Klinische Psychologie (Fach) / 3. Epidemiologie (Lektion)

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3. Epidemiologie

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  • Welche Arten der Epidemiologie unterscheidet man? die deskriptive und die analytische Epidemiologie
  • Was ist die deskriptive Epidemiologie? - befasst sich mit der zeitlichen und räumlichen Verteilung von Erkrankungen und gesundheitsrelevanten Variablen - sowie den Determinanten ihres Auftretens - in Zusammenhang mit sozialen, genetischen, Verhaltens- und Umweltfaktoren  - in einer genau definieren Population  => Vor allem Beschreibung und statistische Verteilung 
  • Womit beschäftigt sich die deskriptive Epidemiologie? Mit der zeitlichen und räumlichen Verteilung von Krankheiten und gesundheitsbezogener Variablen sowie mit den Determinanten ihres Auftretens 
  • Welche Faktoren guckt sich die deskriptive Epidemiologie an? Genetische Faktroen  Soziale Faktoren Umweltfaktoren Verhaltensfaktoren
  • Worauf konzentriert sich die deskriptive Epidemiologie? auf eine genau definierte Population 
  • Was ist die Hauptaufgabe des deskriptiven Epidemiologie? - beschreibung der Verteilung von Krankheiten  - statitistische Verteilung von Krankheiten untersuchen
  • Was ist die analytische Epidemiologie? - versucht auf Grundlage der deskriptiven Epidemiologie - bevorzugt prospektiv-longitudinale Hinweise für kausale Faktoren zu finden - bzw. den Risikostatus bestimmter Faktoren zu ermitteln und zu quantifizieren  - untersucht Auftreten und Spontanverlauf psychischer Störungen  - mit dem Ziel, Erkenntnisse über Ursachhen, Risiko- und Auslösefaktoren  - genetischer, biologischer, sozialer, psychologischer und umweltbezogener Art sowie ihrer Interkation zu gewinnen 
  • Auf welcher Grundlage arbeitet die analytische Epidemiologie auf Grundlage der deskriptiven Epidemiologie
  • Was versucht die analytische Epidemiologie? - Hinweise für kausale Faktoren zu finden  - den Risikostatus bestimmter Faktoren zu ermitteln und quantifizieren 
  • Wie arbeitet die analytische Epidemiologie bevorzugt? prospektiv-longitudinal 
  • Was untersucht die analytische Epidemiologie? Auftreten und Spontanverluaf psychischer Störungen 
  • Was ist das Ziel der analytischen Epidemiologie? - Erkenntnisse über Ursachen, Risiko- und Auslösefaktoren genetischer, biologischer, psychologischer, sozialer und umwelbezogener Art sowie ihrer Interaktion zu gewinnen 
  • Worüber will die analytische Epidemiologie Erkenntnisse gewinnen? (und welcher Art?) über: Ursachen, Risikofaktoren und Auslösefaktoren Art: sozialer, psychologischer, genetischer, umweltbezogener und biologischer Art 
  • Wie nennt man ein Modell aus der Medizin um die Entstehung von Krankheiten zu erklären? Die epidemiologische Trias 
  • Was ist die epidemiologische Trias Ein Handlungsmodell zur wechselseitigen Interaktion von  Person (Vulnerabilitäten)  Umwelt schädlichen Einflüssen  => die Ausprägung dieser drei Faktoren soll gemeinsam die Entstehung von Krankheiten erklären 
  • Was ist die Prävalenz die Häufigkeit von Krankheiten 
  • Wie wird die Häufigkeit einer Krankheit genannt? Die Prävalenz 
  • Was ist die Prävalenzrate Prozentsatz der Häufigkeit einer Krankheit in einer definierten Population zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem bestimmten Zeitraum 
  • Welche Prävalenzraten gibt es? Die Punktprävalenz (wie viele Personen an einem Stichtag erkannt sind)  Die 12-Monats-Prävalenz (wie viele Personen innerhalb eines Jahres erkrankt sind) Lebenszeitprävalenz (Prävalenz über die Lebensspanne, wie viele innerhalb ihres Lebens daran erkranken) 
  • Behandlungsprävalenz erfasst nur die Fälle, die im Kontakt mit Behandlungseinrichtungen sind (also von allen die beim Hausarzt sind, allen die in Klinik sind usw.) --> man guckt bei allen die in Behandlung sind, egal warum => tpyischerweise durch Komorbidität erhöht (Menschen mit psychischen Krankheiten haben höheres Risiko für ander psychische/ körperliche Krankheit) 
  • Ist die Behandlungsprävalenz höher oder niedriger als die wahre Prävalenz? Höher, da sie durch Komorbidität erhöht ist (Menschen haben neben psychischer Krankheit meist weitere psychische oder körperliche Krankheit) 
  • Inzidenz Häufigkeit des Neuauftretens einer Erkankung Anteil der Personen (unabhängig von Population) bei denen die Krankheit innerhalb eines bestimmten Zeitraums neu auftritt 
  • 12-Monats-Inzidenzrate Anteil an Personen der innerhalb eines Jahres neu an der Krankheit erkrankt ist 
  • Was ist höher: Prävalenz oder Inzidenz? Prävalenz ist höher, da die Inzidenz nur die Neuerkrankungen erfasst 
  • Was ist das Risiko? Die WK zu einem gewissen Zeitpunkt jemals an einer bestimmten Krankheit zu leiden 
  • Wie verhält sich das Risiko über die Lebensspanne? Das Risiko ist bei Geburt am größten und nimmt mit zunehmenden Alter ab, denn je älter man wird, desto weniger wahrscheinlich noch an einer psychischen Krankheit zu erleiden)
  • Die Lebenszeitprävalenz entspricht dem Risiko bei Geburt 
  • Das Risiko bei Geburt entspricht Der Lebenszeitprävalenz 
  • Komorbidität Vorliegen mehrer spezifischer Diagnosen bei einer Person innerhalb eines bestimmten Zeitraums (also die WK weitere Störung zu entwickeln wenn man bereits eine hat) 
  • Vorliegen mehrerer spezifischer Diagnosen bei einer Person innerhalb eines Zeitraumes Komorbidität 
  • Worauf müssen Prävalenz, Inzidenz und Risiko immer bezogen sein? - auf eine zugrundeliegende Population  - auf Falldefinition --> es muss genau festgelegt werden was als Fall betrachtet wird: ganze Störung, einzelnes Syndrom etc. 
  • Was muss immer bezogen werden auf eine zugrundeliegende Population und Falldefinition? Prävalenz, Inzidenz und Risiko 
  • Wessen Wichtigkeit entspricht der von Reliabilität und Validität? Prävalenz und Inzidenz 
  • Welche Untersuchungsdesigns gibt es? Querschnittstudie (mehrere Gruppen zu einem Zeitpunkt) Längsschnittstudie (eine Gruppe zu mehreren Zeitpunkten) Kohortenstudie (eine Gruppe die nach bestimmten Kriterien ausgewählt wurde, zu mehreren Zeitpunkten) Fallkontrollstudien und Interventionsstudien  (Fallkontroll = Kranke/ Risikogruppe wird mit gesunden KG verglichen), (Interventionsstudie = EG erhält Intervention, KG nicht) 
  • Was ist eine Fallkontrollstudie Eine Gruppe Kranker oder Risikopatienten wird verglichen mit einer gesunden KG 
  • Was ist eine Interventionsstudie EG erhält Intervention, KG erhält keine Intervention
  • 12-Monats-Prävalenz psychischer Störungen in Deutschland - am häufigsten - am zweithäufigsten - spezifische Phobien - unipolare Depression (8,2%)  => 8,2% aller Deutschen haben innerhalb eines Jahres eine Depression 
  • 12-Monats-Prävalenz psychischer Krankheiten in Europa? - insgesamt - am häufigsten - am zweithäufigsten - 1/3 aller Eruropäer ist innerhalb eines Jahres von psychischen Störungen betroffen  - Angststörungen (12%) - depressive Störungen (7%) 
  • Wie viel Komorbidität zeigen die Deutschen in der 12 Monaten? 40%, da 60% nur eine Diagnose haben 
  • Wie ist die Geschlechterverteilung psychischer Störungen - bei fast allen Störungen sind Frauen häufiger als Männer oder es ist gleich verteilt  - außer bei: Substanzstörung und antisozialer Persönlichkeitsstörung  - bei Kindern (bis Pubertät) ist es anders herum, Jungen häufiger als Mädchen erkrankt 
  • Bei welchen Störungen sind Männern häufiger erkrankt als Frauen? - antisoziale Persönlichkeitsstörung - Substanzstörung 
  • Wie ist die Geschlechterverteilung psychischer Störungen im Kindesalter? - Jungs sind häufiger erkrankt als Mädchen  - Ursachen sind multikausal aber Hauptgrund ist vermutlich die schnellere Hirnentwicklung bei Mädchen, welche protektiv ist 
  • Was ist ein Odds Ratio? OR  gibt das erhöhte Risiko an, an Krankheit B zu erleiden, wenn man bereits an A erkankt ist (also wie viel höher die WK ist daran zu erkranken als ohne B) 
  • Welche 4 Störungen zeigen hohe Komorbidität? Angststörungen Affektive Störungen Somatoforme Störungen  Substanzstörung 
  • Wie viel erhöht ist das Risiko einer Person mit Angststörung an einer Substanzstörung zu erkranken? 2,6 fach erhöht im 
  • Was sind Korrelate psychischer Krankheiten? Familienstand Ausbildungsstand soziale Schicht Stadt-Land-Unterschiede KEINE Korrelation mit Berufstätigkeit 
  • Familienstand und psychische Krankheiten - Alleinlebende haben ein höheres Risiko zu psychische Krankheiten
  • Ausbildungsstand und psychische Krankheiten --> Gründe Je höher der Ausbildungsstand, desto geringer das Risiko für psychische Krankhheiten  1) Soziale-Drift Hypothese: sozial Kranke steigen ab in niedrigere Schichten  2) mehr Belastung in unteren sozioökonomischen Schichten  3) fehlende Diagnose aufgrund Rollenkonfundierung bei höheren Schichgten 
  • soziale Schicht und psychische Krankheiten je höher die soziale Schicht, desto weniger psychische Krankheiten  => deutliches Korrelat 
  • Stadt-Land-Unterschiede und psychische Störungen - Menschen in Stadt sind häufiger erkrankt  - Grund aber wohl, dass sie aufgrund von mehr Anonymität in die Stadt ziehen; auf dem Land hat Erkrankung fatalere soziale Folgen  => außerdem sind in der Stadt mehr Single-Haushalte und das begünstigt psychische Störungen