ACH-Robbers (Fach) / Kahl_Magen (Lektion)

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Magen

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  • Magenkarzinom DEFINITION - häufigste Neoplasie des Magens - selten Karzinoide und Lymphome KLASSIFIKATION nach Histologie - Adenokarzinom -> papillär wachsend, muzinös wachsend, tubulär - Siegelringzellcarzinom -> Adenoquamöse - Plattenepithelkarzinom - Kleinzellige Karzinome - undifferenzierte Karzinome nach Lauren - intestinaler Typ -> enthält Drüsenstrukturen, ist meist gut differenziert, bei frühzeitiger Entdeckung bessere Prognose - diffuser Typ -> enthält keine Drüsen, schlecht differenziert, metastasiert früher, infiltriert Lymphgefäße - Mischtyp -> wird behandelt wie diffuser Typ nach Lokalisation - Kardia -> 15% - Korpus, Fundus -> 25% - Antrum, Pylorus -> 60& EPIDEMIOLOGIE - insgesamt rückläufige Inzidenz -> aber fast nur intestinaler Typ - in Europa 30/100 000 Einwohner - intestinaler Typ im höheren Alter - Männer fast doppelt so häufig betroffen URSACHEN - chron. Gastritis -> Infektionen mit Helicobacter pylori, perniziöse Anämie - Nitrosamine KLINIK - im Frühstadim sehr dezent - Gewichtsverlust - später Völlegefühlt im Oberbauch - dauerhafte Schmerzen - Inappetenz - Übelkeit, Erbrechen -> bes. bei Tumoren am Magenausgang - Schluckstörungen -> fortgeschritten am Mageneingang - Magenblutung - Ikterus bei Pankreasinfiltration DIAGNOSTIK - körperliche Untersuchung -> vergrößerte Lymphknoten kranial der linken Clavicula (Vichow-Lymphknoten), Asziteszeichen, Lebervergrößerung - Gastroskopie mit Biopsie (ggf. Methylenblaufärbung) - Endosonografie - CT-Abdomen - Tumormarker -> nur Sensivität von 10-30% TNM Klassifikation T-Primärtumor - Tx (nicht beurteilbar), T0 (kein Anhalt für Primärtumor), Tis (Carcinoma in Situ), T1  - T4 (Befall der Nachbarorgane) N-Lymphknotenbefall - NX, N0, N1 - N3 (Metastasen in mehr als 15 regionären Lymphknoten) M - Fernmetastasen - MX (nicht beurteilbar), M0 ( keine Fernmetastasen), M1( Fernmetastasen) THERAPIE - endoskopische Resektion mit lokaler Abtragung -> bei Stadium T1aN0M0 (nur auf Mukosa begrenzt) - chirurgische Resektion mit Gastrektomie -> einzig kurative Möglichkeit - mind. Sicherheitsabstand von 5cm bei intest. Typ, 8cm bei diff. Typ - intestinaler Typ -> 4/5 Resektion  - diffuser Typ: totale Gastrektomie mit ggf Ösophagusteilentfernung und/oder Duodenalteilentfernung - systematische LAD mit Entfernung des Omentum majus und minus - Neoadjuvante Chemotherapie -> bei T3, T4 Stadium - adjuvante Chemotherapie oder Radiochemotherapie -> zB bei verbliebenem Tumorrest, sonst fraglich PROGNOSE - 7ß% aller Fälle werden erst im Stadium III und IV erkannt -> Sterberate hoch - Stadium I -> 5 Jahresrate 65-80% - Stadium II -> 22% - Stadium III -> 5% - Stadium IV -> 0%
  • Ulcus ventriculi DEFINITION - Ulcus der Magenschleimhaut -> auch peptischer Ulcus - lokalisierter Defekt der Magenschleimhaut URSACHEN - Imbalanz zwischen magenschützenden und magenschädigenden Faktoren - schädigend -> Überschuß an Magensäure, chron. Entzündungen - schützend -> gute Schleimhautdurchblutung mit säurefester schleimhaut - Gastritis durch Helicobacter Pylori - Medikamente -> Aspirin, Diclofenac, Glucocorticoide - Rauchen, Alkohol - Hyperparathyreoidismus - Zoolinger-Ellison-Syndrom LOKALISATION - meist im Antrum, Pylorus, Korpus DIAGNOSTIK - Gastroskopie mit Biopsie - ÖGD - Helicobacter Atemtest, Antikörpertest, Antigentest im Stuhl - Helicobacter neg. -> Gastrinbestimmung (Zollinger-Ellison) und HPT-Diagnostik - CT KLINIK - stechende Bauchschmerzen im Epigastrium - Dauerschmerz oder postprandial - Übelkeit, Erbrechen - Teerstuhl - Symptomlos bes, bei Einnahme von NSAR - plötzlicher heftiger Schmerz mit bretthartem Abdomen bei Perforation KOMPLIKATIONEN - akute oder chron. Blutung bei ca. 20% - Teerstuhl, Bluterbrechen, Kaffeeersatzerbrechen - Magenperforation - Magenausgangsstenose bei chron. Ulcus THERAPIE Medikamentös -> Helicobacter positiv (Eradikation mit Triple Therapie - PPI, Clarithromycin, Metronidazol), Helicobacter neg. ( alleinige PPI Gabe) operativ - nur bei Komplikationen, die durch eine Magenspiegelung nicht zu beherrschen ist - nicht stillbare Blutung - Magenperforation -> exzidieren und übernähen - Magenusgangsstenose -> distale Magenresektion nach Billroth I, II oder in Y-Roux-Technik PROPHYLAXE - PPI-Einnahme bei ASS, Diclofenac, Kortison usw. - Stressreduktion - Rauchen einstellen - Alkoholreduktion
  • Ulcus duodeni DEFINITION - Defekt der Duodenalschleimaut - durchdringt die Lamina musularis mucosae URSACHE - Helicobacter pylori in ca 80% - NSAR - Kortison - häufig ist die Pars superior betroffen (Vorder- und Hinterwand) KLINIK - Oberbauchschmerz - Nüchternschmerz - Nachtschmerz - Besserung nach Nahrungsaufnahme DIAGNOSTIK - ÖGD mit Biopsie - helicobacter pylorie Diagnostik DIFFERENTIALDIAGNOSE - Ulcus ventriculi - Gastritis - Magen-CA - Cholezystitis- lithiasis - Pankreatitis THERAPIE - Vermeidung von Noxen -> Medikamente - Prophylaxe mit PPI - Eradikation bei Helicabacter pylori - Diät - operativ bei Therapieversagen oder Komplikation -> Exzision und Übernähung, Resektion mit Rekonstruktion nach Y-Roux