Neuro (Fach) / Plastizität (Lektion)
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- Kann sich das erwachsene Gehirn ändern? Andererseits merkte man aber, dassPatienten, die ihre Sprache aufgrund einesSchlaganfalls verloren hatten, doch wiedersprechen lernen konnten• Auch eine Lähmung wurde oft besser überdie ZeitOffenbar haben andere Hirnareale hierFunktionen übernommen durch Denken, Handlungen und fokussierte Aufmerksamkeit unser Gehirn verändern können. Gehirn ist bis ins hohe alter plastisch formbar
- Phantomschmerz def Unter Phantomschmerz versteht man Schmerzen in einem Körperteil, der nicht mehr vorhanden ist, meist infolge einer Amputation. Phantomschmerz und Stumpfsch. bzw. nicht-schmerzhafte Stumpfempfindungen können zwar zeitgleich auftreten, sind aber zwei verschiedene Schmerzarten, die auch unterschiedliche Ursachen haben.
- Stumpfschmerz Stumpfschmerzen sind örtlich auf den Operationsbereich begrenzte Schmerzen nach einer Amputation – diese Amputationsschmerzen treten also direkt am Amputationsstumpf auf. kann plötzlich und heftig (akut) auftreten -langwierig (chronisch) verlaufen. Gründe : Durchblutungsstörungen, Narbenschmerzen und schlecht sitzenden Prothesen
- Bsp für Phantomempfindungen Beispiele fürPhantomempfindungen:• Telescoping• Referred sensations
- telescoping Die Wahrnehmung einer fortschreitenden Verkürzung des Phantom-Körperteils führt zu dem Gefühl, dass der distale Teil der Extremität proximaler wird. Phantomempfindungen sind nicht-schmerzhafte Wahrnehmungen in einemamputierten Körperteil. Telescoping ist eine besondere Art vonPhantomempfindungen. Bei dieser Wahrnehmung handelt es sich um einesubjektive Verkürzung des Phantomglieds, sodass die Hand oder der Fußnäher am Rumpf empfunden wird
- Referred Sensation Eine Empfindung an einem anderen Ort als dem Ort, an dem ein Reiz angewendet wurde.Situation, in der ein Juckreiz an einer Stelle des Körpers gleichzeitig einen Juckreiz an einer anderen Stelle auslöst.
- Patient D.S dhe figura Im sogenannten sensomotorischen Kortex , der inneren Landkarte des Körpers, auf der alle Körperregionen entsprechend ihrem sensorischen Input repräsentiert sind,ist der amputierte Körperteil bei Patienten mit Phantomschmerz weiter abgebildet. Es findet allerdings eine Umorganisation dieser auch als Tastrindebezeichneten Gehirnregion statt, in der Berührungs- und Schmerzreize verarbeitet werden, denn der Anteil der „sensorischen Landkarte“, der vor der Amputation Nervenimpulse erhielt, bleibt nach dem Eingriff ohne Zustrom.Er erhält nach der Amputation Impulse aus Nachbarregionen. Je größer diese Umorganisation, desto größer ist der Phantomschmerz.Auch Regionen im Gehirn, die eher mit der emotionalen Komponente von Schmerz zu tun haben, d.h. der Bewertung, wie unangenehm der Schmerz ist, können sich verändern. Diese Umorganisation im Gehirn ist besonders ausgeprägt, wenn im betroffenen Körperteil bereits vor der Amputation Schmerzen auftraten und eine Art zentrales Schmerzgedächtnis hinterlassen haben. Dann kann es nach der Amputation zum Verlust von den Schmerz hemmenden Mechanismen und damit dem Auftreten früherer Schmerzen im Phantomglied kommen.
- figura dhe Kortikale reorganisation Die neurowissenschaftliche Forschung hat gezeigt,dass die primären sensorischen kortikalen Areale und der primäre motorische Kortex auch im Erwachsenenalter plastisch sind und sich durch Verletzung oder Stimulation verändern . So führt z. B. die Amputation des Mittelfingers dazu, dass neuronale Zuflüsse des 2.und 4.Fingers die vom Input befreite Zone in Area 3b des somatosensorischenKortex des Affen „besetzen“ (vgl. [35]).Die „Verschiebung“ der benachbartenAreale um 1–2 mm in die Amputationszone hinein entwickelt sich innerhalb vonwenigen Wochen und dürfte auf der Demaskierung normalerweise gehemmterwie auch auf der Aussprossung neueraxonaler Verbindungen [15] beruhen. Eine noch umfangreichere „kortikale Reorganisation“ wurde von Pons et al. bei Affen 12 Jahre nach dorsaler Rhizotomie(C2–T4) beschrieben [39].Hier kam es zueiner Einwanderung des kortikalen Gesichtsareals in die vormals die Hand undden Arm repräsentierende deafferenzierte Zone – eine Verschiebung im Bereichvon mehreren Zentimetern, die vermutlich auf veränderte thalamokortikale Zuflüsse (vgl.[25]) zurückzuführen ist Wann immer wir berührt werden, wird vor allem ein Bereich im Gehirn aktiv:Der somatosensorische Kortex (SI)
- Der somatosensorische Homunculus In SI ist unsere Körperoberfläche wie aufeiner Landkarte abgebildet.Diese Karte ist aber verzerrt:Der somatosensorische Homunculus Warum „sieht“ das Gehirn dieKörperoberfläche verzerrt ? Für die Größe des Kortexareals ist nicht die Größe des Körperteilsausschlaggebend, sondern dessen Empfindlichkeit
- Tierexperimente zur neuronalen Plastizität Was passiert im Gehirn, wenn keine Afferenzen in das Gehirn geleitet werden?• Nach Deafferenzierung bei erwachsenen Affen zeigten sich kortikaleReorganisationen (= Verschiebungen) auf der sensorischen Karte zwischen 1-2 mm Die „deafferenzierte Zone“ erhielt nun Einfluss der angrenzenden Kortexgebiete(Gesicht) Pons et al. 1991 zeigten aber noch viel größere kortikale Verschiebungen:• Reorganisationen in SI zwischen 1 und 2 cm• Auch hier wurde das deafferenzierte Kortexgebiet von angrenzenden Arealen„invaded“• = Remapping oder Neukartierung
- Kortikale Reorganisation beim Menschen MEG-Studie von Yang et al. (1994):Kortikale Reorganisation der Karte in SI (unseres Körperschemas) bei 2 Armamputierten über 3cm! shif FOLIE 20 KortikaleReorganisation des Körperschemas in SInach Amputationen bestätigt• Und: Diese Reorganisationen oderPlastizität korrelierte sehr hoch mitPhantomschmerz!
- Studie phantom schmerz und kein schmerz Die Ergebnisse der Studie zeigen einen starken positiven Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der nach einseitiger Reorganisation der KortikalisAmputation der oberen Extremität und Intensität der Phantomschmerzen. Die vorliegenden Ergebnisse legen die faszinierende Möglichkeit nahe, dass die Verschiebung der Kortikalis nach einer Amputation eine potenzielle neurophysikalische Grundlage für Phantomschmerzen in den Gliedmaßen darstellt.
- Wie funktioniert neukartierung? 3 neuronale Mechanismen werden diskutiert:1. Axonales Sprouting2. Unmasking3. Langzeitpotenzierung
- Was zeigen die Ergebnisse der kortikalen Reorganisation? das erwachsene Gehirn noch plastisch ist, d.h. sich noch verändern kann• => Große Hoffnungen auf die Behandelbarkeit von vielen Erkrankungen,die mit Hirnschäden verbunden sind, z.B. Schlaganfall
- Plastizität nach Amputation Zusammenfassung das erwachsene Gehirn also durchaus noch veränderungsfähig• So die Körperschema-Karte in somatosensorischen Kortex (SI) verändert sich als Folge z.B. von Amputationen (=maladaptive Plastizität) Diese Verschiebung der Körperkarte in SI im Gehirn wird kortikale Reorganisation (oder Remapping oder Plastizität) genannt• Phantomschmerz korreliert dabei offenbar mit dem Ausmaß der Verschiebung
- Depression und Hippocampus Depression und Hippocampus• Plastizität bei Depression• Verringerung von präfrontalem Kortex sowie Hippocampus-Volumen• Berichte bis zu 25% Verringerung• Befundlage aber immer noch umstritten Eine mögliche Erklärung liefert die sogenannte „neurotrophe Hypothese“. Sie deutet die Depression als Folge häufiger Stressereignisse. Eine gesteigerte Aktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse führt zur vermehrten Freisetzung von Cortisol aus der Nebennierenrinde. Dies könnte Rückwirkung auf den Hippocampus haben.
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- Was ist DMN DMN = default mode network oder resting state ist anders bei DepressionDMN beschreibt unseren RuhezustandDMN auch neuronales Korrelat des bewussten Selbst Auffälligkeiten auch bei Alzheimer, Autismus Schizophrenie, chronischer Schmerz
- DMN und Depression Ein Netzwerk interaktiver Gehirnregionen - bekannt als das Default Mode Network (DMN; deutsch: 'Ruhezustandsnetzwerk' bzw. 'Standardnetzwerk') - zeigt bei Erwachsenen und Kindern mit einem hohen Risiko für Depression verstärkte Verbindungen. Befunde legen nahe, dass diese gesteigerte DMN-Konnektivität eine potentielle Voraussagevariable oder ein Biomarker für das Risiko der Entwicklung einer klinischen Depression ist, wodurch neue Möglichkeiten zur Diagnose und Behandlung eröffnet werden. Das DMN-Gehirnsystem ist aktiver, wenn Menschen auf internes Denken - wie z.B. Grübeln - fokussiert sind. Eine verstärkte DMN-Konnektivität wurde zuvor schon bei Personen mit klinischer Depression beobachtet, kann mit Grübelsymptomen in Verbindung gebracht werden, und normalisiert sich durch eine Behandlung mit Antidepressiva. Studie ergab, dass der Prozess sich verstärkender DMN-Verbindungen bereits vor dem Beginn der Depression auftreten kann."Dies könnte eine neue Möglichkeit für eine fortgeschrittenere Prävention und frühzeitige Behandlung darstellen." In diesem Aufsatz diskutierten wir Ergebnisse, die darauf hindeuten, dass eine erhöhte funktionelle Konnektivität zwischen sgPFC und dem DMN bei MDD ein neuronales Substrat des depressiven Rumination(grübeln) ist
- DMN netzwerke 4 Ergebnisse Erhöhte funktionelle Konnektivität zwischen sgPFC und DMN bei MDD ist ein neuronales Substrat des depressiven Wiederkäuens. Die Major Depressive Disorder (MDD) betrifft mehrere funktionelle Netzwerke im Gehirn. Zu den konsistenten Ergebnissen gehören: (1) erhöhte Konnektivität innerhalb des Netzwerks für den vorderen Standardmodus (2) erhöhte Konnektivität zwischen dem Netzwerk für den vorderen Standardmodus und dem Netzwerk für den vorderen Standardmodus (3) veränderte Konnektivität zwischen dem Netzwerk für den vorderen und hinteren Standardmodus und (4) verringerte Konnektivität Konnektivität zwischen dem posterioren Standardmodus-Netzwerk und dem zentralen Executive-Netzwerk. Diese Befunde entsprechen dem heutigen Verständnis von Depression als netzwerkbasierter Störung. increased functional connectivity between sgPFC and the DMN in MDD is a neural substrate of depressive rumination.Major depressive disorder (MDD) affects multiple large-scale functional networks in the brain. consistent findings include: (1) increased connectivity within the anterior default mode network (2) increased connectivity between the salience network and the anterior default mode network, (3) changed connectivity between the anterior and posterior default mode network and (4) decreased connectivity between the posterior default mode network and the central executive network. These findings correspond to the current understanding of depression as a network-based disorder.
- PTSD and Hippocampus Einige Studien legen nahe, dass ständiger Stress den Hippocampus schädigen kann. Wenn wir unter Stress stehen, setzt der Körper ein Hormon namens Cortisol frei, das hilfreich ist, um den Körper zu mobilisieren und auf ein stressiges Ereignis zu reagieren. Einige Tierstudien zeigen jedoch, dass ein hoher Cortisolspiegel die Zellen im Hippocampus schädigen oder zerstören kann. Forscher haben auch die Größe des Hippocampus bei Menschen mit und ohne PTBS untersucht. Sie haben herausgefunden, dass Menschen mit schweren, chronischen Fällen von PTBS kleinere Hippocampi haben. Dies deutet darauf hin, dass anhaltender Stress als Folge einer schweren und chronischen PTBS den Hippocampus letztendlich schädigen und ihn verkleinern kann.Spielt der Hippocampus eine Rolle bei der Bestimmung des PTBS-Risikos?Nicht jeder, der ein traumatisches Ereignis erlebt, entwickelt eine PTBS. Daher haben Forscher auch vorgeschlagen, dass der Hippocampus eine Rolle bei der Bestimmung des Risikos für die Entwicklung von PTBS spielen könnte.
- Plastizität durch Lernen Das Gehirn scheint sich aber auch durchLernen plastisch zu verändern:• Trainingsabhängige Plastizität (=Beneficial Plasticity)• Z.B. durch regelmäßiges Üben eines Musikinstrumentes MEG-Studie von Elbert et al., 1991: Auch im auditorischen Kortex istlernabhängige Plastizität nachweisbarDie Daten (Abb. 1) zeigen, dass das Zentrum der kortikalen ReaktionsfähigkeitZur taktilen Stimulation wurde bei Musikern die Ziffer der linken Hand im Vergleich zu der bei Kontrollpersonen verschoben, während gleichzeitigMit der Zeit nahm die Stärke der Reaktion zu.Die Bildgebung von Magnetquellen ergab, dass die kortikale Darstellung der Ziffern der linken Hand von Streichern größer war als die der Kontrollen. Das Ausmaß der kortikalen Reorganisation in der Darstellung der Fingerziffern korrelierte mit dem Alter, in dem die Person zu spielen begonnen hatte. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Darstellung verschiedener Körperteile im primären somatosensorischen Kortex erfolgtdes Menschen hängt von Gebrauch und Veränderungen ab, um den aktuellen Bedürfnissen und Erfahrungen des Individuums zu entsprechen.
- auditorischen Kortex ist lernabhängige Plastizität Während der Nachuntersuchung von 2 Jahren hat sich diese Verarbeitung soweit normalisiert, als dies durch eine nahezu normale Komponentenkonfiguration der auditorisch evozierten Felder mit Quellen im auditorischen Kortex beurteilt werden kann. Der Anstieg der evozierten Gehirnaktivität über mehrere Monate nach der Implantation ist das Ergebnis einer neuralen Plastizität im menschlichen Gehör. Auch im auditorischen Kortex istlernabhängige Plastizität nachweisbar
- Taxifahrer Plastizität Während der Nachuntersuchung von 2 Jahren hat sich diese Verarbeitung soweit normalisiert, als dies durch eine nahezu normale Komponentenkonfiguration der auditorisch evozierten Felder mit Quellen im auditorischen Kortex beurteilt werden kann. Der Anstieg der evozierten Gehirnaktivität über mehrere Monate nach der Implantation ist das Ergebnis einer neuralen Plastizität im menschlichen Gehör. Wir schließen daraus, dass spezifische, dauerhafte strukturelle Gehirnveränderungen bei erwachsenen Menschen durch biologisch relevante Verhaltensweisen hervorgerufen werden können, die höhere kognitive Funktionen wie das räumliche Gedächtnis beinhalten, was für die Debatte „Natur versus Pflege“ von Bedeutung ist. Abschließend haben wir gezeigt, dass das menschliche Gehirn in der Lage ist, das Gedächtnis zu verbessern und gleichzeitig strukturelle Veränderungen bis weit ins Erwachsenenalter hinein zu bewirken. Dass es viele Tausend lizenzierte Londoner Taxifahrer gibt, zeigt, dass der Erwerb von „the Knowledge“ und vermutlich der daraus resultierenden Gehirnveränderungen keine Seltenheit ist, da er das lebenslange Lernen fördert und möglicherweise eine Rolle bei der Neurorehabilitation im klinischen Kontext spielt
- „gute“ und „schlechte“ Plastizität Entgegen früherer Annahmen ist dasKörperschema in SI nicht unveränderbar,• ...sondern verändert sich z.B. durch Lernen(trainingsabhängige Plastizität)Beispiel: regelmäßiges Üben einesMusikinstrumentes, Taxifahrer• ...oder aber als Folge von Amputationen(maladaptive Plastizität)Beispiel: Phantomschmerz nachAmputationen
- Was bedeutet die Verschiebung? Flors These: Neuronale Korrelate fürchronische Schmerzen lassen sich im Gehirnals Plastizität beobachtenBeispiel: Phantomschmerzen, aber auchHinweise für kortikale Reorganisation beichronischen Rückenschmerzen Ramachandrans These: KortikaleReorganisation wegen fehlendem Körperteil=> Remapping und dessen funktionalesKorrelat: Referred Sensations
- Kortikale Reorganisation bei Blinden Blinde haben oft ein besseres taktiles Leistungsvermögen als Gesunde• Grund eine kortikale Reorganisation des visuellen Kortex? Funktionelle Bildgebungsstudien an Menschen, die von klein auf blind waren, haben gezeigt, dass ihr primärer visueller Kortex durch Braille-Lesen und andere taktile Diskriminierungsaufgaben aktiviert werden kann. Andere Studien haben auch gezeigt, dass visuelle kortikale Bereiche durch somatosensorische Eingaben bei blinden Personen aktiviert werden können, nicht jedoch bei Personen mit Sehvermögen. Die Bedeutung dieser crossmodalen Plastizität ist jedoch unklar, da nicht bekannt ist, ob der visuelle Kortex somatosensorische Informationen auf funktional relevante Weise verarbeiten kann. Um dieses Problem zu lösen, verwendeten wir die transkranielle Magnetstimulation, um die Funktion verschiedener kortikaler Bereiche bei Menschen zu stören, die schon in jungen Jahren blind waren, als sie Braille oder geprägte römische Buchstaben identifizierten. Die vorübergehende Stimulation der okzipitalen (visuellen) Hirnrinde verursachte Fehler bei beiden Aufgaben und verzerrte die taktilen Wahrnehmungen blinder Probanden. Im Gegensatz dazu hatte die okzipitale Stimulation keine Auswirkung auf die taktile Leistung bei normal sehenden Personen, wohingegen bekannt ist, dass eine ähnliche Stimulation deren visuelle Leistung beeinträchtigt. Wir schließen daraus, dass Blindheit in einem frühen Alter dazu führen kann, dass der visuelle Kortex für eine Rolle bei der somatosensorischen Verarbeitung rekrutiert wird. Wir schlagen vor, dass diese modalübergreifende Plastizität teilweise für die überlegenen taktilen Wahrnehmungsfähigkeiten blinder Probanden verantwortlich ist. Functional imaging studies of people who were blind from an early age have revealed that their primary visual cortex can be activated by Braille reading and other tactile discrimination tasks. Other studies have also shown that visual cortical areas can be activated by somatosensory input in blind subjects but not those with sight. The significance of this cross-modal plasticity is unclear, however, as it is not known whether the visual cortex can process somatosensory information in a functionally relevant way. To address this issue, we used transcranial magnetic stimulation to disrupt the function of different cortical areas in people who were blind from an early age as they identified Braille or embossed Roman letters. Transient stimulation of the occipital (visual) cortex induced errors in both tasks and distorted the tactile perceptions of blind subjects. In contrast, occipital stimulation had no effect on tactile performance in normal-sighted subjects, whereas similar stimulation is known to disrupt their visual performance. We conclude that blindness from an early age can cause the visual cortex to be recruited to a role in somatosensory processing. We propose that this cross-modal plasticity may account in part for the superior tactile perceptual abilities of blind subjects.
- Sensorische Substitution – Sehen mit der Zunge Das Gehirn scheint so adaptionsfähig zusein, dass vielleicht jeder der fünf Sinne neu „verdrahtet“ werden kann We seewith our brains, not with our eyes“ Bilder einer Kamera (Brille) werden in Vibrationssignale übersetzt und sollen soBlinden helfen, wieder sehen zu können Blinde verarbeiten taktile Signale mit dem visuellen Kortex. Diese Schnittstelle verwendet eine Kamera, um ein Bild zu einem auf der Zunge platzierten Elektrodenarray zu übertragen. Blinde Patienten konnten mit der Zunge sehen. Und ein Stuhl, dessen Rückenlehne mit Magneten gefüllt ist, wird von der Kamera mit einem Bild versorgt. Nach einiger Zeit und mit dem Training ist der Benutzer in der Lage, Bilder zu erfassen, zunächst Grundformen, und mit mehr Zeit können mehr Details wie Grautöne oder Tiefen im Bild erfasst werden. This interface uses a camera to feed an image to an electrode array placed on the tongue. Blind patients were able to see using the tongue. And a chair, the back of which is packed with solenoids, the camera feeds an image to these. After time and with training the user is able to sense images, at first basic shapes, and with more time can sense more detail such as greys or depth in the image
- Illusionen bei Gesunden Gummihand Interessanterweise lassen sich auch bei Gesunden „Phantome“ erzeugen• Beispiel: Das Fühlen einer fremden Hand als zum eigenen Körper zugehörig Eine Versuchsperson legt eine Hand auf denTisch, neben die Hand wird eine Gummihandgelegt, die menschliche Hand wird durch eineTrennwand aus dem Sichtfeld genommen.Gummihand und Menschenhand werden parallelan den gleichen Stellen gestreichelt. Nach 20-90Sekunden wird die Gummihand als Teil deseigenen Körpers wahrgenommen.
- kann rubberhand illusion auch Störungen der Körperwahrnehmung beeinflussen ? Die Wissenschaftler fragen sich nun, ob die Amygdala vielleicht auch bei Krankheiten eine Rolle spielt, die mit einem gestörten Körperschema zusammenhängen. Experiment an eineiigen Zwillingen durchgeführt, die beide am Urbach-Wiethe-Syndrom erkrankt sind. Bei der seltenen Erkrankung sind unter anderem in beiden Schläfenlappen des Gehirns die Mandelkerne (Amygdalae) defekt. „Als eine Folge ist bei den Zwillingen die Körperwahrnehmung beeinträchtigt“, berichtet Hurlemann. Prompt stellte sich bei den Zwillingsschwestern die Gummihand-Illusion besonders rasch und sehr ausgeprägt ein. Amygdala für den Schutz vor Körperwahrnehmungsstörungen wichtig
- Mirror box therapie sensory and motoric Wenn der Patient die noch vorhandene Gliedmaße vor dem Spiegel bewegt, wird dies durch die Reflexion als Bewegung der amputierten Gliedmaße wahrgenommen. Die Repräsentanz in der Tastrinde normalisiert sich; der Phantomschmerz verringert sich. Basierend auf Manipulation der multisensorischen Integrationdurch visuelles Vortäuschen einer gesunden Hand mit Spiegeln Kumar et. al- Der Spiegelkasten befindet sich in der Mitte der Sagitalebene zwischen den beiden Gliedmaßen, und dem Probanden wurden sensorische Reize (verschiedene Texturen, Größen und Formen) auf der weniger betroffenen Hand gegeben. Für die betroffene Hand wurde eine Spiegelillusion für die Sinneswahrnehmung geschaffen. Ergebnisse: Probanden, die kein Gefühl hatten, verbesserten sich auf taktile Wahrnehmung / Lokalisation.- Training der Motorik Tosi et al- Die Studie legt nahe, dass MB-Training die Körperrepräsentation bei Patienten mit motorischer Beeinträchtigung positiv beeinflussen kann.- Training der Sensorik
- Mirrorbox-Therapie bei Phantomschmerzpatienten Phantomschmerzpatienten berichten oft über starke Verkrampfungen ihrer Phantomhand:– Manchmal bildet Phantomhand schmerzhaft eine Faust, die die Patienten nicht mehr lösen können– Manchmal Phantomhand in unnatürlicher Stellung durch Bewegungen der gesunden Hand diese Verkrampfungen oder unnatürlichen Haltungen lösen• Durch Spiegel ist die amputierte Gliedmaße scheinbar wieder vorhanden• Die Hand kann so aus der schmerzhaften Position befreit werden WIE? Hinweis auf latente Plastizität im Gehirn, auch bei Erwachsenen• Entscheidende Rolle spielen offenbar reziproke Interaktionen zwischen visueller und taktiler Modalität
- Spiegeltherapie wo angewendet? unterschiedlichen Gebieten durchgeführt:– Phantomschmerz– Schlaganfall– CRPS– ..... Dabei ist die Wirksamkeit aber nicht immer wissenschaftlich nachgewiesen
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- Chan er al studie 3 experimentelle Gruppen (a 6 Pb):- Mirror group- Covered mirror group- Mental visualization group (Augen schließen und vorstellen, Bewegungen durchzuführen) Das Beobachten der Reflexion des intakten Gliedes und die gleichzeitige Bewegung der beiden (intakten und Phantom-) Gliedmaßen hatten im Vergleich zu einfachen Bewegungen ohne Beobachtung der Reflexion keine bessere Wirkung auf Phantomschmerzen (und -empfindungen). Das Beobachten der Reflexion des intakten Glieds erhöhte jedoch die Fähigkeit, das Phantomglied zu steuern, signifikant. In ähnlicher Weise haben Chan et al. (2007) führten eine randomisierte kontrollierte Studie mit 18 Patienten durch, die auf die Wirkung der Spiegelbehandlung der unteren Extremitäten auf Phantomschmerzen abzielten. Neben einer "Spiegel" -Gruppe und einer Kontrollgruppe wurde eine Gruppe für mentale Visualisierung gebildet. Diese Gruppe sollte ihre Augen schließen und sich vorstellen, dass sie das Phantomglied bewegten. Die Patienten in der Spiegelgruppe versuchten, das amputierte Glied zu bewegen und beobachteten die Wiederherstellung des intakten Gliedes. Die Kontrollgruppe führte dasselbe durch, aber der Spiegel war mit einem Tuch bedeckt. Die Teilnehmer führten die Therapie 15 Minuten am Tag durch. Sie zeichneten die Anzahl, Dauer und Intensität der schmerzhaften VAS-Episoden auf. Die Ausgangswerte waren in allen Gruppen ähnlich. Nach vierwöchiger Therapie gaben alle Patienten aus der „Spiegel“ -Gruppe einen Rückgang der Schmerzen an, bei zwei Patienten war dies jedoch nur ein kurzfristiger Effekt, der mehrere Minuten anhielt. In der Kontrollgruppe berichtete nur ein Patient über verminderte Schmerzen, während drei Patienten über erhöhte Schmerzen klagten. In der Gruppe der mentalen Visualisierungen berichteten zwei Patienten über verringerte Schmerzen, während vier Patienten über stärkere Schmerzen berichteten. Die "Spiegel" -Gruppe unterschied sich signifikant von den beiden verbleibenden Gruppen und bestätigte die Wirkung von MT auf die Verringerung von Phantomschmerzen in den unteren Extremitäten.
- Mirror box pro und contra Pro anekdotisch gute Erfolge, gerade auch bei Phantomschmerzpatienten (Phantomhand wird aus schmerzhafter Verkrampfung befreit)– hohe Motivation des Patienten durch frappierende Effekte– gefahrlos und geringes Risiko– einfach und preiswert– oft eine der wenigen Therapiemöglichkeiten bei sonst kaum zu behandelnden Beeinträchtigungen(Phantomschmerz, Verlust von somatosensorischen Fähigkeiten nach Schlaganfall) Contra– Effekte noch nicht ausreichend untersucht worden, es fehlen kontrollierte Studien(schwierig bei Phantomschmerzpatienten), meist nur anektdoische Berichte oder Einzefälle, oft schlecht experimentell kontrolliert– Teilweise werden auch negative Effekt berichtet (Verschlechterungen)
- Zusammenfassung Das Körperbild ist eine Funktion des Gehirnsund kann bei Krankheiten gestört sein(Phantomschmerzen)• Aber auch bei Gesunden ist das Körperbildflexibel und kann gezielt manipuliert werden(Gummihand-Illusion)
- warum schwer die wirksamkeit der therapie eindeutig nachzuweisen? Wenig Patienten (zumindest bei Phantomschmerz)•Heterogene Patienten (unterschiedliche Läsionen etc.), nach Alter und Bildung gleiche Kontrollgruppe ist nichtausreichend
- Spiegeltherapie bei Schlaganfall (Altschuler) Altschuler et al. (1999) schlagen vor, dass die Spiegelillusion einer normalen Bewegung der betroffenen Hand die verminderten propriozeptiven Informationen ersetzt und zur Rekrutierung des prämotorischen Kortex beiträgt. MT hatte die Motorik der oberen Extremitäten der Teilnehmer unmittelbar nach dem Eingriff verbessert. • 9 Patienten mit Hemiparesis 6 Monatepost-Stroke• Training: 2 x 15min, 6tage die woche, beide Hände bewegen so gut es ging in der Mirrorbox• Kontrollbedingung: transparente Scheibe • Deutlich positiver Effekt nach Einschätzung der beiden Neurologen (subjektive Bewertung)• Alle Patienten „mochten“ das Training für manche sogar ein segen""
