Sozialpsychologie - OvGU (Fach) / Vorlesung-WS (Lektion)

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Zusammenfassung Sozialpsychologie OvGU Wintersemester 18/19

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  • Konsistenz- und Balance Theorie - beide Theorien gehen von gleicher Grundannahme aus: Mensch hat Bedürfnis nach kognitiver Konsistenz  - Theorie von Heider sehr universell aber keine Vorhersage welche Strategie der Balancierung verwendet - Theorie von Festinger präziser -> 5 Möglichkeiten Dissonanzreduktion, 3 Regeln Dissonanzreduktion (1. kognitiver Aufwand so klein wie möglich; 2. Effektivität so groß wie möglich; 3. Erfolg so stabil wie möglich)
  • Theorie sozialer Vergleichsprozesse - Menschen haben Bedürfnis Fähigkeiten & Meinungen richtig einzuschätzen - Einschätzung erfolgt auf Basis objektiver Kriterien oder sozialer Vergleiche - geeignete soziale Vergleichsobjekte sind uns ähnliche Personen - in sozialen Gruppen streben nach Uniformität - Strategie zu Uniformität ist abhängig von der Größe des Abstandes der eigener Fähigkeiten & Meinungen zur Mehrheitsmeinung oder Gruppenleistung
  • Austauschtheorie von Homans - sind lerntheoretisch geprägt - besteht aus 5 Thesen die soziales Verhalten erklären 1. operante Konditionierung 2. Reizgeneralisierung 3. Kosten-Nutzen-Berechnung 4. Sättigung und Deprivation 5. Erwartung gerechter Verteilungsprozesse
  • Interdependenztheorie von Thibaut & Kelly Annahme: Zur Abschätzung Nutzen Vergleichsniveau - drei Outcome-Muster, die etwas über Art der Beziehung sagen (Schicksalskontrolle, einseitige Verhaltenskontrolle, wechselseitige Verhaltenskontrolle)
  • Ressourcentheorie von Foa & Foa - Erweiterung der Austauschtheorien - Frage der Dimensionalitäten von Austauschgütern - trifft Vorhersagen über Wahrscheinlichkeit bestimmter Tauschgeschäfte - Dimension um Ressourcen zu beschreiben: Konkretheit vs. Symbolhaftigkeit; Partikilarität vs. Universialität
  • Verteilungsgerechtigkeit (distributiv) - Leistungsproportionalität (Equity-Prinzip) - Gleichheitsprinzip - Bedürfnisprinzip -> orientiert sich nur an Resultat -> Inequity ist unangenehm und motiviert dazu, durch Handlungen o. kognitive Umbewertung Equity herzustellen
  • Verfahrensgerechtigkeit (prozedural) - Prozess und Ergebnis -> Wie kommt Ergebnis zustande? -> Vorallem dann relevant wenn Entscheidung für einen selbst ungünstig -> Kriterien: Konsistenz, Neutralität, Genauigkeit, Korrigierbarkeit, Repräsentativität, moralische Standards
  • Theorie des gerechte Welt Glaubens - Menschen haben Bedürfnis, an Welt zu glauben, in der man bekommt, was man verdient & was man bekommt hat man verdient - erklärt Phänomene der Opferbewertung
  • Theorie relativer Deprivation - Menschen finden es ungerecht, wenn sie in sozialem Vergleich schlechter abschneiden (ohne, dass es dafür eine Rechtfertigung gibt) - ebenso unangenehm, wenn sie in sozialem Vergleich besser abschneiden (ohne, dass es dafür eine Rechtfertigung gibt) - relative Priviligiertheit (emotionale Reaktion = existentielle Schuld)
  • Soziale Identitätstheorie (Tajfel & Turner) - 4 Kernelemente Soziale Kategorisierung (Kategorisierung  von sozialem & nicht-sozialem Objekten) Soziale Identität (Mensch strebt nach Selbstwertverbesserung - streben nach statusüberlegenen Gruppen) Sozialer Vergleich (Vergleich in was für einer sozialer Gruppe man sich befindet?) Soziale Distinktheit (Abheben von anderer Gruppe)
  • Annahmen der sozialen Identitätstheorie - Mensch versucht stets Objekte und Menschen in Kategorien einzuordnen - Mensch hat Bedürfnis nach positiver sozialer Distinktheit in Bezug auf Ingroup -> Intergruppenkonflikt - Alternative zur  Theorie des realtistischen Gruppenkonflikts (Wettbewerb um knappe Ressourcen) Statusüberlegenheit der Eigengruppe!!!
  • Tendenz der sozialen Identitätstheorie - Vergrößerung Ingroup-Outgroup-Differenz - Tendenz zeigt sich bereits wenn Gruppenaufteilung aufgrund inhaltlich irrelevanter Kriterien oder zufällig vorgenommen (minimales Gruppenparadigma) Wettbewerb um Statusüberlegenheit 
  • Strategien zur Bewältigung negativer sozialer Identität - realistische Strategien (soziale Mobilität, sozialer Wandel) - kreative Strategien(Wechsel Vergleichsgruppe, Wechsel Vergleichsdimension, Veränderung Wertigkeit Vergleichsdimension)
  • Handlungstheorien - Handlungstheorien basieren auf dem Bild eines Menschen, der selbst-reflektiv, aktiv auf seine Umwelt einwirkend, zielorientiert, willensfrei und entscheidungsfähig ist - Handlungen können in einzelne Sequenzen unterteilt werden, die hierarchisch ineinander verschachtelt und sequentiell  - handlungstheoretische Subgruppe sind Erwartungs-Wert-Theorien
  • Erwartungs-Wert-Theorien Annahme: Erwartung das Handlungsergebnis zu erreichen und Wert den Handlungsergebnis subjektiv hat, sind multiplikativ miteinander verknüpft - in Rotters-Theorie vor allem Erwartungskonzept elaboriert (Erwartungen können generalisiert werden -> Kontrollüberzeugung
  • Theorie des überlegten Handelns (Fishbein & Ajzen) - zentrale Bedingung sind die Einstellung bezüglich der Handlung und die subjektive Norm - zusätzlich in der "Theorie des geplanten Verhaltens" wird zusätzlich  die wahrgenommen Verhaltenskontrolle als Bedingung für die Handlungsabsicht siwwue due tatsächlich ausgeführte Handlung angenommen
  • 3 Rollenperspektiven - strukturfunktionalistische Perspektive (role-taking) - interaktionistische Perspektive (role-making) - Perspektive (Rolle als Skript)
  • Rollentheoretisch bedeutsame Konzepte Rollendruck & Rollenstress Rollendistanz & Rolleninvolviertheit Rollenkonflikte (intrapersonal & interpersonal)
  • Spezifische Rollentheorien Theorie von Gross: spezifiert Parameter, von denen Entscheidung einer Person in Rollenkonflikt abhängt Theorie der Rollenbilanz: spezifiert Parameter, von denen Wahrscheinlichkeit abhängt, eine bestimme Rolle tatsächlich zu übernehmen
  • Attributionstheorien - Ursachenschema nach Weiner - internal vs. external - zeitliche Stabilität als Ursache - KOntrollierbarkeit
  • Kovoriationsprinzip von Kelly Menschen nehmen Attributionen entweder  - auf die Person - auf die Entität oder - auf spezifische situative Umstände vor
  • 3 Arten von Variationsquellen Konsens (Vergleich über Personen) Distinktheit (Vergleich über Entitäten) Konsistenz (Vergleich über Situationen)