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Grundlagen der Personal- und Führungsforschung (Fach) / 1_Fordismus & Taylorismus (Lektion)

Wie lässt sich kontrollorientiertes Arbeitssystem kennzeichnen? Welche wissenschaftlichen Lehren zur Personal- und Führungsarbeit gehen mit kontrollorientierten Arbeitssystemen einher?

Diese Lektion wurde von Leobinho96 erstellt.

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  • Merkmale des Fordismus --> wichtig §  Hohe Standardisierung und Spezialisierung §  Zentral gesteuerte Montagefließbänder - somit gebunden an Fließtakt §  Starke horizontale (jede Person mit minimaler Sequenz) und vertikale (keine Entscheidungsmacht) Arbeitsteilung §  Kurze Anlernzeiten §  Starke Fremdkontrolle der Arbeiter §  5-Dollar-Day à soziale Innovation, dass Arbeiter Teilhabe an Entwicklung hat
  • Taylorismus und seine Grundprinzipien §  Trennung von Hand- und Kopfarbeit à vertikale Arbeitsteilung §  Pensum- und Bonusermittlung §  Auslese und Anpassung der Arbeiter §  Aufhebung der Konflikte zwischen Arbeitern und Management
  • Methoden wissenschaftlicher Betriebsführung §  Zuerst Erfahrungswissen qualifizierter Arbeiter §  Systematische Beobachtung ihres Handlungswissens §  Genaue Beschreibung der Verfahren §  Analytische Zeitstudien §  Arbeitsvorgaben/Pensumdefinition werden an unqualifizierte Arbeiter weitergegeben
  • Kritik am Taylorismus §  Empirische Grundlage zweifelhaft §  Simple Anwendung mathematisch-ingenieurwissenschaftlicher Erkenntnisse auf menschliches Handeln §  Einseitiges Menschenbild des Taylorismus à Scheu vor Arbeit und Verantwortung §  Dennoch erster systematischer Ansatz für Arbeitsgestaltung im Industriebetrieb §  Erster Managementansatz überhaupt
  • Vom Handwerk zum Fabriksystem - das Handwerk §  Ganzheitliche Tätigkeit à immer Produktion eines ganzes Stücks §  Arbeitsethos §  Hohe Motivation aus Arbeit selbst §  Leitung durch Handwerksmeister §  Geselle bekommt Wissen des Meisters – im Gegenzug Verbleibungseid ·         Das führt zu Unfreiheit ·         Später durften weniger geschützte Handwerker reisen und übernahmen Vertrieb
  • Vom Handwerk zum Fabriksystem: das Verlagsystem (1800-1900) §  Entkoppelung von Ausführung und Überwachung führt zu großen Kontrollproblemen §  Aufhebung des „Arbeiten am ganzen Stück“ §  Zum Teil entwürdigende Arbeitsbedingungen für Heimarbeiter §  Heimarbeiter fertigen mit eigenen Mitteln dezentral im Familienverband §  Verleger übernimmt zentral Rohstoffbeschaffung und Vertrieb §  System erodiert durch Kontroll- und Qualitätsprobleme
  • Vom Handwerk zum Fabriksystem - die Manufaktur (Ende 18.Jhd.) §  Produktion nun auch zentral in Manufaktur §  Zerlegung der ausführenden Arbeit in kleine Schritte §  Trennung von ausführenden und leitenden Tätigkeiten sorgt für Notwendigkeit des Personalmanagements §  Dieses muss zur Arbeit motivieren System entwickelt sich später weiter zum Fabriksystem
  • Vom Handwerk bis zum Fabriksystem - das Fabriksystem §  Zentrale Produktion mit Einsatz von Maschinen §  Mehr Entfremdung durch höhere Standardisierung und Spezialisierung ·         Bedeutung der Personalführung für Disziplinierung zur Arbeit steigt §  Entfremdung und Dequalifizierung durch Arbeitsteilung §  Fehlender Antrieb durch sinnentleerte Tätigkeit §  System nicht erodiert, aber Gegenmacht durch Gewerkschaften ·         Grenzen der Arbeitsteilung erkannt Heute: Reprofessionalisierung der Produktionsarbeit
  • Schwerpunkt von Führung und Personalarbeit in kontrollorientierten AS o   Disziplinierung und Kontrolle o   Arbeitsteilung und -vorgaben o   Eignung o   Anreizgestaltung o   Wichtige Kennziffern §       Fluktuation, Absentismus §       Altersstruktur §       Anlernzeiten          Produktivität
  • Zusammenfassung Fordismus & Taylorismus o   Management erst notwendig, da innere Ordnung durch Ordnung der Fabriken ersetzt wird o   Mit zunehmender Arbeitsteilung treten Qualifikationsanforderungen als fremdbestimmte Ansprüche dem Arbeitenden entgegen o   Keine Einsicht mehr in Herstellungsprozess §     Stattdessen Bereitschaft gefragt zur Aneignung manueller Fähigkeiten und motivationaler           Unterordnung
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  • Woran kontrollorientiertes AS zu erkennen? --> wichtig Job design: Arbeitsteilung, klare Vorgaben Performanceorientierung: klare gleichbleibende Standards Arbeitsbeziehung: konfliktär Beschäftigungssicherheit: unsicher, variabler Kostenfaktor Management: Kontrolle, Standards, Statussymbole, Hierarchie Vergütung: individualisiert nach jeweiliger Leistungserbringung Arbeitnehmerbeteiligung: gering, nur über organisierte Interessensvertretung