Allgemein-, sozial- und persönlichkeitspsychologische Grundlagen (Fach) / Denken: Kognition und Gedächtnis (Lektion)

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Diese Lektion wurde von CarinaFlach erstellt.

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  • Information Teilmenge von neuen Wissensinhalten > führen beim Empfänger durch Aufnahme und Verarbeitung zu einer Veränderung -> klassischerweise zu einem Zuwachs des bisherigen Wissensbestandes
  • Gedächtnis allgemein > in der Struktur des Nervensystems begründete Fähigkeit, Informationen auszunehmen, zu ordnen, zu speichern und wieder abzurufen Speicherung von Infos im G = Ergebnis von Lernprozessen, die bewusst oder unbewusst verlaufen können 2 Grundtypen (Unterscheidung nach der spez. Struktur des in ihnen gespeicherten Wissens) 1. deklaratives Gedächtnis 2. episodisches Gedächtnis
  • deklaratives Gedächtnis > Wissensgedächtnis > enthält explizites Wissen -> kann bewusst verspachlicht und wiedergegeben werden unterteilt in  - semantisches Gedächtnis = allgemeins Weltwissen ("Die Innenwinkelsumme eins Dreiecks beträgt 180 Grad") - episodisches Gedächtnis = Ereignisse und Episoden der eigenen Lebensgeschichte, die bewusst erinnert werden können ("Mein Mathelehrer war fies")
  • prozedurales Gedächtnis > Verhaltensgeächtnis > enthält implizites Wissen, das in Form von automatisierten Handlungsabläufen in Fleisch und Blut übergegangen ist = nicht sprachlich explizierbar (Tanzen, Küssen etc.) Das implizite Gedächtnis ist auch mit für psychotherapeutisches Handeln zentralen Strukturen wie Primimng und klassisches Konditionieren assoziiert
  • Wissenserwerb Aufnahme neuer Informationen in das Langzeitgedächtnis Mechanisches Wiederholen ist dabei lediglich für eine Aufrechterhaltung des Aktionsniveaus der betreffenden Inhalte verantwortlich Tiefe Verarbeitung hingegen bewirkt eine langfristige Speicherung
  • Kognitive Dissonanz Festinger, 1957 Menschen haben ein grundlegendes Bestreben Harmonie (Konsonanz, Konsistenz, Kongruenz) innerhalb der knognitiven Repräsentation ihrer selbst ("wer bin ich, was mag ich, was tue ich und was nicht") und ihrer Umwelt ("was führt wozu, was ist wo, was ist wichtig") herzustellen Dissonanz wird als unangenehm erlebt  -> entsteht, wenn zwischen mehreren gleichermaßen relevanten kognitiven Elementen Widersprüche auftreten z.B. wer bin ich? ein ehrlicher, treuer und vertrauensvoller Mann, der sein Frau liebt versus was tue ich? regelmäßig verstricke ich mich in außereheliche erotische Verwicklungen
  • Theory of Mind Fähigkeit, bewusst Annahmen (sog. native Theorien) über den psychischen Zustand anderer Personen, über deren Absichten, Erwartungen, Befürchtungen, Wünsche und Überzeugungen zu machen