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Psychosomatische Medizin (Fach) / BPS-Modell (Lektion)

Diese Lektion wurde von jillian erstellt.

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  • psychogene Erkrankungen sind abzugrenzen von organischen Krankheiten und psychotischen Krankheiten
  • Häufigkeit psychogener Erkrankungen in - der Normalbevölkerung - in Allgemeinarztpraxen und Allgemeinkrankenhäusern - 25-30% - 30 - 40%
  • Korrekte Diagnostik psychogener Erkrankungen in Allgemeinpraxen 50%
  • überwiegend schlechter Langzeit-Spontanverlauf psychogener Erkrankungen bei ca. 66%
  • Psychogene Erkrankungen zeigen häufig Komorbidität und Symptomverschiebung
  • Was sind die wichtigsten Störungsbilder psychogener Erkrankungen? 1. Angsterkrankungen 16% 2. Suchterkrankungen 13% 3. Persönlichkeitsstörungen 11% 4. Depressive Störungen 8% 5. Somatoforme Störungen 3% 6. Essstörungen 1% 7. Dissoziative Störungen 1%
  • Versorgungsaspekte psychogener Erkrankungen: - Verlauf? hohe Verlaufsvariabilität 
  • Versorgungsaspekte psychogener Erkrankungen: - Komorbidität? hohe Komorbidität z.B. Depressionen und Angst
  • Versorgungsaspekte psychogener Erkrankungen: - unbehandelte Prävalenz? ist hoch
  • Versorgungsaspekte psychogener Erkrankungen: - Inanspruchnahmeverhalten ist irrational
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  • Versorgungsaspekte psychogener Erkrankungen: - Erkrankte haben Angst vor Hilfe
  • Versorgungsaspekte psychogener Erkrankungen: - Diagnostik ist oft unzureichend
  • Jedes Jahr sind __ der Bevölkerung von mindestens einer psychischen Störung betroffen 33,3%
  • häufigsten psychischen Störungen 1. Angststörungen 2. Alkoholstörungen 3. unipolare Depression 4. Zwangsstörungen 5. somatoforme Störungen 
  • Häufigste psychische Störungen bei Frauen 1. Angststörungen 2. unipolare Depression 
  • Häufigste psychischen Störungen bei Männern - Alkohol- Suizide
  • Betroffene Frauen von psychogenen Erkrankungen Betroffene Männer von psychogenen Erkrankungen 35,9% 30,7%
  • Burn-Out wird kodiert unter Z73 Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung 
  • psychischer Erkrankungen Verlauf steigte in letzten Jahren drastisch an  14,7% höchste Steigerungsrate von allen Krankheiten --> führten zu den längsten Fehlzeiten (38 Tage) 
  • Entstehung psychogener Erkrankungen - genetische Disposition - primärer kindlicher Entwicklungskonflikt/ Trauma - gestörte Anpassung (z.B. unsichere Bindung, Risikoverhalten, Sucht) - dauerhafte Verinnerlichung erfahrener Belastungen (Trieb-/Trennungsängste, unverarbeitete dysregulierte Affektzustände, Beziehungskonflikte)  - Erfahrungen werden zu Erwartungen - konfliktassoziierte Auslösesituation - Übertragung => Wiederholung - Abwehr, Regression, Symptomentwicklung
  • Entwicklungspsychologisch - psychodynamische Aspekte psychogener Erkrankungen Residuen traumatischer oder konflikthafter kindlicher Erfahrungen Speicherung im impliziten Angstgedächtnis (Amygdala) bei Wiederholung des Konfliktthermas im sozialen Kontext (VVS) Wiederbelebung kindlicher Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen => zweizeitige interaktionelle Genese Abwehrfunktion, Aufrechterhaltung einer suboptimalen Anpassung unbewusste Mitteilungsfunktion des Symptoms beeinflussbar in therapeutischer Beziehung Reinszenierung des Konflikts in der (reflektierten) Übertragung
  • Was sind unbewusste Mitteilungsfunktionen des Symptoms? 1. vorsprachliches Handlungssymbol 2. abgewehrter Wunsch 3. Affektäquivalant 4. chronifiziertes Stresssyndrom
  • Abwehr/ Abwehrmechanismen - unbewusste Anpassung an innnere und äußere Stressoren - Ziel: Verhinderung der Reaktualisierung unbewältigter kindlicher Angst - bei Wiederholung des Traumas/ Konfliktthemas im sozialen Kontext - Adaptivität der Abwehr abhängig von der Persönlichkeitsreife --> je unreifer die Abwehr, umso stärker die Regression - wirksam auch in der Übertragungsbeziehung, Fehlleistungen
  • Adaptivität der Abwehr ist abhängig von der Persönlichkeitsreife: je unreifer die Abwehr, desto stärker die Regression
  • Hierarchie der Abwehrniveaus: reife Abwehr --> Realangst --> integrierte Verarbeitung neurotische Abwher --> Konflikt --> funktionales Ich unreife Abwehr --> Trauma --> strukturelle Störung  --> umsto stärkere Realitivitäsverzerrung je weiter runter in Tabelle 
  • Reife Abwehrmechanismen sind - Humor - Subliminierung - Verdrängung - Rationalisierung - Intellektualisierung 
  • Bei reifen Abwehrmechanismen kommt es zu 1. funktionaler Abwehrapparat 2. keine kindlichen Konflikte 3. keine persönlichkeitsstrukturellen Störungen 
  • Neurotische Abwehrmechanismen sind? Projektion Verleugnung Reaktionsbildung Entwertung/ Idealisierung Konversion Ungeschehenmachen Verschiebung
  • Bei neurotischen Abwehrmechanismen kommt es zu 1. funktionaler Abwehrapparat 2. Wirksamkeit kindlicher Konflikte 3. keine persönlichkeitsstrukturellen Störungen
  • Unreife Abwehrmechanismen sind 1. Verleugnung 2. Dissoziation 3. Spaltung 4. primitive Idealisierung/ Entwertung 5. Selbstschädigung 6. projektive Identifikation
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  • Unreife Abwehrmechanismen führen zu: 1. dysfunktionaler Abwehrapparat 2. kindliche Konflikte 3. Persönlichkeitsstörung, Realtraumata
  • Lerntheoretische Aspekte psychogener Erkrankungen: - Folgen pathologischer sozialer Lernerfahrungen - resultierende kognitive Fehlattributionen - unangemessene, nicht realitätsgerechte Überzeugungen - beeinflussen emotionale Motivationskomponenten von Verhalten - führen zu selbstschädigenden Bewältigungsstrategien - Löschung durch neue Lernerfahrungen - Verhaltensanalyse neurotischer Symptome und Kognitionen - operantes Konditionieren, Lernen am Erfolg, Expo, bio-feed-back
  • Diagnose psychogener Erkrankungen - Fehlen einer somatogenen Verursachung - Abhängigkeit von sozailer Konfliktkonstellation - konfliktassoziierte Auslösesituation - biographisches Interview - inhaltliche und szenische Aspekte, Übertragung - konflikthafte (kindliche) Beziehungsmuster
  • Diagnostik in der psychosomatischen Medizin: welche 3 Schritte? => von __ zu ___ 1. Ausschluss einer somatogenen Krankheitsursache 2. Deskriptive Diagnostik (Symptom im Fragebogen) 3. Interaktionsabhängige Diagnostik (Symptom in der Beziehung)  => von objektiv zu interaktionell
  • Deskriptive Diagnostik => Symptom im Fragebogen - Symptom: Was? - Ausprägung: Wie? - Verlauf: Wann? 
  • Interaktionsabhängige Diagnostik => Symptom in der Beziehung  - unbewusster Konflikt --> Worum? - Beziehung, Übertragung --> Wozu? - Affektregulation, Struktur --> Womit? 
  • Interfraktionelle Diagnostik: in der Arzt-Patient Beziehung ... - Arzt = - Patient = wiederholen sich dysfunktionale Beziehungsmuster  - Arzt: Autorität, Wissen, Information, Macht, Sicherheit - Patient: Abhängigkeit, Problem, Hilfsbedürftig, Angst, Unsicherheit 
  • Interaktionelle Diagnostik: Objektbild Selbstbild => es kommt zur Objektbild = Idealisierung Selbstbild = Regression => Übertragung unbewusster kindlicher Beziehungsmuster und Affekte
  • Was ist das oberste Ziel in der interaktionellen Diagnostik? Herstellung von Sicherheit 
  • Was ist häufiger Hintergrund psychogener Erkrankungen? 1. schwere aktuelle Belastungen 2. Selbstwert-, Beziehungsstörungen 3. emotionale Störungen, Affektregulation 4. sexuelle/ aggressive Triebkonflikte 5. traumatische (Früh-)erfahrungen
  • Morbidität und Mortalität korrelieren mit aktuellem Lebensstil und Gesundheitsverhalten
  • Kindliche Belastungen führen zu ... das führt zu ... (im Erwachsenenalter) risikoreichem Gesundheitsverhalten Morbidität (Erkrankung) und Mortalität (Tod) 
  • Bei belastenden Kindheitserfahrungen ist die Lebenserwartung verringert
  • Potentielle Kindheitsbelastungsfaktoren Gewalt Missbrauch familiäre Gewalt Gewaltzeugenschaft Elterliche Scheidung Elterliche Trennung dysfunktionale Familie/ Eltern (psychisch krank, Gefängnis, Drogen) 
  • Die Frühmortalität ist für stark belastete Erwachsene um das wie viel Fache erhöht? 2,4 fache
  • Was sind die Hauptrisiken für Morbidität und Mortalität? Rauchen Essverhalten Alkoholismus Drogenabusus Risikoverhalten Suizidversuche Promiskuität (Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Sexualpartnern) 
  • Belastende Kindheitserfahrungen - Verlauf über Lebensspanne insgesamt - gesundheitliches Risikoverhalten (Rauchen, Alkoholismus, Drogen, abnormes Essverhalten oder Promiskuität) - als bewusste oder unbewusste Coping-Strategie mit Suchtcharakter - zur Bewältigung chronsicher Stresszustände mit körperlichen Spannungen - aufgrund lebenslang herabgesetzter Stressschwelle - infolge traumatischer Kindheitserlebnisse - führen zu chronischen Erkrankungen und frühem Tod 
  • Belastende Kindheitserfahrungen: emotionaler Missbrauch 15% körperlicher Missbrauch 12% sexueller Missbrauch 13% emotionale Vernachlässigung 50% körperliche Vernachlässigung 49%
  • desorganisiert gebundene Kinder in Deutschland 20%
  • psychisch auffällige Kinder in Deutschland 22%