177

Entwicklungspsychologie (Fach) / 4 physische, motorische und sensorische Entwicklung (Lektion)

4 physische, motorische und sensorische Entwicklung

Diese Lektion wurde von jillian erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Welche Schlafphasen unterschiedet man bei Säuglingen? 1. tiefer, ruhiger Schlaf 2. aktiver, unruhiger Schlaf mit REM-Phasen 
  • Was sind die möglichen Aktivierungszustände des Säuglings? Tiefer, ruhiger Schlaf aktiver, unruhiger Schlaf  Schläfrigkeit wache Aufmerksamkeit Schreien 
  • Aktivierungszustände des Säuglings: tiefer, ruhiger Schlaf - Verhaltenscharakteristika - Anteil geringe Muskelspannung, wenig motorische Aktivität und unregelmäßige Atmung  33%
  • Aktivierungszustände des Säuglings: aktiver, unruhiger Schlaf - Verhaltenscharakteristika - Anteil leicht erhöhte Muskelspannung, motorische Aktivität (Bewegung der Extremitäten, Grimassieren, Saugbewegungen ect.), schnelle Augenbewegungungen (REM-Schlaf)  ca. 33%
  • Das Verhältnis von REM- zu Non-REM-Schlaf verändert sich im Laufe der Entwicklung - Anfang der Entwicklung: 50% REM-Schlaf-Anteil an Gesamtschlafzeit - ab ca. 3 bis 4 Jahren: 20% REM-Schlaf-Anteil an Gesamtschlafzeit 
  • Wobei wird REM-Schlaf eine wichtige Rolle zugeschrieben? Lernen und Informationsverarbeitung 
  • Nachtschlaf vs. Tagschlaf Entwicklung? Der Nachtschlaf nimmt zu  der Tagschlaf nimmt ab im Laufe der Entwicklung 
  • Anfang der Entwicklung REM-Schlaf 50% REM-Schlaf-Anteil an der Gesamtschlafzeit 
  • Ab ca. 3-4 Jahren Anteil REM-Schlaf 20% REM-Schlaf-Anteil an der Gesamtschlafzeit 
  • Aktivierungszustände des Säuglings: Schläfrigkeit - Verhaltenscharakteristika - Anteil Abwechselndes Öffnen und Schließen der Augen  keine klare Blickrichtung  Atmung flach  Übergang zwischen Schlaf und Wachheit  ca. 4% 
  • Anzeige
  • Aktivierungszustände des Säuglings: wache Aufmerksamkeit - Verhaltenscharakteristika - Anteil geringe Aktivität  Augen offen und interessiert entspannte Körperhhaltung regelmäßige Atmung  ca. 10% 
  • Aktivierungszustände des Säuglings: aufmerksamer, aber quengeliger Zustand - Verhaltenscharakteristika - Anteil Motorische Aktivitäten und Vokalisationen als Hinweise auf Unzufriedenheit und Belastungserleben unregemäßige Atmung  Übergang zwischen wacher Aufmerksamkeit und Schreien  ca. 10% 
  • Aktivierungszustände des Säuglings: Schreien - Verhaltenscharakteristika - Anteil starke motorische Aktivität  Gesichtsgrimassien rote Haut  Schreivokalisationen ca. 8%
  • Wie viel Prozent des Tages schläft ein Säugling? ca. 66% 
  • Bezüglich der Anteile der verschiedenen Phasen/ Aktivitätszuständes im Tagesverlauf eine Neugeborenen gibt es deutliche individuelle Unterschiede 
  • Welcher Aktivierungszustand ist neben dem Schlafen besonders hervorzuheben? das Schreien/ Weinen 
  • Was sind die wichtigsten Gründe für Quengeln, Weinen und Schreien? Schmerzen Hunger Müdigkeit   Langeweile 
  • Individuelle Unterschiede bezüglich der Weinhäufigkeit sind über das Alter hinweg relativ stabil 
  • Synapsenbildung Es werden zunächhst wesentlich mehr Synapsenverbindungen hergestellt als benötigt werden 
  • Synpaseneliminierung frühzeitiges Einsetzen erfahrungsabhängiger Eliminierung überschüssiger Synapsenverbindungen 
  • Das Maximum der Synpasenbildung und -eliminierung in unterschiedlichen Hirnregionen geschieht zu unterschiedlichen Entwicklungszeiten 
  • In welchen Hirnarealen ist das Maximum der Synapsenbildung und -eliminierung früh erreicht und in welchen eher spät früh: visuelle Wahrnehmung  spät: Handlungsplanung 
  • Wofür sind Synpasenbildung und -eliminierung eine wichtige Basis? für die Plastizität des Gehirns 
  • Welche Arten von Plastizität gibt es? 1) Erfahungsabhängige Plastizität: Synapsen in Abhängigkeit von den jeweiligen Umwelterfahrungen gebildet 2) Erwartungserwartende Plastizität: erst bei einem spezifischen Umwelt-Input kommt es zur Entwicklung bestimmmter Funktionen 
  • Was ist erfahrungsabhängige Plastizität: wenn Synapsen in Abhängigkeit von den jeweiligen Umwelterfahrungen gebildet werden  --> also z.B. verstärkte kortikale Repräsentation der Finger bei Musikern 
  • Was ist erfahrungserwartende Plastizität? Entwicklung bestimmter Funktionen erst bei spezifischem Umwelt-Input z.B. entwickelt der visuelle Cortex dei Fähigkeit visuelle Informationen zu verarbeiten nur, wenn in den ersten Lebenswochen visueller Input erfolgt 
  • Wozu tragen Neurogenese, Synaptogenese und Myelinisierung der Nervenbahnen bei? optimierung des Informationsflusses 
  • Was hat neben der Neurogenese und Synaptogenese einen entscheidenden Anteil an der Optimierung des Informationsflusses im neuronalen System? die Myelinisierung der Nervenbahnen 
  • Was ist die Myelinisierung der Nervenbahnen? Axone, die für die Impulsleitung zu weiteren Neuronen zustänidg sind, werden zunehmend mit Myelinschichten umgeben, die die Reizweiterleitung beschleunigen 
  • Was beschleunigen Myelinschichten? Die Reizweiterleitung 
  • Anzeige
  • Zephalokaudaler Trend Myelinschichten werden bei den hirnnahen Neuronen früher ausgebildet als bei den peripheren 
  • Wie nennt man das Phänomen, dass die Myelinisierung bei den hirnnahen Neuronen eher ausgebildet wird als bei den peripheren? zephalokaudaler Trend 
  • Was ist die Konsequenz des zephalokaudalen Trends? dass die Zunahme der Motorik- und Wahrnehmungsleistungen diesem Entwicklungstrend folgt  (ein Kind also z.B. erst den Kopf heben kann, bevor es greifen kann) 
  • Was zeigen Hirnareale im Laufe der Entwicklung? Spezialisierung für bestimmte Funktionen --> z.B. Sprachverarbeitung in Broca und Wernicke Areal 
  • Neben der Spezialisierung von einzelnen Hirnarealen zeigt sich was? Hirnlateralisation: Funktionsteilung der beiden Hirnhälften 
  • Wie nennt man die Funktionsteilung der beiden Hirnhälften Hirnlateralisation
  • Hirnlateralisation Funktionsteilung der beiden Hirnhälften  Rechte Hälfte: ganzheitliche Informationsverarbeitung (räumliches Denken, Musikalität)  Linke Hälfte: sequenzielle Informationsverarbeitung (logisches Denken, Sprachverarbeitung) 
  • Linke Hirnhälfte sequentielle Informationsverarbeitung z.B. Sprachverarbeitung und logisches Denken 
  • Rechte Hirnhälfte ganzheitliche Informationsverarbeitung z.B. Musikalität oder räumliches Denken 
  • Wie groß ist der Säugling bei der Geburt? 48-53 cm 
  • in den ersten Lebensjahren zeigen sich bezüglich des Körperwachstums - hohe Anteile  1. Lebensjahr: ca. 18 bis 25 cm 2. Lebensjahr: ca. 10 bis 13 cm Folgejahre:      ca.   5 bis  6 cm  - neuer Wachstumsschub in der Pubertät 
  • Wann ist das Größenwachstum abgeschlossen? im Alter von 14 bis 18 Jahren, bei Mädchen früher als bei Jungen 
  • Was sind historische Trends bezüglich des Körperwachstums in den letzten Jahren? - Zunahme der erreichten Körpergröße - Vorverlegung der Pubertät 
  • Was ist eine mögliche Erklärung für die Zunahme der erreichten Körpergröße und die Vorverlegung der Pubertät? die Verbesserung der Ernährungsbedingungen 
  • Neben dem Körperwachstum verändern sich auch die Körperproportionen 
  • Veränderung der Körperproportionen mit 2 Monaten pränatal macht Kopf 50% der Gesamtkörperlänge aus  bei der Geburt 25% im Erwachsenenalter 12%
  • Wie viel Prozent macht der Kopf im Vergleich zur Gesamtkörperlänge aus mit 2 Monaten pränatal, bei der Geburt und im Erwachsenenalter? 2 Monate pränatal: 50% Geburt = 25% Erwachsenenalter = 12%
  • Welche angeborenen Reflexe gibt es? 1. Rooting-Reflex 2. Saugreflex 3. Schreitreflex 4. Moro Reflex 5. Babinski-Reflex 6. Schwimmreflex  7. Greifreflex 
  • Rooting-Reflex Zuwendung in der Erwartung, dass sich dort einen Nahrungsquelle befindet.  Ausgelöst durch Berührung an der Wange 
  • Saugreflex: ausgelöst wenn etwas den Mund berührt  - wichtig für Nahrungsaufnahme