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Grundlagen der Personal- und Führungsforschung (Fach) / 10_Gruppenforschung, -zusammensetzung und -dynamik (Lektion)

o Was ist eine Gruppe? o Wie beeinflusst Gruppendynamik Handlungsgeschehen und Leistungsverhalten? o Wie lässt sich Leistung über Gruppenzusammensetzung beeinflussen?

Diese Lektion wurde von Leobinho96 erstellt.

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  • Definition einer Gruppe --> wichtig o   Mehrzahl von Personen o   Für längere Dauer zusammen o   Differenzieren Rollen aus o   Entwickeln gemeinsame Normen, Werte und Ziele o   Wir-Gefühl à Kohäsion
  • Gruppenformation nach Tuckman (1965) --> wichtig o   Forming --> Kontaktphase o   Storming --> Konfliktphase (Rollenklärung, Macht, etc.) o   Norming --> Normierungsphase (Einigkeit über Rollen und Erwartungen) o   Performing --> Arbeitsphase (Produktivität, Kreativität, gemeinsame Verantwortung Adjourning --> Auflösung
  • Gruppennormen - positive und negative Effekte o   Ungeschriebene Gesetze und Regeln hinsichtlich des Verhaltens in Gruppen o   Bilden sich mit der Zeit heraus und Mitglieder können sich damit identifizieren o   Einwilligung à Identifikation à Internalisierung o   Positive Effekte §     Prognostizierbarkeit des Gruppenverhaltens §     Geringer Organisations- und Kontrollaufwand §     Kohäsion/Identitätsbildung §     Leistungssteigerung durch Kooperation o   Negative Effekte §     Leistungszurückhaltung §     Group Think ·         Konformitätsdruck hinsichtlich Meinung mit Gefahr falsche Entscheidungen zu treffen §     Mobbing von Abweichlern §     Verlust von Individualität
  • positive und negative gruppendynamische Effekte o   Positiv §    Social compensation §    Social facilitation --> Leistungssteigerung durch Zuschauereffekt §    Social Labouring --> Identifikation mit Gruppe + Abgrenzung gegenüber Out-Group                bewirkt Leistungssteigerung o   Negativ §     Trittbrettfahren §     Social Loafing --> vermindertes Verantwortungsbewusstsein §     Social Anxiety --> Leistungseinbußen durch Beobachtungssituation §     Soldiering --> kollektive Leistungszurückhaltung vor Statushöheren §     Group Think
  • fördernde und hemmende Beeinflussung der Gruppenkohäsion --> wichtig o   Fördernd §     Häufige Interaktion §     Homogenität §     Intergruppen-Wettbewerb §     Einigkeit über Gruppenziele §     Erfolg und Anerkennung o   Hemmend §     Hohe Gruppengröße §     Einzelkämpfer/Individuelle Leistungsbewertung §     Misserfolge §     Bewusste Störung
  • Gruppenzusammensetzung homo- oder heterogen o   Heterogenität kann am Alter, Geschlecht, Nationalität etc. festgemacht werden o   Homogene Gruppen fördern Kohäsion §     Erleichtert Bildung gemeinsamer Normen §     Besser bei Implementationsaufgaben o   Heterogene Gruppen reduzieren Kommunikation und erhöhen Fluktuation §     Bei Entscheidungs- und Kreativitätsaufgaben aber besser als homogene o   These: Heterogene Gruppen brauchen dominantes Homogenitätsmerkmale §     Elitäre EU-Schüler à Herkunft nicht mehr relevant – Elitär entscheidend o   Belbin macht Homo- und Heterogenität an Teamrollen fest
  • Teamrollen nach Belbin - Hintergrund o   Kernaussage: Team mit Personen, die alle hohe geistige Fähigkeiten haben, bringt nichts (Apollo Syndrom) --> braucht unterschiedliche Teamrollen o   Typische Probleme §     Rivalität §     Einzelkämpfertum §     Langsame Entscheidungsprozesse §     Schlechte Ergebnisse o   9 verschiedene Rollen, die MA einnehmen können §     Eine Rolle immer dominant – insgesamt aber ein Mix aus mehreren Rollen §     In idealem Team alle Rollen besetzt §     Eigener Verzicht auf stärkste Teamrolle kann Effektivität des Teams steigern
  • Teamrollen nach Belbin - Hintergrund o   Kernaussage: Team mit Personen, die alle hohe geistige Fähigkeiten haben, bringt nichts (Apollo Syndrom) --> braucht unterschiedliche Teamrollen o   Typische Probleme §     Rivalität §     Einzelkämpfertum §     Langsame Entscheidungsprozesse §     Schlechte Ergebnisse o   9 verschiedene Rollen, die MA einnehmen können §     Eine Rolle immer dominant – insgesamt aber ein Mix aus mehreren Rollen §     In idealem Team alle Rollen besetzt §     Eigener Verzicht auf stärkste Teamrolle kann Effektivität des Teams steigern
  • Teamrollen nach Belbin - tätigkeitsorientiert ·         Macher --> Teamführer o   Setzen von Zielen und Schaffen von Prioritäten o   Stark vorantreibend o   ungeduldig ·         Umsetzer o   Konzepte in praktische Arbeitsabläufe umsetzen o   Arbeitet effizient und pflichtbewusst o   unflexibel ·         Perfektionist o   Sichert Team so weit wie möglich gegen Versäumnisse ab und sorgt für Dringlichkeit o   Sorgfältig o   Übertriebene Besorgnis
  • Teamrollen nach Belbin - beziehungsorientiert ·         Integrator/Koordinator --> Teamführer o   Zieht besten Nutzen aus vorhandenen Ressourcen o   Erkennt Stärken der Gruppenmitglieder o   Nicht überdurchschnittlich intelligent/kreativ ·         Teamarbeiter o   Unterstützt Mitglieder in ihren Stärken und verbessert Kommunikation o   Fördert Zusammenarbeit und hört zu o   Unentschlossen in kritischen Situationen ·         Wegbereiter o   Knüpft externe Kontakte, die für Team nützlich sein können o   In- und externe Kontakte herstellen o   Tendenz zur Unruhe
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  • Teamrollen nach Belbin - Sach-/wissensorientiert ·         Neuerer/Erfinder o   Bringt neue voranbringende Ideen an o   Sehr kreativ und großes Denkvermögen o   Geistesabwesend und missachtet schon mal Details ·         Beobachter o   Analysiert Probleme o   Unparteiisch o   Kann andere nicht gut inspirieren ·         Spezialist/Fachmann o   Stellt sehr spezielles, seltenes Wissen zur Verfügung o   Technisch geschickt o   Kleinlich
  • Erkenntnisse zum Teamrollenmanagement o   Intelligenz und Talent nicht einzige Faktoren für Erfolg eines Teams o   Größte Chance für Erfolg bei heterogenem Team mit allen Teamrollen o   Abwesenheit einer Teamrolle schwächt Team o   Bei weniger als 9 Personen sollte zweiter Rollenschwerpunkt aktiviert werden §      Effektive Teams bereits mit 3-4 TN o   Mit zu viel Neuerern wird nichts fertig o   Mehr als ein Macher, Umsetzer, Neuerer führt zu vorhersehbaren Störungen o   Größere Teams können mehr Perfektionisten und Wegbereiter vertragen
  • Gruppe als soziales System --> wichtig aus Kohäsion entstehen Normen und Standards und interne Sozialstruktur und das führt zu kollektiven Handlungsmustern