merkmal (Kriterium). Auf das mit Hilfe des Tests geschlossen werden soll (z.B. IQ -> Berufserfolg) (testexterne Information) • Inhaltsvalidität (logische Validität) – Inhalt der Items bilden das Konstrukt erschöpfend ab, Relevanz und Repräsentativität der Items (testinterne Information)
  • Welche Methode dient der Prüfung von konvergenter und diskriminanter Validität? Worauf beruht sie? Multitrait-Multimethod-Methode – beruht auf Korrelationsmatrix, die sich wiederum daraus ergibt, dass jedes Konstrukt mit jeder Methode gemessen wird  
  • Nenne drei Nebengütekriterien! Normierung, Ökonomie und Nützlichkeit
  • Was bedeutet Urteilsbildung? Was ist das Ziel? Was der Gegenstand? • Urteilsbildung = Informationen kombinieren • Ziel: Diagnose, Prognose • Gegenstand: menschliches Erleben und Verhalten
  • klinische Urteilsbildung vs. statistische Klinisch: > auf menschlicher, fachlichen Basis, und nicht nach expliziten Regeln > basierend auf Erfahrung, Intuition, diagnostischer Blick Statistisch: > Ergebnisse und Daten aus den einzelnen Verfahren werden nach festen, expliziten Regeln zu einem Ergebnis zusammengefügt, z.B. Regression, Konfigurationsmodell (ein klinischer Psychologe, der ein standardisiertes Verfahren zur Diagnose nutzt, geht statistisch vor)
  • Welche Methode dient der Prüfung von konvergenter und diskriminanter Validität? Multitrait-Multimethod-Methode beruht auf Korrelationsmatrix, die sich daraus ergibt, dass jedes Konstrukt mit jeder Methode gemessen wird
  • was sind paramorphe Modelle des diagnostizierens? formelle Repräsentationen des diagnostischen Entscheidungsverhaltens > soll Zusammenhang zwischen der Information, die ein Diagnostiker erhebt oder die ihm zur Verfügung steht, und seinen Entscheidungen reproduzieren
  • was sind Konfigurationsmodelle lassen sich als Flussdiagram darstellenPersonen müssen ein  bestimmtes Muster an Werten aufweisen, damit eine bestimmte Diagnose gestellt wird
  • was sind Vorteile expliziter Modelle • Keine Verzerrungen (Hindsight, illusionäre Korrealtionen, Overconfidence, Verfügbarkeitsheuristik…) • Transparenz • Optimierbarkeit • Wissenstransfer • Sparsamkeit / Entlastung der Klienten • Konsistenz (Objektivität, Fairness) • Validität
  • warum werden statistische Modelle nicht verwendet? • Vorbehalte gegenüber Entscheidungsfindung durch mechanische Regeln statt nach eigenem Wissen • Mechanische Entscheidungen sind "entmenschlichende" Entscheidungen • Eindruck von hoher Urteilssicherheit (I’ll beat the statistics!)
  • kritik vs. Befürworter der statistischen Modelle Kritik: sie sind irreführen, wenn sie auf Einzelfälle angewandt werden // individuelle Besonderheiten konkreter Fälle müssen beachtet weren  Befürworter: jede Form von Diagnose ist probabilistisch // jedes Faktum kann in das statistische Modell aufgenommen werden
  • Empfehlungen: Übergänge von der klinischen zur statistischen Informationsverarbeitung > klinische Form der Informationsverarbeitung & paramorphe Simulierung des erfahrenen Diagnostikers  > Ersetzung / Ergänzung der hypothetischen Zusammenhänge durch empirisch gesicherte Zusammenhänge  > Vergleich paramorphes u. statistisches Modell 
  • was bedeutet Klassifikation und Selektion und was ist das Ziel dabei? Klassifikation: Personen werden definierten diagnostischen Klassen zugewiesen --> "in welche Merkmalsklasse gehört Herr X?" Selektion: Welcher Kandidat entspricht einer definierten Klasse am besten?  Ziel: optimale Passung zwischen Person und Bedingung 
  • 4 Selektionsstrategien Strategien: 1) sink-and-swin (alle annehmen, wer sich bewährt wird übernommen) 2) screening (ungeeignete Bewerber werden abgewiesen) 3) Variable Quote: alle als geeignet angesehen Kandidaten werden akzeptiert 4) Fixierte Quote: Nur eine bestimmte Quote von Bewerbern wird akzeptier
  • Prävalenz, Sensitivität, Spezifizität was zeigt Bayes-Theorem? Prävalenz: wie viele Personen zeigen das Merkmal? Sensitivität: wie viele richtige Befunde liefert ein Test verglichen mit der Anzahl aller Erkrankten?  Spezifizität: wie viele Personen wurden vom Test als gesund erkannt, gemessen an der Anzahl aller gesunden?  Das Bayes-Theorem zeigt: je geringer die Basisrate des Merkmals, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Merkmal tatsächlich vorliegt, wenn der Test positiv ausfällt