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Rechnungswesen (Fach) / 1 (Lektion)

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Diese Lektion wurde von sieglinde1 erstellt.

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  • Woraus besteht das Rechnungswesen unter anderem und welche Aufgabe erfüllt es Das Rechnungswesen besteht unter anderem aus der Finanzbuchhaltung der Fibu. Die Fibu hat die Aufgabe die Vermögens und die Finanzlage des Unternehmens zu ermitteln. Diese dient zur Feststellung des Unternehmenserfolges
  • Welchen Zweck hat die Finanzbuchhaltung Zweck: Information Dokumentation Erfolgsermittlung
  • Für wen besteht Pflicht zur Buchführung Für Unternehmen besteht Buchführungspflicht nach HGB Steuerrecht und AO 
  • Was versteht man unter Pflicht zur Buchführung nach Handelsrecht? Die Rechtgrundlage befindet sich im § 238 HGB. Demnach ist zur Buchführung verpflicht der ein Kaufmann nach § 1 HGB ist. Dieses sind Istkaufmann Kannkaufmann Formkaufmann
  • Was ist ein Istkaufmann Ein Istkaufmann ist ein Kaufmann der ein Handelsgewerbe betreibt. Ein Handelsgewerbe ist ein Gewerbebetrieb, der eine kaufmännische Organisation erfordert. Ein Gewerbebetriebt hat folgende Eigenschaften: selbständig Gewinnerzielungsabsicht Beteiligung am Wirtschaftsverkehr keine Land und Forstwirtschaft keine Freiberufler
  • wie muss die Buchführung beschaffen sein Nach § 145 AO muss die Buchführung so beschaffen sein, dass sich ein sachverständiger Dritter in angemessener Zeit einen Überblich über die Geschäftsvorfälle und die Lage des Unternehmens verschaffen kann. Die Geschäftsvorfälle müssen sich in Ihrer Entstehung nachverfolgen lassen
  • Nach welchen Grundsätzen muss die Buchführung aufgestellt werden? § 238 HGB Jeder Kaufmann ist verpflichtet Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung ersichtlich zu machen
  • Was versteht man unter dem Begriff der GOB`S Die GOB`S sind ein in Jahrhunderten gewachsener und gepflegter Rechtsbegriff. Der Begriff wird vom Gesetzgeber sowohl im HGB als auch in der AO mehrfach erwähnt, ohne jedoch explizit definiert zu werde. Die GOB`S stellen einen unbestimmten Rechtsbegriff dar.
  • Nenne Beispiele für GOB`s 1. Klar und Übersichtlich 2. Ein Sachverständiger Dritter muss sich in angemessener Zeit einen Überblick über die Lage der Unternehmens verschaffen können 3. Lebende Sprache § 238 HGB 4. Deutsche Sprache und Euro § 244 HGB 5. Aufbewahrungsfristen müssen eingehalten werden § 239 HGB 6. Keine Buchung ohne Beleg 7. Keine Radierungen 8. Keine Verrechnung von Aufwand und Ertrag sowie Vermögen und Schulden HGB §246 9. Alle Aufzeichnungen müssen vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet vorgenommen werden.
  • Nenne die Grundsätze der ordnungsgemäßen Bilanzierung 1. Bilanzkontinuität SBK = EBK, 2. Gläubigerschutz HGB §252 3. Beibehalten der Bilanzgliederung 4. Aufwendungen und Erträge müssen dem Geschäftsjahr zugeordnet werden in dem sie entstanden sind 5. Beibehaltung der Bewertungsmethoden 6. Unternehmensfortführung 7. Realisationsprinzip 8. Imparitätsprinzip
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  • Was versteht man unter dem Realisationsprinzip Nicht realisierte Gewinne dürfen nicht ausgewiesen werden, man darf sich nicht reicher machen als man ist. Hier kommt der kommt der Gläubigerschutz zum tragen
  • was versteht man unter dem Imparitätsprinzip Nicht realisierte Gewinne dürfen nicht ausgewiesen werden, sich abzeichnende Verluste müssen ausgwiesen werden. Dieses ist die Ungleichbehandlung von Gewinnen und Verlusten
  • Was versteht man unter dem Prinzip der Vorsicht? Hier kommt der Gläubigerschutz zum tragen. Unter dem Prinzip der Vorsicht fällt das Realisations- und Imparitätsprinzip, sowie das Niederstwertprinzip §252 HGB Bei Unsicherheit über die Größe eines Wertes, ist nicht der Wahrscheinliche oder der Mittelwert, sondern der tendeziell pessimistische Wert an zu setzen
  • Welche Buchungen erfolgen aus dem Grundsatz: Aufwendungen und Erträge müssen dem Geschäftsjahr zugeordnet werden in denen sie entstanden sind Bushungen: 1. aktive und passive Rechnungsabgrenzung  2. so Forderungen und sonstige Verbindlichkeiten 3. Rückstellungen
  • Was versteht man unter ARA und PRA ARA und PRA sind transitorische Posten. Hier hat ein Geldfluss stattgefunden Der Aufwand oder Ertrag wird in das neue Jahr transferiert.
  • Was versteht man unter so. Forderungen / so Verbindlichkeiten Bei so Forderungen und so Verbindlichkeiten spricht man von antizipativen Posten. Hier fand noch kein Geldfluss statt, der Ertrag oder Aufwand wurde im alten Jahr realisiert. Die Zahlung findet im neuem Jahr statt
  • Nenne ein Beispiel für passive Rechnungsabgrenzung Mieteinnahme für Oktober bis März 600 € plus 114 Ust Busa: Bank 600              an Mietertrag 300                   PRA          300                   Ust          114
  • Wann muss die Umsatzsteuer abgeführt werden § 13 USt  hier wir unterschieden nach vereinbarten und vereinnahmten Entgelten Vereinbarten Entgelten bei der Berechnung der Steuer nach vereinbarten Entgelten mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem die Leistungen ausgeführt worden sind. vereinnahmten Entgelten bei der Berechnung der Steuer nach vereinnahmten Entgelten (§ 20) mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem die Entgelte vereinnahmt worden sind,
  • Nenne ein Beispiel für aktive Rechnungsabgrenzung Hier fand eine Gelfluss statt Miete Oktober bis März 600 plus 114 Ust Busa Mietaufwand 300 ARA             300 Vst              114                         an Bank 714
  • Was für Posten sind so Forderungen uns so Verbindlichkeiten So Forderungen und Verbindlichkeiten sind antizipative Posten, es sind Posten die nach dem Bilanzstichtag zur Einnahme oder Ausgabe führen
  • Nenne ein Beispiel für so Forderungen Mietzahlung erfolgt im nächsten Jahr Miete 600 plus 114 Ust Busa so Forderungen 714                      an Mieterträge 600                           Ust            114 § 13 abführung der Ust nach vereinbarten Entgelten
  • Nenne Beispiel für so Verbindlichkeiten Miete für Nov und Dez 600 plus 114 € Vst wird in Januar gezahlt. Es liegt noch keine Rechnung vor Miete 600 Vst im Folgejahr abzziehbar 114                                           an so VbL 714 nächstes Jahr  so Vbl 714      an Bank   714 Vst     114      an Vst Folgej    114                
  • Wie werden so Verbindlichkeiten 714 und Vst im Folgjahr abziehbar 114 aufgelöst so Vbl 714       an           Bank         714 Vst     114       an           Vst Folgej  114
  • wann darf die Vorsteuer in Abzug gebracht werden § 15 UstG Die Vorsteuer darf erst in abzug gebracht werden, wenn die Rechnung vorliegt und Leistung erbracht wurde. Bezieht sich die Rechnung und damit der ausgewiesene Steuersatz auf eine Leistung, die noch nicht voll erbracht wurde, jedoch die Zahlung geleistet wurde, Ist dar die Vosteuer in Abzug gebracht werden. Entscheidend ist das vorliegen der Rechnung  
  • Wo kommt das strenge Niedertwertprinzip zum Tragen Das strenge Niederstwertprinzip kommt beim Umlaufvermögen zum tragen. Dem Niederstwertprinzip unterliegt vom Grundsatz her dem Vorsichtsprinzip. Das Ziel dabei ist, die Kapitalerhaltung und den Gläubigerschutz. Im Hinblick auf das Umlaufvermögen von Unternehmen wird das Niederstwertprinzip als finanztechnisches Instrument eingesetzt
  • Erkläre das strenge Niederstwertprinzip Dem Niederstwertprinzip unterliegt vom Grundsatz her dem Vorsichtsprinzip. Das Ziel dabei ist, die Kapitalerhaltung und den Gläubigerschutz. Im Hinblick auf das Umlaufvermögen von Unternehmen wird das Niederstwertprinzip als finanztechnisches Instrument eingesetzt Von drei möglichen Wertansätzen, den AK/HK den Bören-/Marktpreis oder den beizulegenden Wert ist bei VG des UV stets der niedrigere Wert zu wählen
  • Erkläre das gemilderte Niederstwertprinzip Bei VG des AV sind bei voraussichtlich dauerhalfter Wertminderung Abschreibnungen vor zu nehmen und diese mit dem niedrigeren Wert an zu setzen, der ihnen am Abschlussstichtag beiligt. Bei Finanzanlagen des AV können Abschreibungen bei voraussichtlich nicht dauerhafter Wertminderung vorgenommen werden, aber müssen nicht, es können Abschreibungen vorgenommen werden
  • Nenne die Folge, wenn der Abschreibungsgrund entfällt Wenn der Abschreibungsgrund entfällt muss eine Zuschreibung erfolgen Nach § 253 HGB besteht für alle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, außer dem entgeltlich erworbenen (derivativen) Geschäfts- oder Firmenwert, ein Zuschreibungsgebot. 
  • Was weißt du über Abschreibungen § 253 HGB Vermögensgegenstände sind höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die Abschreibungen anzusetzen. 2. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag und Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages anzusetzen. 3. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungs- oder die Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen zu vermindern. 4. Bei Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens sind Abschreibungen vorzunehmen, um diese mit einem niedrigeren Wert anzusetzen
  • Wozu führt die Bewertung von Verbindlichkeiten Die Bewertung von Verbindlichkeiten führt zum Höchstwertprinzip
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  • Erkläre das Höchstwertprinzip Das Höchstwertprinzip gibt den Bewertungsmaßstab für Verbindlichkeiten in der Bilanz vor und leitet sich aus dem Vorsichtsprinzip ab. Das bedeutet, dass bei Vorhandensein mehrerer Bewertungsmöglichkeiten einer Schuld, grundsätzlich der höchste Wert anzusetzen ist, da der niedrigere Ansatz einem unrealisierten Gewinn gleichkäme und damit dem Realisationsprinzip widersprechen würde.
  • Nenne ein Beispiel für Höchsgtwertprinzip Beispiel:  Das Höchstwertprinzip findet häufig Anwendung bei Fremdwährungsverbindlichkeiten. So kann z.B. eine Schuld, die zunächst mit € 5000 angesetzt wurde, aufgrund von Schwankungen im Wechselkurs, am nächsten Bilanzstichtag mit € 6000 bewertet werden. In diesem Fall muss der höhere Ansatz in der Bilanz erscheinen.
  • Was versteht man unter Rücklagen Rücklagen: sind Bestandteil des Eigenkapitals, die weder im gezeichneten Kapital  noch Jahresüberschuß ausgewiesen werden, sondern auf gesonderten Rücklagenkonten  bilanziert werden
  • Welche Rücklagen gibt es Rücklagen 1. ges. Rücklage 2. Kapitalrücklage 3. freie Rücklage
  • was versteht man unter der gesetzlichen Rücklage Grundlage ist das Aktiengesetz § 1. Es ist eine Rücklage von 5 % des JÜ zu bilden, bis die  Kapitalrücklage und die  gesetzliche Rücklage zusammen  10 % des Grundkapitals erreicht
  • Erkläre das Niederstwertprinzip Allgemein Niederstwertprinzip Das Niederstwertprinzip ist ein grundsatz ordnungsgemäßer Buchführung, der bei Aufstellung einer Unternehmensbilanz als Bewertungsverfahren zu beachten ist Ziel: Kapitalerhaltung Gläubigerschutz
  • Nenne ein Beispiel für die Anwendung des Höchstwertprinzip Das Höchstwertprinzip findet häufig Anwendung bei Fremdwährungsverbindlichkeiten. So kann z.B. eine Schuld, die zunächst mit € 5000 angesetzt wurde, aufgrund von Schwankungen im Wechselkurs, am nächsten Bilanzstichtag mit € 6000 bewertet werden. In diesem Fall muss der höhere Ansatz in der Bilanz erscheinen.
  • Def. Kapitalrücklage HGB § 272. Es werden alle Beiträge ausgewiesen, die mit der Emmission von Anteilen über den Nennwert hinaus erzielt werden (Agio) Anteile: Aktien Wandelschuldverschreibungen Anleihen
  • Was sind freie Rücklagen Freie Rücklagen werden durch Beschluss der Zuständigen Unternehmensorgange (Gesellschafterversammlung) aus nicht ausgeschütteten Gewinnen gebildet (Innenfinanzierung)
  • Was sind Rückstellungen HGB § 249 Rückstellungen sind nach HGB Verbindlichkeiten, Verluste oder Aufwendungen die hinsichtlich ihrer Entstehung und Höhe ungewiss sind. Durch die Bildung von Rückstellungen sollen die später zu Ausgaben den Perioden zugeordnet werden in denen diese entstanden sind
  • Welche Rückstellungen gibt es Prozeßrückstellungen Jahresabschlusskosten Unterlassene Instandhaltung die in den 1 VJ des neuen Jahres nachgeholt wird Urlaubsgeld Weihnachtsgeld drohverluste aus schwebenden Geschäften latente Steuern
  • was versteht man unter einen schwebenden Geschäft    Gegenseitige Rechtsgeschäfte aus schuldrechtlichen Verträgen, die noch von keinem Vertragspartner bis zum Abschlussstichtag erfüllt wurden. Diese schuldrechtlichen Verträge werden in der Buchhaltung grundsätzlich nicht erfasst, da davon auszugehen ist, dass sich Leistung und Gegenleistung normalerweise ausgleichen werden.   Nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung müssen schwebende Geschäfte dann aber im Jahresabschluss berücksichtigt werden, wenn ausnahmsweise ein Verlust zu erwarten ist (Imparitätsprinzip).  , wenn ein Verlust droht
  • Welche drohenden Verluste gibt es aus einen Beschaffungsgeschäft und Absatzgeschäft
  • Was versteht man unter Drohverluste aus einem Beschaffungsgeschäft Drohverluste aus einen Beschaffungsgeschäft Handelt es sich um ein Beschaffungsgeschäft, dann ergibt sich aus der Differenz zwischen dem höheren vereinbarten Einkaufspreis lt. Vertrag (z.B. 500 ?) und den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag (z.B. 400 ?) der drohende Verlust (hier wo ?).
  • was versteht man unter Drohverluste aus einem Absatzgeschäft Bei schwebenden Absatzgeschäften errechnet sich aus dem Unterschied zwischen den nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag zu erwartenden höheren Selbstkosten (z.B. 600 ?; ohne kalkulatorische Kosten und ohne Unternehmergewinn) und erzielbarem niedrigeren Verkaufspreis lt. Vertrag (580 ?) der drohende Verlust (hier 20 ?).
  • Nenne ein Beispiel für die Bildung von Rückstellungen Steueraufwand 1.300                     an Steuerrückstellungen 1300 Aufwand f. Instandh 5.000                    an Rückstellungen f. Inst. 5.000
  • Welche Folge hat eine zu hoch gebildete Rückstellung Rückstellung 1.300 plus 190 Vst Bankzahlung 1.190 Es wird ein periodenfremder Ertrag ausgelöst Busa Rückst 1.300 VsT        190                   an  periodenfremder Ertrag  300                         Bank                          1.190
  • Welche Folge hat eine zu niedrig gebildete Rückstellung Rückstellung 900 Aufwand 1000 plus 190 Rückstellungen     900 periodenfr. Aufw   100 Vst                      190                                an  Bank 1.190
  • was versteht man unter dem Höchstwertprinzip Das Höchstwertprinzip gibt den Bewertungsmaßstab für VBL in der Bilanz vor und leitet sich aus dem Prinzip der Vorsicht ab. In Analogie zum strengen NWP bei Forderungen sind Vbl bei Erhöhung des Rückzahlungsbetrages zum entsprechend höheren Wert zu bilanzieren
  • Nenne eine Beispiel für das Höchstwertprinzip Beim vorhandenen sein von mehreren Bewertungsmöglichkeiten einer Vbl ist grundsätzlich der höchste Wert in der Bilanz an zu setzen, da ein niedrigerer Wert einem unrealisierten Gewinn gleich käme und damit den Realisationsprinzip wiederspricht