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Fachwirt für Versicherung und Finanzen (Fach) / PQK & Lebensversicherung (Lektion)
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- Schlagen Sie dem Kunden neben der persönlichen Einsicht der Ausweispapiere vor Ort ein von der Aufsichtsbehörde anerkanntes Identifizierungsverfahren vor Ein anerkanntes Identifizierungsverfahren ist das von der Deutschen Post AG angebotene "Post-Ident-Verfahren"
- Nennen Sie 4 mögliche Formen der Überschussbeteiligung und erklären Sie diese. Bonussystem (Summenzuwachs) Im Bonussystem wird eine zusätzliche Versicherungsleistung für Todes- und/oder Erlebensfall gebildet. Verzinsliche Ansammlung Hier wird ein Überschussguthaben gebildet, dass sich weiterverzinst (wie ein Sparbuchguthaben). Dieser zusätzlich angesparte Betrag wird bei Vertragsende ausbezahlt. Beitragsverrechnung Bei der Beitragsverrechnung ermäßigt sich durch die Verrechnung der Überschüsse mit der Beitragsbelastung die laufende Beitragszahlung. Dies ist insbesondere bei Risiko- und Berufsunfähigkeitversicherungen üblich. Barauszahlung laufender Überschussanteile Hier werden die Überschüsse schon vor der Fälligkeit der Versicherungsleistung ausgezahlt. Es wird also kein zusätzlicher Versicherungsschutz oder Guthaben gebildet. Sofortbonus Hier wird der jährliche Überschussanteil für eine zusätzliche Rente bzw. eine Erhöhung dern Todesfallleistung verwendet. Die Bonusrente oder zusätzliche Todesfallleistung wird im Leistungsfall gezahlt und erhöht die garantierte Leistung. Abkürzung der Versicherungsdauer Der Ablauftermin wird vorverlegtund damit die Fälligkeitder Erlebensfallleistung. Im Todesfall wird keine zusätzliche Leistung fällig. Die Überschüsse werden bis zur vorzeitigen Auszahlung in Form der verzinslichen Ansammlung angelegt.
- Nennen Sie 4 gesetzliche Vorgaben für Modellberechnungen (Beispielrechnungen) an. mit denen die zukünftige Entwicklung des Überschussguthabens dargestellt werden muss. Rechnungsgrundlagen (Zins) müssen zugrunde gelegt werden Es müssen drei verschiedene Zinssätze dargestellt werden Ein Hinweis muss angegeben sein, dass es sich nur um ein Rechenmodell handelt Ein Hinweis muss gegeben sein das durch die Modellberechnungen keine vertraglichen Ansprüche bestehen Beispielrechnungen müssen klar und verständlich abgefasst sein Es muss eindeutig zwischen garantierten und nicht garantierten Leistungen unterschieden werden Ein Hinweis muss gegeben sein, dass dem Modell fiktive Annahmen zugrunde gelegt wurden
- Stellen Sie dar wonach der PSV der Insolvenzversicherung (bAV) die Umlagen kalkuliert Die Beitragsbemessung erfolgt auf Basis des Barwertes der entstandenen Insovenzversicherungsleistungen im aktuellen Kalenderjahr zzgl. eines Betrages für die durch Insolvenz zu sichernden Anwartschaften, der Verwaltungskosten sowie sonstiger Kosten zur Gewährung der Leistungen und des zuführungsbetrages des vom BaFin festgelegten Ausgleichsfonds §10 Abs.2 BetrAVG.
- Erläutern Sie einem GF, in welchem Umfang Leistungen der bAV für seine MA bei Insolvenz gesichert sind. Abgesichert sind nur gesetzlich unverfallbare Leistungen bis zum dreifachen der monatlichen Bezugsgröße nach §18 SGB 4. Bei einer Entgeltumwandlung besteht in den ersten beiden Jahren nur eine SIcherung auf Leistungsanwartschaften, die auf Beiträgen beruhen die nicht oberhalb 4% der BBG allgemeine Rentenversicherung liegen.
- Beschreiben Sie drei Situationen, die einen Sicherungsfall (Insolvenz AG) in der bAV auslösen könnten. Ein Sicherungsfall liegt gemäß § 7 Abs. 1 BetrAVG vor wenn: Über das Vermögen oder über den Nachlass des Arbeitgebers das Insolvenzverfahren eröffnet wurde Der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse abgewiesen wurde Der PSV einem außergerichtlichen Vergleich des AG mit seinen Gläubigern zur Abwendung eines Insolvenzverfahrens zugestimmt hat.
- Erklären Sie den Begriff der Motivation und beschreiben Sie die zwei Ausprägungen der Motivation Der Begriff leitet sich aus dem Lateinischen ab: motus=Bewegung Der Mensch muss motiviert sein um täglich seine Arbeit zu tun und um Leistung zu erbringen. Es wird die intrinsische Motivation (primäre) von der extrinsischen (sekundär) unterschieden. Bei der intrinsischen kommt das Verhalten von innen heraus, weil ein Mensch gerne etwas tut weil es ihm Spaß macht = Eigenmotivation Bei der extrinsischen wird die belohnung von außen versprochen = Fremdmotivation
- Beschreiben Sie die Maslowsche Bedürfnispyramide Bedürfnispyramide nach Maslow hat fünf Stufen von unten nach oben: - Physiologische Bedürfnisse (Hunger,Durst,Schlaf) - Sicherheitsbedürfnisse (Schutz,Vorsorge) - Soziale Bedürfnisse (Kontakt,Liebe) - Ich-Motive (Anerkennung,Prestige,Status) - Selbstverwirklichung Maslow unterstellt das jeweils die Bedürfnisse der unteren Stufen befriedigt sein müssen um die jeweils höhere Stufe zu erreichen. Maslow unterscheidet in zwei Klassen von Bedürfnissen: Die Magel- bzw. Defizitbedürfnisse und die Wachstumsbedurfnisse (lediglich die Selbstverwirklichung gilt als Wachstumsbedürfnis)
- Beschreiben Sie das ERG-Modell und grenzen es von der Bedürfnispyramide nach Maslow ab. ERG-Modell (Nach Alderfer): In anlehnung an Maslow entwickelte Alderfer die sogenannte ERG-Theorie. Die Stufen sind: E-Existenzbedürfnisse R-Beziehungsbedürfnisse G-Wachstumsbedürfnisse Alderfer reduziert die Bedürfnisse von Maslow auf drei und gibt die hierarchische Ordnung auf. In dieser Theorie berücksichtigt Alderfer auch die Tatsache, dass Menschen sehr unterschiedlich auf die Bedürfnissbefriedigung reagieren können. In der ERG-Theorie geht es um Motivationserklärungen, bei denen Mangelsituationen durch Komprnsation ausgeglichen werden.
- Nennen Sie 4 gesprächsfördernde Verhaltensweisen. Verhaltensweisen sind gesprächsfördernd, wenn Sie dem Gesprächspartner das Gefühl geben, dass man bei Ihm ist und ihm folgt z.B.: Blickkontakt offene Körperhaltung freundlicher Gesichtsausdruck sichtbare Hände
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- Beschreiben Sie die vier Felder des Johari-Fensters. Die 4 Felder des Johari-Fenters zeigen, dass es immer Verhaltensweisen gibt, die anderen Personen bekannt sind und solche die unbekannt sind. Feld A öffentliche Person, ein Verhalten, das sowohl der Person selbst als auch anderen bekannt ist Feld B Privatperson, ein Verhalten, das nur der Person selbst bzw. engsten Vertrauten bekannt ist Feld C Der sogenannte blinde Fleck ist ein Verhalten, das der Person selbst nicht bekannt ist, dafür aber anderen Personen. Der blinde Fleck ist das Verhalten, worauf sich ein Feedback hauptsächlich bezieht, nämlich das was einem selbst nicht auffällt, wohl aber der Umgebung.
- Nennen Sie je zwei Regeln für Feedbackgeber und Feedbacknehmer Regeln Feedbackgeber: beschreiben, nicht bewerten auf konkretes Verhalten bezogen zeitnah, bei geeigneter Gelegenheit Regeln Feedbacknehmer: ruhig zuhören, evtl. nachfragen keine Rechtfertigung sich für das Feedback bedanken darüber nachdenken, nicht innerlich abblocken
- Was versteht man unter dem Cost-Average-Effekt? Bei regelmäßiger Einzahlung werden bei niedrigen Anteilspreisen mehr und bei hohen Anteilspreisen entsprechend weniger Fondsanteile erworben. Insgesamt kann sich so ein günstigerer Durchschnittspreis beim Erwerb von Fondsanteilen als beim Einmaligen Erwerb einer bestimmten Zahl von Fondsanteilen (Einmalbeitrag) ergeben.
- Erklären Sie die Begriffe Shiften und Switchen Shiften: Es werden bereits in Fonds angelegte Sparanteile auf einen oder mehrere Fonds übertragen. Switchen: Es besteht die Möglichkeit, die Verteilung zukünftigen Sparanteile auf verschiedenen Fonds zu ändern (neue Fonds wählen, für bestehende keine weiteren zu erwerben, das Verhältnis ändern)
- Stellen Sie die Funktionsweise der Zinszusatzreserve dar und begründen Sie deren Einführung. Mit der ZZR sorgen die deutschen Lebensversicherer im anhaltenden Niedrigzinsumfeld für Ihre Bestandskunden vor. Viele Kunden haben in der Vergangenheit Verträge mit hohen Garantiezinsen von bis zu 4% abgeschlossen. Diesen Zins zu erwirtschaften, ist im aktuellen Marktumfeld extrem schwierig. Daher müssen die Versicherer ergänzende Kapitalpuffer bilden, die eine dauerhafte Finanzierung hiher Altgarantien sicherstellen sollen. Sinkt nun ein aus europäischen Staatsanleihen höchster Bonität gebildeter Referenzzins unter das Garantieniveau, muss die Gesellschaft zusätzliche Rücklagen bilden.
- Beschreiben Sie eine praktizierte Möglichkeit, die Zinszusatzreserve zu finanzieren und beurteilen diese. -In den vergangenen Jahren haben die Versicherer die ZZR teilweise dadurch finanziert, dass sie Ihre hochverzinsten festverzinslichen Wertpapiere verkauft haben. Das führt zur Auflösung von stillen Reserven, wodurch zwar Nettoverzinsung der Kapitalanlagen steigt, imGegenzug aber der laufende Bestandszins schneller zurückgeht. - Die ZZR kann auch aus dem laufenden Ertrag der Kapitalanlagen finanziert werden, wobei dies aufgrund der aktuellen niedrigen Zinsen bzw. Renditen die Versicherer vor große Herausforderungen stellt.