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Medizin (Fach) / Spezielle Schmerztherapie (Lektion)
Fragen zur Vorbereitung auf die Prüfung "Spezielle Schmerztherapie"
Diese Lektion wurde von prellmarke erstellt.
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- Therapie Clusterkopfschmerz Akut: O2-Inhalation, Triptane (Sumatriptan 3-6mg s.c.), 4% Lidocainlösung ipsilat. Nasenloch - Prophylaxe: Verapamil (Calciumantagonist) - Okzipitalisblockade (Steroide, LA)
- Therapie CRPS - multimodal ! - Bisphosphonate - NSAR - evtl. Opioide - Kortison - Gabapentin - evtl. Calcitonin - Krankengymnastik, Ergotherapie, Spiegeltherapie - Stellatum Blockade, SCS (spinal cord stimulation)
- Therapie der opiatbedingten Obstipation - Lactulose (Bifiteral) - Macrogol (Movicol) - Bisacodyl (Dulcolax) - Klysma - manuelles Ausräumen
- Therapie des Dehnungsschmerzes bei Lebermetastasierung Glukokortikoide
- Therapie einlaufender Querschnitt bei Tumorpatienten - Dexamethason - Strahlentherapie - operativ - ggf. systemische Therapie (Chemo)
- Therapie Juckreiz bei PDA - selten notwendig - Ondansetron - ggf. Naloxon
- Therapie neuropathischer Schmerz medikamentenbasierte Therapie 1. Ursachenbehandlung 2. Tricyclica (Amitriptylin, Doxepin, Opipramol) 3. Antikonvulsiva (Gabapentin, Pregabalin, Carbamazepin (2. Wahl, 1.Wahl bei Trigeminusneuralgie) 4. Opioide 5. SSRIs (Citalopram, Fluoxetin, Paroxetin) SNRIs (Venlafaxin, Duloxetin) 6. lokal (Capsaicin / Lidocain) Duloxetin ist wirksam bei neuropathischen Schmerzen und Fibromyalgie, Venlafaxin bei diabetischer Neuropathie und zur Migräneprophylaxe.
- Therapie Phantomschmerz - Tricyclica / SNRI- Antikonvulsiva (Gabapentin / Carbamazepin) - Opioide - evtl. Sympathikusblockade - evtl. Neurostimulation - TENS, Perkussion, Massage, Spiegeltherapie, Biofeedback, Hypnose - optimale Prothesenversorgung
- Therapie schmerzhafte diabet. PNP (Polyneuropathie) - Tricyclica (Amitriptylin) / SNRI (Duloxetin / Venlafaxin) - Antikonvulsiva (Pregabalin) - ggf. Lidocain-Pflaster - ggf. Capsaicin-Pflaster
- Therapie Spannungskopfschmerzen - akut: Analgetika (NSAR) - Prophylaxe: Amitriptylin, Antikonvulsiva (Valproat) - Akupunktur - lokal Pfefferminzöl - Entspannungsverfahren, z.B. PMR
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- Therapie Trigeminusneuralgie - Carbamazepin (einziges Med. in Deutschland zugelassen zur Therapie d. Trigemniusneuralgie, Tagesdosis 600-800mg) - GLOA (Inj. Buprenorphin in das Ggl. cervicale superius) - Dekompression (nach Janetta)
- Therapie visceraler Schmerzsyndrome - Spasmolytica - Antidepressiva - Opioide - Psychotherapie, Hypnose, Akupunktur - Cannabinoide
- Therapie zentraler Schmerz Zentraler Schmerz ist ein Schmerz, dessen Entstehungsort im zentralen Nervensystem liegt, also entweder im Gehirn oder im Rückenmark. Die korrekte wissenschaftliche Bezeichnung lautet zentraler neuropathischer Schmerz, da ihm eine Läsion oder Funktionsstörung von ZNS-Neuronen zugrunde liegt. Schmerzfreiheit wird normalerweise nicht erreicht! - medikamentös (Antidepressiva, Antikonvulsiva, Opioide) - interdisziplinär
- Therapiealgorithmus CRPS Basis: Physio / Ergo / Spiegeltherapie+ orale Analgesie bei Rötung / Ödem: Bisphosphonate / Steroide bei Versagen: Evaluierung psych. Komorbiditäten bei Versagen: einmalig stat. Dauerinfusion mit Ketamin oder Serie von 10 Grenzstrangblockaden bei Versagen: invasive Therapien in spez. Zentren 1. Bisphosphonate 2. Glukokortikoide (Prednison)bei akut posttraumatisch-entzündlichem CRPS (Rötung, Überwärmung, Ödem) 3. Physio- und Ergotherapie (inkl. Spiegeltherapie, zur Wiedererlangung der Funktion 4. Medikamentöse Therapie chronischer (neuropathischer) Schmerzen (siehe entsprechende Leitlinie) -> Tricyclica (Amitriptylin) 5. Psychotherapeutische Verfahren 6. Bei Therapieresistenz Ketamindauerinfusion über 4 Tage zur Schmerztherapie (zunächst einmalig) 7. Bei Therapieresistenz 10(–15) Sympathikusblockaden bei gesichert sympathisch- unterhaltenen Schmerzen in erfahrenen Zentren 8. Rückenmarksnahe Elektrostimulation (SCS) 9. Intrathekale Gabe von Baclofen (Muskelrelaxans) bei fokaler Dystonie.
- Therapieoptionen Phantomschmerz - Regionalanaesthesie - Calcitonin - Amitriptylin - Antikonvulsiva: Carbamazepin, Gabapentin, Pregabalin - TENS - Sympathikusblockade - Opioide
- Therapieoptionen Zoster- / Postzosterneuralgie - Tricyclica - Calciumkanal-Blocker - SNRI - Opioide - Stellatumblockade
- Therapiestrategie Opioidentzug / Medikamentenentzug bei Kopfschmerzen Opioidentzug: schrittweise Reduktion Entzug bei medikamentinduziertem Kopfschmerz: sofortiges Stoppen
- Therapieziele anhaltende somatoforme Schmerzstörung - Entwicklung eines adäquaten Krankheitsmodells - Abbau dysfunktionalen Verhaltens und Denkens - Aufbau von Bewältigungsstrategien - Verhinderung einer weiteren Iatrogenisierung / Verfestigung des somatischen Modells
- Therapieziele Entspannungsverfahren bei Schmerz-Patienten - Verbesserung der Körperwahrnehmung - Stressbewältigung - Ablenkung vom Schmerz - Reduktion von Ein- und Durchschlafstörungen - Steigerung des Wohlbefindens
- Thermokoagulation des Ganglion trigeminale (Gasseri) bei therapieresistenter Trigeminusneuralgie (z.B. bei MS)
- Tilidin - 0,2 x MO - Wirkdauer 3 h - Tilidin + Naloxon zu Verhinderung von Abhängigkeit (Mißbrauch) Zur Verminderung unerwünschter Wirkungen (wie etwa Abhängigkeit) ist Tilidin in Fertigarzneimitteln meist in fixer Kombination mit dem Arzneistoff Naloxon verbunden. Naloxon ist nach peroraler Gabe in therapeutischen Dosierungen vernachlässigbar (Bioverfügbarkeit unter 1 %), hebt jedoch die Wirkung des Tilidins nach nicht-peroraler Gabe aufgrund des fehlenden First-Pass-Effekts beim Naloxon auf. Für die Behandlung chronischer Schmerzen ist Tilidin als Schmerzmittel in die Stufe 2 gemäß dem WHO-Stufenschema eingeordnet.
- Tolosa-Hunt-Syndrom - schmerzhafte Lähmung der Augenmuskeln - unspez. chron. Entzündung des Sinus cavernosus - Ursache unbekannt - Therapie: Kortikoide - Prognose günstig
- Topiramat - Handelsname Topamax Wirkmechanismus:Membranstabilisierung durch Natriumkanal-Blockade, Glutamat-Antagonisierung, Vrstärkung der GABAergen Hemmung Prophylaxe der Migräne!
- Trainingsparameter bei chron. Schmerzpatienten - Koordination - Kraft - Ausdauer - Dehnfähigkeit / Flexibilität
- Tramadol - 0,1 - 0,2 fach x MO - Wirkdauer 4-6 h - nicht BtM-pflichtig - kaum Atemdepression - Übelkeit / Erbrechen häufiger als bei Tilidin
- trigeminoautonome Kopfschmerzen - Clusterkopfschmerz - paroxysmale Hemicranie (Indometacin hilft, dient auch zur Diagnosestellung!!) - SUNCT-Syndrom (short lasting unilateral neuralgiform headache with conjunctional injection and tearing) -> 3 - 200 Attacken/d !!
- Triptane Triptane sind als Agonisten am Serotoninrezeptor des Subtyps 5-HT 1B/1D/1F wirksame Substanzen. Vasokonstriktion + Reduktion d. Trigeminusaktivität Akutbehandlung zur Migräne und des Clusterkopfschmerzes. Referenztriptan ist Sumatriptan NW: RR-Anstieg d. Vasokontriktion, koronare Ischämie, Paraesthesie/Kältegefühl der Extremitäten, Schwindel, Müdigkeit cave: medikamentenind. Dauerkopfschmerz (nur 10 Tbl./Monat)
- Triptane (Wirkweise) - Konstriktion der im Migräneanfall dilatierten Gefäße - Hemmung der Neuropeptidfreisetzung - Unterbrechung der trigeminalen nozizeptiven Transmission
- Triptane Kontraindikation / Interaktion Kontraindikation: KHK, Apoplex, TIA, pAVK, schwere AHT, Schwangerschaft Interaktion: SSRI -> Serotoninsyndrom
- TRPV1-Rezeptor - Der Transiente Rezeptor-Potential-Kationenkanal der Unterfamilie V (für vanilloid), Subtyp 1 - TRPV1 ist ein Ionenkanal in den sensorischen Nervenzellen des zentralen und peripheren Nervensystems, der als "Schmerzrezeptor" für die Wahrnehmung einer Reihe aktuell oder potenziell gewebeschädigender, häufig schmerzhafter Reize verantwortlich ist. - Vanilloidrezeptor - Calciumioneneinstrom bei Aktivierung -> lokale Depolarisation - Öffnung bei Hitzereizen
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- typische unerwünschte Wirkungen bei epiduraler / intrathekaler Opioidgabe Atemdepression, Pruritus, Haarausfall
- Ultraschalltherapie nicht gegen folgende Organe - Gehirn - grav. oder menstr. Uterus - Augen - Rückenmark - Epiphysenfugen
- Umrechnung Morphin i.v. -> oral x 3
- Unterscheidung Zoster-Neuralgie vs. post zoster Neuralgie Persistenz länger als 3 Monate
- Ursache Polyneuropathie - Diabetes mellitus- Hyperurikämie, Hypothyreose, Hyperlipidämie - hereditär (HMSN I + II / Amyloid-PNP)Hereditäre Motorisch Sensible Neuropathie - Vit. B1-, B2-, B6-, Folsäuremangel - paraneoplastisch, chemotherapieassoziiert - Borelliose, HIV, Lupus erythematodes, Sarkoidose
- Ursachen für Knochenschmerzen bei Tumorpatienten - Knochenmetastasen - Osteoporose - Knochenmarkbefall
- Ursachen für Schmerzen bei Tumorpatienten - tumorbedingt (Gewebsschädigung, Inflammation) - therapiebedingt (z.B. neuropathisch unter Chemoth., OP) - tumorunabhängig (ohne Bezug zur Grunderkrankung)
- Ursachen für Somnolenz unter Opioidtherapie - akzidentelle Überdosierung - suizidale Überdosierung - dekompensierte Niereninsuffizienz
- vegetative Begleitsymptome von Schmerzen - Schwitzen - Tränenfluss - Hitzewallungen - Übelkeit / Erbrechen - Hautrötung - Blässe - Obstipation
- Venlafaxin = SNRI (Serotonin / Noradrenalin Wiederaufnahme-Hemmer - atypisches Antidepressivum - NW Übelkeit, Mundtrockenheit, Schwitzen
- Viscerale Schmerzsyndrome - NCC (non cardiac chest pain) - funktionelle Dyspepsie (Reizmagen) - Reizdarmsyndrom - Syndrom X (retrosternaler Schmerz) - Post-Cholezystektomie-Syndrom
- Vorgehensweise bei Toleranzentwicklung unter Opioiden - Dosiserhöhung - Opioidwechsel - Opioidentzug
- wann Therapiepause bei LONTS? nach 6 Monaten
- wann Therapiepause bei LONTS? nach 6 Monaten
- warum macht man keine Stellatum Neurolyse? wg. unmittelbarer Nähe zu Oesophagus, Trachea, Gefäßen und Periduralraum -> Alternative: SCS (Spinal Cord Stimulation)
- warum transmukosale Applikation von Fentanyl? - hohe Durchblutung -> gute Resorption - Umgehung des first-pass Effektes
- welche Medikamente sind zugelassen für eine Schmerzpumpe? - Morphin - Baclofen (Muskelrelaxans, Behandlung der Spastik bei Rückenmarksverletzungen und MS) - Ziconotid
- Wie führen Opioide zu Übelkeit und Erbrechen? Aktivierung zentraler Chemorezeptoren in der Medulla oblongata
- Wirkprinzip Akupunktur / TENS Gegenirritationsverfahren
- Wirksamkeit NSAR post-op. PCM -> Diclo -> Ibuprofen / Metamizol -> Cox2?