Beratung (Fach) / mündliches Examen (Lektion)

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  • Nennen Sie die Ziele, die in der Ernährungsberatung angestrebt werden. Wissensvermittlung, Hilfe zur Selbsthilfe, persönliche Beratung, Vertrauen zw. Berater und Patient schaffen, Motivation, emotionale Stütze, Bewusstsein für notwendige Verhaltensänderung aufbauen
  • Welche vier Bestandteile muss die vollständige Beschreibung eines Lernziels (Operationalisierung) enthalten? Erläutern Sie die Bestandteile. -Inhalt → Was soll gelernt werden? -Dimension → Erwartetes Endverhalten -Medien / Methoden → Welche sind zu Wählen zur Informationsübertragung  -Qualität / Anspruch / Zeit → Wie viele Informationen sollen in welchem Umfang      gelernt werden 
  • Zum besseren Erreichen von Lerninhalten für Berater und Patient werden schrittweise Ziele formuliert. Nennen Sie die drei Etappenlernziele. Machen Sie diese am Beispiel der cholesterinarmen Kost deutlich. Richtziel: Der Patient kann eine cholesterinarme Kost eigenständig durchführen.  Feinziel:  Der Patient kennt cholesterinreiche LM. Der Patient weiß wie man sich fettarm ernährt.  Grobziel: Der Patient kennt den Hauptnährstoff “Fett".  Der Patient weiß, welche Aufgaben Cholesterin im Körper hat. 
  • Welche Faktoren sind für den Lernprozess und Lernerfolg wichtig? Begründen Sie Ihre Aussagen. Motivation → zum Lernen / Lernaktivität steigern  Rückmeldung → je unmittelbarer desto besser (Erfolg und Misserfolg) Wiederholung → zum Festigen des gelernten  Übung → zur Festigung, Umsetzbarkeit, Lücken erkennen 
  • Berufliche Handlungskompetenz ist Voraussetzung für eine effektive Beratung. Welche Bereiche gehören dazu? Geben Sie Beispiele zur Sozialkompetenz. Methoden-, Fach-, Sozial-, Individual-, Sachkompetenz Sozialkompetenz: Einfühlungsvermögen, Geduld, Zuhören, nicht werten
  • Didaktische Aspekte spielen bei jedem Beratungsgespräch eine wichtige Rolle. WOMIT, WANN UND WO unterstützen Sie als Diätassistent(in) Ihre Beratung? -Rahmenbedingungen: Raum, Ort, Zeit -geeignete Räumlichkeit (still, Möglichkeit Aufzug, Treppe, bequeme, breite Stühle, Fenster) -Ort (einfache Anfahrtmöglichkeit, Parkplatzmöglichkeit) -Zeit (genug Zeit für Beratung und Pufferzeiten einplanen, geeignete Öffnungs- und Sprechzeiten) -Medien -praktische Übungen/Lehrküche
  • Um der nachlassenden Aufmerksamkeit während der Beratung entgegenzuwirken sind folgende Maßnahmen hilfreich: Patient auf aktuellen Wissensstand abholen, Pausen machen, Zeit für Fragen geben, Lüften, frische Luft, Bewegung, verschieden Medien/Methoden anwenden, aktive Übungen, Augenkontakt halten
  • Worin bestehen die Aufgaben der Ernährungsberatung nach PUDEL? -Problem finden/erarbeiten mit Patienten -geeignete Gesprächsform, um Patient mitzunehmen -konkrete Vorschläge -soziopsychologischen Hintergrund verstehen -Grenzen der Beratung kennen → Realistische Zielsetzung
  • Was kann der Patient von einer qualifizierten und individuellen Ernährungsberatung erwarten? Zeit nur für Ihn, Wissensvermittlung in leichter, verständlicher Sprache, praktische Tipps für die Umsetzung im Alltag, individuelle, persönliche Beratung, Hilfe zur Selbsthilfe, Unterstützung bei der Problemlösung, keine Wertung, sondern Zuspruch und Motivation
  • Viel Zeit wird täglich durch Störungen im Arbeitsablauf vergeudet. Welche Maßnahmen können die Störungen verringern? Tür schließen, Freie-Zeit einplanen, Pufferzeiten einplanen, Delegieren, nicht immer Ja-Sagen, Anruf/Telefon → Anrufbeantworter, Sprechzeiten, schriftliche Planung
  • Erklären Sie kurz an einem konkreten Beispiel, wann und in welcher Situation eine Einzelberatung und wann eine Kleingruppenberatung (3-6 Personen) angezeigt wird. Einzelberatung: Geeignet zur Informationsvermittlung. Wenn Krankheit erst diagnostiziert wurde und Patient sich noch nicht damit auskennt, z.B. Zöliakie. Patient benötigt genaue Anweisungen, Fokus auf Ihm und seiner Ernährung. Es kann individuell auf die Probleme des Patienten eingegangen werden, Patient kann sich frei äußern. Kleingruppenberatung: Geeignet zum Wissensaustausch. Es sollte eine homogene Gruppe sein, um allgemeine Informationen zu vermitteln oder zu wiederholen. Motivation wird gesteigert am Ball zu bleiben, Patient erkennt, dass er nicht alleine mit der Krankheit ist, z.B. Diabetesschulung oder Abnehmgruppe.
  • Wichtig ist es, bei der Patientenschulung stets den „ganzen“ Patienten anzusprechen. Ein effektiver Unterricht sollte daher drei verschieden Lernzielbereiche/Dimensionen berücksichtigen. a)Um welche Lernzielbereiche handelt es sich? b)Wie können Sie die Bereiche des Patienten ansprechen? a)Kopf-Hand-Herz kognitiv-psychomotorisch-affektiv b)Kopf: Wissensvermittlung und Abfragen des Wissens (Übungen und Wiederholung, um Wissen zu festigen) Hand: praktische Übungen (Vormachen, z.B. Ausschneiden von LM, erst ungenau, durch Übung genauer, zum Schluss automatisiert wie Zähneputzen) Herz: Einfühlsam, Verständnis und Geduld zeigen
  • Welche Aufgaben erfüllen Medien in der Beratung? Machen sie diese an einem konkreten Beratungsverlauf Ihrer Wahl deutlich. Aufgaben Medien: Wissensvermittlung, Lern- und Lehrgegenstand, um neue Aspekte der Krankheit aufzuzeigen, darstellende oder erarbeitende Methode Bsp.: In Kleingruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt ein Blatt, um seine Teilaufgabe zu bearbeiten und aufzuschreiben und trägt es anschließend der Gruppe auf einem Flipchart vor.
  • Um eine verlässliche Darstellung der Ernährungsgewohnheiten zu erhalten, ist das Führen von Ernährungsprotokollen sinnvoll. a) Welche Vorgaben müssen Ernährungsprotokolle, z.B. für einen adipösen Patienten, enthalten? Name des Patienten, Uhrzeit, genaue Mengenangaben, Trinkmenge + was wird getrunken, Welche Produkte werden verzehrt und welche Menge, Mahlzeitenhäufigkeit,  Esstempo , wird Zucker / Süßstoff verwendet, Hunger / Sättigungsgefühl, Gefühle vor und nach dem Essen, Aktivität, Beruf
  • Um eine verlässliche Darstellung der Ernährungsgewohnheiten zu erhalten, ist das Führen von Ernährungsprotokollen sinnvoll. b) Welche Informationen erhalten Sie daraus für eine effiziente Beratung? Um wie viel Uhr wird gegessen und wie viele MZ gibt es / Tag Trinkmenge und was Wo Potential zur Veränderung ist und was jetzt schon gut istErnährungsfehler NährstoffangabenÜberernährung/ UnterernährungOb aus Hunger gegessen wurde und ob der Patient sich danach gesättigt fühlt Ungefähre Mengen von LM / Tag Gewohnheiten, VorliebemLM-AustauschmöglichkeitenKoch- und Küchentechnikerfahrungen Aktivitätslevel 
  • Zur Feststellung der Nahrungsmittelaufnahme bzw. Nährstoffzufuhr wurden von der Ernährungsforschung Erhebungsmethoden entwickelt. Nenne Sie vier Ernährungserhebungsmethoden, die im beruflichen Alltag am häufigsten angewandt werden. -Fragebogen mit vorgegebenen Fragen  Quantitativ -Befragung → Qualitativ -Anamnesegespräch -Ernährungsprotokoll
  • Zur gezielten Vorbereitung einer individuellen Diätberatung braucht der Berater bestimmte Angaben und Informationen über den Patienten. a) Welche Angaben und Informationen brauchen Sie z.B. bei einem Patienten mit akutem Gichtanfall? b) Welche Informationsquellen müssen Sie nutzen? a) (Harnsäurespiegel im Serum ist häufig nicht erhöht, da im akuten Anfall die Harnsäure bereits auskristallisiert ist. Ein normaler Harnsäurewert schließt einen akuten Gichtanfall daher nicht aus) Entzündungswerte, Laborbefunde (Leukozytose, Erhöhung der ESR), allg. Anamnese (Alter, Beruf, Größe, Gewicht, BMI), Krankengeschichte, vorherige Anfälle, Diätverordnung, Medikamente, LM-Verzehr/Ernährungsprotokoll b) Krankenakte, Arzt, Befragung des Patienten
  • Welche Inhalte muss eine Diätbroschüre für einen M. Crohn-Patienten enthalten, die Sie für Patienten selbst erstellen müssen? Inhaltsverzeichnis Erläuterung der Krankheit: Morbus Crohn Ätiologie, Klinik, Verlauf, DiagnoseKomplikationen Nach Operation Akute Phase vs. Remissionsphase Ernährungsempfehlung (Reizarmekost)Geeignete KüchentechnikRezeptideen (Frühstück-, Mittag-und Abendessen)Wo bekommt man als Betroffener Hilfe (DA, Selbsthilfegruppen)
  • Formal ist die Ernährungstherapie zurzeit nur für Patienten mit Mukoviszidose oder einer selten angeborenen Stoffwechselstörung Bestandteil der Pflichtaufgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Nennen und erläutern Sie zwei Möglichkeiten der Diätassistenten, Ernährungsberatung im Rahmen der GKV und nach dem Fünften Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) als Leistung außerhalb des Heilmittelkatalogs anzubieten. Paragraph 20 SGB V: PräventionsgesetzParagraph 43 SGB V: chronische Erkrankungen
  • Zur Erhebung einer Ernährungsbefunds kommen verschiedene direkte Ernährungserhebungsmethoden zum Einsatz. Nennen Sie mögliche Fehlerquellen, die bei der Erhebung von Seiten des Erhebungspersonals (Berater) und von Seiten des Teilnehmers (Patienten) das Ergebnis verfälschen können. Fehlerquellen von Seiten des Beraters: Nicht aufmerksam ZuhörenLustlosigkeitWenig AufmerksamkeitAblenkung / Störung Unwichtige Fragen stellen Vorurteile vor dem Gespräch haben Falsche / nicht passende Ernährungserhebungmethoden anwenden Falsche Gesprächsform,-technik und -führung Falschen Zeitpunkt wählen (Visite, nach Diagnose, beim Essen) Fehlerquellen von Seiten des Patienten: Falsche WahrnehmungVerhaltensänderung „nur fürs Protokoll“Grobe / nicht genaue Aussagen LustlosigkeitMissvertrauen Scham / Unwohlsein Verständnis für Aufgabe fehlt und wird falsch verstanden Störung durch Radio / TV Trauer / Abwesenheit durch Diagnose / „anderen Problemen“
  • Um der nachlassenden Aufmerksamkeit während der Beratung entgegen zu wirken sind folgende Maßnahmen nötig: Einbringen des Patienten z.B. Fragen stellen, Gruppen / Partneraufgaben Arbeiten mit unterschiedlichen Medien, um Interesse beizubehalten Frontalunterricht meiden Wiederholungen einbauen 
  • Nennen sie die Grundsätze der Gesprächsführung und erklären Sie die entsprechenden Gesprächstechniken Grundsätze der Gesprächsführung (ROGERS) 1. guten Kontakt finden und Vertrauen schaffen 2. aktiv zuhören 3. Ansetzen andere Stelle, die der Beratungspartner anbietet, evtl. durch Fragen oder erkennbare Unsicherheiten 4. Reagieren und Argumentieren auf der Verstehens- und Erlebnisebene des Partners 5. Aufrichtige Einstellung zum Beratungspartner finden und  diese zum Ausdruck bringen 6. Vernunftgemäßen Abstand finden, rationale Distanz 7. Ergebniskontrolle des bisherigen Gespräches 8. Konstruktive Abschluss finden
  • Nennen sie die Grundsätze der Gesprächsführung und erklären Sie die entsprechenden Gesprächstechniken Techniken der Gesprächsführung: 1. Atmosphäre schaffen, für Ruhe sorgen, Störungen vermeiden, Bereitschaft wecken; nie mit Kritik beginnen, zunächst Selbstwertbestätigung geben; alle Gesprächspartner einbeziehen. 2. Durch Gesten und Verhalten Kontakt ausüben, z.B. non-verbal: durch nicken, Augenkontakt; verbal: Ja, Bestätigung durch Zustimmung; averbal: Hmm, aussprechen lassen und nicht in die Rede fallen, am Anfang nicht zu stark lenken. 3. Durch weiterführende Fragen zur Zusammenfassung führen, Kontrollfragen einbauen, keine eigene Ideen und Wünsche in den Partner hineininterpretieren. 4. Ungünstige Sprache; wenig Fremdwörter, keine Schachtelsätze, wenig Fachausdrücke.. Pastorale, belehrende, manipulierende Sprachweise vermeiden. Gespräch nicht übergehen lassen in Streit bzw. Rechthaberei. 5. keine Besserwisserei, nicht auf Kompetenz beharren, bei komplizierten Fachfragen Fachmann und Fachliteratur hinzuziehen. 6. Nicht emotional reagieren, sachlich und freundlich, aber nicht „Fremd“ sein. 7. Feststellen, ob man verstanden worden ist. 8. Gespräch zusammenfassen, Folgeschritte besprechen, sich in freundlicher Atmosphäre verabschieden.
  • Verständlichkeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen. Um Informationen erfolgreich zu vermitteln. Beschreiben Sie die vier Gestaltungselemente, von denen Verständlichkeit abhängt. - eingehen auf die individuelle Situation - sich hineinversetzen in das Erleben des anderen, in sein Zumute sein (Empathie) - Prinzip des Gewährens, den Partner frei äußern lassen - verständliche, konkrete Ausdrucksweisen
  • Zur gezielten Vorbereitung einer individuellen Diätberatung braucht der Berater bestimmte Angaben und Informationen über den Patienten. 18 a) Welche Anhaben und Informationen brauchen Sie z.B. bei einem Patienten mit einem akuten Gichtanfall? b) Welche Informationsquelle nutzen Sie? a) Angaben der Person (Geschlecht, Name, Beruf, Alter, Größe)Laborwerte (Harnsäurewerte, Blutfettwerte), Blutdruck Verfassung (Schmerzen → Ort)Ernährungsstatus (Anamnese) Erstdiagnose, erste Beratung, soziales Umfeld b) ArztbriefDiätverordnung Angaben vom Patienten Informationen der Erkrankung aus verschiedenen Quellen 
  • Grundsätze und Ziele nach Pudel? Grundsätze                                                                                                                                Eigentliche Problem erkennen (Hilfestellung geben)Durch geeignete Gesprächsführung vom Patienten neue Sichtweisen eröffnen Patient konkrete handlungsbezogene Vorschläge vorstellen Sozialpsychologischen Hintergrund verstehen Grenzen der Wirksamkeit einer Beratung kennenlernen um realistische Ansprüche an das eigene Selbstverständnis zu stellen  Ziele                                                                                                                            Vertrauen zwischen Patient und Berater ProblemanalyseAlternative Lösungsmöglichkeiten anbieten Ängste gegen Verhaltensänderungen und Versagen abbauen Wissen und Bewusstsein aufbauen (welches zur Verhaltensänderung führen soll)Emotionale Stütze für Patient sein Veränderungen des individuellen Ernährungsverhalten Motivieren zur EigeninitiativeFörderung der Verhaltensänderung Krankheiten vorbeugen Gestörte Anpassungsfähigkeit adaptieren Kompensierten Anpassungszustand aufrecht erhalten 
  • Wie ist der Aufbau des Beratungsdiamanten? WER (Diätassistentin) WAS (Inhalte)WARUM / WOZU (Ziele)WOMIT (Medien)MIT WEM (Patienten)WANN / WO (Rahmenbedingungen)WIE (Methoden)
  • Was sind Kennzeichen einer Beratung? Zum Wohle des RatsuchendenAuf partnerschaftlichen Ebene Für den Patienten zur Entscheidungsfähigkeit (durch Alternativvorschläge)  Vom Müssen zum Wollen zum Aktivieren 
  • Wie sind die Vorrausetzungen für eine Beratung für den Patienten? Zeit für PatientInteresse, Freundlichkeit, Aufmerksamkeit, WissensvermittlungHilfe zur SelbsthilfeHilfe zur praktischen Umsetzung 
  • Wie sind die Anforderungen an den Berater (berufliche Handlungskompetenzen)? BeratungskompetenzenFachkompetenzen (Medizinisches Wissen, Diätetik, Koch und Küchentechnik etc.)Methodenkompetenzen (Lerninhalte vermitteln, Gesprächstechniken, Fragetechnik)Sozialkompetenzen (Pädagogik, Soziologie, Psychologie, gute Umgangsformen, Kommunikation, Motivation, Interaktion) Individualkompetenzen (emotionale Kompetenzen, Leistungsbereitschaft, Lernfähig, Selbstständig, Verantwortungsfähig, physische und psychische Belastbarkeit) 
  • Wie sind die 5 Stufen die der Patienten durchläuft während einer Beratung / Schulung ? Gesagtes nicht gleich gehört Gesagtes gehört heißt nicht das er es verstanden hat Pateinten hat es verstanden heißt nicht das er damit einverstanden ist Patient ist mit dem gesagtem einverstanden heißt nicht das er es auch anwendend Wendet der Patient Gelerntes an heißt das noch nicht das er es im Alltag beibehält
  • Wie sind die 4 Bausteine der Lernziele? Was soll gelernt werden?In welcher Dimension soll der Lernprozess angepasst werden?Unter welchen Voraussetzungen soll gelernt werden / Womit?In welcher Zeit soll welche Menge an Informationen gelernt werden? 
  • Wie ist die Struktur einer Beratung? 1. Ist Lage des Patienten → Seit wann ist die Krankheit bekannt? Wie ist seine Situation? Was sind die Umstände?2. Aktiver Lernprozess vom Berater / Verständnisprozess 3. Soll Lage → Ziele erreichen, gewünschte Werte / Erfolge 
  • Wie sind die Gesetzte der Kommunikation (Warztlawik)? 1. Man kann nicht nicht kommunizieren 2. Jede Kommunikation hat einen Inhalts-und Erziehungsaspekt3. Jede Kommunikation hat eine verbale und eine nonverbale Ebene 4. Die Kommunikation hängt von der Interpunktionsstruktur ab 5. Die Zwischenmenschliche Kommunikation ist entweder symmetrisch / komplementär 
  • Was sind die Voraussetzung für ein ehrliches Gespräch? Ehrliches InteresseNicht beurteilende HaltungNin-direktive Haltung (keine Vorurteile)Absicht den Klienten zu verstehen Objektivität des Gesprächsgeschehen 
  • Wie sind die Grundsätze der Gesprächsführung? 1. Guten Kontakt und Vertrauen schaffen     a. Technik (passende Atmosphäre, Ruhe, Störung meiden)2. Aktives Zuhören     a.Gesten und Verhalten 3. Nachfragen / erkennbare Unsicherheit4. Argumentieren und Reagieren auf der Verstehens und Erlebnisebene des Patienten     a. Keine Fremdwörter, kurze Sätze, kein Streit5. Aufrichtigkeit     a. Keine Besserwisserische Art 6. Rationale Distanz     a. Nicht emotional Reagieren, sachlich und freundlich bleiben 7. Ereigniskontrolle     a. Feststellen ob man verstanden wird 8. Konstruktive Abschluss (Gespräch zusammen fassen, Folgeschritte besprechen, verabschieden) 
  • Wie sind die Gesprächstechniken ? 1. Aktives Zuhören 2. Gesprächspausen 3. Fragetechniken     a. Geschlossene Fragen = Fakten / direkt    b. Offene Fragen = W-Fragen 4. Verbalisieren     a. Wiederholen des Patientenanliegens    b. Aufgreifen der Inhalte des Patienten     c. Wiedergabe was Patient gemeint / gefühlt hat 5. Paraphrasieren     a. Inhalte zusammengefasst in eigene Worte Wiedergeben 
  • Nenne die Funktionen eines Beratungsgespräches? 1. Klärung der Lage der Ursache des Problem wichtig ist: Problem muss genau genannt werden 2. Einsicht in die Problemsituation schaffen 3. Lösungsmöglichkeiten aufziehen und unzutreffende Vorstellungen korrigieren. Erkennen von Hemmfaktoren. Alle Aspekte, die für die Folge bedeutsam sind herausarbeiten 4. Ermutigen und Unterstützung zum Handeln geben 
  • 10 Gebote, des guten Zuhören Nicht sprechen GeduldBeherrschen Gesprächspartner entspannen Zeigen, dass gut zugehört wird Stille ertragen Kritik und Vorwürfe sollten sie nicht aus dem Gleichgewicht bringen Auf Partner einstellen Fragen sie Blickkontakt und positive Körpersprache 
  • Wie sind die Phasen im Beratungsgesprächen mit Zielen? Gesprächseröffnung                                                                                                           Positive Beziehung schaffen Angstfreie, angenehme Atmosphäre schaffen Anliegenerklärung                                                                                                        Ermitteln des Beratungsproblem / Informationsanliegen Zielbestimmung                                                                                                              Definition des Problems Informations-darbietung                                                                                             Informationen zur Lösung des Problems soll vom Patienten aktiv umgesetzt werden können Gesprächsende mit Konstruktiver Abschluss                                                                    Sicherstellung der vermittelten Informationen Selbsthilfe aktivieren Eigenverantwortlichkeit fördern
  • Vorbereitungsphase (1) für die Beratung? Sammeln von Informationen für den Patienten und BeraterAnmeldungKrankengeschichte, Kurve, Gespräch mit therapeutischen TeamSoziokulturelle Kriterien (Beruf, Verheiratet)Erstellen von Beratungshilfen Unterlagen / MedienPatientenkartei anlegenErnährungsanamnese / Protokoll / GewichtskurveAustauschtabelle / Nährwerttabellen Menüvorschläge, Attrappen, Proben etc.Fachwissen kontrollieren
  • Durchführungsphase (2) für die Beratung? KontaktaufnahmeTerminvereinbarungAuswerten von Ernährungsanamnese / ProtokollInhalte der Beratung festlegenWissensvermittlungLösungsvorschläge, Motivation zur praktischen UmsetzungErfolgskontrolle einsetztenTerminabsprache
  • Nacharbeitungsphase (3) für die Beratung? PatientendokumentationSicherung von Daten und InformationenQualitätssicherung und TätigkeitsnachweisEigenkontrolle und FremdkontrolleErfolgskontrolle, Evaluierung, Bericht vom Arzt
  • Was sind Schwierigkeiten bei der Ernährungsberatung von Adipositas? Ganzheitliches Verstehen verbunden mit kritischer Reflexion Viele Misserfolge des Adipösen = Druck und Angst muss genommen werden Betroffener steht oft unter Druck da er gewisse Schuldgefühle bei Misserfolgen entwickelt Ernährung ist allgegenwertig, Bedürfnisse berücksichtigen Zielsetzung / Hilfe zur Selbsthilfe geben Räumliche Situation Bewusstsein schaffen für eine langfristige ÄnderungKleine, langsame Erfolge sind der Anfang Grundursache finden Vertrauensgrundlage Schaffen, loben statt predigen 
  • Erfolgskontrolle während der Beratung (Einzel und Gruppenberatung) Antworten der Patienten auf Kontrollfragen (Offene Fragen!)Antworten der Patienten auf Zuordnungsfragen Einsatz von Fragebögen (auch für Beratungsstatistiken)  für Gruppenschulungen zur Wissen abfrage vor, während und nach Gruppenschulungseinheiten Einsatz von speziellen Tabellen (KH-Austauschtabelle, Fetttabelle etc.)Einsatz von LM-Attrappen (z.B. um Cholesteringehalt von verschiedenen LM darzustellen)Einsatz von Lehrküchen (für die verschiedenen Erkrankungen und zur Versachlichung von praktischer Umsetzung)Einsatz und Einkaufstraining / LM-StraßeEinsatz von Restauranttraining / Büfetttraining 
  • Erfolgskontrolle nach der Beratung (Einzel und Gruppenberatung) · Erfolgsmeldung durch Patienten (höhere Wahrscheinlichkeit bei chronischen erkrankten Patienten als bei Adipösen / Gicht / Hypertonie etc.)· Telefonische Rückmeldung· Rücksendes eines ausgefüllten Vordrucks nach verabredeten Zeitraum (z.B. bei einem Diabetes Zentrum nach einer Diabetes Schulung)· Nochmalige Besuche des Patienten (Wichtige Angaben: Öffnungszeiten, Telefonnummer etc.)· Wenn möglich und angebracht Namen und Telefonnummer des Patienten notieren (Datenschutz berücksichtigen) damit die Beratungsfachkraft nachfragen kann 
  • Schema zur Selbstkontrolle bei der Durchführung der Beratung: VorbereitetAuswahl, Umfang und Gliederung des Beratungsinhaltes (Reinfolge sollte Sachlogisch sein / roter Faden zu erkennen sein)Einstellung auf den Patienten / Partner Erkennen der Beratungssituation (Vorwissen des Patienten durch Familie ggf. berücksichtigen)Auswahl und Einsatz der Beratungsmittel 
  • Schema zur Selbstkontrolle bei der Beratungskraft Auftreten (Vorstellen mit Name, Patienten mit Name ansprechen)Kontakt und Ausdrucksweise (kurze, leicht zu verstehende Sätze / Wörter wählen)Fachliche SicherheitSinnvolle Fragen des Patienten und Bitte um eine weitere BeratungRückmeldung des Patienten über Erfolg / Misserfolg 
  • Schema zur Selbstkontrolle beim Ratsuchenden Verhalten, Reaktion, Körperhaltung, Ausdrucksweise
  • Anwendung von Evaluation in der Beratung für? Wirksamkeit der Maßnahme bewertet Vom Berater am Patienten gemessen / Qualitätskontrolle