Orga (Fach) / Grundphänomene der Organisation (Lektion)

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Aufbau- und Ablauforganisation

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  • Was ist das Grundphänomen der Organisation? Komplexität der Aufgaben und die begrenzte Kapazitäten der Aufgabenträger führt dazu, dass eine Arbeitsteilung notwendig wird. Die Arbeitsteilung führt zu Autonomiekosten, da die Qualität der Entscheidungen nicht mehr so hoch ist, wie wenn die Entscheidungen von einer theoretisch idealen Person getroffen werden wurden. Um dies zu verbessern, müssen die Entscheidungen besser aufeinander abgestimmt, also koordiniert werden. Der Vorteil der Koordination ist, dass die Autonomiekosten sinken, die Koordination verursacht ihrerseits jedoch auch wieder Kosten.  Das Ziel ist es also, Abstimmungskosten und Autonomiekosten in ihrer Summe so gering wie möglich zu halten. Um dieses Ziel zu erreichen muss die beste Organisationsstruktur gewählt werden. Der Begriff der Organisation kann sich auf eine Tätigkeit, also den Prozess oder das Ergebnis, also den Zustand, der aus der organisatorischen Tätigkeit folgt, beziehen.
  • Was ist das Das Dualproblem der Gestaltung von Organisationsstrukturen? Schritt 1: Differenzierung = komplexe Gesamtaufgabe wird aufgeteilt in einfachere Teilaufgaben  Schritt 2: Integration = die geschaffenen Teilaufgaben müssen wieder sinnvoll zusammengeführt werden 
  • Was sind die 3 unterschiedlichen Definitionen von Organisation und welche zwei Arten von Organisation gibt es? Der institutionale Organisationsbegriff versteht Unternehmungen als spezielle Ausprägung einer Organisation („Die Unternehmung ist eine Organisation“). Der instrumentale Organisationsbegriff versteht Organisationen als spezielle Eigenschaft von Unternehmungen  und anderen Institutionen („ Die Unternehmung hat eine Organisation). Der funktionale Organisationsbegriff versteht unter Organisationen den Prozess der organisatorischen Gestaltung ( „Das Unternehmen wird organisiert.“). in dieser Vorlesung wird die Organisation so verstanden-> wie ist diese Eigenschaft auszugestalten, damit sie möglichst hilfreich ist und die Unternehmensziele in möglichst starkem Maße unterstützt Die formelle (formale) Organisation bringt das „offizielle“, von der Unternehmungsleitung verbindlich festgelegte System der Aufbau- und Ablaufstrukturen einer Unternehmung zum Ausdruck. Die informelle (informale) Organisation bezeichnet dagegen das System der faktisch gewachsenen Beziehungen zwischen den Handlungsträgern einer Unternehmung.
  • Was ist der Unterschied zwischen Aufbau- und Ablauforganisation? Aufbauorganisation  betrifft den statischen Aspekt der Organisation und beschreibt das hierarchische System der organisatorischen Einheiten (Stellen,Abteilungen, Bereiche usw.) mit ihren jeweiligen Aufgaben und (vor allem Weisungs- und Kommunikations-)Beziehungen zu anderen Organisationseinheiten. Sie findet ihren prägnantesten(wenn auch stark vereinfachten) Ausdruck im Organigramm und den einzelnen Stellenbeschreibungen. Ablauforganisation  betrifft den dynamischen Aspekt der Organisation und regelt insbesondere die raumzeitliche Abfolge der Aufgabenerfüllung. Sie findet ihren prägnantesten (wenn auch stark vereinfachten) Ausdruck in Arbeitsablaufplänen.
  • Was sind die Arbeitsschritte zur Schaffung einer Aufbauorganisation? (10) Um ein Aufbauorganisation zu erstellen muss man sich zunächst die Unternehmensziele klar machen. Daraus resultieren die Gesamtaufgaben des Unternehmens welche in der Aufgabenanalyse analysiert und in Elementaufgaben zerlegt werden. Anschließend werden sie in der Aufgabensynthese wieder zu Stellen zusammengesetzt. Nun müssen die Stellen besetzt und im Anschluss koordiniert werden. Dazu werden Abteilungen gebildet welche ebenfalls wieder koordiniert werden. 1.) Unternehmenziele 2.) Gesamtaufgabe des Unternehmens 3.) Aufgabenanalyse 4.) Elementaufgaben 5.) Aufgabensynthese 6.) Stellen 7.) Koordination von Stellen  8.) Abteilung 9.)Koordination der Abteilung 10.)Aufbauorganisation 
  • was sind die Dimensionen der Aufgabenanalyse nach Kosiol und wovon hängt es ab wie die Aufgabenanalyse durchzuführen ist? (5) -Verrichtungen (z.B. Sägen, Schweißen, Nieten) auf Tätigkeiten bezogen-Objekte (z.B. Aufgaben an Tischen, Stühlen, Schränken)-Rang  (nach Entscheidungs- und Ausführungsaufgaben) -Phase (nach Planungs-, Realisierungs- und Kontrollaufgaben)-Zweckbeziehung (nach unmittelbar (z.B. Sägen, Schweißen) oder mittelbar (Finanzbuchführung, Verwaltung) auf die Erfüllung der Hauptaufgabe gerichtete Teilaufgaben) abhängig von der Gesamtaufgabe und Art des Unternehmens, wie die Aufgabenanalyse durchzuführen ist
  • Wie lässt sich der Begriff Stellen definieren und was sind die Merkmale von Stellen, was sind Instanzen? Die Stelle ist die kleinste Organisationseinheit. Sie bildet das Grundelement (Basiselement) der Aufbauorganisation und entsteht durch die dauerhafte Zuordnung von Teilaufgaben auf eine oder mehrere gedachte Personen (personale Aufgabensynthese). Merkmale von Stellen -Dauerhafte Aufgabenbündelung-Versachlichter Personenbezug- Zuweisung bestimmter Handlungskompetenzen Stellen bleiben bestehen bsp. CDU Vorsitz Stellen, die Leitungsaufgaben besitzen, werden als Instanz bezeichnet (Leitungsstellen im Unterscheid zu Ausführungsstellen).
  • was sind Kriterien moderner Ansätze der Aufgaben- und Entscheidungsanalyse?(4) -Aufgabenvariabilität (Unterschiedlichkeit der Bedingungen der Aufgabenerfüllung) -Aufgabeninterdependenz (Abhängigkeit der Aufgabenerfüllung von vor- und nachgelagerten Stellen) -Eindeutigkeit der Aufgaben (Analysierbarkeit der Aufgaben und das Ausmaß, in dem sich die Korrektheit der Aufgabenerfüllung nachprüfen lässt) -Zahl möglicher Lösungswege und/oder Zahl der richtigen Lösungen