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Gender Studis (Fach) / xx (Lektion)

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  • Strategischer Essenzialismus Strategie der 2. Welle der Frauenbewegung alle Frauen haben das Frau-Sein gemeinsam auch wenn alle Frauen nicht in allen Bereichen gleichsind, ist es strategisch notwendig, gemeinsamaufzutreten politische Stärke durch Geschlossenheit („die Hälfteder Bevölkerung“)
  • Kritik an 2. Welle des Feminismus Fokus auf Perspektive der weißen Mittelschicht Unterschiede bestehen nicht nur zwischen Männerund Frauen sondern auch zwischen Frauen! Anerkennung (v.a. ethnischer) Differenzen gefordert Diskussion gibt es allerdings bereits innerhalbAbolitionismus d. 19.Jhd
  • bell hooks Literaturwissenschaftlerin Die feministische Debatte (der 2. Welle) wirdvon weißen Frauen dominiert, die kaumhinterfragen, ob ihre Perspektive alle Frauenreflektiert. Sind sich eigenem „race“ und „class“ Bias nichtbewusst Kritik z.B. an „Der Weiblichkeitswahn“ von BettyFriedan (1966): Gesellschaft wird beschrieben, als ob alle Frauen weiße,verheiratete, gelangweilte Hausfrauen der Mittelklassewären. Brauchbar – für eine bestimmte Gruppe von Frauen! Schwarze Frauen sind sexistischen, rassistischen undökonomischen Repression gleichzeitig ausgesetzt. Ambivalente Position von schwarzen Männern undweißen Frauen: System von Rassismus und Sexismuserlaubt ihnen neben Opferstatus auch Täterschaft
  • Intersektionalität Kimberlé Crenshaw Diskutiert anhand von Klagefällen, wie schwarze Frauen vomjuristischen System ignoriert werden Frauen sind keine homogene Gruppe… …sondern erfahren Diskriminierung unterschiedlich -abhängig von Ethnizität, sozialer Klasse, Religion, Alter,körperlicher Verfassung, sexueller Identität, etc. Diese „Achsen der Ungleichheit“ interagierenmiteinander und können sich wechselseitig verstärken,abschwächen oder verändern. Die Analyse/Bekämpfung von geschlechtsspezifischenUngleichheiten muss Rassismus, Homophobie, usw.immer mitdenken.
  • Postcolonial Studies „post“ = „nach“; Kolonialismus scheint vorbei zusein, aber dessen Konsequenzen wirken nach. Inzwischen: Kritischer Blick auf die weiße Vorherrschaft(global)
  • Edward Said Palästinensisch-AmerikanischerLiteraturwissenschaftler Orientalism(1978) Konstruktion des „Exotischem“ durchwestlichen Blick Orientalismus sagt mehr über den Westenaus als über die Länder, die unter diesenBegriff subsumiert werden.
  • Stuart Hall Betont Einfluss der Medien auf Alltagsverständnis Doppelter Westlicher Blick auf schwarze Männer: Rebellischer Sklave, bedrohlicher Wilde, Gewalttäter– Fügsamer Diener, amüsanter Unterhalter
  • Chandra Mohanty Indien; Professur f. Frauen-u. Geschlechterforschung Ziel: Frau der „dritten Welt“ Handlungsmacht und eine Stimmezu verschaffen Westliche Feministinnen uninformiert über historischen Kontextund kulturelle Differenzen. Frauen der „dritten Welt“ werden als passive Opfer männlicherKontrolle bzw. traditioneller Kultur dargestellt
  • Männlichkeit als Norm Androzentrismus: Mann und Männlichkeit als Norm gesetzt;herrschende Denktraditionen konzentrieren sich auf Männerund ihre Werte, Normen und Lebenszusammenhänge,beanspruchen aber neutral und allgemeingültig zu sein Schulmedizin historisch von Männern für Männerentwickelt Patientinnen: als Variation oder „kleiner Mann“ behandelt Wer spielt Fußball?
  • R. Connell: hegemoniale Männlichkeit Differenz und Machtverhältnisse zwischen Männern „Hegemonie“: ideologische Vorstellungen der herrschenden Klassesind als allgemeingültig durchgesetzt und akzeptiert Hierarchie der Männlichkeiten:➔ Männlichkeiten konstituieren sich im Verhältnis zueinander:1. hegemoniale Männlichkeit („ideale“ Männlichkeit)2. komplizenhafte Männlichkeit (profitiert von hegemonialerMännlichkeit)3. marginalisierte Männlichkeit (nicht-dominante Ethnizität odersozio-ökonomische Klasse)4. untergeordnete Männlichkeit (nicht-dominante sexuelle Identität)
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  • „Krise der Männlichkeit“? industriegesellschaftliche Männlichkeitskonstruktionversteht „den Mann“ als öffentliches und über denBeruf definiertes Wesen; Familientätigkeiten werdendafür nachrangig Geschlechterdifferenzierung im Berufsleben weicht auf– Position des Ernährers der Familie für eine wachsendeZahl von Männern faktisch unerreichbar Durchsetzung neuer Männlichkeitskonzeptionen tw. in dengebildeten Mittelschichten zB Auflösung von Kernfamilien– Geschlechtsspezifische Arbeitsaufteilung in der Familiebleibt aber stabil Angst vor Privilegien-Verlust durch Gleichstellung Verstärkte Betonung noch verfügbarer traditionellerMännlichkeitsattribute Auswirkungen: „Toxic Masculinity“„Angry White Men“Männlichkeit in rechten Bewegungen
  • “Angry White Men” Michael Kimmel (2017) Maskulinität steht im Zentrum des politischen Diskurses vonMännern auf der extremen Rechten „Gekränkter Anspruch“ der Modernisierungsverlierer:Meinen, alles richtig gemacht zu haben, aber dass sie nichtbekommen, was ihnen „zusteht“. Geben Frauen undMinderheiten die Schuld an ihrer Situation
  • Männlichkeit in rechten Bewegungen hierarchische Zweigeschlechtlichkeit,Heteronormativität, Schutz von traditionellenFamilienverhältnissen,… zunehmend relevant in rechtenIdeologien In den letzten Jahren: Kampagnen gegen „Genderismus“,gegen Gleichstellungspolitik, gegen Gender Studies, gegendie Anerkennung sexueller Vielfalt, Verknüpfung von AntiGender- und Anti-Migrations-Mobilisierung,… Rechtspopulistische Parteien gelten in mehrfacher Hinsichtals „Männerparteien“:– Mitglieder/Führungspersonal sind hauptsächlichmännlich– mehrheitlich von Männern gewählt