Geographie (Fach) / Physische Geographie (Lektion)

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Semester 2

Diese Lektion wurde von LucasSchnitzler erstellt.

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  • Nennen Sie die Bodenfunktionen! Regelungsfunktion (Filter, Speicher, Puffer, Transformation) Lebensraumfunktion Produktionsfunktion Geschichtliche / Archiv- Funktion
  • Zählen Sie einige Beispiele für Bodenbelastungen auf! Düngung Bodenverdichtung, -erosion Deponierung von Abfällen
  • Unterscheiden Sie Transformations- und Translokationsprozesse voneinander! Transformation: …sind Umwandlungsprozesse, wie z.B. Mineralisierung, Verwitterung, Gefügebildende Prozesse. Translokation: …sind Verlagerungsprozesse, die zur Horizontdifferenzierung führen durch Mobilisierung Transport und Immobilisierung von bodeneigenen Stoffen.
  • Was versteht man unter dem Begriff Bodenart? Die Korngrößenzusammensetzung des mineralischen Bodenmaterials. Die Kornfraktion des Feinbodens < 2mm. Die Kornfraktion des Grobbodens > 2mm.
  • Welche Kornfraktion findet man in folgenden Sedimenttypen? Marine und limnische Beckensedimente Löß Geschiebelehm Sandlöß Dünensand (0,063 – 0,2) Fluviale und glazifluviale Kiese und Sande Geschiebe Solifluktionsschutt Wildbachschotter Brandungsgröll Marine und limnische Beckensedimente Ton, z.B. Seeton Löß Schluff Geschiebelehm Schluff und Sand Sandlöß Sand > Schluff Dünensand (0,063 – 0,2) Sand Fluviale und glazifluviale Kiese und Sande Mittelsand < Grus/Kies > kantige/runde Steine Geschiebe Grus/Kies > kantige/runde Steine Solifluktionsschutt Grus/Kies < kantige/runde Blöcke Wildbachschotter Grus/Kies < kantige/runde Blöcke Brandungsgröll Grus/Kies < kantige/runde Blöcke
  • Nennen Sie die Bodenartenhauptgruppen des mineralischen Feinbodens mit der dazugehörigen Korngrößeneinteilung! Ton < 0,002 Schluff 0,002 – 0,063 Sand 0,063 – 2,0
  • Aus welchen 3 Phasen besteht der Boden? Bodenmatrix (50%) Bodenlösung (20-50%) Bodenluft (0-30%)
  • Was versteht man unter dem Begriff Porosität? …beschreibt das Verhältnis vom Porenvolumen zum gesamten Bodenvolumen E=VP/V
  • Beschreiben sie die Eigenschaften/Funktionen von Fein-, Mittel- und Grobporen! Feinporen: Totwasser, wasserstauend schlecht für Pflanzenbildung, wegen hoher Saugspannung Mittelporen: pflanzenverfügbares Wasser, kapillare Nachlieferung Grobporen: Dränung, Belüftung und pflanzenverfügbares Wasser
  • Nennen Sie die Bodenbildungsfaktoren! Klima, Ausgangsgestein, Wasser, Lebewesen, Relief und Schwerkraft, Zeit
  • Nennen Sie die 4 zentralen Bobenbildungsprozesse! Verwitterung (Physikal. Zerkleinerung, chem. Umwandlung) Humusbildung (Mineralisierung, Humifizierung) Gefügebildung Um- und Verlagerung im Profil
  • Was versteht man unter dem Begriff Bodentyp? …eine Beschreibungseinheit, die Böden mit ähnlichem Entwicklungszustand und ähnlichen Horizontabfolgen zusammenfasst.
  • Nennen Sie die ökologischen Eigenschaften, die sich positiv auf die Qualität des Bodens auswirken! Braunerde: Weite Bandbreite an Körnung, daher für unterschiedliche Pflanzen nutzbar Bei Düngung und Beregnung ackerbaulich nutzbar, bes. für Sonderkulturen (Tabak, Spargel) Wegen Flachgründigkeit und Basenreichtum gut forstwirtschaftlich nutzbar
  • Nennen Sie die ökologischen Eigenschaften, die sich positiv auf die Qualität des Bodens auswirken! Podsol: Forstwirtschaftlich nutzbar Nutzbar für Pflanzen mit geringen Nährstoffansprüchen und hoher Säureverträglichkeit
  • Nennen Sie die ökologischen Eigenschaften, die sich positiv auf die Qualität des Bodens auswirken! Parabraunerde: Enges C/N-Verhältnis Hohes Kaliumnachlieferungs- und –fixierungsvermögen Hoher Anteil an Mittel- und Feinporen hohe nFK Gut durchwurzelbar und durchlüftet Günstige Ackerstandorte Hohe Bodenzahlen (50-90) Hohe Nährstoffvorräte
  • Nennen Sie die ökologischen Eigenschaften, die sich positiv auf die Qualität des Bodens auswirken! Schwarzerde: Enges C/N-Verhältnis Dunkle Farbe der Huminstoffe begünstigen Erwärmung des Bodens längere Vegetationsperiode Hoher Anteil pflanzenverfügbarer Mikronährstoffen Ca. 50% Mittel- und Grobporenanteil hohe nFK, gute Durchlüftung, Durchwurzelung, Bearbeitbarkeit Sehr hohe Bodenwertzahlen (bis 100) Sehr gute Ackerbaustandorte
  • Nennen Sie die ökologischen Eigenschaften, die sich positiv auf die Qualität des Bodens auswirken! Pararendzina (aus Löss und Geschiebemergel): Tiefgründig Gut durchlüftet Nährstoffreich Hohe nFK intensive Wein- und ackerbauliche Nutzung möglich
  • Nennen Sie die ökologischen Eigenschaften, die sich positiv auf die Qualität des Bodens auswirken! Rendzina: Hohe Gehalte an Ca, Mg, Humus Enges C/N-Verhältnis Bei tieferer Gründigkeit Ackerbau möglich Meist Weide- und Forstwirtschaft
  • Nennen Sie die ökologischen Eigenschaften, die sich positiv auf die Qualität des Bodens auswirken! Pseudogley: Gley: Pseudogley: Gute Wiesen- und Waldstandorte (bes. Fichten) Gley: Natürliche Standorte feuchteliebender Pflanzengesellschaft wie Bruchälder Sehr gute forstliche Eignung bei Bestockung mit Baumarten, die einen hohen Wasserverbrauch haben Bei niedrigem Grundwasser als Wiese und Weide nutzbar
  • Nennen Sie die ökologischen Eigenschaften, die sich positiv auf die Qualität des Bodens auswirken! Marschböden: Auenböden: Marschböden: Junge Kalkmarschen gehören zu den ertragreichsten Ackerböden Entkalkte Kleimarschen mit gutem Gefüge bringen hohe Erträge Tonreiche Knickmarsche werden als Grünland genutzt Auenböden: Nach Überflutungsphase > gute Durchlüftung Zugeführte Minerale und Nährstoffe aus Flusswasser > hohe Biomasseproduktion, intensives Bodenleben > intensive Mineralisierung und Durchmischung Forstwirtschaftliche Nutzung (Pappeln
  • Nennen Sie die ökologischen Eigenschaften, die sich negativ auf die Qualität des Bodens auswirken! Braunerde: Wegen Flachgründigkeit und hohem Kies- und Steingehalt schlecht landwirtschaftlich nutzbar Weisen weites C/N-Verhältnis auf, deswegen eher Forstwirtschaft
  • Nennen Sie die ökologischen Eigenschaften, die sich negativ auf die Qualität des Bodens auswirken! Podsol: Weites C/N-Verhältnis Geringer Nährstoffgehalt, -sorptionsvermögen, -nachlieferung Wegen guter Durchlüftung, schlechtes Wasserspeichervermögen Oberflächennahe Ortsteine können Bodennutzung einschränken Dadurch eingeschränkte landwirtschaftliche Nutzung, eher Forstwirtschaftlich Geringe Bodenzahlen (20-50)
  • Nennen Sie die ökologischen Eigenschaften, die sich negativ auf die Qualität des Bodens auswirken! Parabraunerde: Bei hohem Schluffanteil im lessivierten Oberboden > Verschlämmung, Erosion
  • Nennen Sie die ökologischen Eigenschaften, die sich negativ auf die Qualität des Bodens auswirken! Pararendzina (flächgründig, aus Schotter, Bauschutt): Geringe Wasserspeicherkapazität Nur für Forst- und Weidewirtschaft nutzbar bisweilen auch alle trocken
  • Nennen Sie die ökologischen Eigenschaften, die sich negativ auf die Qualität des Bodens auswirken! Rendzina: Flachgründig, Trockenstandort Geringe nFK Ackerbau > starke Abnahme des Humusgehalts, Abnahme und Gefügeverschlechterung der Krume > Grenzertragsböden
  • Nennen Sie die ökologischen Eigenschaften, die sich negativ auf die Qualität des Bodens auswirken! Pseudogley: Gley: Pseudogley: Durch Frühjahrvernässung O2-Mangel > wirkt limitierend auf Pflanzenwachstum, Bearbeitung erschwert Gley: Ohne Grundwasserabsenkung > für Ackerbau nicht geeignet
  • Nennen Sie die ökologischen Eigenschaften, die sich negativ auf die Qualität des Bodens auswirken! Marschböden: Wattböden: Auenböden: Marschböden: Bei anderen Marschtypen wegen Staunässe > schlecht nutzbar Wattböden: Zu hoher Salzgehalt > keine Vegetationsbedeckung Auenböden: Bei Überflutung > Sauerstoffmangel
  • Was versteht man allgemein unter Mooren? …sind vegetationsbedeckte Lagerstätten von Torfen. Im geologischen Sinne sind Moore Lagerstätten von Torfen mit einer Mindestmächtigkeit von 30 cm
  • Was ist Torf? …ein Gemenge aus hellbraunen bis braunschwarzen zersetzten mehr oder weniger humifizierten, abgestorbenen Pflanzenteilen. Die Humusansammlungen waren während ihrer Entstehung wasserdurchtränkt und konnten aufgrund von Sauerstoffmangel nicht stärker zersetzt werden.
  • Wie unterscheiden sich Weiß- und Schwarztorf? Weißtorf: …sind Torfe mit geringen Zersetzungsgraden. Die enthaltenen Pflanzenreste lassen sich recht gut unterscheiden. Wegen der geringen Zersetzung ist die Farbe des Torfes im feuchten Zustand gelblichbraun. Schwarztorf: …sind Torfe mit hohen Zersetzungsgraden. Infolge starker Zersetzung weist dieser Torf eine überwiegend schmierige Konsistenz auf. Pflanzenteile sind zumeist nur noch schwer erkennbar 
  • Zeigen Sie die Unterschiede von Nieder- und Hochmooren auf! Niedermoor: Topogene Moore Abhängig von Grundwasser und Relief Flach Bildung in Senken, Flussniederungen, an Hängen im Bereich von Quellaustritten Verlandungsstadien von Seen Niedermoortorfe stark zersetzt Vegetation: Schilfgräser, Binsen, Sauergräser, Moose Hochmoor: Ombrogene Moore Abhängig vom Niederschlagsüberschuss Bildung unter kühl-feuchtem Klima Oberhalb des Grundwasserspiegels Hochmoortorfe sind extrem sauer und nährstoffarm Gesamter Torfkörper ist wassergesättigt Vegetation: Bleichmoose, Wollgräser, Zwergsträucher
  • Was verstehen Sie unter den Begriffen Schlenken und Bulte? Schlenken: Wassergefüllte oder stark wasserdurchtränkte seichte Dellen mit grünen Sphagnen und grasartigen Pflanzen auf Hochmooren Bulte: Höhere Buckel die aus rötlichen, braunen oder gelben Sphagnen gebildet werden auf dem Hochmoor
  • Wovon ist die Stoffspeicherkapazität der Böden abhängig? Bodenart (bes. Tongehalt) Org. Substanz pH-Wert Gründigkeit
  • Wie sind Tonminerale aufgebaut und welche Eigenschaften haben sie? …sind: Schichtsilicate mit Hydroxlgruppe und/oder Wasser Plättchenförmige Kristalle 2-/3-Schichttonminerale über Wasserstoffbrückenbindungen verbunden Ionenaustauscher (durch negative Überschussladung) Eigenschaften: Wasserbindungsvermögen, Quellen und Schrumpfen, Adsorption von anorg. Und org. Stoffen, Fixierung und Freisetzung von Nährstoffen Grundbausteine: Silicium-Tetraeder und Aluminium-Oktaeder
  • Was sind die wichtigsten Kationenaustauscher im Boden? Tonminerale, Huminstoffe, Oxide und Hydroxide
  • Nennen Sie häufige Tonminerale im Boden! Kaolinit 1:1 Illit 2:1 Chlorit 2:1:1 Smectit 2 :1
  • Was ist der IEP? Isoelektrischer Punkt
  • Was versteht man unter Kationensorption? Kationen werden durch elektrostatische Bindung an negativ geladene Bodenteilchen gebunden. Die Sorption von Kationen ist stets mit einer Desorption einer äquivalenten Menge anderer Kationen verbunden, die in die Bodenlösung übertreten.
  • Was versteht man unter KAK? Kationenaustauschkapazität Ist die Fähigkeit des Bodens, Kationen an negativen Ladungsplätzen austauschbar, d.h. reversibel zu binden. Die Summe der austauschbaren Kationen im Boden wird als KAK bezeichnet. Man unterscheidet potentielle KAK (pH-Wert 7-7,5) und effektive KAKeff < KAKpot KAK steigt bei zunehmenden pH-Wert und steigender OH- Konzentration > KAK über IEP
  • Sortieren sie folgende Kationen nach ihrer KAK angefangen von der größten zur niedrigsten! NH4+, Al3+, K+, Na+, Mg2+, Ca2+, H+ NH4+ > Al3+ > Ca2+ > Mg2+ > K+ > Na+ > H+
  • Was versteht man unter Bodenazidität? Den Säureeintrag des Bodens
  • Zählen Sie die wichtigsten Bestandteile der org. Streu auf! Cellulose Nichtcellulotische Polysaccaride Lignin Gerbstoffe Lipide Proteine Stärke
  • Benennen Sie die 4 Phasen des Streuabbaus! Absterbephase Auswaschphase Zerkleinerungsphase Mikrobielle Phase
  • Nennen Sie typische Waldhumusformen! Rohhumus, Moder, Mull
  • Ordnen Sie die folgenden Ökozonen >nach der jährlich anfallenden Streuzufuhr! >nach der Geschwindigkeit des dort stattfindenden Streuabbaus! Angefangen bei dem höchsten. Streuzufuhr: Tropen > Subtropen > Steppen > Tundra > Wüsten Streuabbau: Trop. Regenwald > Laubwälder der gemäßigten Zone > Nadelwälder der gemäßigten Zone > mediterrane Hartlaubgewächse > Bergwälder, Zwergstrauheiden > Tundra
  • Was sagt das C/N-Verhältnis von Böden aus? Das C/N-Verhältnis bezieht sich auf die bioverfügbaren Anteile von Kohlenstoff (C) und Stickstoff (N) in Pflanzen und im Boden und stellt einen Indikator für dessen Fruchtbarkeit dar. Das Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff im Boden lässt auf die Verfügbarkeit von Stickstoff im Boden schließen. Je kleiner die Zahl, desto enger ist das C/N-Verhältnis und umso besser ist die Stickstoffverfügbarkeit. Des Weiteren kann über dieses Verhältnis ebenso der Humifizierungsgrad des organischen Materials bestimmt werden. Bei der Zersetzung wird nämlich CO2 freigesetzt und N zum großen Teil in die mikrobielle Biomasse eingebaut. Dadurch wird das C/N-Verhältnis enger was wiederum für eine fortgeschrittenen Humifizierung spricht. Ebenso ist je nach Humusart das C/N-Verhältnis unterschiedlich.
  • Wie unterscheiden sich reale und potenziell natürliche Vegetation voneinander? Reale: Das augenblickliche von der menschlichen Nutzung bedingte und beeinflusste Gesellschaftsinventar eines Gebietes Potenziell natürliche: Konstruierter Zustand der Vegetation, der sich unmittelbar nach dem Aufhören der menschlichen Nutzung aufgrund der klimatischen und edaphischen Ausstattungsbedingungen eines Raumes einstellen würde
  • Wie definiert sich eine Pflanzengesellschaft? Gesetzmäßige, standortabhängige und konkurrenzbedingte Kombination von Pflanzenindividuen, die sich mit ihrer Umwelt in einem dynamischen Gleichgewicht befinden.
  • Nenne Sie die ökologischen Primärfaktoren / Standortfaktoren der Pflanzenentwicklung! Temp.faktor Wasserfaktor Lichtfaktor Chem. Faktoren mechan. Faktoren (Wind, Feuer...)
  • Erklären Sie die Begriffe physiologisches und ökologisches Optimum! Physiologisches Optimum: Die Bedingungen unter denen die betreffende Pflanzenart im Labor oder in Einzelkultur am besten gedeiht Ökologisches Optimum: Die Bedingungen unter denen eine Pflanzenart in der Natur am häufigsten vorkommt. Durch die Konkurrenz anderer Pflanzen weicht das ökolog. Opt. Mehr oder weniger stark vom physiolog. Ab