Finanzierung Basics (Fach) / 1. Finanzwirtschaftliche Grundlagen (Lektion)

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Diese Lektion wurde von SarahMeissner erstellt.

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  • Shareholder Value Ansatz -in den 60er Jahren von Hr. Rupperport begründet ! wesentliche Theorie der Unternehmensführung Maximierung Unternehmenssertrag <-> Maximierung Wert der Eigentümer Unternehmen (Management)<- wird vom Aufsichtsrat bestimmt   ;   Arbeitsnehmervertreter <- wird von Aktionären Gewählt - Unterschied zwischen deutschem und amerikanischem Ansatz:Arbeitnehmervertreter (=Betriebsrat) werden von AN aufgestellt, um deren Interessen zu vertreten (z.B. bei Themen wie Personalabbau, Standorterschiebung)! Arbeitnehmervertreter gibt es nur in großen Unternehmen (z.B.: DAX 30) - Stakeholder sind alle, sie mit dem Unternehmen verbunden sind (= Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Eigentümer, Umwelt)
  • Wie kann ich als Eigentümer am Unternehmensertrag teilhaben? - Gewinnausschüttung, (bei Aktiengesellschaft = Dividende)  ! Steuer bei Eigentümer pro Ausschüttung - Steigerung des Unternehmenswertes (Thesaurierung = Fachbegriff für Gewinneinbehalt)  -> Aktienrückkaufprogramm  -> Investitionen (Firmenausbau, Erweiterung)    ! Steuer erst bei endgültiger Veräußerung  - je nach Philosophie ist die eine oder andere Variante besser - Aktionäre haben bei Thesaurierung keine permanente Einkommensquelle. Wenn das Unternehmen pleite gehen würde, hat der Aktionär nie etwas für seine Investition
  • Prinzipal-Agent-Theorie = Asymmetrischer Informationsverteilung zwischen den Beteiligten (Agent und Prinzipal) - Informationsvorsprung wird versucht auszugleichen - Agent hat gegenüber dem Prinzipal einen Informationsvorsprung  - Um Aufgaben nicht selbst zu erledigen, überträgt Prinzipal Aufgaben auf Agenten - Handlungen des Agenten beeinflussen daher nicht nur seinen eigenen Nutzen, sondern auch den des Prinzipals ! Ziel: durch ein Arrangement von Anreizen den Agenten dazu zu bewegen im Interesse seines Prinzipals zu handeln  Agent = Management, Principal = Aktionäre Hidden Characteristics: - Agent verfügt über Eigenschaften, die der Prinzipal vor Vertragsabschluss nicht beobachten konnte - Sowohl erwünschte, aber nicht existierende als auch unerwünschte, aber verheimlichte möglich Hidden Intention: - Prinzipal bleiben die wahren Absichten des Agenten verborgen, daher angewiesen auf Loyalität - Gefahr, dass sich eigenmotivertes Handeln auf Zielerreichung des Prinzipals auswirkt Hidden Information:Informationsasymmetrien vor Vertragsabschluss - Agent gibt Informationen vor Vertragsabschluss nicht preis - Problematik: Adverse Selection - Lösungsmöglichkeiten: Screening, Self Selection und Signalling   -> Screening: Überprüfung der Qualität durch Dritten oder Prinzipal   -> Self Selection: Prinzipal offeriert Agent Alternativen. Die Auswahl des Agenten ermöglicht dem Prinzipal eine Qualitätsklassifizierung.  -> Signalling: Agent versucht durch bestimmte Aktionen die Qualität des Gutes zu signalisieren  - Informationslage des Agenten bleibt dem Prinzipal in der Entscheidungsfindungsphase verborgen - Beurteilung des Agenten durch den Prinzipal nur zu hohen Kosten möglich Hidden Actions:Informationsasymmetrien nach Vertragsabschluss (hidden action)-   Aktionen des Agenten nach Vertragsabschluss sind vom Prinzipal nicht oder nicht kostenlos zu beobachten - Problematik: Moral Hazard   ( z.B. Consumption on the job, Realisierung riskanterer Investitionsvorhaben)- Agency-Kosten: Kontrollkosten, Opportunitätskosten 
  • Nachhaltige Unternehmenswertsteigerung Investor Relations Investoren sollen den Fair Value des Unternehmens erkennen Finanzwirschaftliche Ziele - Reduzierung der Kapitalkosten- Senkung der Volatilität- Zugang zum globalen Kapitalmarkt- Verhinderung einer feindlichen Übernahme- Reduktion von Unternehmenskrisen- Strategische M&A-Aktivitäten- Optimierung der Aktionärsstruktur (= je mehr kleine Aktionäre, umso schwieriger die Entscheidungsfindung)Kommunikationspolitische Ziele - Übermittlung des Fair Value an dem Kapitalmarkt. Vertrauen aufbauen- Bekanntsheitsgrad erhöhen- Branchenzugehörigkeit vertiefen- Informationsniveau verbessern- Renommee ausbauen- Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen
  • Wie kann ich die Probleme der Prinzipal-Agent-Theorie verhindern? - Ad hoc Pflichten = Veränderungen, die den Wert des Unternehmens extrem verändern müssen sofort an die Aktionäre kommuniziert werden / muss publik gemacht werden z.B. auch wenn im Management Ziele die prognostiziert werden nicht erreicht werden können. Wenn dies nicht passiert ist man Schadensersatzpflichtig
  • Informationsasymmetrien der Prinzipal-Agent-Theorien Grundlage aller Principal-Agent-Beziehungen: Unterschiedliche Risiko-, Informations- und Interessensverteilung zwischen Prinzipal und Agent.   Hidden Characteristics: - Agent verfügt über Eigenschaften, die der Prinzipal vor Vertragsabschluss nicht beobachten konnte - Sowohl erwünschte, aber nicht existierende als auch unerwünschte, aber verheimlichte möglich Hidden Intentions:- Prinzipal bleiben die wahren Absichten des Agenten verborgen, daher angewiesen auf Loyalität - Gefahr, dass sich eigenmotivertes Handeln auf Zielerreichung des Prinzipals auswirkt   Hidden Infomation:- Informationslage des Agenten bleibt dem Prinzipal in der Entscheidungsfindungsphase verborgen - Beurteilung des Agenten durch den Prinzipal nur zu hohen Kosten möglich Hidden Actions:- Fehlende Überwachungsmechanismen führen dazu, dass der Prinzipal den Agenten nur eingeschränkt kontrollieren kann