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Grundlagen der Personal- und Führungsforschung (Fach) / 18_Austauschbeziehung zwischen Arbeitgeber und -nehmer (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Leobinho96 erstellt.

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  • Anreiz-Beitrag-Theorie als Grundstruktur jeder Austauschbeziehung o   Leistungsbeiträge stehen Anreizen gegenüber o   Anreize folgen der Motivstruktur o   Leistungsbeiträge entscheidend für Organisationserfolg
  • Lohnarbeiter o   Qualität der Arbeitskraft --> Arbeitskraft als Rohstoff o   Kontrolle à direkte --> persönliche Kontrolle o   Arbeitsbeziehungen --> kaum Interessenvertretungen o   Zeitperspektive --> permanente Gefährdung durch Entlassung o   Identität, Bewusstsein --> Arbeiterbewusstsein, Klassenzugehörigkeit o   Lebensführung --> hohe Arbeitszeiten, niedriger Lohn
  • Verberuflichter Arbeitnehmer o   Qualität der Arbeitskraft --> Arbeitskraft als Massenware in Berufsform o   Kontrolle --> Strukturelle Kontrolle o   Arbeitsbeziehungen --> Kollektive Interessenvertretungen o   Zeitperspektive --> Arbeitsplatzrisiko abgefedert – Berufswechsel selten o   Identität, Bewusstsein --> Beruf, organisationale Bindung o   Lebensführung --> Arbeitszeit und -lohn ausgewogen – wachsender Freizeitwert
  • Arbeitskraftsunternehmer o   Qualität der Arbeitskraft --> Arbeitskraft als „Halb-Fertigprodukt“ o   Kontrolle --> indirekte Rahmensteuerung o   Arbeitsbeziehungen --> individuelle Interessenvertretung o   Zeitperspektive --> temporäre Aufträge – wechselnde Auf- und Abstiege o   Identität, Bewusstsein --> Selbstvermarktungsidentität – Selbstregulation statt Weisungsgebundenheit o   Lebensführung --> individuelle Lebensführung
  • Psychologische Verträge --> wichtig o   Umfasst wahrgenommenen Verpflichtungen des MA gegenüber Organisation o   Umfasst implizite Erwartungen, die sich aus expliziten oder implizit wahrgenommenen Versprechen seitens der Organisation ergeben o   Sind kognitive Repräsentationen – keine realen Tauschverhältnisse o   Kernkonzepte: Arbeitsplatzsicherheit, Karrieremöglichkeiten, Arbeitsinhalte, Vertrauen o   Auch Arbeitgeber hat psychologischen Vertrag mit, in dem eigene Verpflichtungen und Erwartungen an Arbeitskraft hinterlegt sind --> impliziter Vertrag
  • Transaktionaler vs. relationaler Vertrag (Psychologischer Vertrag) --> wichtig Ausrichtung: Ökonomisch, extrinsisch vs. Ökonomisch und nicht-ökonomisch – sozio-emotional, intrinsisch Zeitrahmen: begrenzt vs. offen Stabilität: stabil vs. dynamisch Reichweite: eng vs. umfassend Greifbarkeit: öffentlich und beobachtbar vs. subjektiv --> anfällig für wahrgenommene psychologische Vertragsbrüche
  • Auslösung veränderter Austauschbeziehungen o   Wandel der realen Arbeitsverhältnisse §     Nach Personalabbau Sorge um eigenen Platz §     Verletzung des psychologischen Vertrags §    o   Wandel des psychologischen Vertrags §     Bisheriger Vertrag nimmt Organisation in Verantwortung §     Im neuen Vertrag Selbstverantwortung Beispiel: Arbeitgeberverpflichtungen
  • Wandel des psychologischen Vertrags - traditionell vs. neu §  Traditionell (noch dominant, aber abnehmend) ·         Arbeitgeberverpflichtung o             Arbeitsplatzsicherheit und interne Karrieremöglichkeit ·         Arbeitnehmerverpflichtung o             Loyalität, Verbleib im Unternehmen o             Zufriedenstellende Leistung o             Akzeptanz von Vorgesetzten §  Neu (bislang kleine, aber wachsende Gruppe) ·         Arbeitgeberverpflichtung o             Belohnung entsprechend des Mehrwertes o             anspruchsvolle Arbeitsinhalte ·         Arbeitnehmerverpflichtung o             Innovation o             Wandlungsorientiert im Sinne der Leistungsverbesserung o             Höchstleistung
  • Psychologischer Vertrag im Normalarbeitsverhältnis und flexiblen Arbeitsverhältnis o   Normalarbeitsverhältnis §     Arbeitgeberverpflichtung ·         Anerkennung durch Vorgesetzte ·         Weiterbildung ·         Relativierte Sicherheit §     Arbeitnehmerverpflichtung ·         Zuverlässigkeit ·         Kompetenz ·         Innovation o   Flexibles Arbeitsverhältnis (Arbeitskraftunternehmer) §     Arbeitgeberverpflichtung ·         Normen der Zusammenarbeit ·         Interessante Kunden §     Arbeitnehmerverpflichtung ·         Loyalität ·         Hohe Kundenorientierung
  • Merkmale Generation Y o   Geboren im Zeitraum zwischen 1980 und 1998 o   Steht für neuen Typ Arbeitskraft o   Gut ausgebildet mit Fachholschul- oder Universitätsabschluss o   Technologieaffin --> Digital Natives o   Leistungsorientiert o   Lehnen stark hierarchische Formen ab o   Aufmerksamkeits- und zuwendungsbedürftig --> hohe Erwartung an FK o   Multikulturell und weltoffen o   Gleichberechtigt
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  • Kontext Generation Y o   Wohlstand/Überfluss §     Selbstbestimmte Arbeit (Autonomie, Spaß, immaterielle Statussymbole) o   Vernetzung/Internet/virtuelle Freunde §     Flexible Arbeitszeiten und -orte --> Work-Life-Balance o   Helikopter-Eltern/überbehütet §     Ausgeprägter Wunsch nach Anerkennung und Feedback o   Ständiger Wandel §     Höhere Wechselbereitschaft im Beruf
  • Zusammenfassung o   Austauschbeziehungen haben sich im Zeitverlauf gewandelt §     Veränderte Vertragskonstellationen §     Veränderte wechselseitige Erwartungsmuster o   Unterschiedliche Ursachen dafür §     Flexibilisierung des Arbeitsmarktes §     Neue Beschäftigungsformen §     Veränderte Wert- und Anspruchsmuster o   Austauschbeziehungen und Arbeitssysteme entwickeln sich nicht unabhängig voneinander o   HRM variiert je nach Austauschbeziehung und Arbeitssystem