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Medizin (Fach) / Spezielle Schmerztherapie (Lektion)
Fragen zur Vorbereitung auf die Prüfung "Spezielle Schmerztherapie"
Diese Lektion wurde von prellmarke erstellt.
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- Höchtdosis Opioide gemäß LONTS 120 mg gemäß Morphin-Äquivalent
- i.v. - Nichtopioide postoperativ - Metamizol - PCM - Perecoxib (Dynastat), in den USA nicht zugelassen, in der Schweiz vom Markt genommen
- iatrogene Risikofaktoren für die Chronifizierung nicht-spezifischer Kreuzschmerz - mangelnde Respektierung der multikausalen Genese - Überbewertung somatischer / radiologischer Befunde - lange Krankschreibung - Förderung passiver Therapiekonzepte - übertriebener Einsatz diagnostischer Maßnahmen
- Ibuprofen - HWS 2 h - bessere Magenverträglichkeit als andere NSAR - dosisabhängige Wirkung: niedrige Dosis -> Analgetikum, hohe Dosis -> Antirheumatikum - keine Kumulation bei Leber- oder Niereninsuffizienz - Zulassung ab 3 Monate, ab 6 kg - Hemmung der ASS Wirkung!!
- immunvermittelte schmerzhafte PNP-Formen - Guillan-Barré-Syndrom ist ein akut auftretendes neurologisches Krankheitsbild, bei dem es zu entzündlichen Veränderungen des peripheren Nervensystems kommt. - chronisch inflammatorische demyelinisierende PNP (CIDP) - Critical-Illness-PNP Unter Critical-Illness-Polyneuropathie (CIP) versteht man eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, die häufig im Zusammenhang mit schweren, intensivmedizinisch behandlungspflichtigen Erkrankungen auftritt. Wesentliche Entstehungsfaktoren sind eine Sepsis, Multiorganversagen und Langzeitbeatmungen.
- Indikation Akupunktur (lt. KV) - Spannungs-Kopfschmerz - Migräne - Lumbago - Gonarthrose
- Indikation Elektrotherapie - rheumat.- arthrogene / myogene / neurogene Schmerzen - Durchblutungsstörungen - CRPS
- Indikation Migräneprophylaxe - mehr als 3 schwere Attacken/Monat in 3 Monaten - Attacke >72h (Status migraenosus) - Attacken mit neurolog. Defiziten - Medikamentenübergebrauchskopfschmerz
- Indikation Morphinpumpe - Tumore kolorektal / uro / gyn - spinaler Wurzelausriss - Wirbelsäulenmetastasen - Osteoporose - AIDS- Tumore Kopf- / Halsbereich - chron. Pankreatitis
- Indikation SCS (spinal cord stimulation) lt. Leitlinie empfohlen bei: - FBSS (failed back surgery syndrom) - CRPS I, bei CRPS II Versuch, wenn alle anderen Maßnahmen erfolglos sind - pAVK unklar bei : Postzosterneuralgie, PNP, Phantomschmerz, inkompl. Querschnitt, Plexusläsion nicht wirksam: kompl. Querschnitt
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- Indikation T3 - Blockade - CT-navigierte Punktion in Bauchlage in Höhe des 3.BWK Die Blockade des thorakalen sympathischen Grenzstranges ist eine Therapieoption bei CRPS - indiziert falls eine Sympathikolyse am Arm trotz korrekter Stellatumblockade nicht erreicht werden kann., also der Wunsch nach länger anhaltender Sympathikolyse besteht
- Indikation zum Beenden einer Opioidtherapie - Nichterreichen der individuellen Therapieziele in der Einstellungsphase (maximal 12 Wochen) - nicht ausreichen therapierbare / tolerierbare Nebenwirkungen - Schmerzen durch andere Maßnahmen therapierbar - Missbrauch
- Indikationen für stationären Medikamentenentzug - frustraner, ambulanter Entzugsversuch trotz hoher Motivation - hohe Belastung durch psychosoziale schmerzrelevante Faktoren - multiple Substanzabhängigkeit - schwere somatische oder psychische Begleiterkrankung - schwere allgemeine Beeinträchtigung
- individuelle Risikofaktoren für die Chronifizierung nicht-spezifischer Kreuzschmerz - Rauchen - Übergewicht - geringe körperliche Kondition - Alkohol
- Individueller Therapieversuch Opioide gemäß LONTS - sek. Kopfschmerz - manifeste Osteoporose - entzündl. rheumatische Erkrankung außer rheumatoider Arthritis (z.B. bei Lupus erythematodes, Spondylarthritiden) - chron. postop. Schmerz - chron. ischämischer Extremitätenschmerz - Dekubitusschmerz - CRPS
- Indometacin - HWZ 3-11 h - häufig GI + ZNS Nebenwirkungen - Natrium / Wasserretention - Anw.: akuter Gichtanfall, rheumat. Erkrankungen - potentes NSAR mit erheblichen NW, nur für die Akuttherapie
- Insulin - Neuritis Form der diab. Neuropathie, die erst unter der Diabetesbehandlung auftritt oder schlimmer wird.
- Iontophorese Einbringen von Medikamenten durch die Haut auf elektrolytischem Weg durch Nutzung von galvanischen Strömen
- Kernaussagen Tumorschmerztherapie - oral - fester Zeitplan - 3-Stufen-Schema
- Eigenschaften von Ketamin - NMDA - Rezeptorantagonist - "dissoziative Anaesthesie" -> Analgesie, Amnesie - NW: HF steigt, Alpträume, Halluzinationen - Indikation v.a. bei Pat. mit chron. Opiateinnahme
- Klassifikation IHS primärer KS - Migräne - Spannungskopfschmerz - Cluster- und andere trigeminoautonomen KS - andere primäre KS: körperl. Anstrengung, sexuelle Aktivität sekundärer KS- traumatisch- vaskulär- Infektion- Substanz / Entzug- Homöostatisch- Schädel / HNO / Zähne- psychiatrisch NeuralgienNeuralgien / zentraler Gesischtsschmerz
- Klinik Arthrose - morgendlicher Anlaufschmerz + Gelenksteifigkeit -> Besserung unter Bewegung und Wärme
- Klinik der schmerzhaften PNP (Polyneuropathie) - Frühphase: Rötung / Überwärmung der Füße, Ruhe- / Nachtschmerz, Hitze- und Druckempfindlichkeit, Allodynie - Spätphase: Taubheitsgefühl, Hypaesthesie
- Klinik des CRPS I in der frühen Krankheitsphase - ödematöse Schwellung
- Klinik Lyme - Arthritis - episodische teils spontan bessernde, rez. Schwellung eines oder mehrer großer Gelenke - insgesamt eher schmerzarm - häufig Kniegelenk betroffen
- Klinische Zeichen der Radikulopathie - Plus-Symptome: Nervendehnungszeichen (Lasegue) - Minus-Symptome: neurolog. Defizit, Reflexausfall, Störung von Kraft / Sensibilität
- Klinik Tic douloureux (Trigeminusneuralgie) weist auf das gelegentlich den Schmerz begleitende reflektorische Zucken der Gesichtsmuskulatur hin
- Klinik Trigeminusneuralgie - kurze messerstichartige, elktrisierende einschießende Schmerzen im Versorgungsgebiet eines oder mehrerer Trigeminusäste - meistens 2-3 / Tag - spontan oder getriggert durch Zähneputzen, kauen, sprechen - oberflächliche Wahrnehmung - oft in höherem Lebensalter
- Symptome des zentralen Schmerz - brennende Spontanschmerzen - evozierter Schmerz - einschießende Schmerzattacken Definition: Nach der "International Association for the Study of PAin (IASP)" sind zentrale Schemrzen definiert als "Schmerzen, die nach einer primären Läsion oder Dysfunktion im zentralen Nervensystem initiiert oder verursacht werden." Nach neuern Bestrecbungen einer internationalen Expertengruppe soll der Begriff "Dysfunktin" vermieden werden. Zentrale Schmerzen sollen als "Schmerzen, die als direkte Konsequenz einer Läsion oder Erkrankung im zentralen somatosensorischen System entstehen" beschrieben werden. Darüberhinaus soll eine Unterteilung in "definitive", "wahrscheinliche" oder "mögliche" neuropathische Schmerzen vorgenommen werden.
- klinische Skalen zur Quantifizierung von Spasmen - Ashworth - Skala - Spasmus - Frequenz - Skala
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- Kombination NSAR + SSRI Blutungsrisiko steigt, da die SSRI auch eine Thrombozytenaggregationshemmung bewirken
- Kombination NSAR + Sulfonylharnstoffe Verdrängung der Sulfonylharnstoffe (steigern die Insulinproduktion) aus der Plasmaeiweißbindung, dadurch mehr freie Sulfonylharnstoffe-> Hypoglykämie(z.B. Glibenclamid, Climepirid)
- Komplikation langfristige epidurale Medikamentenapplikation epidurale Fibrose -> Verteilung und Resorption sind herabgesetzt
- komplexes regionales Schmerzverstärkungssyndrom bei Kindern / Jugendlichen - Bewegungslosigkeit des Körperteils - kühl, blau verfärbt, geschwollen - meist Fuß / Hand - medikamentöse Therapie untergeordnet
- Komplikationen der Stellatumblockade - Krampfanfall - hohe Spinalanaesthesie mit Atemstillstand - Ateminsuffizienz
- Komponenten der Schmerzwahrnehmung - sensorisch diskriminativ - affektiv-motivational - kognitiv-evaluativ
- Kontraindikation Kryotherapie - Angina pectoris - Kälteallergie - pAVK - Raynaud - Erfrierungen - offene Wunden - regenerierende Nerven
- Kontraindikation Langzeitanwendung Opioide gemäß LONTS - primäre Kopfschmerzen - funktionelle / somatoforme Schmerzen - Fibromyalgie - chron. Schmerzen als Leitsymptom psych. Störungen (somatoforme Schmerzstörung, Angststörung, Depression) - Pankreatitis - chron. entzündl. Darmerkrankungen
- Kontraindikation multimodale Therapie - Suchtproblematik - eine die Therapie behindernde Psychopathologie - eingeschränkte Belastbarkeit - sprachliche / intellektuelle Defizite - sekundärer Krankheitsgewinn
- Kontraindikation Opioide absolut: - Ateminsuffizienz - Asthma bronchiale - Intoxikation C2, Hypnotika, Psychopharmaka relativ: - Hirndruck hoch - Epilepsie - akute Pankreatitis - Colitis ulcerosa - Nieren- / Leberinsuffizienz
- Kontraindikation PDA (Periduralanaesthesie) absolut: - Infektion im Punktionsgebiet- Gerinnungsstörung- Hypovolämie- Allergie- Ablehnung des Patienten relativ: - isolierte Nervenläsion oder PNP im Ausbreitungsgebiet- schwere deg. WS-Veränderungen
- Kontraindikation TENS - Insult - Unverträglichkeit der Klebeelektroden - offene Wunde - auf Schleimhäuten - über den Augen - über dem Sinus caroticus
- Kontraindikation Thermoanwendungen - offene Wunde - Durchblutungsstörung - TVT - Dysaesthesien - Hypaesthesien - Ödeme - Malignome der Haut
- Kontraindikation Ultraschall-Therapie - Arthritiden - offene Wunde - Herzschrittmacher - Thrombophlebitis - Malignome - post-op im OP-Gebiet
- Kopfschmerztherapie im Entzug - Amitriptylin - Glukokortikoide - MCP / ASS bei Migräneanfall
- Kriterien für ein Abhängigkeitssyndrom - Craving (starkes Verlangen) - verminderte Kontrolle (über Beginn / Menge) - körperliche Entzugssymptome bei Reduktion - Toleranzentwicklung - Vernachlässigung anderer Verpflichtungen - anhaltender Verbrauch wider besseren Wissens
- Laxantien - Ballaststoffe: Leinsamen, Flosamen -> Basistherapie - osmotisch wirksam: -- synth. (Macrogol) -> 1.Wahl-- Zucker (Lactulose, Sorbit)-- salinisch (Natriumsulfat)
- Levomethadon - vollsynthetisch hergestelltes Opioid mit starker schmerzstillender Wirksamkeit. Methadon ist reiner Agonist am μ-Rezeptor - L-Polamidon (Handelsname) - 2 - 4 x MO - Wirkdauer 5 - 7 h - rasche Resorption, lange HWZ -> Therapie 1x/d - langsames Anfluten im ZNS ohne Euphorie -> gut für Substitutionsbehandlung - auch Therapieoption bei neuropathischen Schmerzen
- Lokalisation der Opioid-Rezeptoren zentral: RM-HH, Thalamus, Hirnstamm, limb. System, Großhirnrinde peripher
- Maladaptive Schmerzbewältigungsstrategien - ängstliches Vermeidungsverhalten - Durchhaltestrategien - Katastrophisieren