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Prävention und Rehabilitation (Fach) / Klausur (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Tiara98 erstellt.

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  • Welche Kompetenzen kennzeichnen einen „guten Rückenschulleiter“? „Fachkompetenz„Methodenkompetenz„                                                                                         Sozialkompetenz„Selbstkompetenz
  • Nennen Sie die Kriterien für einen physiologischen Stand. Fußstellung: ganze Fußsohle am Boden, Beine leicht geöffnet, Körperge- wicht in der Mitte„  Kniestellung: geringfügig gebeugt (nicht durchgedrückt)„  Beckenstellung: leicht nach vorne gekippt (physiologische Lendenlordose)„  Brustkorbstellung: angehoben und aufgerichtet„  Kopfstellung: leicht herangezogenes Kinn, gestreckte Halswirbelsäule „Schultergürtel: Schultern sind in Mittelstellung, liegen locker auf dem Brustkorb auf
  • Warum sollte man sich nicht mit rundem Rücken bücken? Weil die Bandscheiben im vorderen Bereich hohen Druckbelastungen ausge- setzt werden. Der Bandscheibenkern kann nach hinten gedrückt werden, bei Wiederaufrichten kann die Bandscheibe eingeklemmt werden (Nussknacker). Zusätzlich werden die Längsbänder gelockert, die Wirbelsäule ist nicht mehr optimal gesichert.
  • Aus welchen Gründen werden Körperwahrnehmungsübungen im Rückenkurs durchgeführt? „Sensibilisierung für den Umgang mit dem eigenen Körper verbessern„                              belastende und entlastende Haltungen erfahren„Voraussetzung für Lernprozesse„Bewegungsmöglichkeiten der Wirbelsäule erfahren                                                        Information (Lage der Körperteile usw.) und Gefühle wahrnehmen
  • Nennen Sie die einzelnen koordinativen Fähigkeiten und versuchen Sie jeweils ein Beispiel zu finden. Kopplungsfähigkeit: Fähigkeit, Teilkörperbewegungen bezüglich eines bestimmten Handlungsziels räumlich, zeitlich und dynamisch aufeinander abzustimmen (Balancieren und Ballprellen) „Differenzierungsfähigkeit: Fähigkeit einer hohen Feinabstimmung ein- zelner Bewegungsphasen und Teilkörperbewegungen, die in großer Bewegungsgenauigkeit und Bewegungsökonomie zum Ausdruck kommt (Bogenschießen) „Gleichgewichtsfähigkeit: Fähigkeit, den gesamten Körper im Gleichge- wicht zu halten oder während und nach umfangreichen Körperverlage- rungen diesen Zustand beizubehalten oder wiederherzustellen (Turnen, Radfahren) „ Orientierungsfähigkeit: Fähigkeit einer zielangepassten Veränderung der Lage und Bewegung des Körpers im Raum (Turmspringen) „Rhythmisierungsfähigkeit: Fähigkeit, einen von außen vorgegebenen Rhythmus zu erfassen und motorisch umzusetzen; Fähigkeit, einen ver- innerlichten Bewegungsrhythmus in der aktuellen Bewegungstätigkeit zu realisieren (Tanzen) „ Reaktionsfähigkeit: Fähigkeit zur schnellen Einleitung und Ausführung zweckmäßiger motorischer Aktionen auf Signale (100-Meter-Lauf) „Umstellungsfähigkeit: Fähigkeit, während des Handlungsvollzugs das Handlungsprogramm veränderten Umgebungsbedingungen anzupassen oder eventuell ein völlig neues und adäquates Handlungsprogramm zu star- ten (Fußball)
  • Erläutern Sie den Unterschied zwischen Mobilisations- und Dehnungsübung. „  Mobilisation: Übungen zielen auf Gelenke ab, Gelenkbewegungen ohne Widerstand, Vermehrung der Gelenkflüssigkeit und Gelenkknorpelernäh- rung „  Dehnung: Übungen zielen auf Muskeln und Sehnen ab, Dehnposition bis zu einem leichten Widerstand einnehmen, Ausgleich muskulärer Dysbalancen
  • Welche Rolle spielt die Entspannung am Ende eines Rückenkurses? Entspannungsübungen helfen, Schmerzzustände und Verspannungen zu lindern, um damit zu einem gesteigerten Wohlbefinden und einer erhöhten Lebensqualität beizutragen. Durch eine Senkung des Muskeltonus können Fehl- und Schonhaltungen korrigiert werden. Das „Zurücknehmen“ ist nur notwendig, wenn man nach dem Entspannungs- training nicht einschlafen und zum normalen Aktivitätsniveau zurückkehren möchte.
  • Benennen und beschreiben Sie kurz die übergeordenten Zielbereiche für Inter- ventionen zur Förderung von Rückengesundheit. Zielbereich I: Einstellung und Verhalten – Vermittlung von Wissen über Hin- tergründe und den Umgang mit Rückenschmerz und der Aufbau individueller Verhaltens- und Handlungskompetenzen in Rückenschmerzepisoden. Zielbereich II: Hinführung zu körperlicher/gesundheitssportlicher Aktivität – Hinführung zu und die überdauernde Bindung an mehr eigenständig durchge- führte körperliche und gesundheitssportliche Aktivität, und damit verbunden Zielbereich III: Verbesserung der gesundheitsbezogenen Fitness bzw. Vermei- dung/Reduktion einer Dekonditionierung
  • Beschreiben Sie die Zielgruppe, auf die sich das Bewegungskonzept zur Stärkung der Rückengesundheit und zur Prävention von Rückenschmerzen bezieht. Ein entsprechendes Bewegungskonzept zur Stärkung der Rückengesundheit und zur Prävention von Rückenschmerzen bezieht sich vor allem auf Erwach- sene „  mit einem bewegungsarmen Lebensstil,„  d. h. mit weniger als ca. 1 Stunde/Woche körperlicher Aktivität,„  mit bereits erlebten Rückenschmerzepisoden innerhalb des vergangenen Jahres,„  mit einem selbst eingeschätzten hohen Risiko, Rückenschmerzen zu erleiden,„  mit Vorliegen typischer Risikofaktoren für eine Verstärkung oder Chronifi- zierung von Rückenschmerzen.
  • Welche Grundsätze sind mit Beginn der ersten Kursstunde zu berücksichtigen („Bindung an aktiven Lebenstil“ und „Dropoutquote“)? Im Hinblick auf die zentrale Zielsetzung der Bindung an einen rückenfreund- lichen und körperlich aktiven Lebensstil und unter Berücksichtung der vorlie- genden Erkenntnisse zu „Drop-out“ und Bindung (PAHMEIER 1998) sollte der Kursaufbau folgende Grundsätze berücksichtigen und mit Beginn der ers- ten Kursstunde „ Zielsetzung und Aufbau der Kursstunden für die Kursteilnehmer nachvoll- ziehbar und verständlich gestaltet werden und „ die Vermittlung von Selbstwirksamkeitserfahrungen und die Verbesserung der Selbststeuerungskompetenzen in den Vordergrund gestellt werden.
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  • Nennen Sie Beispiele für positive und negative Kognitionen. Positive Kognition: „Ich lasse mich von dem Schmerz nicht unterkriegen“; „Ich schaffe das!“; „Jetzt mal ganz ruhig und entspannen!“; Negative Kognition: „Ich kann sowieso nichts tun“; „Ich bin dem Schmerz hilflos ausgeliefert“; „Wann hört der Schmerz mal auf?“
  • Was sollte am Anfang eines Interventionsprogramms stehen? Am Anfang eines Interventionsprogramms sollte eine kurze Befragung zur Sturzbiografie stehen, damit eine richtige Risikoeinschätzung erfolgen kann. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, dass es wissenschaftlich erwiesen ist, dass der Erinnerungszeitraum über die vergangenen zwölf Monate zuverlässiger ist als ein kurzer Erinnerungszeitraum (CUMMINGS et al. 1988).Von daher sollten alle Teilnehmer gefragt werden, ob sie in den letzten zwölf Monaten gestürzt oder gefallen sind.
  • Wie definieren Sie „Sturz“? Definition: „Ein Sturz ist ein Ereignis, in dessen Folge eine Person unbeabsich- tigt auf dem Boden oder auf einer tieferen Ebene zu liegen kommt.“ (DNQP 2004, S. 12; LAMB et al. 2005)
  • Was besagt die „U-Kurve“ bezogen auf das Sturzrisiko? In Bezug auf die Kategorien für Stürze berichtet die Mehrheit der Autoren von intrinsischen und extrinsischen Ursachen, wobei die intrinsischen sich auf individuumsinterne und die extrinsischen sich auf die Umwelt betreffen- de Ursachen beziehen. Zusätzlich macht eine Einteilung Sinn, die sich damit befasst, wie häufig die Person einem Risiko ausgesetzt ist („exposure to risk“) (TODD/SKELTON 2004). Die Unsicherheit beim Treppensteigen wird sich für einen älteren Menschen anders auswirken, wenn er z. B. nur selten in seinem Alltag eine Treppe gehen muss oder diese mehrmals in seinem Alltag bewälti- gen muss. Außerdem handelt es sich beim Sturzrisiko um eine U-Kurve, bei der sowohl die inaktiven als auch die besonders aktiven Menschen betroffen sind (FREIBERGER/MENZ 2006). Aktive ältere Menschen begeben sich häufig in gefährliche Situationen wie z. B. Dachrinnen säubern und erhöhen damit das Sturzrisiko. Deshalb wurde im Public Health Agency Report in Kanada (2005) ein weiteres Klassifizierungsmerkmal genannt. Hier wird als weitere Katego- rie das individuelle Verhalten aufgeführt und damit neuere Erkenntnisse mit einbezogen, nachdem der Bereich „Verhalten“ in einem dynamischen Zusam- menhang mit dem Sturzrisiko steht.
  • Was können Sie zusammenfassend in Bezug auf physiologische Veränderungen im Alter sagen? Einschränkungen im Bereich vieler physiologischer Systeme werden mit Gleichgewichtsstörungen und Stürzen von älteren Menschen assoziiert. Diese Systeme zeigen Wechselwirkungen untereinander. Zu ihnen gehören die sen- sorischen Prozesse auf der Seite der Informationsaufnahme, das Zentralner- vensystem (ZNS) für die Informationsverarbeitung und als Antwort muskuläre Arbeit. Mit zunehmendem Alter kommt es zu einem fortschreitenden Verlust der Funktionsfähigkeit aller beteiligten physiologischen Systeme, weshalb ver- mehrt Ressourcen aufgewendet werden müssen, um das Gleichgewicht zu erhalten. Daher steigt die Sturzgefahr mit dem Alter. Diese Prozesse verlaufen jedoch sehr heterogen und sind stark vom individuellen Lebensstil geprägt. Hinzu kommt, dass mit dem Alter eine Zunahme chronischer Krankheiten und Komorbidität auftreten können, welche sturzfördernd wirken, d. h., Risi- kofaktoren darstellen. Hierzu zählen z. B. neurologische (Parkinson-Krank- heit, Schlaganfall), kardiovaskuläre (Synkopen) und visuelle Erkrankungen (Makuladegeneration, Glaukom) genauso wie Erkrankungen der unteren Ext- remitäten (Arthrose, Fußdeformationen), Inkontinenz und kognitive Faktoren (Demenz).