Immobilienentwicklung (Fach) / Machbarkeitsanalyse / Risikoanalyse (Lektion)

In dieser Lektion befinden sich 14 Karteikarten

Investitionsrisiken

Diese Lektion wurde von graubner erstellt.

Lektion lernen

  • Investitionsrisiken 1. Entwicklungsrisiko 2. Bewertungsrisiko 3. Ertragsausfallrisiko 4. Verwertungsrisiko 5. Wertänderungsrisiko
  • Aufgabe: Entscheidungsbasis Projektentwickler verbessern → Identifizierung beeinflussbarer und nicht beeinflussbarer Risikoaspekte
  • Fragenkatalog zur Risikoidentifizierung: 1.                   Standort 2.                   öffentliches Baurecht 3.                   Baugrund und Gebäude 4.                   Finanzierung 5.                   Mieter und Nutzer 6.                   Bauprojektmanagement
  • Prozess der Risikoanalyse: 1.       Individuelle Einstellung, Umgang mit Risiko 2.       Identifikation potentieller Risiken 3.       Analyse vorliegender Risiken 4.       Bewertung Risiken 5.       Überprüfung Risiken und Entwicklung im Zeitablauf
  • Entwicklungsrisiko: nicht marktkonforme Projektkonzeption (unzureichender Standort- und Nutzungsadäquanz) --> Vermarktungsschwierigkeiten 1. Kostenüberschreitung 2. Fertigstellung 3. Qualitätsniveau 4. Rechtssicherheit 5. Umweltrisiko
  • Bewertungsrisiko: 1. Standortrisiko 2. Marktrisiko 3. Finanzierungsrisiko
  • Prognoserisiko: prognostizierte Rahmenbedingungen treten in Realität nicht ein
  • Planungsrisiko: materielle / immaterielle Vorleistungen des Projektentwicklers gehen verloren Projekt aus wirtschaftlichen, technischen, planungsrechtlichen Gründen nicht umsetzbar, STOPP Risikoreduktion durch: 1.       gewissenhafte Einschätzung eigener Fähigkeiten und Ressourcen 2.       Auswahl fachlich versierter und erfahrener Projektpartner 3.       systematische und umfassende Analysetätigkeit 4.       rechtzeitige Aufnahme der Projektvermarktung 5.       Risikoteilung durch Bildung strategischer Allianzen
  • Zeitrisiko: Überschreitung geplanter Entwicklungs- / Vermarktungsdauer: 1.       zusätzliche Zinsbelastungen  (aufgrund hohen Fremdkapitalanteils) 2.       ehemals günstigen Rahmenbedingungen bzgl. Nachfrage- & Wettbewerbssituation verschlechtern (Timing)   Risikoreduktion durch: 1.       professionelle Projektorganisation (Zeit-, Terminplanung und Kontrolle) 2.       regelmäßige Kommunikation mit sämtlichen Projektbeteiligten 3.       Auswahl fachlich versierter und erfahrener Projektpartner 4.       rechtzeitige Aufnahme der Projektvermarktung
  • Genehmigungsrisiko: 1.       Erteilung zzgl. Auflagen → Wirtschaftlichkeit in Frage stellen 2.       Verzögerungen durch langwierige Genehmigungsverfahren (Zeitrisiko) 3.       Verweigerung Baugenehmigung wegen Verstoßes gg öffentlich-rechtliche Interessen   Risikoreduktion durch: 1.       frühzeitige & regelmäßige Kommunikation mit Genehmigungsbehörden 2.       Berücksichtigung öffentlicher Interessen in Projektkonzeptionsphase 3.       Einholen Bauvorbescheides 4.       zeitliche Koordinierung Planung & Genehmigung 5.       Aufbau positiven öffentlichen Images durch Public Relations-Maßnahmen
  • Finanzierungsrisiko: -       existentielles Risiko wegen unzureichender Eigenkapitalausstattung -       Leistung Kapitaldienst unabhängig v. Projektfortschritt -       Zinsänderungsrisiko   Risikoreduktion durch: 1.       Vermeidung finanzieller Engagements vor Entscheidung über Projektdurchführung Festzinsvereinbarungen 2.       Zins-Hedging (Zins-Cap-Vereinbarungen / Zins-Collar-Vereinbarungen) 3.       Risikoteilung durch Bildung strategischer Allianzen (z.B. Joint-Venture-Finanzierung)
  • Boden- und Baugrundrisiko Kontaminationen aus Altlasten, Sprengkörperfunde, Nutzungseinschränkungen , Bauzeitverzögerungen aus vorgefundenen Baudenkmälern, Einschränkungen der zulässigen Bodenpressung Risikoreduktion durch: 1.       umfangreiche Baugrunduntersuchungen (Baugrundgutachten/Altlastenuntersuchungen) 2.       professionelle Vertragsgestaltung beim Grundstückskauf (z.B. Kauf unter aufschiebender Bedingung)
  • Kostenrisiko: -       Risikofaktoren --> direktes Auswirken auf Kosten und auf  potentiellen Developer-Gewinn -       Durch ungenaue Ausschreibungen, Pläne, Anforderungsprofile, nachträgliche Abänderungen   Risikoreduktion durch: 1.       Kostenplanung & Kostenmanagement nach DIN 276 2.       professionelle Vertragsgestaltung mit Planern und ausführenden Firmen 3.       Auswahl fachlich versierter und erfahrener Projektpartner                                                                          
  • Due Diligence: Begriff: „im Verkehr erforderlichen Sorgfalt“ die bei Transaktionen anzuwenden ist Verwendung:    An- & Verkauf Grundstücke, Immobilienportfolios und Immobiliengesellschaften Unterscheidung zw. Asset- und Share-Deals   Inhalt:                  sorgfältige & systematische Beschaffung, Aufarbeitung und Bewertung von Informationen über eine wirtschaftliche Einheit i.S.v. Kauf- und Übernahmeprüfung vor oder nach Vertragsschluss   Unterscheidung der Prüfung:     1. Kaufmännisch   2. technisch       3. rechtlich   4. finanziell                       5. umweltbezogen