In dieser Lektion befinden sich 47 Karteikarten

Politische Theorie und Ideengeschichte (Uni Leipzig)

Diese Lektion wurde von eljaypowi erstellt.

Lektion lernen

  • Konzept des "Oikos" (bei Aristoteles) Die Menschen gehen Bindungen ein, die erste ist die Verbindung Mann-Frau und die zweite ist Sklave-Herr, die beide in den Bereich des Oikos fallen. Die Aufgabe des Oikos ist die Sicherung des bloßen ...
  • Konzept der "Polis" (bei Aristoteles) Aristoteles geht davon aus, dass der Mensch grundsätzlich ein politisches Wesen (zoon politikon) ist und dass dies so ist, weil der Mensch nach einem besseren Leben (Eudämie- höchstes Gut) trachtet ...
  • Kategorien der Verfassung nach Aristoteles 1. Die dem Wesen nach Beste (theoretisch realisierbar, eher utopisch) 2. Die relativ Beste (unter tatsächlich gegebenen Umständen) 3. Die jeweils Existierende (besser als eine willkürliche Verfassung ...
  • Platons Staatsverständnis Die Menschen tun sich in Gemeinschaften zusammen, weil sie nach dem guten Leben trachten (Eudämie) und so Arbeit teilen, um als Gesellschaft zu profitieren. Wenn jeder das seine tut, dann ist Gerechtigkeit ...
  • Machiavellis Staatsverständnis Die Menschen sind nicht dazu bestimmt in einer Gemeinschaft zu leben, der Staat ist rein funktional und soll Sicherheit (z.B. vor Bürgerkriegen) und Ordnung schaffen. Der Führung des Staates liegt eine ...
  • Politischer Wandel in Antike/Mittelalter/Neuzeit Antike:  - Suche nach dem tugendhaften Leben - Glaube an das Gute im Menschen - politische Idee betrifft nur bestimmte Menschengruppen - Kreismodell Mittelalter:  - Ordnung ist gottgegeben und statisch ...
  • Bodins Staatsverständnis Die Zeit in der Bodin schreibt ist durch schwere Kriege gezeichnet, er sucht nach einer Alternative. Dabei entwirft er die Idee der ungeteilten Souveränität, die als einzige im Stande ist langfristig ...
  • Naturzustand bei Hobbes 1. Von Natur aus sind alle Menschen gleich in Kräften, was der eine mehr an Muskelkraft hat, gleicht der andere durch z.B. Intelligenz aus.  2. Alle Menschen sind von Natur aus bestrebt Macht und Besitz ...
  • Vertrag(stheorie) bei Hobbes Aus der Notwendigkeit der Gesetze, die jeder zu befolgen hat, ergibt sich die Notwendigkeit der Bestrafung als Konsequenz bei Verstößen gegen das Gesetz. Es ist daher am funktionalsten den mitjenigen ...
  • Naturzustand bei Locke Der Mensch ist im Naturzustand vollkommen frei (weil niemand in seine Freiheit eingreift und er unabhängig gegenüber den anderen Menschen, nur für sich ist) und alle Menschen untereinander sind vollkommen ...
  • Vertrag(stheorie) bei Locke In der Gesellschaft gibt der Mensch die natürliche Freiheit auf, um sein Recht auf Leben, Besitz und Gleichheit zu schützen, denn dieser Schutz wird zum Staatszweck. Diese Körperschaft stellt ungeteilte ...
  • Platons Demokratiekritik - willkürliche Entscheidungen (Los)- konstitutives Prinzip: Freiheit; Freiheit als Bezugslosigkeit (weil nicht sinnstiftend)- Unwissenheit der Mehrheit (jeder hat seine Aufgabe), auf die sich Demokratie ...
  • Naturzustand bei Rosseau Der Mensch ist frei geboren, die Unfreiheit ist sozial hergestellt. Der Mensch ist so gedacht, dass er nicht von sich aus Herrschaft über einen anderen ausübt. Ebenso ist also die Ungleichheit sozial ...
  • Vertrag(stheorie) bei Rosseau Die Begründung des Vertrages liegt darin, dass die Menschen zusammenwirkend über eine größere Kraft verfügen als isoliert. So wird den Selbsterhaltungsrisiken entgangen und die bürgerliche Freiheit ...
  • Wie unterscheiden sich die Auffassungen des Verhältnis ... Hobbes: Gesetz als Beschränkung der Freiheit Locke: Gesetz als äußere Bedingung der Freiheit Rousseau: Selbstgesetzgebung als die Freiheit des Menschen(natürliche Freiheit vs. bürgerliche Freiheit) ...
  • Freiheitsbegriff nach Constant Die Freiheit(en) der Alten:  - direkte Partizipation am politischen Geschehen - Verteilung staatlicher Gewalt unter allen Bürgern - Gesetze regeln alles, Unterwerfung des privaten Daseins unter den ...
  • Grundlagen liberalen Denkens - Rechtsgedanke (Grund- und Menschenrechte)- Rechtsgleichheit der Mitglieder eines Staates  - auf Verfassung gegründete Regierung (transparent, integrativ) - repräsentative Regierung - Gewaltenteilung ...
  • Freiheitsbegriff nach John Stuart Mill Der Freiheitsbegriff Mills ist als individuelle Freiheit vor der Gesellschaft gedacht. Die Frage der Grenzen der Macht der Gesellschaft stehen dabei im Mittelpunkt der Betrachtung. Er will so das Verhältnis ...
  • Hegels Staatsverständnis Hegel sieht ein geistiges Urbild, dass der Welt zugrunde liegt und ist der Überzeugung, dass der Staat die Erfüllung der Vernunft ist und das Endziel der Geschichte, dass durch diese hindurchwirkt, ...
  • Innere Gliederung der bürgerlichen Gesellschaft (Hegel) ... - ökonomisches System der Bedürfnisse (es ist möglich egoistischem wirtschaftlcihen Interesse nachzugehen, die Waren miteinander getauscht. Durch die Arbeit entsteht ein Geflecht gegenseitiger Abhängigkeit, ...
  • Produktionsmittel, -Kräfte und -Verhältnisse, Entfremdung ... Produktivkräfte: Die Kräfte, die ein Mensch hat und mitbringt (z.B. Bildung, spezifische Kenntnisse), die im Zusammenhang mit Produktionsmitteln eine "Ware" ergeben und alle künstlich-technischen und ...
  • Marxs Staatsverständnis Die Geschichte wird vorangetrieben von Klassenkämpfen, die aus dem Widerspruch von Produktionsverhöltnissen und Produktivkräften resultieren. Die Welt ist damit das Konstrukt vergangener Entwicklung. ...
  • Revolution in Antike/ Mittelalter/ Neuzeit Antike: etwas schwerfälliges, etwas sich bewegendes, was auf Widerstand stößt. Rückkehr zu einem bestimmten, guten Zustand. Auseinanderfallen von Staat und Gesellschaft ist nicht denkbar, da die Gesellschaft ...
  • Revolutionstherorie nach Lenin Wichtig ist für den Sieg der Revolution, dass die Oberschichten nicht mehr in alter Weise weiter herrrschen können und die Unterschichten das Alte nicht mehr wollen. Die unterdrückten Klassen erfahren ...
  • Revolutionstheorie nach Luxemburg Die maroden Institutionen werden langsam unterminiert und die Verhältnisse umgewälzt. Die erste Phase der Revolution ist eine politische und bürgerliche (Sturz der Gesellschaftsordnung und Nutzung ...
  • demokratische Revolution nach Tocqueville Es findet sich eine lange strukturelle Vorbereitung der Revolution in den Institutionen vorangegangener Staaten. Die Ideen von Freiheit und Gleichheit setzen sich über die Generationen hinweg langsam ...
  • Gefahren der Demokratie nach Tocqueville Despotismus ist die spezifische Gefahr der modernen Demokratie. Während früher ein Herrscher auf einige Hauptdinge gerichtet Menschen gewaltsam (und begrenzt in seiner Wirkung) unterdrückt hat, so ...
  • Totale Herrschaft bei Arendt Die Konzentrationslager bedeuteten einen nie da gewesenenen Bruch mit der Menschheitsgeschichte, auf Grundlage derer Arendt nach dem Wesen der totalen Herrschaft fragt. Sie stellt fest, dass Terror nötig ...
  • Figur des Flüchtlings bei Hannah Arendt In der Figur des Flüchtlings zeigen sich die Probleme der Politik wie in keiner anderen Figur. Sie stellen für Hannah Arendt Vorboten der totalen Herrschaft dar. Die Flüchtlinge haben ihre vertraute ...
  • Unterscheidung der Herrschaftsformen nach Montesquieu ... Wesen  - Struktur einer politischen Ordnung - Grundfrage: Was macht eine politische Ordnung zu der, die sie ist?  Prinzip  - Maßstäbe, an denen öffentlich-privates Handeln gemessen wird - Nicht ...
  • Mischverfassung Roms nach Polybios Aufgrund der Überzeugung eines Verfassungskreislaufes, hielt Polybios die aus mehreren Verfassungstypen bestehende römische Mischverfassung für die am längsten eingerichtete.  Organ der Verfassung ...
  • Erklärung der Frauenrechte nach Gouges Da jede Frau das Recht hat das Schafott zu besteigen, soll sie auch das Recht besitzen eine Rednerbühne betreten zu dürfen (politische Partizipation).  Die freie Meinungs- und Gedankenäußerung ist ...
  • Kennzeichen der Demokratie nach Lefort Unbestimmtheit: die Heterogenität der Gesellschaft wird notwendigerweise anwachsen und die Demokratie ist (entgegengesetzt zum Totalitarismus) diejenige Gesellschaft, die für einen Intressenpluralismus ...
  • Politikbegriff nach Schmidt Der Kern der Politik ist die Entscheidung zwischen Freund und Feind. Dabei steht ein kollektives "Wir" einem den "existentiell Anderen" gegenüber, beide unterscheiden sich substantiell. Sie stellt eine ...
  • Definition, Logik und Bedingungen von Deliberation Deliberation bezeichnet die argumentative Suche nach und die Gewichtung von Gründen für und gegen Handlungsoptionen durch eine Gruppe. Deliberation ist dialogisch, das bedeutet, dass jeder Teilnehmer ...
  • Definition von Deliberation Deliberation bezeichnet die argumentative Suche nach und die Gewichtung von Gründen für und gegen Handlungsoptionen durch eine Gruppe. Deliberation ist dialogisch, das bedeutet, dass jeder Teilnehmer ...
  • Politikbegriff nach Schmidt Der Kern der Politik ist die Entscheidung zwischen Freund und Feind. Dabei steht ein kollektives "Wir" einem den "existentiell Anderen" gegenüber, beide unterscheiden sich substantiell. Sie stellt eine ...
  • Erklärung der Frauenrechte nach Gouges Da jede Frau das Recht hat das Schafott zu besteigen, soll sie auch das Recht besitzen eine Rednerbühne betreten zu dürfen (politische Partizipation).  Die freie Meinungs- und Gedankenäußerung ist ...
  • Kennzeichen der Demokratie nach Lefort Unbestimmtheit: die Heterogenität der Gesellschaft wird notwendigerweise anwachsen und die Demokratie ist (entgegengesetzt zum Totalitarismus) diejenige Gesellschaft, die für einen Intressenpluralismus ...
  • Fünf Formen der Unterdrückung nach Young - Ausbeutung: beschreibt die strukturelle Relation zwischen sozialen Gruppen  - Marginalisierung: als Abkopplung von gesellschaftlichen Teilbereichen  - Machtlosigkeit: führt zu Behinderung in ...
  • Kritik Youngs an Habermas Kritik an der inhaltlichen Ebene: Bevorzugung kulturell hegemonialer Perspektiven, dadurch dass nicht alle Menschen in einer Gesellschaft gleichsam an den Diskussionen teilnehmen können (versteckter ...
  • Postdemokratie nach Crouch Die relativ niedrige Anforderungen, die im Rahmen des liberalen Demokratieverständnisses an das System gestellt werden, machen blind für das Phänomen der Postdemokratie. Auf der formal-institutionellen ...
  • Postdemokratie nach Ranciere Merkmale der Postdemokratie  - Entpolitisierungsprozess neuer Qualität  - Unsichtbarwerden der Vielheit des demos  - Konsenslogik: Kern des Konsenses ist die Unterdrückung desjenigen Volkes, ...
  • Politikbegriff nach Ranciere Was Politik nicht ist:  - Management und Verwaltung - Ausrichtung auf ökonomische Notwendigkeit (TINA) - Ausübung von Macht, erst recht nicht das Entscheiden über gemeinsame Anliegen (da die Artikulation ...
  • Demokratieverständnis von Crouch "Die Demokratie kann nur dann gedeihen, wenn die Masse der normalen Bürger wirklich die Gelegenheit hat, sich durch Diskussionen und im Rahmen unabhängiger Organisationen aktiv an der Gestaltung des ...
  • Zwei Dimensionen der Menschenrechte nach Ranciere Formale Dimension des Rechts  Die geschriebenen Rechte sind Einschreibungen einer Gemeinschaft von Freien und Gleichen. Sie sind auch Teil der Gestaltung des Gegebenen.Tatbestände schaffende Dimension ...
  • Staatsräson 1. Vorrang der Staatsinteressen vor allen anderen Interessen.2. Staatsnotwendigkeit (im Gegenteil zur individuellen Vernunft und Notwendigkeit)3. Grundsatz, dem zufolge oberster Maßstab staatlichen Handelns ...