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Verkehrsplanung (Fach) / 3 - Problemanalyse - Analyse des Zustands (Lektion)

Zentrale Orte Modell, Erhebungen

Diese Lektion wurde von adrianka erstellt.

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  • Richtlinien für integrierte Netzgestaltung (RIN) - Zweck - Abstimmung der fachplanerischen Ziele mit denen der übergeordneten räumlichen Planung - Ableiten der funktionalen Gliederung von Verkehrsnetzen - Methodische Planungshilfe für Bedarfspläne
  • Richtlinien für integrierte Netzgestaltung (RIN) - Inhalt - Funktionale Gliederung der Verkehrsnetze - Bewertung der verbindungsbezogenen Angebotsqualität - Qualitätsvorgaben zur Gestaltung von Verkehrsnetzen ...
  • Zentrale Orte Modell - Gliederung Gliederung von Orten in – Metropolregion (MR) – Oberzentrum (OZ) – Mittelzentrum (MZ) – Grundzentrum (GZ) – Gemeinden ohne zentralörtliche Funktionen
  • Zentrale Orte Modell - Zweck / Realisierung - Forderung nach gleichwertige Lebensbedingungen - Realisiert durch Anforderungen an die Erreichbarkeit von Zentralen Orten (Beispiel: ein Mittelzentrum soll mit dem Pkw von jedem Wohnstandort aus in höchsten 30 Min. erreichbar sein)
  • Verbindungsfunktionsstufen zur Verbindung verschiedener Zentralen Orte 0 - kontinental     - MR-MR 1 - großräumig    - OZ-MR/OZ-OZ 2 - überregional   - MZ-OZ/MZ-MZ 3 - regional         - GZ-MZ/GZ-GZ 4 - nahräumig     - G-GZ/G-G 5 - kleinräumig    - Grst-G
  • Funktionale Gliederung des Straßennetzes (Kategorien) - Autobahn / Landstraße / Stadtstraße - außerhalb- / im Vorfeld- / innerhalb bebauter Gebiete - (nur SS): Anbaufrei / Angebaut - (nur SS): Hauptverkehrsstraße / Erschließungsstraße
  • Gruppen von Kenngrößen für Erhebungsmethoden - Individuelle Verhaltensmerkmale (Wegehäufigkeit, Wegelänge) - Aggregierte Verkehrskenngrößen (Verkehrsaufkommen, Verkehrsleistung) - Mikroskopische Kenngrößen des Verkehrsablaufes (Zeit-/Weglücke zw. 2 Fahrzeugen, Geschwindigkeit eines Fahrzeuges) - Makroskopische Kenngrößen des Verkehrsablaufes (Verkehrsstärke, Verkehrsdichte) - Sichtbare Verhaltenweisen (Verkehrssicherheitsforschung - aktiv/passiv) - Einstellungen und Präferenzen durch eine Person -> Es gibt sekundärdaten und damit können ggf. Erhebungen ersetzt oder ergänzt werden
  • Planungsraum Bereich, für dessen Ordnung Handlungskonzepte erarbeitet werden sollen
  • Untersuchungsgebiet Planungsraum und zusätzlicher Einflussbereich
  • Fragestellungen zur Wahl einer Erhebungsmethode - Welcher Erhebungsanlass liegt vor? - Welchen Zielen dient die Erhebung? - Kann auf Erfahrungen aus vorangegangenen Erhebungen zurückgegriffen werden? - Welche Aussagegenauigkeit wird erwartet? - Sind die Untersuchungsmerkmale eindeutig?
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  • Notwendige Arbeitsschritte für eine Erhebung (Planung) - Formulierung des Untersuchungsziels - Entwicklung und Auswahl der Erhebungsmerkmale (z.B. Wegedauer, Wegezweck) - Grobstrategie (Befragungsmethode, Stichprobe) - Instrumentenentwicklung (Formulierung, Aufbau und Gestaltung der Erhebungsinstrumente) - Pretest - Strategien der Erhebungsdurchführung
  • Arten von Erhebungen + Kenngrößen - Zählungen: Ortsveränderungen von Personen/Gütern, Verkehrsaufkommen - Beobachtungen: Verkehrsdichte, Verkehrsverhalten - Befragungen: Bevorzugte Verkehrsmittel - Messungen: Abstand, Geschwindigkeit - qualitative Methoden: Verkehrsmittelwahl
  • Erhebungszeitraum Auswahl eines Erhebungszeitraumes in Abhängigkeit vom Erhebungsziel
  • Zählungen - Methoden - Objektzählungen - Querschnittszählungen - Knotenpunkterhebungen
  • Verkehrszählungen - Ziel / Zweck - Erfassung von Ortsveränderungen von Personen und/oder Fahrzeugen - Geben Aufschluss über die räumliche und zeitliche Verteilung von Verkehrsstärken und Verkehrsströmen an Knotenpunkten und Querschnitten
  • Unterscheidung von Verkehrszählungen (Was wird gezählt?) Unterscheidung in: – Zählung des Fußgänger- und Radverkehrs (nicht-motorisierter Verkehr): Zählung an Querschnitten. z.B. Für die Planung und Dimensionierung von Fußgänger und Radverkehrsanlagen – Zählung von Personen im öffentlichen Personenverkehr: Zählung von Fahrgästen an Haltestellen, auf Strecken oder in Fahrzeugen. Planung des Verkehrsangebotes / Einnahmenaufteilung – Zählungen des Kraftfahrzeugverkehrs: Zählung an Querschnitten, Knotenpunkten und in Straßennetzen. Entwurf von Straßenverkehrsanlagen, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen – Zählung von Fahrzeugen im ruhenden Verkehr: Auslastung und Häufigkeit der Benutzungbestehender Stellplätze, Standortentscheidungen für neue Parkhäuser oder Abstellanlagen
  • Grenzen von Verkehrszählungen - reguläre Schwankungen entstehen (Stichprobenproblem) - Stichprobe muss zeitliche und räumliche Besonderheitenn berücksichtigen
  • Arten von Messungen - lokale Geschwindigkeiten an einem Querschnitt – Reisezeiten und –geschwindigkeiten für Streckenabschnitte – Wartezeitmessungen an Knotenpunkten – Parkdauer
  • Arten von Beobachtungen - Erfassung äußerer Merkmale und sichtbarer Verhaltensweisen im Straßenraum - Einhaltung von Verkehrsregeln - Abstands-, Geschwindigkeits- und Beschleunigungsverhalten
  • Kommunikationsformen von Begragungen - schriftlich: keine Nachfragen, Porto - telefonisch: Personalaufwand, Stichprobenproblem - persönlich: Personalaufwand, Rückfragen möglich - Internet: Programmieraufwand, Plausibilitätskontrollen direkt möglich
  • Was liefern Befragnungen? Befragungen liefern Mobilitätskennziffern und personenbezogene Verhaltensdaten
  • Haushaltbefragung - typische Daten - Anteil mobiler Personen - durchschnittliche Wegelänge / Wegezeit - Fahrzeugausstattung - Verkehrsmittelnutzung
  • Durchführung von Haushaltsbefragungen - Festlegung eines Stichtags - Stichprobenziehung (Daten vom Einwohnermeldeamt) - Anschreiben der Ausgewählten mit Information über die Befragung, die Autorisierung, Datenschutzerklärung, Ansprechpartner bei Fragen - Verschicken des Fragebogens mit Rückumschlag - Ab dem Stichtag: Kontrolle des Rücklaufs, ggf. Erinnerungsschreiben
  • Auswertung von Haushaltsbefragungen - Datenübertragung in ein EDV-System - Datenbereinigung durch Plausibilitätskontrollen - Gewichtung/Hochrechnung der Datensätze