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Fachwirt für Versicherung und Finanzen (Fach) / Vorbereitung Prüfung Teil B Produktmanagement Sach (Lektion)
Sachversicherung für private und gewerbliche Kunden
Diese Lektion wurde von herxe2104 erstellt.
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- Bestandteile der Annahmerichtlinien im Bezug auf die gewerbliche Nutzung (Wohngebäude) - Abgrenzung zur privaten Gebäudeversicherung (max. 50 % gewerbliche Nutzung) - Höchstversicherungssumme - Alter des Gebäudes (anschließend Sanierungsbogen erforderlich) - Zeichnung von Risiken mit Vorschäden - Schadenquote berechnen (max. 60%) - Formulierungen von erforderlichen Brandschutzmaßnahmen
- Aufbau und Bedeutung des Versicherungsantrages Aufbau: - Allgemeiner Teil (Name) - Technischer Teil (Beginn, Ablauf) - Risikoteil (Versicherungsort) - Formaler Teil (Belehrungen, Hinweise) zu dem gesetzliche Informationen, Produktinformationsblatt, Beratungsprotokoll) Bedeutung: Der Antrag soll den Versicherer in die Lage versetzen, sich ein umfassendes Bild über das zu versichernde Risiko zu machen. Annahme des Risikos, Festsetzung des Beitrages, ggf. Klauseln, Ablehnung des Risikos.
- objektives und subjektives Risiko in der Wohngebäudeversicherung objektiv: erkennbar, messbar und nicht beeinflussbar (z.B. Bauart, Bedachung) subjektiv: hängt vom Verhalten, der Einstellung und den Wertevorstellungen des VN ab (z.B. Sorgfaltsinteresse)
- Inhalt der Annahmerichtlinien für gewerbliche Risiken z.B. Zeichnungsverbot für bestimmte Betriebsarten Zeichnungsverbot für bestimmte Gebäudemerkmale (weiche Dachung) unerwünschte Risiken
- Auswirkungen wenn die Annahmerichtlinien nicht angewandt werden z.B. diverse Risiken werden nicht vom Rückversicherer gedeckt, dadurch ist das versicherungstechnische Interesse gefährdet
- versicherungstechnische Kennzahl Combined Ratio = kombinierte Schaden-/Kostenquote Formel: Schadenaufwand + Kosten: Beiträge x 100
- Instrumente der Absatzpolitik - Produktpolitik (Versicherungsschutzgestaltung) - Preispolitik (Preisstrategie) - Kommunikationspolitik (Werbung) - Distrubutionspolitik (Absatzweg - Makler-, Banken- oder AO-Vertrieb)
- Vorteile und Rechenweg der Deckungsbeitragsrechnung Rechenweg: Beitragseinnahme abzgl. direkt zurechenbarer Risiko-und Betriebskosten - ein positiver Deckungsbeitrag trägt zur Deckung des Gemeinkostenblocks bei Vorteil: Programm- bzw. Spartenentscheidungen werden in dieser Betrachtung erleichtert z.B. niedriger Deckungsbeitrag = schärfere Annahmerichtlinien
- Gründe für den Abschluss einer Transportversicherung - Besuch von Messen und Ausstellungen - Transporte werden auch durch andere Verkehrsträger durchgeführt - Versicherung von fremden Interessen - Mitversicherung weiterer Deckungsbaustein (z.B. Reisegepäck)
- versicherungstechnische Prozesse bei einer Produkteinführung - Entwicklung und Marketing (Produktplanung, Gestaltung) - Vertrieb (Absatzplanung, Kundenservice) - Risikomanagement (Risikostrategie, Controlling) - Abwicklung/Betrieb (Antrags-, Vertrags-und Schadenbearbeitung) - Infrastruktur (Personal, IT)
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- Handelssanktionen - spielen dann eine Rolle, wenn diese Sanktionen auch das Verbot von Versicherungen beinhalten - sofern diese Sanktionen den Import oder Export bestimmer Güter umfasssen, sind der Abschluss einer Versicherung sowie eine Schadenzahlung nicht erlaubt
- Argumente für den Abschluss einer Bauleistungsversicherung - Bauherr bestimmt den Versicherungsumfang - Bauverzögerungen werden vermieden - Bauhandwerker sind mitversichert - Bauleistungs-Versicherer reguliert vorab und führt dann ggf. den Regress durch
- Einschätzung des Leitungswasser-Risikos und die Maßnahmen den Ertrag zu verbessern Einschätzung: - Alter des Rohrleitungssystem - Vorschäden - Nutzungsart des Gebäudes Maßnahmen: - Vereinbarung einer SB - nur weiter versicherbar, wenn technische Verbesserungen durchgeführt werden - Kündigung der Gefahr oder des gesamten Vertrages
- Tarifgestaltung für Neubauten - Neubaunachlass - altersbezogene Staffelbeiträge - altersabhängige SB
- Referenzen für das Benchmarking und Beispiele - Abschlussaufwendungen - Verwaltungsaufwendungen - Provisionen - Löhne/Gehälter - Spartendaten - Anzahl der Verträge - verdiente Nettobeiträge = systematischer und kontunierlicher Prozess des Vergleiches von Produkten beim Produkt-Benchmarking liegt der Fokus auf dem Produkt
- gesetzliche Grundlagen des Frachtführers HGB § 407 bis 450 HGB
- gesetzliche Grundlagen des Spediteurs HGB § 453 bis 466 HGB
- DIC und DIL-Deckung Bei der DIC oder DIL Deckung handelt es sich um eine Regelung zum Verhältnis der Grundsicherung im Ausland zur inländischen Versicherung (MasterCover) DIC = Difference in Condition (Konditionsdifferenzdeckung) = Übernahme von Versicherungslücken der Inhalte DIL = Difference in Limits (Summendifferenzdeckung) = Übernahme von Versicherungslücken der Summen
- Mitversicherung (Definition) = Beteiligungsgeschäft - Aufteilung des Versicherungsschutzes erfolgt nach vereinbarten Quoten - jeder beteiligte Versicherer hat einen eigenständigen Vertrag - dem VN sind alle im Risiko beteiligten Personen bekannt - jeder Versicherer haftet für den gezeichneten Teil - i.d.R ist eine Führungsklausel vereinbart - der Führende kümmert sich um die Beitragsaufteilung, Schadenregulierung und den Schriftwechsel - dafür erhält er eine Führungsprovision
- Franchisevarianten Abzugsfranchise: bei jedem Schaden ist der VN bis zum vereinbarten Betrag (z.B. 250 €) beteiligt, Schäden unter dem Betrag trägt der VN selbst Intergralfranchise: Schäden unter dem vereinbarten Betrag trägt der VN selbst, alle Schäden über dem Betrag trägt der Versicherer voll ohne Anrechnung des Betrages
- Auswirkungen der Franchise auf den VN und den Versicherer weitere Möglichkeiten den VN am positiven ggf. negativen Ergebnis zu beteiligen VN: Beitragsreduzierung, Erhöhung des Sorgfaltsinteresse, Eigenbeteiligung im Schadenfall VR: geringere Anzahl von Schäden, geringere Entschädigung, Reduzierung von Schadenregulierungskosten z.B. Gewinnbeteiligung, Beitragsreduzierung/erhöhung, Schadenvorausrabatt
- obligatorische und fakultative Kosten mit einer Empfehlung obligatorische Kosten = müssen aufgrund gesetzlicher Vorschriften zwingend im Versicherungsvertrag enthalten sein (VVG - Schadenminderungskosten) fakulative Kosten = können auf Antrag des VN miversichert werden Empfehlung: Bei den fakulativen Kosten besteht mehr Flexibilität, allerdings besteht auch die Gefahr, dass wichtige Kostenpositionen vergessen werden oder an den falschen Stellen gespart wird.
- Erst-Risiko = Versicherer übernimmt das erste Risiko - eine evtl. Unterversicherung wird nicht angerechnet - Versicherer leistet bis zur vereinbarten Versicherungssumme - VN trägt das 2. Risiko - den übersteigenden Teil des Schadens
- objektive Risikofaktoren in der Transportversicherung - Transportmittel - Art des Gutes - Transportweg - Verpackung - Lagerung
- imaginärer Gewinn (Definition) = erhoffter, aber noch nicht realisierter Gewinn - kann auf Antrag des VN mit einer Klausel bis 10 % mitversichert werden
- Aufgabe und Inhalt der Haftzeit in der Ertragsausfallversicherung - während der 12 monatigen Haftzeit bildet die Versicherungssumme bei der Schadenregulierung die Leistungsobergrenze - Rückwärtsbetrachtung Bewertungszeitraum: Ende des Betriebsunterbrechungsschaden spätestens Ende der Haftzeit)
- Vor-und Nachteile der Beitragsmodelle (Gesamtwerte und Umsatzbasis) Gesamtwerte: + exate Abrechnung der tatsächlich gemeldete Summe je Reisestrecke + Berücksichtigung von nicht fakturierten Transporten + Beitrag für politische Risiken kann genau berechnet werden - aufwendige Zusammenstellung erforderlich - Mitbewerber können die Kalkulation nachvollziehen Umsatzbasis: + Sicherheit, dass alle definierten Transporte versichert sind + einfache Handhabung + Kalkulation kann durch einen Mitbewerber nicht nachvollzogen werden - Beitragsvor-und nachteile des VN/VR möglich - keine Berücksichtung von nicht fakturierten Kosten - Beitrag für politische Risiken kann nicht berücksichtigt bzw. berechnet werden
- Funktionen des Bewertungszeitraums in der Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung - Ermittlung des Versicherungswertes erfolgt aus den fortlaufenden Kosten und dem Betriebsgewinn, der ohne Unterbrechung in dem Bewertungszeitraum erwirtschaftet wurde - 12 Monate Haftzeit (mit Vereinbarung einer Klausel auf 24 Monate erweiterbar) - Ende mit dem Zeitpunkt von dem an der Ertragsausfallschaden nicht mehr besteht, spätestens mit Ablauf der Haftzeit - Ermittlung des Versicherungswertes kann er erfolgen, wenn der Betrieb wieder läuft
- Problem der nicht fakturierten Transporte auf der umsatzbasierten Berechnung nicht fakturierte Transporte sind nicht im Umsatz enthalten , stellen aber für den Transportversicherer ein Risiko dar in der Kalkulation müssen daher Annahme getroffen werden und diese müssen Kalkulatorisch berücksichtigt werden.
- Arten der Außenversicherungen selbständige: - eigene Position mit eigener Versicherungssumme (i.d.R. Deckungsgrenzen und Erstversicherungssummen) abhängige: - Versicherer bietet auf Antrag des VN Versicherungsschutz für Sachen die sich außerhalb des Versicherungsortes befinden. Versicherer leistet subsidiär
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- Verkaufsargumente für ein neues Produkt (Hilfsmittel) - Prospekt - Hilfsmittel für die Ermittlung des Bedarfes (Fragebögen) - Schulungsunterlagen - Leitfäden für die Einwandbehandlung - FAQ´s - Beratersoftware - Beratungsprotokolle - Zeichnungsrichtlinen
- Zweck von Annahmerichtlinien = spielen die Risikopolitik des Versicherers wieder (Risikoprüfung) - ein solides, dauerhaftes Geschäft braucht Regeln, um das versicherungstechnische Risiko zu mindern Beispiele: - Klarheit über erwünschtes Geschäfts - SB zur Vermeidung von Frequenzschäden - Risiken vermeiden, die den PML (Probable Maximum Loss) übersteigen
- Beispiele für eine Änderung der Annahmerichtlinien = können sich sowohl positiv als auch negative Auswirkungen auf die Umsatz-und Ertragssituation ergeben + steigender Ertrag + geringere Schadenquote + bessere Umsatzrendite + weniger Schadenfälle - Umsatzrückgang - Imageverlust - geringere Stückzahl
- beanspruchungsgerechte Verpackung = wenn diese unter Berücksichtigung von Versandbelastungen, Versandweg, Versanddauer sicherstellt, dass das Packgut ohne Schaden den Empfänger erreicht
- versicherte und nicht versicherte Kostenarten in der FBU versicherte: - Löhne/Gehälter - Pacht/Miete - Grundsteuer nicht versicherte: - Umsatzsteuer - Ausfuhrzolle - Verbrauchssteuern
- Über-und Unterversicherung Überversicherung: - die Versicherungssume übersteigt den Versicherungswert - der Versicherer als auch der VN können verlangen, dass die Versicherungssumme unter verhältnismäßiger Minderung der Prämie sofort herabgesetzt wird Unterversicherung: - die Versicherungssumme ist erheblich niedriger als der Versicherungswert - Versicherer leistet nur im Verhältnis zur Versicherungssumme
- Invitationsmodell - Beratung und Erfassung risiko relevanter Daten - Antrag des VN (Antrag auf Angebotsabgabe durch den VN) - Prüfung durch den Versicherer ( 2 Wochen Widerrufsfrist § 8 VVG) - Annahme durch den VN - Aushändigung der Police Vorteile: Unterlagen müssen nicht im Vorfeld ausgehändigt werden + ohne ausdrückliche Erklärung des Versicherers keine vorläufige Deckung
- Antragsmodell - Beratung und Angebot - Antrag des VN - Prüfung des Versicherers (2 Wochen Widerrufsrecht §8VVG) - Annahme durch den Versicherer und Aushändigung der Police Vorteile: + Eingang des Antrages bedeutet für den VN - vorläufiger Versicherungsschutz + mit Datum der Policierung voller Versicherungsschutz + einstufiger Verkaufsprozess - hoher Verwaltungsaufwand
- Bestandteile der Bruttorisikoprämie und mögliche Fehler bei der Kalkulation Nettorisikoprämie + Sicherheitszuschlag = Bruttorisikorpämie Die Nettorisikoprämie entspricht dem erwarteten Gesamtschaden auf Basis des Äquivalenzprinzips. Sie ist eine Art Puffer mögliche Fehler sind: - ein zu gering kalkulierter Zuschlag - erwarteter Gesamtschaden -> tatsächlicher Gesamtschaden ist höher
- Zeitwertvorbehalt in der Elektronikversicherung Trotz der Vereinbarung einer Neuwertversicherung wird nur der Zeitwert entschädigt, wenn der zeitwert weniger als 60% des Neuwerts beträgt.
- Wie ändert sich das Geschäftsergebnis wenn die Courtage reduziert wird? - es kann zu veringerten Abschlusskosten führen - das Ergebnis der Schadenaufwände können dadurch entweder vollständig oder teilweise kompensiert werden - es kann aber auch zu weniger Geschäft kommen
- Klausel 8403 - Rückwirkungsschäden in der Betriebsunterbrechungsversicherung kritische Punkte für das Underwriting Zulieferer werden namentlich nicht benannt, daher - keine Annahme-/Risikoprüfung möglich - keine exakte Beitragskalkulation möglich
- Combined Ratio und die Bedeutung für den Sachversicherer = Schaden-Kosten-Quote - Dient zur Rentabilitätsbeurteilung - die Kennzahl ist für den Schaden-und Unfallversicherer von Bedeutung. Je geringer die CR ist, desto profitabler arbeitet das Unternehmen. Je höher des CR >100% macht das Unternehmen Verluste
- GEO-Zonen als risikopolitische Maßnahme zur Vereinbarung von: - SB - Rückversicherungen - Beitragszuschlag - technische Auflagen (z.B. Einbau Rückstauklappe)
- Sicherheitsvorschriften (gesetzlich, behördlich, vertraglich) gesetzlich: in zahlreichen Gesetzen verankert behördlich: in Verwaltungsakten von Hoheitsträgern verankert (z.B. Unfallverhütungsvorschrift) vertraglich: in den allgemeinen Versicherungsbedingungen enthalten = die wichtigste Gruppe von Obliegenheiten und soll die Gefahr vermindern oer eine Gefahrerhöhung verhindern sogenannte gefahrmindernde Obliegenheit
- Formen der Lagerung (Transport) transportbedingte: Lagerung während des Transportes (VN hat keinen Einfluss darauf) disponierte: vom VN veranlasste Lagerung
- Probleme der Mitversicherung der groben Fahrlässigkeit in der Betriebsunterbrechungsversicherung - Sicherheitsvorschriften werden missbraucht - subjektives Risiko ist höher - Schadenpotenzial - Abgrenzung grobe Fahrlässigkeit/bedingter Vorsatz schwer möglich
- Kennzahlen zur Frühindikation eines schlechten Schadenverlaufs innerhalb eines Rahmenvertrages - Zahl der Meldeschäden - Schadenhäufigkeit - Schadensatz - Geschäftsjahres Schadenzahlungen - Geschäftsjahres Schadenaufwand
- Produktneugestaltung wegen der Schadenquote - Antrag: eindeutige Antragsfragen - Bedingungen: Schaffung von vertraglichen Sicherheitsvorschriften, Schaffung von SB´s - Produktinformationen: Verdeutlichung der Problematik - Annahmerichtlinien: Annahme nur nach besonderer Prüfung
- Bedeutung Workflow und Vorteile für den VN, VR und Handwerker technische Prozesse müssen versucht werden, um die Schäden und Prozesse zu standardisieren und kontrollieren Vorteile für den VR: - Steuerung des gesamten Reparaturprozess und Kundenbindung Vorteile für den Handwerker: - zeitnahme Rechnungsbegleichung und Auftragssicherheit Vorteile für den VN: - komplette Abwicklung durch den VR und ggf. verbesserte Risikoprämie