59

Medizin (Fach) / KAFD 2 (Lektion)

chillig

Diese Lektion wurde von HEL erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Häufigste STDs • Chlamydia (C.) trachomatis • Neisseria (N.) gonorrhoeae
  • Was sollte die Untersuchung beim asymptomatischen Patienten zumindest beinhalten ?  Chlamydien und HIV
  • Bei klinischem Verdacht auf Gonorrhö mikrobiologische Testverfahren wie NukleinsäureamplifikationstestKultur (ermöglicht Empfindlichkeit gegenüber Antibiotika festzustellen)
  • Inkubationszeit Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbrechen einer Infektionskrankheit
  • Häufige Folgen von STD • Sterilität, Eileiterschwangerschaften, Abortus, Pelvic Inflammatory Diseases (PID)• durch Infektionen induzierte maligne Erkrankungen• Geänderte Resistenzmuster gegen Antibiotika– vor allem von Neisseria gonorrhoeae
  • Meldepflichten STD • Hepatitis (A, B, C, D, E) bei Verdacht/Erkrankung/Todesfall• Aids bei Erkrankung/Todesfall• beschränkte Meldepflicht für weitere Geschlechtskrankheiten (wenn Weiterverbreitung zu befürchten ist oder sich die/der Kranke der ärztlichen Behandlung bzw. Beobachtung entzieht)
  • Gonorrhoe Erreger: Gonokokken (Neisseria gonorrhoeae)Symptome: Mann: dicklicher, eitriger Ausfluss aus Harnröhre, Schmerzen in den Hoden; bei Frau: akute Infektion oft asymptomatisch
  • Gonorrhoe Übertragung •durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person• selten durch Schmierinfektion z.B. Infektion der Augen („Neugeborenen-Blennorrhö“)
  • Chlamydien Infektion über Schleimhäute hauptsächlich bei Sexualkontakten, vielfach asymptomatisch (v.a. bei Frauen), Urethritis, Dysurie, Pollakissurie, leichter Leukorrhö, Vaginitis, Zervizitis, ...
  • Chlamydien Inkubationszeit 1 bis 3 Wochen (länger als bei Gonorrhö)
  • Anzeige
  • Chlamydien Labordiagnostik Nachweis von Chlamydien durch mikrobiologische Testverfahren (Nukleinsäureamplifikationstests NAAT)
  • HIV Name human immunodeficiency virus
  • AIDS name aquired immunodeficiency syndrome
  • Übertragungswege HIV Sexualkontakte, Spritzentausch bei iv-Drogengebrauch, Blutprodukte, Mutter-Kind
  • Übertragungsmedien HIV Blut, Samenflüssigkeit und andere Genitalsekrete
  • HIV und AIDS Verlauf akute HIV-Infektion asymptomatischer Verlauf – gesunde CD4-Zellen >500/mcl (ca. 10 Jahre) Aids related complex - CD4-Zellen 150–500/mcl (Jahre) Aids (Überlebenszeit mehrere Jahre)
  • Aids definierende Infektionen • Pilzinfektionen z.B. Soor, Aspergillus • Tuberkulose • Soor in Ösophagus, Bronchien und Lungen • CMV-Infektionen • Herpes simplex-Infektion ... • CD4-Zellen < 150/ mcl
  • Indikationen für HIV-Test unklares, längere Zeit bestehendes Fieber, Expositionsverdacht, rezidivierender Herpes Zoster, maligne Lymphome, chronische Durchfälle
  • antiretrovirale Therapie - ART pharmakologische Behandlungsmethode von HIV - Arzneistoffe blockieren die Reverse Transkriptase und verlangsamen die Vermehrung des HI-Virus 
  • Rota-Virus-Schluck-Impfung Häufigster Durchfallerreger Häufig bei Säuglingen (beinahe jedes  Kind erkrankt bis zum 5. Lebensjahr) - führt zu Flüssigkeitsverlust und somit Austrocknung
  • bakterielles Fieber häufig Otitis media, Streptokokkenangina und Scharlach
  • Bakterielles Fieber selten Pneumonie, Harnwegsinfekt (bei Fieber ohne Fokus immer Urinuntersuchung
  • Bakterielles Fieber sehr selten Meningitis, Sepsis, Osteomyelitis
  • Otitis media akute Mittelohrentzündung = schmerzhafte, durch virale oder bakterielle Infektion verursachte Entzündung der Schleimhäute des Mittelohrs
  • Kawasaki-Syndrom fieberhafte Erkrankung des Säuglings- und Kleinkindesalters; kann zu lebensgefährlichen kardialen Komplikationen führen
  • EBV - Eppstein-Barr Virus Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers
  • Typhus Infektionskrankheit, durch das Bakterium Salmonella Typhi (meldepflichtig)
  • Husten - Hinweis auf respiratorisches Problem o   Beim Säugling: Ruhe-Atemfrequenz > 60/min o   Beim Kleinkind: Ruhe -Atemfrequenz > 40/min
  • Pertussis - Keuchhusten Anhaltender Husten (min. 14 Tage) ohne Besserungstendenz; Hustenanfälle mit keuchendem Einatmen, Apnoen; Säugling: Atemnot, Zyanose, Bradykardien = lebensbedrohlich
  • Pertussis Therapie Impfung (= Prophylaxe); Antibiotika nur während des symptomarmen katarrhalen Stadiums möglich
  • Anzeige
  • Subglottische Laryngitis Symptome: Inspiratorischer Stridor, bellender Husten, Heiserkeit; Erreger: viral; subakut Therapie: frische, kalte Luft, vor den Kühlschrank stellen, Betnesol-Brause oral
  • Supraglottische Laryngitis Erreger: Haemophilus influenzae; Hochakut; Symptome: Fieber, Speichelfluss, kloßige Sprache, Schluckstörung, Inspiratorische Stridor; Therapie: sofortige stationäre Einweisung
  • Masern Inkubationszeit 9-12 Tage
  • Masern Ansteckungszeitraum 3 Tage vor Beginn des Ausschlags bis zu seinem Verschwinden
  • Otitis media - Symptome und Behandlung Behandlung: nicht zwingend antibiotisch (leitliniengerecht nur bei 20% indiziert) Symptome: Husten, Schnupfen, Reizbarkeit, Weinerlichkeit, Fieber, Ohrenschmerzen
  • Appendizitis Symptome o   Diffuse epigastrische/periumbilikale Schmerzen im rechten Unterbauch o   Fieber, Erbrechen, allgemeines Krankheitsgefühl
  • Insulin Bildungsort im Pankreas in ß-Zellen der Langerhans‘ schen INSELN
  • Insulin Wirkung Senkung des Blutzuckerspiegels durch Transport der Blutglukose aus Plasma in das Zellinnere (Leber, Muskeln, Gehirn); Wirkung aber auch auf Lipide, Proteine, Kalium
  • Insulinresistenz = Körperzellen (Muskel, Fettgewebe, Leber) reagieren weniger gut auf Insulinwirkungen → schleusen weniger Glucose aus Plasma in Zellen → chronische Hyperglykämie
  • Diabetes Definition Gruppe von Stoffwechselerkrankungen, durch Hyperglykämie in Folge von Störungen der Insulinsekretion und/oder der Insulinwirkung gekennzeichnet 
  • Diabetes Typ II Diabetes durch Insulinresistenz mit relativem Insulinmangel (> 85% )
  • Diabetes Typ I Diabetes durch autoimmune- genetische Zerstörung der ß-Zellen mit absolutem, lebenslangen Insulinmangel
  • Diabetes Anzeichen Polyurie, Polydipsie, Gewichtsverlust, Schwäche, Hautinfektionen, Schlechte Wundheilung und Juckreiz
  • Polyurie vermehrtes Harnlassen verursacht durch Glukosurie (= vermehrte Ausscheidung von Glukose durch die Niere)
  • Polydipsie Glukose im Harn wirkt osmotisch, Harnmenge vergrößert sich, Dehydrierung → Durstgefühl gesteigert
  • Diagnose Diabetes Messung der Nüchternglukose, Messung von HbA1c, oraler Glukosetoleranztest
  • Oraler Glukose Toleranz Test nüchternem Patienten 75 g Glukose in Lösung zum Trinken; Blutzuckerwerte unmittelbar vor Einnahme, dann nach 1h und nach 2h: Wenn nach 2 Stunden ≥ 200 mg/dl → Diagnose Diabetes
  • Erhöhtes Risiko für Diabetes II Familienanamnese, hohes Alter, sozialer Status, hochkalorische Ernährung, Rauchen, Medikamente (Kortison); „Metabolisches Syndrom“ 
  • Metabolisches Syndrom = (bauchbetontes) Übergewicht + Hypertonie + Hyperglykämie + Hyperlipämie → kardiovaskuläre Risikofaktoren, die sich POTENZIEREN
  • HbA1c Glykosiliertes Hämoglobin; bei Diabetikern erhöht (Kontrolle alle 3 Monate)