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Psychosomatische Medizin (Fach) / Essstörungen (Lektion)

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Diese Lektion wurde von jillian erstellt.

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  • Alternative Benennung Anorexia nervosa Pubertätsmagersucht
  • Alternative Benennung Ess-Brech-Sucht Bulimie
  • Alternative Benennung Psychogene Adipositas Fettsucht
  • BMI - Normalgewicht - Übergewicht - Adipositas Normalgewicht: 18,5 - 24,9 Übergewicht: > 25 Adipositas: > 30 
  • % der übergewichtigen Kinder Kita, Grundschule, Jugendliche Kita: 10% Grundschule: 15% Jugendliche: 17%
  • % der übergewichtigen Kinder Kita, Grundschule, Jugendliche Kita: 10% Grundschule: 15% Jugendliche: 17%
  • Was sind Krankheitsrisiken durch Übergewicht? Fettstoffwechsel Diabetes Mellitus Gicht Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall Arthrose Depression => deutlich erhöhte Mortalität 
  • Was ist durch Übergewicht deutlich erhöht? Die Mortalität => BMI > 40 --> 8 bis 10 Lebensjahre
  • Was sind Risikofaktoren für Übergewicht? niedriger sozioökonomischer Staturs Migrantenstatus, Alleinerziehende Genetik, Bewegungsmangel belastende Kindheitserfahrungen
  • Mortalitätsrisiko Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen anhand des BMI BMI 18-22 = ca. 0,9 BMI bis 25 = 1,00 BMI 25-30 = 1,40 BMI > 30 --> von 1,4 bis 4,42
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  • Mortalitätsrisiko Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen anhand des BMI BMI 18-22 = ca. 0,9 BMI bis 25 = 1,00 BMI 25-30 = 1,40 BMI > 30 --> von 1,4 bis 4,42
  • Adipositas Bauchumfang Männer > 102 cm  Frauen > 88 cm
  • Wie viel % der Adipösen sind es aufgrund von organischen Ursachen und welche gibt es? 1-5% - M. Cushing (stammbetont, Stiernacken, Striae)  - Schilddrüsenerkrankungen
  • Was ist als Therapieziel notwendig? differenzierte, individuelle Therapieziele
  • Was ist nicht effektiv bei Adipositas? Diäten, fettarme Ernährung
  • Effekte der Gewichtsreduktion - Positiv - Negativ Positiv: Blutwerte, Diabetesrisiko, Mortaliät  Negativ: Verlust Knochen/ Muskelmassen, Gallensteinentstehung, Mortalität
  • Was sind als nützlich bewertete Programme gegen Übergewicht bei Kindern? - Curriculum mit gesunder Ernährung und Bewegung - Integration in den schulischen Lehrplan - durchgehende Bewegungsangebote in der gesamten Schulwoche - verbesserte Qualität der Nahrungsmittel in der Schule - Entwicklung einer Kultur, die Kinder unterstützt gesund zu essen und aktiv zu bleiben - Unterstützung durch Lehrer - gemeinsame Aktivitäten mit Eltern: aktiver, gesunde Nahrung, weniger Zeit vor TV/ PC
  • Prävention kindlichen Übergewichts wodurch, wodurch nicht? Nicht durch Bewegung und Ernährung Sondern durch Bindung 
  • Übermäßiges Essen ist Ausdruck von einer beeinträchtigten Affektdifferenzierung 
  • Was ist bei Adipösen beeinträchtigt? eine differenzierte Affektwahrnehmung
  • Wie ist emotional eating zu betrachten? als ein Rückfall in den oralen Modus der Stressregulation 
  • Emotional Eating ist was für ein Versuch? Ein Versuch mit den Mitteln des Säuglings die Präsenz der Bindungsperson zu simulieren
  • Wie ist die Persönlichkeit von Personen mit psychogener Adipositas? orale Haltungsstruktur (Impuls symptombildend) alles haben wollen, Passivität, Abhängigkeit angewiesen auf verfügbare Versorgungsfigur Beziehung: Wer versorgt wen? Oraler Neid depressive Reaktionsbereitschaft  Auslöser: Trennungen, Ärger, Individationsstress (Examen etc.) 
  • Was sind Auslöser der psychogenen Adipositas? Trennungen  Ärger Individuationsstress (Examen etc.) 
  • Psychogene Adipositas - Psychodynamik eingeschränkte Impulskontrolle Ich-strukturelle Störung regressive Kompensation von Frustration/ Kränkung/ Depression Essen = liebevolle/ narzisstische Zufuhr Bedürftige Mutter bindet das Kind oral Nahrung als Hauptbeziehungsregulativ Kind wird "der Mutter zuliebe" dick 
  • Psychogene Adipositas - Therapie schwierig, Suchtcharakter Patient wird nicht ernst genommen (könnte ja anders) Apelle, Argumente zwecklus aggressive Gegenübertragung (eigenlich oraler Neid) kein Arbeitsbündnis, destruktive Eskalation Aufklärung, Sport, Selbsthilfegruppen, Verhaltenstherapie Prävention im Kindesalter
  • Medikamentöse Therapie bei Adipositas: 1. Orlistat: ab BMI 30 Lipaseinhibitor, absetzen wenn nach 12 W. kein Effekt 2. Sibutramin: hemmt Serotoninaufnahme; wg. kardiovaskulärer Todesfälle vom Markt genommen 3. Rimonabant: selektiver CB1-Blocker, hemmt endogene Cannaboide und Lust auf Nahrungsaufnahme, wg. psychischer Nebenwirkungen nicht mehr auf Markt 4. Amphetamine: reduzieren Hungergefühl, wg. schwerer Nebenwirkungen kontrainduziert 
  • Chirurgische Therapie bei Adipositas Magenbypass Schlauchungen Magenband => ca. 50% Gewichtsreduktion
  • Verlauf psychosozialer Parameter nach chirurgischer Adipositas-Therapie POS: - nehmen sich als gesünder wahr - übergewichtsbezogene psycho-soziale Probleme nehmen stark ab - Stimmung generell höher - Angst ca. gleich  - Depressionen niedriger als in KG NEG:  - soziae Interaktionen neidriger als in KG
  • Was bessert sich nach chirurgischer Adipositas-Therapie und was nicht? Besserung: psycho-sozialer Parameter Keine Besserung: bei ca. 30% unbefriedigender Gewichtsverlauf
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  • Wie ist der Gewichtsverlauf nach einem chirurgischen Eingriff bei Adipositas? bei 30% unbefriedigender Gewichtsverlauf
  • Was sind Faktoren für einen ungünstigen Gewichtsverlauf nach einer Adipositas-Chirurgie? 1. Ausgeprägte Depression (Angst) 2. Binge-Eating-Störung 3. Suchterkrankung 4. schwergradige psychosomatische/ psychische Störung
  • Was sind Faktoren für einen ungünstigen Gewichtsverlauf nach einer Adipositas-Chirurgie? 1. Ausgeprägte Depression (Angst) 2. Binge-Eating-Störung 3. Suchterkrankung 4. schwergradige psychosomatische/ psychische Störung
  • Leitlinie Prävention und Therapie der Adipositas Basisprogramm: 1. Ernährungstherapie 2. Bewegungstherapie 3. Psychotherapie (zur Unterstützung der Veränderung von Ess- und Lebensgewohnheiten) Adjuvante/ unterstützende Therapie: 1. medikamentöse Therapie Letzter Schritt:  1. Chrirugische Therapie
  • Basisprogramm der Adipositasbehandlung Ernährungstherapie Bewegungstherapie Psychotherapie zur Unterstützung der Veränderung von Ess- und Lebensgewohnheiten
  • Psychotherapie bei Adipositas Zur Unterstützung der Veränderung von Ess- und Lebensgewohnheiten
  • Was hat sich in der direkten Behandlung von Adipositas als wirksam erwiesen? Verhaltensmedizinische Konzepte
  • Verhaltensmedizinische Konzepte: Selbstmangement: - Selbstbeobachtung (Ernährungstagebuch) - Einübung flexibel kontrollierten Essverhaltens - Einsatz von positiven Verstärkern (Lob) - Aktivierung sozialer Unterstützung - Rückfallprophylaxe/ Management 
  • Wobei ist Psychotherapie bei Adipositas wirksam und was sind Beispiele? Wirksam in der Behandlung begleitender seelischer Störungen und Probleme - Essstörungen (Binge-eating-Störung, Bulimie) - Depression, Angst - Sucht, Impulskontrollstörungen - Partnerschafts- und Beziehungsproblemen - Selbstwertstörungen
  • Was ist morbide Adipositas eine Krankheit die lebenslänglich andauert, progredient verläuft und lebenslänglich ist 
  • Konservative Therapiemaßnahmen bei morbider Adipositas haben sich in der Behandlung als unzureichend erwiesen 
  • Chirurgische Verfahren bei morbider Adipositas zeigen auch in den Langzeitergebnissen eine relativ stabile Gewichtsreduktion sowie eine Reduktion der Komorbidität und eine deutlich verbesserte Lebensqualität 
  • Therapie morbider Adipositas konservative Therapiemaßnahmen unzureichend chirurgische Verfahren zeigen auch in den Langzeitergebnissen eine relativ stabile Gewichtsreduktion sowie eine Reduktion der Komorbidität und eine deutlich verbesserte Lebensqualität 
  • Häufigkeit gestörten Essverhaltens bei Schülern und Studenten - hoch - Schüler w - Studenten w - Schüler m - Studenten m - Schüler w: 14,4% - Studenten w: 6,8% - Schüler m und Studneten m = kaum
  • Erhöhtes Risiko für gestörtes Essverhalten für Frauen Männer 28,5% 12,6%
  • % Frauen die eine Diät in den letzten 12 Monaten gemacht haben 42,7%
  • ICD-10 Kriterien Anorexia nervosa Körpergewicht < 15% unter Norm BMI < 17,5 Gewichtsverlust ist selbst verursacht Körperschmeastörung überwertige Idee zu dick zu sein  endokrine Störung (Amenorrhoe) Störung der pubertären Entwicklung 
  • ICD-10 Kriterien Bulimia nervosa andauernde Beschäftigung mit Essen Heißhungerattacken Erbrechen, Laxanzienabusus, Diät krankhafte Furcht, zu dick zu werden  Anorexie häufig in der Vorgeschichte
  • Unterschied Anorexie Bulimie bezüglich "zu dick" Anorexie: überwertige Idee zu dick zu sein  Bulimie: krankhafte Furcht zu dick zu werden
  • Häufigkeit Anorexie mehr Neuerkrankungen in den letzten Jahrzehnten Häufigkeit etwa 1 Prozent der jungen Frauen  Geschlechterverhältnis 1:10 (m:w) in Deutschland etwas 100000 junge Frauen betroffen häufig bei Models Tänzerinnen und Leistungssportlerinnen