IT-Management (Fach) / 02_4_IT-Architektur von Anwendungssystemen (Lektion)
In dieser Lektion befinden sich 10 Karteikarten
IT-Architektur von Anwendungssystemen
Diese Lektion wurde von dennisz erstellt.
- Was sind Monolithische Systeme (Zentral-/Großrechner-Anwendungssysteme) Properitäres, in sich geschlossenes Dateisystem. Keine Anbindung an Netzwerke. Steht im gegensatz zu verteilten Systemen.
- Was sind verteilte Systeme? • Ein verteiltes System wird durch Subsysteme gebildet, die auf mehreren Rechnern verteilt sind, die koordiniert miteinander kooperieren und über Kommunikationseinrichtungen miteinander kommunizieren. • Ein verteiltes System wird als Client/Server-System, Multi-Prozessor-System, über Grid-Computing oder mittels service-orientierter Architektur (SOA) realisiert.
- Was ist das Client-Server-Modell? Eine Client-Server-Architektur besteht aus spezialisierten Systemkomponenten (Clients und Server), die sich eine Aufgabenbearbeitung teilen. Die Client-Server-Architektur erlaubt es dabei von einem Anwendungsprogramm (Client) aus, die Dienste eines anderen Anwendungsprogramms (Server) zu nutzen.
- Welche 3 Schichten werden bei der IT-Architektur verwendet? Präsentationsschicht Verarbeitungsschicht Dateischicht
- Was sind 5 Merkmale der Datenschicht? Das Anwendungssystem basiert auf einem Datenmodell, dessen Realisierung sich in der Datenbankstruktur manifestiert. Aufgabe der Datenschicht ist es, große Datenmengen effizient, widerspruchsfrei und dauerhaft zu speichern und benötigte Teilmengen in unterschiedlichen, bedarfsgerechten Darstellungsformen für Benutzer und Anwendungsprogramme bereitzustellen.o Die Datenbank enthält alle Stamm- und Bewegungsdaten der konkreten Implementierung des Anwendungssystems, sowie Meldetexte, Einträge für Listboxen, Customizingdaten, etc. Die Datenschicht wird durch ein relationales Datenbank-Management-System (DBMS), kurz Datenbanksystem, realisiert. Ein Anwendungssystem fordert über eine standardisierte Schnittstelle, z.B. ODBC, mittels der Standard-Abfragesprache SQL Daten vom DBMS an oder übergibt Daten zur Speicherung oder Änderung. Hersteller von Anwendungssystemen bieten i.d.R. kein eigenes Datenbanksystem an, unterstützen aber Systeme anderer Hersteller, z.B. SAP: ADABAS D, DB2, Microsoft SQL Server, ORACLE, MySQL, PostgreSql
- Was sind 3 Merkmale der Verarbeitungsschicht? • Die Verarbeitungsschicht realisiert das eigentliche Geschäftsmodell, indem die am Geschäftsmodell beteiligten Geschäftsobjekte und Geschäftsprozesse implementiert werden.• Wird auch häufig Geschäftslogikschicht, Anwendungslogikschicht, Domänenschicht, application layer oder middle tier genannt.• Merkmale konkrete Implementierung Fachwissen / Business Logik Transaktionsmanagement
- Was ist die Präsentationsschicht? Die Präsentationsschicht (Benutzerschnittstelle, User Interface) stellt eine Benutzeroberfläche bereit, die für die Interaktion mit dem Benutzer verantwortlich ist. Sie nimmt Benutzereingaben entgegen, greift auf Dienste der Fachkonzeptschicht zu und zeigt dem Benutzer fachliche Daten an.
- Welche zwei Möglichkeiten gibt es zur Darstellung der Inhalte(Präsentationsschicht)? - webbrwoser / thin client - über eine grafische oberfläche (fat-client)
- Warum ist die Nutzerschnittstelle zwischen Mensch und Computer so wichtig ? • Einfluss auf die Nutzerzufriedenheit und das –verhalten, die Produktqualität und sogar den Umsatz. • Aus unternehmerischer Sicht Einsparung von Kosten (Reduzierte Arbeitszeit, Benutzer können effizienter Arbeiten…) Gewinnsteigerung (Produkte kommen besser an) • Aus Benutzersicht Schlechte Bedienung eines Produkts führt häufig zu Frustration (nicht gebrauchstauglich, da schlechte Usability) Durch das Design und die Bedienung (Look & Feel) ansprechende Produkte werden eher genutzt • Beispiele IBM konnte durch einen Relaunch der Website die Besucherzahlen seines Online-Shops um 120% und den Umsatz sogar um 400% steigern Auch Dell konnte den Umsatz über seine Website zwischen 1998 und 2000 von 1 Million auf 34 Millionen US-Dollar steigern
- 7 Grundsätze der Dialoggestaltung (Software Ergonomie) Aufgabenangemessenheit: Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen. Selbstbeschreibungsfähigkeit: Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialog-Systems unmittelbar verständlich ist oder dem Benutzer auf Anfrage erklärt wird. Erwartungskonformität: Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. den Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, der Ausbildung und der Erfahrung des Benutzers sowie den allgemein anerkannten Konventionen. Fehlertoleranz: ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder mit minimalem Korrekturaufwand durch den Benutzer erreicht werden kann. Steuerbarkeit: Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist. Individualisierbarkeit: Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe, individuelle Vorlieben des Benutzers und Benutzerfähigkeiten zulässt. Lernförderlichkeit: Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.
