Allgemeinwortschatz (Fach) / Uni-Wörter (Lektion)

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  • Multi-, Bi- und Unilateralismus Multilateralismus: Die Koordination nationaler Politik zwischen drei oder mehr Staaten. Politik der Nationalstaaten liegen dann bestimmte Prinzipien zugrunde, welche ein bestimmtes Verhalten unabhängig von der gegebenen Situation voraussetzen. Bilateralismus: Abstimmung nationaler Politik zwischen zwei Staaten. Zweiseitige verträge meist Handels- oder Zahlungsabkommen betreffend. Unilateralismus: unkorrdinierte Politik eines einzelnen Staates im eigenen Interesse ohne Rücksichtnahme auf die Interessen anderer Staaten.
  • Endogamie Heiratsordnung, die Eheschließungen innerhalb der eigenen sozialen Gruppe, Gemeinschaft oder Kategorie bevorzugt oder vorschreibt.
  • Ubiquität ursprünglich theologisch: Allgegenwart Gottes inzwischen hauptsächlich (1.) biologisch: nicht-gebundensein einer Art an einen bestimmten Lebensraum und (2.) ökonomisch: Erhältlichkeit einer Ware an jedem Ort, gilt als hohes Ziel der Vertriebspolitik eines Unternehmens.
  • vakant im Augenblick frei, von niemandem besetzt. Meint ausschließlich Posten, Stellen oder Ämter.
  • Prärogative Vorrechte eines Monarchen, die ihm zustehen ohne selber gesetzlich gebunden zu sein, z.B. bei der Auflösung des Parlaments oder der Direkterlasse von Gesetzen (Vorbehaltsrechte gegenüber Parlament und Gericht in konstitutionellen Monarchien).
  • erratisch herumirrend, nicht stringent, weit weg vom Ursprung.
  • Delinquenz Die Neigung (vornehmlich rechtliche) Grenzen zu überschreiten, Veranlagung zu abweichendem Verhalten, Prozess der auf verschiedenen Ebenen stattfindet. 
  • Devianz Abweichendes Verhalten, als Verhaltensweise, die mit kulturellen Normenvorstellungen nicht vereinbar ist. Ergebnis einer Zuschreibung, das mit dem Auftreten einer Handlung verknüpft ist.
  • emisch/etisch emisch: "mit den Augen eines Insiders" einer Kultur oder eines Systems und bezeichnet eine Beschriebung, die in erster Linie für Teilnehmer einer solchen sinnvoll ist. Kein Anspruch auf Neutralität. etisch: "Sichtweise von außen", bezieht sich stets auf ein Refrenzmodell und hat universell verständliches Vokabular sowie den Anspruch einer neutralen Sichtweise. Wahl der beiden Alternativen hängt von theoretischen Vorentscheidungen ab, grundsätzlich bieten beide Ansätze einen wertvollen Beitrag zur Kulturforschung.
  • paralysieren jemanden handlungsunfähig machen, bzw. völlig zerrütten und ausschalten.
  • kontingent benachbart, sich berührend, gemeinsam auftretend. philosophisch auch: zufällig, beliebig, wirklich (im Gegenteil zu notwendig)
  • Anachronismus bezeichnet die falsche zeitliche Einordnung von Vorstellungen, Ereignissen, Dingen oder Personen in einem Zusammenhang. Jemand bzw. etwas wird in einen historischen Kontext gestellt, in der er/es nicht mehr existierte (rückgreifender Anachronismus) oder noch nicht existierte (vorgreifender Anachronismus).
  • monolithisch im übertragenen Sinne genutzt und bedeutet dann meist so viel wie „kompakt“, „aus einem Guss“ oder auch „gleichgeschaltet“.Kommt von Monolith als natürlichem Gesteinsblock, der aus komplett derselben Gesteinsart besteht.
  • Emergenz Möglichkeit der Herausbildung neuer Eigenschaften oder Strukturen eines System infolge des Zusammenspiels seiner Elemente. Die emergenten Eigenschaften des Systems lassen sich nicht offensichtlich auf Eigenschaften der Elemente zurückführen, die diese isoliert aufweisen. Emergenz ist grundsätzlich in einer schwachen und einer starken Form denkbar. Die schwache Form der Emergenz entspricht einer nur vorläufigen Nichterklärbarkeit emergenter Systeme auf der Grundlage der Beschreibung ihrer Elemente. Bei starker Emergenz wird von einigen Philosophen die prinzipielle Nichterklärbarkeit angenommen.
  • sui generis „eigener Gattung/eigenen Geschlechts“ oder „einzigartig in seinen Charakteristika“. Der Begriff wurde von der scholastischen Philosophie entwickelt, um eine Idee, eine Entität oder eine Wirklichkeit zu bezeichnen, die nicht unter ein höheres Konzept eingeordnet werden kann, sondern vielmehr nur durch sich selbst eine Klasse bildet.
  • dyadisch in zwei Bestandteile zerlegbar, zerlegt (dem/einem Zweiersystem zugehörig) z.B.: Eine dyadische Beziehung zwischen genau zwei Teilnehmern besteht zum Beispiel bei Kundenbeziehungen.