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Psychologie (Fach) / Steop 19/20 (Lektion)

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  • Franz Brentano Psychologie vom empirischen Standpunkt (1874) Rehabilitation der Selbstbeobachtung als „Retrospektion“ Statt Introspektion Retrospektion
  • expermentielle Umsetzung der Retrospektion von Bühler und so rückschauende Selbstbeobachtung von unter experimentellen Bedingungen erzeugten psychischen Vorgängen, sprich VpN hatten Aufgaben zu lösen und dann die zur Lösung der Aufgabe verwendete Denkvorgänge zu beschreiben. (Bsp Aufgaben: Wissensfragen möglichst rasch ja/nein, Gedankenpaarungen merken und wiedergeben, philosophische Aphorism verstehen, Teile von Sprichwörter ergänzen, richtige Assozierrung der Fortsetzung von Stichwörtern)
  • Hauptergebnisse Karl Bühler •       unanschauliche „Gedanken“ als wesentlicher Bestandteil unseres Denkens * geordneter Denkverlauf folgt nicht primär den Gesetzen der Assoziation, sondern den Forderungen der gedachten Gegenstände
  • Kritik an Würzberger Schule Retrospektion Verschiebt das Problem der Introspektion auf das Problem der sprachlichen Kommunizierbarkeit inneren Erlebens.
  • Merkmale des Behaviorismus und wie "löst" er das Introspektionsproblem" •       Psychologie als objektiver Zweig der Naturwissenschaft •       Vorhersage und Kontrolle von Verhalten • •       Introspektion spielt keine Rolle •       Verhalten wird nicht in Bewusstseinsbegriffen interpretiert •       kein prinzipieller Unterschied zwischen tierischem und menschlichem Verhalten
  • kognitive Wende •       Verhalten ist nicht unmittelbar von Umweltreizen, sondern von der Art und Weise, wie diese vom Organismus verarbeitet werden, bestimmt. •        Politischer Kontext: passendes wissenschaftliches Menschenbild im Zeitalter des Kalten Krieges!
  • Merkmale der Geisteswissenschaftlichen Psy menschliche Lebensverhältnisse lassen sich naturwissenschaftlich nicht erfassen jedes individuelle Handeln erhält seinen Sinn, seine Bedeutung durch den kulturellen Kontext,    individuelles Erleben ist über seinen Ausdruck, seine Objektivation in Handlungen zu erfassen über im weitesten Sinne hermeneutische (d. h. sinnerfassende) Methoden
  • Hermeneutischer Zirkle : Einzelnes kann nur in seiner Beziehung zum Ganzen, das Ganze aber wiederum nur durch eine angemessene Interpretation des Einzelnen verstanden werden
  • Wahr oder falsch Psy ist eine einheitliche Wissenschaft Falsch, es gibt viele Grundausrichtungen
  • Def Arbeitspsy Arbeitspsychologie untersucht psy Auswirkungen der Arbeit auf das Individuum, analysiert zielgerichtete Tätigkeiten und reflektiert Bewertungs- und Gestaltungsmöglichkeiten der Arbeit und Arbeitsumgebung
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  • Def Organisationspsychologie untersucht das Erleben und Verhalten in Organisationen und untersucht diese auf Mikro-, Meso- und Makroebene.
  • Arbeitsanalyse zu Beginn der Indust Revol Taylor Scientific Management für Arbeitsschritte notwendige Bewegungen, die Zeit der Ausführung und Optimierung der Arbeitsteilung Naturwissenschaftliche Suche nach der effizientesten Ausführungsweise. Voraussetzung für die Trennung der Arbeitsplanung und -steuerung von der Ausführung und die weitgehende Mechanisierung bzw Automatisierung der Ausführung.
  • Arbeitsanalyse objektiv und subjektiv Beschreibt die Bedingungen, wie Aufgaben subjektiv interpretiert werden und welche konkreten Tätigkeiten durchgeführt werden.
  • Kriterien zur Bewertung der Arbeit Rohmert (AEZZ) •       Ausführbarkeit •       Ertäglichkeit (kontinuierliche Ausführbarkeit ohne Schäden) •       Zumutbarkeit ( Frage der Ethik und gesellschaftliche Wertehaltung) •       Zufriedenheit
  • Hierarchisches, differenziertes Modell von Hacker und Richter (ASBP) •       Ausführbarkeit •       Schädigungslosigkeit •       Beeinträchtigungsfreiheit •       Persönlichkeitsförderlichkeit
  • Arbeitszufriedenheit: Generelle Einstellung zur Arbeit, allg Bewertung der Arbeit
  • Drei Dimensionen der Arbeitszufriedenheit (AZ) von Weinert ·      Az als emotionale Reaktion auf die Arbeitssituation ·      AZ als Übereinstimmung zwischen Arbeitsergebnis und Erwartung (kognitiv) ·      AZ als Verdichtung mehrerer miteinander in Beziehung stehender Einstellungen (konativ)
  • Def Stress Richter und Hacker Stress als Reaktion auf als unannehmbar und/oder bedrohlich erlebte, konflikthafte Fehlbeanspruchungen, aufgrund von Über- oder Unterforderung.
  • Def Belastungen objektiv, von außen wirkende Faktoren, können körperlicher, informatorischer oder psychosozialer Art sein
  • Def Mobbing Extremform sozialer Stressoren. Eine Person häufig und über einen längeren Zeitraum von anderen unter Druck gestzt.
  • Def Burnout Reaktion auf spezifische Belastungen in „helfenden Berufen“ wo man sich selbst als „Werkzeug“ verwendet.
  • Aufgaben der Arbeitsteilung nach Hacker (O4G) ·      Optimale Abstimmung der Aufgabenverteilung zwischen Mensch und Maschine ·      Gestaltung der Arbeitmittel ·      Gestaltung der Arbeitsorganisation und Fertigungsverfahren ·      Grundlagen der Arbeitsbemessung und Stimulierung ·      Gestaltung der Arbeitsumgebung
  • Themengebiete der Organsiationspsy Motivation, Team, Organisation, Führung, Personalentwicklung, 
  • def Motivation ·      Keine überdauernde Persönlichkeitseigenschaft ·      Entsteht zeitlich begrenzt aus Zusammenspiel zwischen Eigenschaften der Person, Zielen und Erfordernissen sowie den Anreizen, die bei der Erreichung des Zieles winken, und der Situation ·      Extrinisch weil Cash, Intrinsisch weil Motivation aus der Ausführung der Handlung selbst resultiert
  • Def Team ·      Besteht aus mehreren Personen, die interagieren, voneinander abhängig sind, ein gemeinsames Ziel verfolgen und ein wir Gefühl haben. ·      Selbst- und Fremdwahrnehmung als Gruppe ·      Arbeitsteam: Einbettung in Organisation, gemeinsame Aufgabenstellung, zur Erfüllung der Aufgabe steuert jedes Teammitglied seinen Teil bei
  • Def Organisation Über einen gewissen Zeitraum bestehendes, arbeitsteiliges System, indem personale (Menschen) oder sachliche (Maschinen) Aufgabenträger zur Erfüllung der Unternehmensaufgabe und zur Erreichung des Unternehmensziele verbunden ist
  • Def Führung Individuelle und gezielte Beeinflussung von Menschen, hinsichtlich ihrer Motivation und/oder Fähigkeit zum Erreichen des kollektiven Ziels etwas beizutragen.. Sammelbegriff für alle Interaktionsprozesse, in denen eine absichtliche soziale Einflussnahme von Personen auf andere Personen zur Erfüllung gemeinsamer Aufgaben im Kontext einer strukturierten Arbeitssituation erfolgt.
  • Def Personalentwicklung ·      Enge Def: Auf Bildung beschränkt ·      Weitere Def: Bildung und Förderung ·      Weiteste Def: auch Organisationsentwicklung (OE)
  • Def Paradigma Wissenschaftliche Lehrmeinung, Denkweise oder Art der Weltanschauung, wenn sich jene Grundlegend ändern à Paradigmenwechsel  
  • Was ist ein wissenschaftliches Paradigma ·      Das, was beobachtet und überprüft wird ·      Die Art der Fragen, die in Bezug auf ein Thema gestellt werden ·      Wie diese Fragen gestellt werden ·      Wie die Ergebnisse interpretiert werden sollen Sprich: ein Paradigma ist das vorherrschende Denkmuster einer Zeit
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  • Funktionen eines Paradigmas ·      Zu unterscheiden zwischen Wissenschaft und nicht- ws ·      Das Forschungsprogramm zu bestimmen ·      Der Aufrechterhaltung des Faches zu dienen ·      Wird über den wissenschaftlichen Diskurs aufrechterhalten
  • Paradigmen in der Psy Behaviorismus, Kognitivismus, Tiefenpsychologie/Psychoanalyse, systemisches Denken, Humanistische Psychologie/Existenzialismus
  • Was sind Menschenbilder und was triggern sie ·      Zeitlich begrenzte Annahmen ·      Entstehen im sozialen & personalen Kontext ·      Konstruktionen, die im wissenschaftlichen Diskurs entwickelt, akzeptiert, kritisiert werden und sich im Laufe der Zeit verändern ·      Beeinflussen die wissenschaftliche Theoriebildung und das praktische Handeln ·      Bestimmten was „menschengerecht“ ist ·      Haben weitreichende Konsequenzen für die eigenen Werte und das persönliche Handeln, aber auch für die Gesellschaft ·      Können „implizit“ und „explizit“ sein
  • Menschenbilder Bsp in der Psy Kontrolle vs Vertrauen, Unfreiheit vs Freiheit, Konstruktivität vs Destruktivität, Beziehungsangewiesenheit vs Autonomie/ Individualismus
  • Menschenbild es Homo economicus ·      Verantwortungsscheu ·      Nur durch monetäre Anreize motivierbar ·      In seinen Handlungen zweckrational ·      Strebt nach Maximierung seines Nutzens ·      Besitzt völlige Übersicht über seine Handlungsmöglichkeiten Voraussicht in wirtschaftlichen Angelegenheiten ·      Hohe Reaktionsgeschwindigkeit auf veränderte Angebotsdaten Stabile Bedürfnisse, linear in die Zukunft gerichtet ·      Unabhängig von anderen Personen
  • Prinzipien der wissenschaftlichen Betriebsführung ·      Zergliederung der Arbeit in einzelne Arbeitsschritte und Suche nach optimalen Weg der Arbeitsdurchführung ·      Auswahl und Schulung der bestgeeigneten Arbeitskräfte ·      Methoden: Zeit- und Bewegungsstudien ·      Relevante Analyseeinheit: Individuum, durch monetäre Anreize motivierbar ·      Arbeiter sind „Maschinen“ ·      Ineffizienz ist durch entsprechende Gestaltung von Werkzeugen und Arbeitsabläufen kompensierbar ·      Arbeiter ist ein manipulierender Faktor, dient der Produktivitätssteigerung. ·      Trennung von Hand- und Kopfarbeit
  • Merkmale der wissenschaftlichen Betriebsführung in Organisationen Starke Hierarchie:Planung und Ausführung sind strikt getrenntArbeitsaufgaben stark spezialisiertEnge Kontrollspannen: Arbeitenden sind nicht selbstständig motiviertExtreme Zentralisierung
  • Kritik an der wissenschaftlichen Betriebsführung und von wem Trennung von Kopf und Handarbeit, Vorgabe eines einzigen besten Weges zur Erledigung der Arbeit, strikte Arbeitsteilung Kurt Lewin:Entwürdigung der Arbeit durch extreme Arbeitsteilung, ohne Rücksicht auf Seele des ArbeitendenBetont: Arbeit ist nicht nur Mühe und Anstrengung, sondern dient auch der Entwicklung des Menschen und ist sinnstiftendà„Zwei Gesichter der Arbeit“
  • Hawthorne Studie Studien Einfluss von Umweltbedingungen auf Arbeitsleistung, VH und Gesundheit. Arbeitsleistung hatte sich bei jeder Veränderung der Umweltbedingungen verbessert Resultate als Effekte der sozialen Situation erklärt, die aufgrund der Gespräche zwischen Arbeiterinnen und Studienleitern und der informellen Kontakten zwischen Arbeiterinnen eine massive Veränderung erfahren hatte. Die Bedeutung informaler sozialer Beziehungen innerhalb formaler Organisationsstrukturen war erkannt.
  • Menschenbild „Social man“ ·      Mensch von sozialen Motiven geleitet ·      Zugehörigkeitsgefühl zur Organisation, Identität und Willen zur Integration durch soziale Beziehungen ·      Handelt nach informellen Regeln und Normen die in seiner Gruppe gelten ·      Verhält sich nach Wünschen der Leitung in Abhängigkeit davon, wie sehr seine persönlichen Bedürfnisse am Arbeitsplatz erfüllt werden. ·      Entstand als Reaktion auf menschenunwürdigen und reaitätsfernen Zugang des „scientific management“ mit seinem Menschenbild des „homo oeconomicus“ →Neues Verständnis von den Aufgaben einer Führungskraft: soll auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingehen
  • Human-Relations-Bewegung Verschiebung des arbeitswirtschaftlichen Fokus von den rein ökonomischen Funktionen hin zu den sozialen Beziehungen am Arbeitsplatz. Am wichtigsten: Gruppe wird als soziales System erkannt und Gefühle (besonders Zufriedenheit in der Arbeit) wichtiger Forschungsbereich der A&O Psy.Allerdings war der Fokus nur auf soziale Faktoren, nicht auf organisatorische.SF: Gruppendynamische Konzepte, personenzentrierter Führungsstil und angenehmes Betriebsklima. Die Arbeitstätigkeit an sich wurde nicht verändert.
  • Menschenbild „Self-actualizing man“ 1950-1970, Fokus wieder von Gruppe zu Individuum.Mensch hat Bedürfnisse und Fähigkeiten, Bedürfnisse durch Arbeit befriedigen und Fähigkeiten am Arbeitsplatz nützen um sich selbst zu verwirklichen.Organisation muss Tätigkeiten bieten, die den Arbeitern ermöglicht sich selbst zu verwirklichen.Motivationsquellen: Selbstverwirklichung & Autonomie
  • 5 Ebene der Maslowsen Pyramide 1)    B nach Selbstaktualisierung und- Verwirklichung 2)    B nach Anerkennung, Achtung und Wertschätzung 3)    B nach sozialem Kontakt und Zuneigung 4)    B nach Sicherheit, Recht, Ordnung und Freiheit von Bedrohung 5)    B nach Physiologischen und existenziellen Bedürfnissen (Essen, Trinken) Bedürfnisse 2-5 sind Defizitmotive mit einem Sättigungsgrad und prinzipiell zu befriedigen. 1 ist ein Expansionsmotiv, ohne Sättigung
  • Kritik an Maslows Pyramide ·      Simplifiziert, keine Aussagen über spezifische Handlungen oder parallel Aktivierung unterschiedlicher Motive ·      Propagiert elitäres Denken
  • Theorie X, McGregor: „Irrlehre und Summe von Vorurteilen ·      Mensch träge, arbeitsscheu, ohne Ehrgeiz ·      Muss durch Belohnung und/oder Bestrafung motiviert werden. ·      Verantwortungsscheu, will geführt werden Führungsstil: Kontrolle und Autorität
  • Theorie Y, McGregor: Handeln nach Selbstdisziplin und SelbstkontrolleÜbernehmen von sich aus VerantwortungVon sich aus Motivation, Entwicklungspotential und Verantwortungsbereitschaft gegeben.  Führungsstil: Födert Integration und Selbstkontrolle
  • Merkmale der Kulturtheorie, Edgar Schein: Organisationskultur ist ein Muster von Grundannahmen, welche von einer Organisation gelernt wurden und den Mitgliedern der Organisation im Sozialationsprozess weitergegeben werden. ààAbläufe der Organisation können nur verstanden werden, wenn die spezifische Kultur analysiert wird. Ohne Verständnis können nur die Verhaltensweisen beobachtet werden, Grundausrichtung der Organisation bleibt aber gleich
  • Wie entsteht deine Organisationskultur Wird durch soziale Interaktionen entwickelt und geformt. •       Kultur ist ein Medium, das Menschen über Werte und Normen, Bedeutungen und Annahmen verbindet. •       Kultur äussert sich auf charakteristische Weise in Artefakten, in der Sprache, in Handlungen. •       Die Organisationskultur umfasst Grundannahmen, Werte und Normen sowie Artefakte. •       Zu analysieren ist der organisatorische Alltag und nicht das, was im Funktionsplan eines Betriebes steht.
  • Wie wird Organisationskultur sichtbar? •       Sprache •       Umwelt- und Dinggestaltung •       Mythen und nicht hinterfragte Annahmen zur Begründung von Zielen •       Verhaltencodes •       Bräuche, Riten, Zeremonien zur Symbolwertsteigerung herausragender Ereignisse
  • Menschenbild „Complex man“ Nach Schein (1980) generalisieren alle vorherigen Menschenbilder Menschen zu sehr. Daher beschreibt er den Complex Man. Versucht alle Aspekte zu integrieren Sechs Annahmen: 1)    Bedürfnisse variieren inter und intra 2)    Motive wirken nicht von einander unabhängig, sondern sind in einem komplexen Muster miteinander verwoben 3)    Innerhalb einer Org können Menschen neue Motive erlernen 4)    Einzelne Personen kann in mehreren Org unterschiedliche Motive verfolgen 5)    Arbeitszufriedenheit + Effizienz nur teilweise auf Motive zurückführbar 6)     Führungsverhalten soll den Ansprüchen der Arbeitsnehmer angepasst sein