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GPÖ (Fach) / Geschichte (allgemein) (Lektion)

Sammlung v. diversen Begrifflichkeiten

Diese Lektion wurde von gustavmeck erstellt.

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  • Universitätsreform (im Zuge der Bildungsrevolution) Höchstes Ziel der Humboldtschen Reformen war die Erneuerung des Universitätsunterrichtes. Dieser sollte als Anleitung zum selbstständigen Forschen und zum eigenständigen Umgang mit der Wissenschaft dienen. Die Universität Humboldtscher Prägung sollte folgende Merkmale erfüllen:• Ort der Selbsterziehung;• wissenschaftlicher Kern der Universität sollte die Forschung sein; die Universität diente somit zur Institutionalisierung der Forschung;• soziale Verbundenheit zwischen Dozent und Lernenden durch die Institution des Seminars. Knapp zusammengefasst bedeutete Humboldts Modell der Universität jene Institution,in der sich Lehrende und Lernende als gleichberechtigte Forscher in Einheit vonForschung und Lehre zusammenfanden, um in Einsamkeit und Freiheit der reinenWissenschaft nachzuspüren und durch diesen Prozess sittliche und geistigeVervollkommnung zu erfahren.
  • Zwischen den Jahren 1850 und 1873 erlebte Deutschland während einer Hochkonjunkturperiode den Durchbruch der Industriellen Revolution. Durch was hatte sich das wirtschaftliche Wachstum ergeben? - Schaffung eines einheitlichen Marktes (Zollverein), - die zielstrebige Förderung der privatkapitalistischen Industrie undGewerbetätigkeit (preußisches Reformprogramm), - die planwirtschaftliche staatliche Eigentätigkeit auf dem Industriesektor, - die Vergrößerung der technologischen und wirtschaftlichen Führungsschichten durch den Ausbau des Bildungswesen - durch das ökonomische Wachstum in der Landwirtschaft (Agrarrevolution).
  • Erste Weltwirtschaftskrise In den Jahren 1856-1859 herrschte die erste große Weltwirtschaftskrise der Moderne.Nach Zahlungseinstellungen großer, nordamerikanischer Bankhäuser im August desJahres 1857 erfolgten ein abrupter Kurssturz und der Fall der Warenpreise. Erst nach dem Jahre 1860 setzte sich ein Aufschwung durch, der in der Gründung des kleindeutschen Kaiserreiches im Jahre 1871 und in die so genannten Gründerjahre bis 1873 mündete.
  • Zweite Weltwirtschaftskrise (1873) und Depressionsperiode bis 1896 im Zeitalter der ersten Globalisierung Nach dem Deutsch-Französischen Krieg (1871/1872) strömten in den neuenWirtschaftsraum des neu gegründeten „Deutschen Reiches“ die MilliardenreparationenFrankreichs ein. Im Jahre 1873 hatten in Wien der Eisenbahnbau und dieWeltausstellung zu einer maßlosen Börsenhausse geführt. Die Entwertung desGeldes ruinierte auch den deutschen Finanzmarkt und der „Rausch der Gründerjahre“ging innerhalb weniger Monate in eine schwere Depression über.Denn bis zum Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich die „zweite“ Welle derindustriellen Revolution (Aufstieg der chemischen Industrie, der Elektrizität, derElektroindustrie und der Serienfabrikation). "Made in Germany" wurde im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts ein Qualitätsnachweis. ImDeutschen Reich wurde diese Zeit trotz aller wirtschaftlichen Erfolge als Depression wahrgenommen.
  • Globalisierung des Getreidemarktes (Agrarwirtschaft) Die Globalisierung des Getreidemarktes ging mit einem Preisverfall einher. Der deutsche Staat versuchte durch Schutzzölle in den 1880er Jahren den Getreidepreis zu stabilisieren. Im Rahmen der Globalisierung des Handels provozierten die Zollerhöhungen entsprechende Reaktionen der Handelspartner. Im Laufe der 1880er Jahre entwickelte sich auf diese Weise eine Aufwärtsspirale von Zollerhöhungen und anderen den Handel hemmenden Maßnahmen. Darüber hinaus wurde das Deutsche Reich seit Ende der 1890er Jahre zum Gläubigerland, d.h. das im Ausland angelegte Kapital war größer als das ausländische Kapital im DeutschenReich.
  • Politische Situation im Deutschen Reich - Mit der Reichsgründung des Jahres 1871 war zwar die Staatsbildung abgeschlossen,jedoch nicht die Nationsbildung. - Nach Vorstellung Bismarcks entwickelte sich ein Reichsnationalismus, der auf der Identifikation mit dem neuen Großmachtstatus aufbaute und die gewaltsame Einbindung oder Ausgrenzung aller Reichsfeinde anstrebte. - Innenpolitisch vollzog Bismarck in den Jahren 1878 und 1879 eine Wende zu dennational-konservativen Parteien. Durch den innen- und wirtschaftspolitischen Wechselverschärfte sich die Polarisierung der Gesellschaft zwischen den nationalen undkonservativen Parteien auf der einen und den liberalen Parteien und derSozialdemokratie auf der anderen Seite.
  • Deutscher Kolonialismus Hinter der Einsicht Bismarcks, kein formelles, sondern ein informellesKolonialimperium – allein auf Absatzmärkte („Handelskolonien“) bezogen - zugründen, standen sowohl wirtschaftliche als auch außenpolitische Gründe. Als Gründefür koloniales Handeln können herangezogen werden zum einen der Bedarf nachneuen Absatzmärkten für deutsche Waren und zum anderen nach überseeischenStützpunkten für die Handelsflotte. Unter Wilhelm II. wurden die Kolonien als militärische Stützpunkte betrachtet. Diese Flottenpolitik brachte Deutschland in einem prinzipiellen Interessengegensatz zu Großbritannien. Das Deutsche Reich unter Kaiser Wilhelm II. ging den Weg in den Imperialismus. Der Weg in den ersten Weltkrieg war damit vorgezeichnet.
  • Auswanderungswelle - möglich durch die „Internationalisierung". Darunter ist die Schaffung neuer und schnellerer Transportwege und ihre Verknüpfung und Vernetzung der Transportwege innerhalb der einzelnen Länder, sondern gar von Kontinent zu Kontinent zu verstehen. - zunächst vor allem Bauern, Bauernsöhne, Handwerker und ländliche Unterschichten - später zunehmend die industriellen Arbeiter -> Die nichtländliche Arbeiterwanderung nahm zu, sie war also keine Siedlungsplatzwanderung mehr wie vorher, als überwiegend Bauernabkömmlinge emigrierten, sondern es handelte sich zunehmend um eine Arbeitsplatzwanderung. (zsätzlich: Binnenwanderung von Ost nach West, löste aber die Auswanderung nicht ab).
  • Sozialpolitik im Deutschen Reich. - die Wohn- und Arbeitsbedingungen der gewerblichen Arbeiter, deren Zahl in Folge der Industrialisierung wuchs, war ein soziales Problem. - Seit den 1870er Jahren wurden Regelungen bezüglich der Sozialpolitik von Seiten derreichsdeutschen Regierung („Bismarck’sche Sozialgesetzgebung“) ergriffen, Maßnahmen, die durch ihren Fortschrittsgrad ein Novum in der Sozialpolitik darstellen (Kranken-, Unfall-, und Rentenversicherung). - Darüber hinaus wurde staatlicherseits versucht, gewerkschaftliche Aktivitäten durch rigide Sozialistengesetze einzuschränken(!).
  • Waldressourcennutzung im 18./19. Jhd. • Waldfläche -Landwirtschaft -Jagd -Siedlung/Gewerbe • Holz -Rohstoff (z.T. Baumarten und sortimentspezifisch) -Hilfsstoff -Betriebs- u. Heizstoff
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  • Waldnutzungsgeschichte Teil 1: Bürger (Bauholz), Bauern (Landwirtschaftliche Nutzung) und Waldgewerbe (z.B. Harz) Teil 2: Großgewerbe (frühe Industrie) - Bergbau, Glasherstellung, Salzsieden etc.
  • Großviehweide Grasweide: Rinder, Pferde
  • Waldweide Laubweide: Ziegen, Schafe
  • Schmalzweide Mastnutzung, Eckerich
  • Zeidelweide Wildbienenzucht
  • landwirtschaftliche Nutzungen des Waldes 1. Waldfeldbau 2. Futterlaubgewinnung (Schnaiteln) 3. Laubstreunutzung (Erdkien, Plaggenhieb)
  • Vorgehen beim Waldfeldbau (bis Ende 19./Anfang 20. Jhd.) 1. Energieholznutzung 2. Verbrennen der verbleibenden Biomasse 3. Pflügen des Bodens (Asche = Dünger 4. Aussaat des Getreides 5. Ernte des Getreides 6. Beweidung mit Haustieren
  • Niederwaldbewirtschaftung - prähistorisch: Hausbau (siehe: Pfahlbauten) - antik: Brennstoff im Hypocaustum, Weinanbau - 18./19. Jhd.: Energieholz (im Zuge des Waldfeldbaus)
  • Mittelwaldbewirtschaftung (Plenterwald) Energiewald, Nutzholz, Mast
  • Welche Rohstoffe waren in ihrer frühindustriellen Verarbeitung an Wald/Holz gebunden? - Eisenerz (Grubenholz, Holzkohle) - Sand (Pottasche, Glasbläserei) - Ton, Lehm, Erden - Kalk - Salz, Sole -> für den Transport des Holzes war Wasser entscheidend
  • Wichtige Flößereinrichtungen. - Gewässereinfassungen: Ufermauern, Begradigungen - Schwallungen: i.d.R. Talsperren am Flussoberlauf - Wasserstuben: Einbindestellen für Floßholz
  • Übernutzung der Waldbestände  Folgen - Waldfeldbau und Streunutzung:• Bodendegradationen• Holzertragsleistungen pro Jahr und ha gehen zurück - Waldweide: Verbiss- und Trittschäden - Bevölkerungswachstum:• Erhöhung des Nutzungsdruckes auf Waldflächen• Waldflächenrückgänge aufgrund Siedlungsausbau - frühe Industrie und Gewerbe• hoher Brenn- und Nutzholzbedarf  regionale Holznot (Waldressourcenknappheit)
  • Was war mit der zunehmenden Holzknappheit verbunden? (1750-1850)  Forderung nach nachhaltiger Forstwirtschaft  Forderung nach schnellwüchsigen Baumarten(Fichte, Kiefer, fremdländische Baumarten)  Einleitung der 1. Energiewende → Ende des „hölzernen Zeitalters“ Industrialisierung auf Basis fossiler Energien