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Assistenzhundetrainer (Fach) / Assistenzhunde für Menschen mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen (Lektion)
Assistenzhunde für Menschen mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen
Diese Lektion wurde von akilegna erstellt.
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- Assistenzhunde werden in der Öffentlichkeit oft anders wahrgenommen als ein normaler Familienhund Korrekte Antworten: 3 von 4 Antwortmöglichkeiten A X X Häufig werden diese Hunde als eine Art Superhund gesehen und es werden sehr viel höhere Ansprüche an sie gestellt als an einen anderen Hund, selbst wenn sie sich noch in der Ausbildung befinden. B - Nein, so lange der Hund in Ausbildung ist, wird er immer wie ein normaler Hund behandelt. C X X Die Kenndecke macht den Hund klar als Assistenzhund erkennbar. Dies kann für einen Betroffenen ein zusätzlicher Stressor sein. D X X Gerade für Menschen mit Problemen bei der Verarbeitung von Rückschlägen kann dies in der Ausbildung eines Assistenzhundes eine besondere Herausforderung sein. ACD Belehrungrichtig: A, C, D Tatsächlich gibt es eine etwas verklärte Ansicht bezüglich der Fähigkeiten von Assistenzhunden in der breiten Öffentlichkeit. Hier wird in der Regel keinerlei Unterschied zwischen Hunden in Ausbildung und fertigen Assistenzhunden gemacht. Zumeist wird diesen Hunden viel Respekt entgegengebracht aufgrund der enormen Leistungen, die sie vollbringen. Läuft allerdings einmal etwas schief, ist die Kritik oft härter als sie bei einem Familienhund wäre.
- PTBS Korrekte Antworten: 2 von 4 Antwortmöglichkeiten A - ist ein Synonym für das Burn-Out-Syndrom B X X steht für Posttraumatische Belastungsstörung C X X gehört zur Gruppe F43 - Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen D - zeichnet sich durch Krampfanfälle aus BC Belehrungrichtig: B und C Das Burn-Out-Syndrom wird zwar umgangssprachlich leider immer noch in der öffentlichen Wahrnehmung mit PTBS in Verbindung gebracht, ist aber ein völlig anderes Krankheitsbild. In den ICD 10 wird diese Krankheit in die Gruppe Z73 Probleme in Bezug auf Schwierigkeiten in der Lebensbewältigung eingegliedert und unterscheidet sich sowohl in der Symptomatik als auch in der Therapie maßgeblich von einer Posttraumatischen Belastungsstörung.
- PTBS-Begleithunde stellen keine besonderen Anforderungen an den Assistenzhundetrainer. Korrekte Antworten: 1 von 4 Antwortmöglichkeiten A - Diese Assistenzhunde lassen sich ohne weiteres in das Portfolio aufnehmen, da die Aufgaben sehr leicht zu trainieren sind. B - Die Nachfrage nach PTBS-Hunden steigt kontinuierlich. Da sich das Krankheitsbild bei allen Betroffenen sehr ähnlich ausnimmt, ist es kein Problem, diese Hunde auch ohne eine weitere vertiefende Beschäftigung mit dem Thema auszubilden. C - Da die Klienten den Großteil des Trainings völlig problemlos selbst bewältigen können, gibt es keinerlei große Herausforderungen an den Trainer. D X X Auch wenn die Aufgaben vergleichsweise einfach wirken, handelt es sich um ein sehr komplexes und diffiziles Ausbildungsgebiet, in dem man über fundierte Kenntnisse verfügen sollte. D Belehrungrichtig: D Es bedarf eines immensen, deutlich über die normalen krankheitsbezogenen Kenntnisse hinausgehenden Wissens, um mit Menschen mit diesen Beeinträchtigungen zu arbeiten. Die Assistenzaufgaben an sich sind in der Tat nicht die große Herausforderung. Tatsächlich ist aber der Prozess der Auswahl, des Trainings und der Generalisierung dieser Hunde und Aufgaben mit Abstand einer der längsten und in vielen Fällen, zumindest wenn man seine Arbeit seriös betreibt, vom Aufwand vergleichbar mit dem der Ausbildung eines Blindenführhundes.
- Der Assistenzhund für psychische und psychiatrische Erkrankungen: Korrekte Antworten: 1 von 4 Antwortmöglichkeiten A - kann ein Familienhund sein, den der Bewerber schon hat, der spezielle Aufgaben erlernt. Das Temperament und die Bindung spielen keine Rolle. B X X muss ein sehr wesensfester Hund sein. C - muss ein sehr mitfühlender Hund sein. D - muss ein kleiner Hund sein, damit er überall mitgenommen werden kann. B Belehrungrichtig: B Es können keinerlei allgemeingültige Aussagen über die geforderten Wesenszüge eines idealen Assistenzhundes in diesem Bereich getroffen werden, außer, dass Wesensfestigkeit in jedem Fall ein Vorteil sowohl für den Hund selbst als auch für die Bewältigung der Aufgaben darstellt.
- Assistenzhunde für psychische und psychiatrische Erkrankungen können Korrekte Antworten: 1 von 4 Antwortmöglichkeiten A - nur in Selbstausbildung ausgebildet werden. B - nur in Fremdausbildung ausgebildet werden. C - nur für Betroffene ausgebildet werden, die zusätzlich eine körperliche Behinderung haben. D X X in Selbst- und Fremdausbildung ausgebildet werden. D Belehrungrichtig: D Grundsätzlich sind alle Ausbildungsformen denkbar. Welche sich wann wie empfiehlt hängt hoch individuell vom Krankheitsbild, der Lebenssituation und den Möglichkeiten des Betroffenen ab.
- Welches Hormon hat offensichtlich eine erhebliche Bedeutung für das Zusammenleben von Assistenzhunden und Klienten? Korrekte Antworten: 1 von 4 Antwortmöglichkeiten A X X Oxytocin B - Serotonin C - Dopamin D - Prostaglandin A BelehrungRichtige Antwort A Colin konnte beweisen, dass das Zusammenleben mit einem Assistenzhund zu einer vermehrten Freisetzung von Oxytocin führen kann, während Yount und sein Team die spezifische Wirkung von Oxytocin in der Therapie von PTBS erforschten. Beide Studien konnten den positiven Effekt des Oxytocins auch für das Zusammenleben mit Hunden nachweisen.
- Hunde wirken sich grundsätzlich positiv auf die Psyche des Menschen aus. Korrekte Antworten: 1 von 3 Antwortmöglichkeiten A - Diese Aussage ist richtig. Studien konnten belegen, dass sich Hunde immer positiv auf die Psyche von Menschen auswirken. B - Diese Aussage stimmt und trifft tatsächlich nur auf Hunde und nicht auf andere Tiere zu. C X X Diese Aussage ist bedingt richtig. Vorausgesetzt, der fragliche Mensch steht Hunden grundsätzlich positiv gegenüber, kann sich also vorstellen, mit einem Hund auch sein Leben zu verbringen, so wird dieser mit größter Wahrscheinlichkeit auch psychisch profitieren. D - C Belehrungrichtig: C Grundsätzlich kämen auch andere Tiere in Betracht. Dem Hund wird nur häufig der Vorzug gegeben, da er auch in der Öffentlichkeit die Funktion eines Eisbrechers übernehmen kann und somit gleich auf verschiedenen Ebenen den Klienten unterstützen kann. Abhängig von der Art der Beeinträchtigung und der Lebenssituation sind allerdings auch andere Tierarten denkbar. Voraussetzung ist allerdings immer, dass der Betroffene diese Tierarten wertschätzt und mit ihnen sein Leben teilen möchte
- Bei Albträumen Korrekte Antworten: 2 von 4 Antwortmöglichkeiten A - kann der Assistenzhund nicht helfen. B - X kann der Assistenzhund auf Kommando das Licht anschalten. C X kann der Assistenzhund durch Nähe den Albtraum abmildern. D X X kann der Assistenzhund den Partner wecken. BD BelehrungB und D stellen hier die klassischen Assistenzleistungen da. Ob C in Einzelfällen auch zutreffen kann, ist hoch individuell und nicht vorhersagbar.
- In der umfassenden Online-Umfrage, die Sie in Ihrem Skript kennengelernt haben, gaben die Befragten neben den zentralen Assistenzaufgaben positive Begleiterscheinungen an, die das Zusammenleben mit Assistenzhunden für sie mit sich brachte. Korrekte Antworten: 4 von 5 Antwortmöglichkeiten A X X hält mich vom Suizid ab B - hilft mir, meine Nahrungsaufnahme noch weiter zu reduzieren und noch mehr Kalorien zu verbrennen C X X tröstet mich D X X hilft mir, persönliche Grenzen abzustecken E X X beruhigt durch seine Anwesenheit ACDE Belehrungrichtig A, C, D, E Wenn B richtig wäre, wäre in dieser Studie etwas grundsätzlich schief gelaufen. Diese Aussage ist eines der sogenannten Warnzeichen. Hier besteht das Risiko einer Essstörung, die durch einen Hund keinesfalls unterstützt werden sollte. Sollte der Klient den Hund in dieser Funktion sehen, ist dringend eine Kontaktaufnahme mit dem Therapeuten des Klienten erforderlich.
- Welche besonderen Risiken bestehen bei der Ausbildung eines Welpen und Junghundes durch den Klienten für den Klienten? Korrekte Antworten: 3 von 4 Antwortmöglichkeiten A - Hier bestehen keinerlei besondere Risiken. . B X X Sollte sich im Laufe der Ausbildung herausstellen, dass der Hund nicht für die Aufgaben oder den Klienten geeignet ist, kann dies das Krankheitsgeschehen ungünstig beeinflussen C X X Aufgrund seiner Erkrankung ist es dem Klienten unter Umständen nicht möglich, alle Sozialisierungsaufgaben durchzuführen D X X Gerade das erste Jahr kann im Zusammenleben mit einem Hund eine emotionale Herausforderung sein, der manche Klienten evtl. nicht gewachsen sind. BCD Belehrungrichtig: B, C, D Aus den hier genannten Gründen plädieren viele Ausbildungsstätten und Trainer in diesem Bereich des Assistenzhundetrainings für Fremdausbildung. Es sollte stets individuell abgewogen werden, welche Möglichkeiten hier zielführend und sinnvoll sowohl für den Hund als auch für den Betroffenen sind.
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- Ausschlusskriterien für die Ausbildung eines Assistenzhundes für eine Klienten mit psychischen Beeinträchtigungen sind: Korrekte Antworten: 3 von 5 Antwortmöglichkeiten A - Unterbringung in einer Einrichtung für betreutes Wohnen B X X stationärer Klinikaufenthalt in den letzten 6 Monaten C - Zugehörigkeit zum Militär D X X instabile Lebensbedingungen E X X Alkohol- oder Drogenabhängigkeit BDE Belehrungrichtig: B, D, E Die beiden anderen Punkte sind keine Ausschlusskriterien, können aber erschwerend sein, da in beiden Fällen die Entscheidung, ob ein Assistenzhund zu dem Betroffenen ziehen darf, von einer weiteren Instanz geprüft werden muss.
- Tierheimhunde Korrekte Antworten: 3 von 4 Antwortmöglichkeiten A X X kommen in Einzelfällen auch für Klienten mit psychischen Beeinträchtigungen in Frage. B - sind als Assistenzhunde im Bereich der psychischen Krankheitsbilder völlig ungeeignet. C X X sind erwartungsgemäß mit den emotionalen Lagen der Betroffenen leicht überfordert. D X X müssen dieselben Kriterien erfüllen wie ein Hund vom Züchter, um als Assistenzhund eingesetzt werden zu können. ACD Belehrungrichtig A, C, D Zwar werden Hunde aus dem Tierschutz in den seltensten Fällen eingesetzt, da der Aufwand, sie zu testen und mit ihren Defiziten im Training umzugehen, oft den sinnvollen Kosten-Nutzen-Rahmen übersteigt. Ein weiteres großes Bedenken ist, Hunde, die bereits viel in ihrem Leben durchgemacht haben, nun wieder einer derart belastenden Situation auszusetzen
- Welches sind die 3 Bereiche der Assistenzleistungen? Korrekte Antworten: 3 von 4 Antwortmöglichkeiten A X X natürliches Verhalten B - Mut geben C X X regulierendes Verhalten D X X Unterstützung therapeutischer Maßnahmen ACD Belehrungrichtig: A, C, D Mut geben zählt in den Bereich der regulierenden Verhaltensweisen, ist aber kein eigener Bereich.
- Die Ausbildung eines Assistenzhundes für psychische Beeinträchtigungen Korrekte Antworten: 2 von 3 Antwortmöglichkeiten A - kann ohne Bedenken jederzeit und ohne weitere Absprachen begonnen werden. B X X sollte nur nach vorheriger Absprache mit dem behandelnden Therapeuten des Klienten durchgeführt werden. C X X bedarf einer engen Zusammenarbeit mit dem Therapeutenteam des Klienten. BC Belehrungrichtig: B und C Wie in A beschrieben zu verfahren, müsste als grob fahrlässig eingestuft werden.
- Nähe Korrekte Antworten: 2 von 4 Antwortmöglichkeiten A X X durch seinen Hund muss der Betroffene zulassen können. B - hat keine Bedeutung für das Training. C - hat nur eine sehr geringe Bedeutung im Training. D X X ist Bestandteil einiger Assistenzaufgaben. AD Belehrungrichtig: A, D Damit die Zusammenarbeit mit einem Assistenzhund erfolgreich sein kann und die Bedürfnisse des Hundes geachtet und erfüllt werden können, muss der Betroffene Nähe des Hundes zulassen können. Einige Aufgaben aus dem Bereich regulierendes Verhalten beinhalten, dass der Hund Nähe gibt, um den Partner zu beruhigen.
- Zu den Kernaufgaben der Assistenzhunde für psychische Beeinträchtigungen zählen: Korrekte Antworten: 3 von 4 Antwortmöglichkeiten A X X zielgerichtetes Verhalten B - animierendes Verhalten C X X Erdung D X X Verhalten unterbrechen ACD Belehrungrichtig: A, C, D B ist frei erfunden.
- Nimmt der Betroffene Medikamente ein Korrekte Antworten: 2 von 4 Antwortmöglichkeiten A - hat dies keine Auswirkung auf das Training. B X X kann der Betroffene unter Nebenwirkungen leiden. C X X kann der Assistenzhund lernen, den Partner an die Medikamenteneinnahme zu erinnern. D - kann der Betroffene zu Aggressionen neigen. BC Belehrungrichtig: B, C Der Assistenzhund kann lernen, den Partner an die Einnahme der Medikamente zu erinnern. Leidet der Partner zusätzlich unter Nebenwirkungen der Medikamente, wie beispielsweise Müdigkeit, gekoppelt mit Schwierigkeiten in der Früh aufzustehen, kann der Assistenzhund verschiedene Übungen erlernen, um den Klienten auch hier zu unterstützen.
- Anzeigeverhalten Korrekte Antworten: 3 von 4 Antwortmöglichkeiten A - gehört nicht zu den Assistenzaufgaben eines Assistenzhundes für psychische Beeinträchtigungen. B X X gehört zu den Kernaufgaben der Epilepsie- und Diabetes-Warnhunde. C X X gehört zu den Kernaufgaben der Signalhunde. D X X kann auch für Assistenzhunde für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen relevant sein BCD Belehrungrichtig: B, C, D In der Tat gehören Anzeigeverhalten zu den Assistenzaufgaben in den unterschiedlichsten Bereichen. Sie können auch im Bereich der psychischen Beeinträchtigung von Bedeutung sein, zählen hier aber eher nicht zu den Kernaufgaben.
- Der Assistenzaufgabenbereich Interaktion mit Menschen Korrekte Antworten: 3 von 4 Antwortmöglichkeiten A X X ist grundsätzlich kritisch zu bewerten. B X X wird zwar von vielen Betroffenen häufig gewünscht, von ihren Therapeuten jedoch ebenso häufig abgelehnt. C - sollte von jedem Assistenzhund erlernt werden. D X X birgt auf Seiten des Hundes ein gewisses Aggressionspotential. ABD Belehrungrichtig: A, B, D Gerade der Sektor Interaktion mit Menschen muss sehr kritisch gesehen werden. Solange der Betroffene seine alten Verhaltensmuster, also die Ängste, Sorgen, Zweifel im Alltag konsequent weiter übt, muss man leider davon ausgehen, dass ein Therapieerfolg noch in weiter Ferne liegt. Jedes Mal, wenn der Hund aufgefordert wird, eine der hier aufgelisteten Verhaltensweisen zu zeigen, triggert und bedient er damit die alten Verhaltensmuster seines Partners.
- Frustration Korrekte Antworten: 2 von 3 Antwortmöglichkeiten A - spielt bei der Ausbildung von Assistenzhunden für die Klienten keine Rolle. B X X kann für den Betroffenen eine große Herausforderung beim Alltagstraining mit seinem Hund sein. C X X kann eines der Argumente sein, warum ein Assistenzhund für psychische Beeinträchtigungen zumindest im ersten Jahr fremd ausgebildet wird. BC Belehrungrichtig: B, C Menschen mit Beeinträchtigungen stehen aus verschiedenen Gründen unter diesem Druck. Zum einen, weil die Öffentlichkeit Assistenzhunde in vielen Fällen für Superhunde hält, die quasi fertig ausgebildet vom Himmel fallen und sich vom ersten Tag ihres Lebens an tadellos und fehlerfrei verhalten. Zum anderen wünschen sich die Betroffenen natürlich sehnlichst, dass der Hund ihnen hilft und ihre Situation verbessert. Werden diese Erwartungen vermeintlich oder situativ nicht erfüllt, ist die Frustration proportional zur Erwartungshaltung natürlich höher. Eben diese kann aber abhängig vom Krankheitsbild die Krankheit an sich wiederum triggern.