Rechtskunde (Fach) / Grundlagen Agrar- und Wirtschaftspolitik (Lektion)

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Eckdaten zum Thema Wein und dessen Politik

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  • Kenne Eckdaten zur Ö-Weinwirtschaft! ♦ 40.000 LuF Betriebe in NÖ ♦ 5% der Erwerbstätigen sind in der LuF tätig ♦ 7.000 Weinbaubetriebe in NÖ ♦ ø 4 ha Weingartenfläche/Betrieb in NÖ ♦ NÖ hat 60% Anteil der Weinfläche Österreichs (davon 10% BIO) ♦ 1% Anteil der LuF Fläche hat Österreich an der EU-28 Fläche ♦ 1% der weltweiten Weinernte kommt aus Österreich ♦ 30 l pro Kopf Verbrauch in Österreich 
  • BIP, WTO, GATT, TTIP, CETA, GAP, CC, GLÖZ, LE, AMA, DAC, IK - Was bedeuten diese Abkürzungen? BIP = Bruttoinlandsprodukt WTO = World Trade Organization (Welthandelsorganisation) GATT = General Agreement on Tariffs and Trade (Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen) TTIP = Transatlantische Handels- und Investment-Partnerschaft CETA = Comprehensive Economic and Trade Agreement (umfassendes Wirtschaft- und Handelsabkommen --> Freihandelsabkommen zwischen EU und Kanada) GAP = Gemeinsame Agrarpolitik CC = Cross Compliance (Verknüpfungen von Prämienzahlungen  mit der Einhaltung von Umweltstandards) GLÖZ = guter landwirtschaftlicher und ökologischer Zustand LE = Programm für ländliche Entwicklung in Österreich (2014-2020) AMA = Agrarmarkt Austria DAC = Districtus Austriae Controllatus - regionaltypischer QUW mit Herkunftsprofil IK = Interprofessionelle Komitees
  • Welche sind die wichtigsten Zielländer für österreichischen Wein? (nach dem Exportwert? Deutschland - 52% Schweiz       - 12% USA             -  7% Niederlande  -  4%
  • Was sind die jeweils drei größten Rebflächen-, Weinproduktions- und Weinkonsumländer der Welt? Rebflächen ♦ Spanien  ♦ China   ♦ Frankreich   ♦ Italien Weinproduktion ♦ Italien  ♦ Frankreich   ♦ Spanien ♦ USA Weinkonsum ♦ USA ♦ Frankreich ♦ Italien   ♦ Deutschland
  • Welche Aufgaben erfüllt die WTO? ♦ Organisation internationaler Handelsbeziehungen innerhalb bindender Regelungen ♦ Forum für handelspolitische Diskussion und Verhandlungen ♦ Schlichtung von Handelskonflikten zwischen Mitgliedern
  • Welchen Anteil haben die Agrarausgaben am EU-Budget bzw. am Budget aller Mitgliedsländer inkl. EU? Kenne wichtige Ausgabenpositionen im österreichischen und EU-Budget! EU-Agrarausgaben - 60 Mrd. + sonstige EU-weite Agrarausgaben - 41 Mrd. (101 Mrd.-->1,5%) ♦ Direktzahlungen ♦ Agrarmarkt ♦ ländliche Entwicklung
  • Die "Gemeinsame Agrarpolitik" der EU verfolgt heute welche Ziele? ♦ Förderung der Produktivität ♦ angemessene Lebenshaltung der landwirtschaftlichen Bevölkerung durch Erhöhung des Pro-Kopf Einkommens ♦ Stabilisierung der Märkte ♦ angemessene Verbraucherpreise
  • Welche Steuermechanismen kennen die EU-Marktordnungen, wie funktionieren sie und bei welchen Produkten finden sie beispielhaft Anwendung? Kontingentierung (des Angebots) Ziel: durch mengenmäßige Beschränkung eines zu großen Angebots den Preisverfall verhindern (Rübenkontingentierung, Importkontigente) Intervention - öffentliche Lagerhaltung Ziel: auf gemeinsamen Markt ein Absinken der Erzeugerpreise unter einem bestimmten Preis (Interventionspreis) zu verhindern Beispiel: AMA kauft Ware zu fixierten Interventionspreis auf und gibt sie nach Genehmigung durch die Komission zu einem geeigneten Zeitpunkt unter Berücksichtigung der Marktlage zur Verwendung am Binnenmarkt oder zum Export an Drittländer frei - (Weizen Großhandelspreis 101,31€/t, Rindfleisch, Butter, Magermilchpulver) Beihilfen zur privaten Lagerhaltung Ziel: Preisstabilisierung durch Verringerung des Angebots Beipiel: Ware wird von privaten Händlern gekauft, eingelagert und bekommt je nach Dauer der Lagerung eine Förderung --> muss jedoch im Anschluss vom Unternehmen selbst vermarktet werden (Schweinefleisch, Butter, Käse) Exporterstattungen Ziel: werden bei Ausfuhr von Drittstaaten gewährt, um mit den niedrigen Weltmarktpreisen konkurrieren zu können --> sollen Unterschied zwischen Weltmarktpreis und Preis am EU-Binnenmarkt ausgleichen (Bsp. Milch) Zölle und Abschöpfungen Ziel: Verfall der Inlandspreise verhindern  ♦ sind Abgaben die beim Import eingehoben werden, dadurch werden sehr niedrige Preise bei Einfuhr von Drittstaaten auf bestimmten Preisniveau angehoben ♦ Einnahmen sind von den Ländern an die EU abzuführen Beispiel: GATT (für die Höhe der Zölle verantwortlich) Ausgleichszahlungen Ziel: sollen den Produzenten ein entsprechendes Einkommen sichern,ohne auf den Preis Einfluss zu nhemen
  • Mit welchen Maßnahmen wird der EU-Weinmarkt geregelt (GMO Wein)? ♦ Absatzförderung ♦ Umstrukturierung und Umstellung von Rebflächen ♦ grüne Weinlese ♦ Fonds auf Gegenseitigkeit ♦ Ernteversicherung ♦ Investitionen ♦ Destillation von Nebenerzeugnissen
  • Wie reguliert die EU im Sektor Wein das Produktionspotenzial und den Markt? Kontrolle durch: ♦ Neuauspflanzungsbeschränkung ♦ Rodungsprämie für Aufgabe von Rebflächen ♦ Umstrukturierungsmaßnahmen (Sortenumstellungen, Pflanzendichte...) ♦ Klassifizierung der Weinsorten (ländertypisch) Marktregulierung durch: ♦ Krisendestillation degressiv ♦ Beihilfe für Anreicherung mit rektifiziertem Traubenmostkonzentriert
  • Unterschiede der 2 Säulen der GAP! Finanzierung:  Marktordnung: 100% EU Ländliche Entwicklung: EU und Ö (Kofinanzierung) Rechtliche Basis: Marktordnung: EU-->konkrete Regeln Ländliche Entwicklung: EU-->Rahmen, Ö-->konkrete Regeln Politisches Ziel: Marktordnung: Marktordnungspolitik Ländliche Entwicklung: Strukturpolitik Zielgruppe: Marktordnung: Landwirte Ländliche Entwicklung: alle Bürger im ländlichen Raum Beispiele: Marktordnung: Betriebsprämie, Umstellungsförderung, Rinderkennzeichnung, Interventionskosten, Kosten der privaten Lagerhaltung Ländliche Entwicklung: Wegebau, Investitionsförderung, Bildungsförderung, Agrarumweltprogramm, Dorferneuerung, Green Care/Soziale Dienste
  • Welche Kriterien müssen Agrarumweltmaßnahmen erfüllen um förderbar zu sein? wenn Verpflichtungen über die gesetzlichen Mindeststandards erfüllt werden und die Wirkung wissenschaftlich beweisbar ist
  • Welche sind die Säulen des österreichischen Weingesetzes und was versteht man darunter? kontrollierte Herkunft: Ertragsmengen müssen eingehalten werden, Etikettenvorschriften müssen beachtet werden Hektarertragsbeschränkung: darüber kann als Tafelwein ohne Herkunftsangabe, Sortenbezeichnung und Jahrgang verkauft werden Qualitätsstufen: Einreihung nach Zuckergehalt --> Landwein, QUW, Prädikatswein staatliche Qualitätskontrolle: QUW und Prädikatswein staatlich doppelt geprüft --> weinchemische Analyse & Verkostergremium --> Prüfnummer, rot-weiß-rote Banderole mit Abfüllung in AT
  • Welche Weinbezeichnungen gibt es in Österreich und welche Angaben sind auf der Flasche jeweils zulässig bzw. verpflichtend (Qualitätspyramide)? ♦ Wein ohne Herkunft: bis 14°KMW-->Sorte, Jahrgang, Österreich ♦ Landwein: ab 14°KMW-->Sorte, Jahrgang, Landweinregion ♦ QUW: ab 15°KMW--> Banderole, staatliche Prüfnummer, Weinbaugebiet, Rebsorte, Jahrgang, Qualitätsstufe ♦ DAC: DAC Gebiet, sonst wie bei QUW ♦ Kabinett: ab 17°KMW, sonst wie bei QUW ♦ Spätlese: ab 19°KMW, sonst wie bei QUW ♦ Auslese: ab 21°KMW, sonst wie bei QUW ♦ BA, SW, EW: ab 25°KMW, sonst wie bei QUW ♦ Ausbruch: ab 27°KMW, sonst wie bei QUW ♦ TBA: ab 30°KMW, sonst wie bei QUW
  • Welche Voraussetzungen muss Wein erfüllen um die Bezeichnungen Wein, Landwein bzw. Qualitätswein tragen zu dürfen? ♦ Wein aus Österreich: entweder mit Sorten- oder Jahrgangsangabe (Mengenbeschränkung) oder ohne Sorte und Jahrgang (ohne Mengenlimit) ♦ Landwein: aus Qualitätsrebsorten einer Weinbauregion (Weinland, Bergland), ab 14°KMW ♦ QUW: nur aus Qualitätsrebsorte, ein Weinbaugebiet, ab 15°KMW, Hektarhöchstmengen dürfen nicht überschritten, muss fehlerfrei sein, wenn staatliche Prüfnummer muss mit Banderole inkl. Betriebsnummer gekennzeichnet werden
  • Welche Weine tragen die Banderole? QUW oder höherwertig
  • Was versteht man unter gebietstypischen Weinen? DAC --> aus spezifischen Weinbaugebieten, sind geschützte Bezeichnungen nach EU-Recht
  • Wie ist die Branchenorganisation im Weinsektor organisiert? ♦ seit 2000: Gründung von Verbände zur Selbstverwaltung in Weinbaugebieten gesetzlich verankert ♦ nationales Komitee (Österreich) ♦ regionales Komitee (Weinbaugebiet) ♦ überregionales Komitee für Sekt und Weinbaugebiet
  • Welche Aufgaben erfüllen die regionalen Komitees, welche das nationale? regional:  ♦ Verbesserung der Kenntnis und Transparenz bezüglich Erzeugung und Vermarktung der QUW ♦ Marktforschung und Durchführung von Marketingmaßnahmen (in Zusammenarbeit mit ÖWM) ♦ Entwicklung von Verfahren und Technologien zur Verbesserung der Produktqualität ♦ Ausarbeitung von Standardverträgen --> Lieferverträge, Bewirtschaftungsverträge ♦ Definition von Bedingungen für Produktion und Vermarktung von regionaltypischem QUW (DAC) national: ♦ Filter zwischen den Beschlüssen und Anregungen der regionalen Komitees und den Verordnungen des Bundesministers ♦ 27 Mitglieder