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Human Resources (Fach) / Personalwirtschaftslehre (Lektion)

Inhaltliche Einordnung und Gegenstand der Personalwirtschaftslehre; Menschliche Arbeit als Produktionsfaktor, Asymmetrische Informationsverteilung am Arbeitsmarkt

Diese Lektion wurde von Cosma5288 erstellt.

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  • Was versteht man unter "Personal"? Unter Personal verstehen wir eine -Sozialkategorie, die in unserer Gesellschaft ein -bestimmtes Verhältnis von Individuen zur Organisation ausdrückt, nämlich die über -Arbeitsvertrag und Rollenspiel hergestellte Partialinclusion der Individuen in sie beschäftigende, produktive, organisierte Systeme
  • Was bedeutet Partialinclusion? Das heißt, dass das Personal nur für eine bestimmte Zeit in das Unternehmen eingebunden ist (währen der Arbeitszeit). Das Unternehmen hat nach dieser Zeit keinen Einfluss auf das Personal (hinsichtlich Freizeit, Privatleben etc.)
  • Welche Formen der Beschäftigung gibt es in rechtlicher Hinsicht beim normalen Arbeitsverhältnis? - mit Arbeitsvertrag - ohne Befristung
  • Welche Formen der Beschäftigung gibt es in temporaler Hinsicht beim normalen Arbeitsverhältnis? - Vollzeitarbeit - mit gegebener Lage der Arbeitszeit
  • Welche Formen der Beschäftigung gibt es in lokaler Hinsicht beim normalen Arbeitsverhältnis? - lozierte Arbeit (= Arbeitplatz liegt überwiegend in den Geschäftsräumen des AG) - mit Abteilungsbindung
  • Welche Formen der Beschäftigung gibt es in rechtlicher Hinsicht beim atypischen Arbeitsverhältnis? - ohne Arbeitsvertrag (z.B. freie Mitarbeiter, Scheinselbständige, Heimarbeiter, Leiharbeiter ->sind eingestellt per Dienstvertrag, Werkvertrag, AN-Überlassungsvertrag) - mit Befristung/ Arbeitsverhältnis auf Zeit (z.B. Aushilfen, Saisonarbeiter)
  • Welche Formen der Beschäftigung gibt es in temporaler Hinsicht beim atypischen Arbeitsverhältnis? - Teilzeitarbeit (z.B. geringfügige Beschäftigte) - mit offener Lage der Arbeitszeit (z.B. Abrufarbeit)
  • Welche Formen der Beschäftigung gibt es in lokaler Hinsicht beim atypischen Arbeitsverhältnis? - dislozierte Arbeit (z.B. Telearbeit) - ohne Abteilungsbindung (z.B. Springer)
  • Was sind Atypische Beschäftigungsverhältnisse bzw. Sonderbeschäftigungsverhältnisse? - Alle Beschäftigungsverhältnisse ohne Arbeitsvertrag (kein Personal i.e.S.) - Beschäftigungsverhältnisse mit Arbeitsvertrag bei Befristung, bei regelhaft verkürzter und/oder lage-offener Arbeitszeit oder bei regelmäßig dislozierter Arbeit.
  • Was sind "normale Arbeitsverhältnisse? - Alle Vollzeit-Beschäftigungsverhältnisse mit einem Arbeitsvertrag ohne Befristung und gegebener Lage der Arbeitszeit bei lozierter Arbeit. Mit Abteilungsbindung.
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  • Welche Verhaltenserwartungen gibt es an das Personal? - Funktionale Verhaltenserwartungen, d.h. betriebliches Leistungsverhalten, Aufgabenerfüllung (Leistungsthematischer Bereich -> alles was auf dem Schreibtisch liegt, sollte erledigt werden) - Extrafunktionale Verhaltenserwartungen, d.h. Basisnormen eines integren Verhaltens (Loyalität, Sozialverhalten, Konfliktfähigkeit, Aufrichtigkeit,...) (Erwartung an das gute Zusammenleben und Arbeiten im Unternehmen)
  • Was sind die personalwirtschaftlichen Hauptprobleme? - die Herstellung und Sicherung der Verfügbarkeit über Personal - die Herstellung und Sicherung der der Wirksamkeit des Personals
  • Mit welchen Maßnahmen kann die Verfügbarkeit über Personal hergestellt und gesichert werden? - mit der Personalplanung (=zentrale personalwirtschaftliche Maßnahmen), d.h. zur Sicherung der richtigen AN-Anzahl: Einstellung zur Sicherung der richtigen Qualifikation: Personalentwicklung zur Sicherug des richtigen Ortes: Versetzung KOSTENMINIMIERUNG IST ZIELFUNKTION!
  • Was lässt sich über die Verfügbarkeit der Arbeitsnehmer sagen? Arbeitskräfte sollen: - in der richtigen anzahl (Maßnahme: Einstellung, Freisetzung) - mit der richtigen Qualifikation (Maßnahme: Personalentwicklung) - am richtigen Ort (Maßnahme: Versetzung) - zur richtigen Zeit vorhanden sein. --> Deckung des Personalbedarfs.
  • Was lässt sich über die Wirksamkeit der Arbeitsnehmer sagen? Arbeitskräfte sollen: - motiviert sein -  ihrer Aufgabe nachgehen
  • Welche Werkzeuge gibt es in der Personalführung um die Wirksamkeit der Arbeitskräfte herzustellen und zu sichern? - materielle Anreize (Firmenwagen, variable Vergütung) - immaterielle Anreize (Work-Life-Balance, Beförderung als Form der Anerkennung, Mitarbeiter des Monats)
  • Was sind "zentrale personalwirtschaftlichen Maßnahmen"? - Personalplanung -> Personalpotentialdisposition (Einstellung, Entwicklung, Versetzung) - Personahlführung --> Beinflussung des Personalverhaltens (materielle und immaterielle Anreize)
  • Haben Personalplanung und Personalführung Auswirkungen aufeinander bzw. sind sie abhängig von einander? Ja, die Maßnahmen in einem Bereich haben oft Auswirkung auf den anderen Bereich. 1. Beispiel ist die Verfügbarkeit der Arbeitskräfte durch Personalplanung sichergestellt, z.B. durch Neueinstellungen, werden die Mitarbeiter entlastet und dadurch motivierter, was zu einer Steigerung der Wirksamkeit führt. 2. Beispiel ist die VWirksamkeit der Arbeitskräfte durch Personalfürhung sichergestellt, z.B. durch erhöhte Zusatzleistungen wir Boni etc., werden die Mitarbeiter  dadurch motivierter und arbeiten mehr bzw. effizienter, was dazu führt, das weniger Personal benötigt wird (Sicherung Verfügbarkeit)
  • Warum gibt es einen vollkommenden Markt? Mit einem vollkommenen Markt können reale Märkte verglichen werden. Z.B: In wieweit ist der reale Markt unvollkommen, inwieweit unterscheidet er sich von einem vollkommenen Markt?
  • Beschreibe den Homo Oeconomicus. - Der Homo Oeconomicus verhält sich strikt rational. - Er verfügt über eine unbegrenzte mentale Datenaufnahme und Datenverarbeitungskapazität (inkl. Total Recall (totale Erinnerung)), d.h. er kann sich zusätzlich alle Informationen merken und verarbeiten. - Er ist ein emotionsloser Eigennutzmaximierer (Egoist) und nimmt das Leis einer anderen in Kauf um seinen Vorteil zu maximieren.
  • Was sind Annahmen des vollkommenen Arbeitsmarktes? - Rationalverhalten vom Unternehmen und Arbeitskräften (Unternehmen maximieren ihren Gewinn, die Arbeitskräfte ihren Nutzen) - keine Transaktionskosten - keine Präferenzen für bestimmte Arbeitsgeber bzw. Arbeitsnehmer - Homogenität der Arbeitskräfte bzw. der Unternehmen - Symmetrische Informationsverteilung - Unendliche Anpassungsgeschwindigkeit bei Datenveränderungen - Unendlich viele Arbeitsnachfrager (Unternehmen und Arbeitsanbieter (Arbeitskräfte)
  • Was ist die Folge eines vollkommenen Marktes? Auf einem vollkommenen Arbeitsmarkt bei atomistischer Konkurenz - kann es nur einen einheitlichen Lohnsatz geben (Jevon's Law of one price) - gibt es keine "unfreiwillige" Arbeitslosigkeit.
  • Was sind Transaktionskosten? Das sind die Kosten der Marktnutzung (nicht die Preise der Güter!). Lohnunterschiede wären auf einem vollkommenen Markt nicht erklärbar, in der Realität spielen die Transaktionkosten eine Rolle. Diese separieren die Märkte.
  • Welche Transaktionskosten gibt es? 1.)   Kosten der Informationsbeschaffung (z.B. beim Hauskauf für den Makler, Strom-/Arbeitskosten für Internetrecherchen; Stellenanzeigen + Anwerbung) 2.)   Kosten der Raumüberwindung (Fahrtkosten für Vorstellungsgespräche, Fracht-/Lieferkosten für Produkte, Porto für Bewerbungen) 3.)   Kosten der Vertragsaushandlung und des Abschlusses (z.B. Stundenlohn des Personalchefs bei der Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch, oder Notarkosten) 4.)   Kontrollkosten (z.B. Mitarbeiter für die Wareneingangskontrollen, bei Einstellung z.B. die Kontrolle der Zeiterfassung) 5.)   Kosten einer vertraglichen Anpassung (Vertragliche Nachverhandlungen, z.B. bei Änderung Rahmenbedingung) (Literatur: Ronald Coase 1937, O. Williamson 90er)
  • Was sind asymmetrische Informationsverteilungen am Arbeitsmarkt und welche gibt es? Asymmetrische Information bezeichnet den Zustand, in dem zwei Vertragsparteien bei Abschluss und/oder Erfüllung eines Vertrags oder Marktteilnehmer nicht über dieselben Informationen verfügen. Es wird unterschieden in: 1.)   Hidden characteristics (versteckte Eigenschaft) 2.) Hidden action (versteckte Handlung) (Hier fehlen dem Unternehmen Informationen über das Verhalten seines Mitarbeiters 3.)   Hidden Intention(versteckte Absicht) Bsp: AN-Kündigung nach finanziertem Studium
  • Was lässt sich über die Arbeitsnachfrage sagen? Arbeitsnachfrage = Arbeitsplätze im Unternehmen, sinkende Funktion: Je niedriger der Lohn, desto mehr Arbeitskräfte werden eingestellt. Je höher der Lohn, desto weniger Arbeitskräfte werden eingestellt, dann wird auf alterative Einstellung gesetzt, z.B. Ausland.
  • Was lässt sich über die Arbeitsangebot sagen? Arbeitsangebot (=Arbeitskräfte) (steigende Funktion) Je höher der Lohn, desto mehr Arbeitskräfte (L) wollen dort arbeiten. Je niedriger der Lohn, desto weniger Arbeitskräfte (L) wollen dort arbeiten.
  • Wie sieht die Arbeitsnachfrage und das Arbeitsangebot auf einem vollkommenen Markt aus? Diese ist ausgeglichen. Arbeitslosigkeit kann bei einem vollkommenen Markt nicht existieren.
  • Warum passen sich die Löhne nicht Richtung "Vollkommender Markt" an, damit Vollbeschäftigung entsteht?? Weil der Lohn nicht fixiert werden kann, z.B. durch Tariflohn, Staat (Mindestlohn)