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Sportgeschichte (Fach) / Vorlesung (Lektion)

Vorlesung OvGU

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  • Welche Merkmale haben Trendsportarten? - Aspekt der Stilisierung - Tempo/ Beschleunigung - Virtuosität - Aspekt der Extremisierung - Aspekt der Ordalisierung - Sampling
  • Welche Phänomene des menschlichen Körpers sind keineswegs natürlich bzw. ursprünglich biologisch? - Techniken des Körpers (Art und Weise, wie Bewegungsabläufe traditionell vollzogen werden; elementare Bewegungsabläufe; komplexe Bewegungsabläufe) - Expressive Körperbewegungen/ Körpersprache (Körperhaltung, Mimik, Gestik, nonverbale Kommunikation) - Körperethos (Vorstellungen über das Bild des Körpers, Schönheitsideale, Mode, Peinlichkeitsschwellen) - Kontrolle der Trieb- und Bedürfnisstrukturen
  • Welche Merkmale kennzeichnen den zivilisierten Körper der Moderne bzw. in weche Richtung hat sich das Körperverhalten im Zivilisationsprozess verändert? Merkmale: - Zunehmend formalisiertes, geregeltes Verhalten - Zunehmende Triebkontrolle - Vorrücken der Peinlichkeitsschwelle und der Schamgefühle - Abbau unmittelbarer psychischer Aggressionen untereinander Grundrichtung: - „Verinnerlichung“ von Zwängen - Ausgelöst durch die gleichzeitige Verallgemeinerung und Differenzierung der sozialen Zwänge von Institutionen - Größere Fähigkeiten zur Kontrolle des Verhaltens und der Emotionen - Geringe Toleranz gegenüber antisozialem Verhalten
  • Erläutern Sie die anthropologische Begründung H. Plessners für die Verschränkung von natürlichen und kulturell geprägten Körpern! - Einzelner erfährt sich nicht nur als jemand, der mit seinem Körper identisch ist, sondern der zugleich über seinen Körper verfügen kann - Mensch ist einerseits Leib, andererseits hat er einen Körper - Lebenslange Doppelrolle des Menschen - Mensch ist immer zugleich Leib (Kopf, Rumpf, ...) und hat diesen Leib als Körper - Natürlich: Bedürfnisse wie essen, trinken, Kleidung, Körpersprache - Kulturell: natürliche Bedürfnisse werden in unterschiedlichen Kultu ren und Ländern auch unterschiedlich publiziert - Selbsterfahrung des Menschen schwankt zwischen „Leibsein“ und „Körperhaben“ – identisch sein mit dem Körper und über ihn verfügen - Mensch kann sich selbst, also seinen Körper gegenüber als ein Außenstehender v erhalten, über sich reflektieren und sich verstehen
  • Auf welches Wort geht etymologisch der Begriff Sport zurück? sports (englisch) = Vergnügen, Kurzweil
  • Erläutern Sie die anthropologische Begründung Helmut Plessners für die Verschränkung von natürlichen und kulturell geprägtem Körper! - Zweiheit (Dualität von Sein und Haben) a) Leibsein (Identität von Person und Körper, Körper als Subjekt, individuelles Geflecht biologischer Vorgänge) b) Körperhaben (Distanzsetzen zum eigenen Körper; Körper als Objekt, als Verkörperung sozialer Kräfte)
  • Worin sehen sie den Untergang des urbanen antiken "Sports"? - Christentum setzt sich durch -> Ablehnung der heidnischen Götter - Kriege -> Kriege des römischen Reiches -> Bevölkerungsrückgang
  • Auf welche drei Voraussetungen (Grundannahmen) muss sich die soziologische Forschung gründen? 1. Die vorhandenene soziale Ordnung der Welt ist das Ergebnis menschlichen Handelns 2. Die institutionellen Ordnungen unserer Lebenswelt sind ein objektiver, vom einzelnen Menschen unabhängiger Tatbestand. 3. Wir Menschen sind durch Sozialisation und Verinnerlichung ein Produkt dieser von uns gemachten sozialen Ordnung.
  • Durch welche historische Entwicklung kam es in England zur Vergesellschaftlichung des Sports? - Kommerzialisierung des Adels - Entmachtung des Adels 1640/60 - Mittelschicht bildet sich heraus durch industrielle Revolution - Wettsport
  • Wer hat aus welchen Gründen die antiken olympischen Spiele in der Neuzeit widerbelebt? Pierre de Coubertin 1894 -> sollte dem sportlichen Vergleich und der Verständigung der Länder dienen und Frieden wahren
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  • Wann und wo fanden die ersten Spiele der Neuzeit statt? 1896 in Athen
  • Wer hat sich in Deutschland als erster für die olympischen Spiele der Neuzeit eingesetzt? Willibald Gebhardt
  • Welche Inhalte hatte der olympische Gedanke? - Sport ist eine Religion - Auslese - Chancengleichheit -> der stärkere gewinnt - Frieden zwischen den Völkern
  • Welche olympischen Wettkampfspiele exisitieren heute? Olympische Sommer/Winterspiele Olympische Jugendspiele Paralympics
  • Welche Realtechniken gibt es im Sport? - Sportstätten - Herstellungstechnologien der sportbezogenen Sachsysteme - Sportausrüstung (Sportgeräte, Sportbekleidung, Sportmaterialien, Sportmedizin)
  • Was zeichnen moderne Sporttechnologien aus? - komplexe Konsumtechnologie - Einbettung in Sach- und Sozialsysteme - Entstehung in Produktionsnetzwerken - weitere funktionelle Differenzierung der Sporttechnik - Zunahme externe Einflussnahme bei Neuentwicklung - Verkürzung der Lebens- und Nutzungszeit der Sportgeräte
  • Welche verhaltenssteuernde Wirkungen können der Sporttechnik zugesprochen werden? + Leistungssteigerung und Entlastung + Entstehung neuer Sportarten und Bewegungspraxen + Einsparen von Zeit + Risikominimierung bei gleichzeitiger Leistungssteigerung # steigende Medialisierung # Veränderung der Sinngehalte des Sports # Wandel der Sportnachfrage # fortschreitende Technologisierung des Körpers - Wissens- und Kompetenzverlust - steigende Geld- und Marktabhängigkeit
  • Was limitiert den Einsatz von Technik im Sport? - Regeln zur Regulierung des technischen Fortschritts - Wahrung der Ineffizienz des Sports - Interesse am Sport (Spaß) ist wichtiger als bloße sportliche Leistung
  • Wie können technologische Fehlentwicklungen im Sport vermieden werden? - Regulierung der Technologien und deren Einsatz - Interesse der Sportler und Zuschauer beachten - Sicherheit im Sport (durch Technik) darf weder zu einer großen Risikominimierung noch zu einer hohen Intensitätserhöhung führen