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Soziologie (Fach) / Mikro und Makro (Lektion)
Mikrosoziolgie und Makrosoziologie
Diese Lektion wurde von kmarimonm erstellt.
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- 2. Welche zwei Grundannahmen der Modernisierungstheorie veranschaulicht die Lipset-These? Die Endogenitätsannahme steht für die 1. Annahme:endogener Prozess/Eigenleistung der Gesellschaft und die Kompatibilitätsannahme für 2. Strukturelle Innovationen stützen sich gegenseitig.
- . Nennen Sie ein Beispiel für funktionelle Differenzierung? funktionale Differenzierung als Arbeitsteilung: z.B. Wirtschaft,Politik als gesellschaftliche teilsysteme
- Welches Problem hat der Vorschlag, Beiträgen zu einem Kollektivgut einfach dadurch zu motivieren, dass man nicht-Beitragende sanktioniert? KG-Problem 2. Ordnung. Wer stellt die Sanktion bereit und nimmt die Kosten dafür auf sich
- soziale Normen ●Eine soziale Norm sei eine sozial definierteVerhaltensregel, deren Einhaltung in den Erwartungen der Akteure als Geltungsanspruchverankert ist und deren Nicht-Befolgen zu externen Sanktionen führen kann. → klingt wie die Institutionsdefinition → soziale Norm = Spezialfall einer Institution ●verlangt bestimmtes Verhalten●Anspruch auf Einhaltung●Externe Sanktionen
- Arten von Sanktionen positiv vs negativformell vs informellextern vs intern Eigenschaften von internen Sanktionen (schlechtes Gewissen, Schuldgefühle usw.): Voraussetzung: InternalisierungHauptprozess: SozialisationBefolgung der Norm stiftet NutzenBesonders wirksam, denn kostenfrei!
- Warum gibt es Institutionen? ●Orientierungsfunktion (für die Akteure selbst) InstinktersatzEntlastungDefinition der Situation (Regeln des Spiels)●Ordnungsfunktion (für das Miteinander) Handeln der Akteure hat oft externe Effekte für andereExternalitäten erzeugen typische Ordnungsprobleme→ Institutionen lösen diese Probleme, stiften Ordnung●Externe Effekte sind notwendige, allerdings nicht hinreichende Bedingungen der Institutionen- bzw. Normenenstehung→ Wie enstehen dann also Institutionen?
- Entstehung von Institutionen 3 Wege - Koordination⇒konventionell⇒ungeplant, evolutionär → Wenn Übereinkunft besteht, dann ist die Einhaltung rational (self-enforcing, konventionell) - Dilemma⇒essentiell⇒Vertrag- Anreiz zur Defektion, man setzt Sanktionen für die Normverletzung ein, interne am besten weil kostenlos- Konfikt ⇒repressiv⇒Dekret
- Sanktionen Selektive Anreize kostenDas Aufbringen der Mittel für die selektiven Anreize ist wieder ein KG-ProblemNicht- Ausschließbarkeit derjenigen, die nichts zum Bestrafen beitragenKollektivgutproblem 2. OrdnungSanktionenBessere KG-Bereitstellung (Kooperieren/ Übereinkunft) in kleineren Gruppen:leichtere kostengünstigere Kontrolle→ bessere Sichtbarkeit von Trittbrettfahrerngrößere Wirksamkeit nicht-materieller Anreize→ Bewunderung, MissachtungSanktionen sind effektiv, wenn sich die Akteure vorher einigen, die Kosten für die eventuelle Sanktion an einen Dritten zu entrichten→ Wenn also beide die „Mafia“ vorher bezahlen→ Dann wird die Versuchung, den anderen zu verraten, von vornherein gestoppt→ außerdem übernehmen beide die Kosten
- Iterierte (wiederholte) Dilemma-Situation ●Iteration erhöht die Kooperation ●Tit-for-Tat („Wie du mir, so ich dir“) ●Die Defektierer merken, dass irgendwann keiner mehr ihretwegen kooperiert (D,D) ●Dann fängt man an zu kooperieren→ am Ende strebt man CC an, denn DD hat weniger Nutzen
- Soziale Präferenzen ●Akteure besitzen auch soziale Präferenzen(starke Reziprozitäts-Präferenz) ●Neigung zur ●konditinalen Kooperation mit Anderen ●Bestrafung derjenigen, die die Kooperation verletzen, auf eigene Kosten→altruistic punishment Soziale Ordung wird häufig durch die Existenz sozialer Präferenzen erleichtert Angeborene soziale Präferenzen + Sozialisation
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- Soziale Netzwerke ●„Eine durch Beziehungen eines bestimmten Typs verbundene Menge von sozialen Einheiten wie Personen, Positionen, Organisationen usw.“ ●Auch für gleiche Einheiten, lassen sich sehr verschiedene Netzwerke definieren(Verwandtschaft, Freundschaft, Arbeitskontakt...)
- Pfaddistanzen Soziomatrix Gibt die minimale Anzahl der Schritte an, über die ein Akteur (Zeile) einen anderen (Spalte) erreichen kann
- Lokale Zentralität Lokale Zentralität eines Akteurs wird als Zeilen- bzw. Spaltensumme in der Soziomatrixberechnet ●Zeilensumme: Wie viele Akteure er nennt (Außengrad) ●Spaltensumme: Wie oft er genannt wird (Innengrad)
- Globale Zentralität Globale Zentralität●Eine globale Zentralität eines Akteurs wird als Kehrwert der Summe über alle Pfaddistanzen eines Akteurs berechnet● Zeilensumme: Wie viele Schritte man braucht, um insgesamt jeden zu erreichen (Summe ausgehend)●Spaltensumme: Wie viele Schritte benötigt werden, damit man selbst erreicht wird ( Summe eingehend)
- Bedeutung sozialer Netzwerke ●Ein wichtiger Fall sozialer Strukturen→ gehören zur Makro-Ebene Sind relevant: ●für Durchsetzung sozialer Normen/ Lösung von Kollektivgutproblemen ●als Opportunitäten/Restriktionen für Transaktionen ●als Quelle für Machtunterschiede ●als Grundlage sozialer Prozesse→ Diffusionsprozesse→ Kettenmigration
- Soziales Kapital Wertvolle Ressourcen (Hilfe, Geld, Tipp), über die Personen durch soziale Netzwerke verfügen
- Stärke schwacher Beziehungen - Brückenbeziehungen: Verbindungen zwischen Teilnetzwerken ohne Alternative → schwache Beziehungen - Nur schwache Beziehungen sind ein Zugang zu „anderen Welten“ und daher für viele Dinge (z.B. Arbeitsplatzsuche) von großer Bedeutung.
- Das Transformationsproblem reine statistische Aggregation(Selbstmordrate, Geburtenrate ...) aber: Das Ganze (Makrophänomen) ist mehr als die bloße Summe seiner Teile !→ Emergenz: Das kollektive Phänomen hat Eigenschaften, die sich nicht (ausschließlich) auf die Eigenschaften bzw. Handlungen der Individuen zurückführen lassen
- Globale Zentralität Globale Zentralität●Eine globale Zentralität eines Akteurs wird als Kehrwert der Summe über alle Pfaddistanzen eines Akteurs berechnet● Zeilensumme: Wie viele Schritte man braucht, um insgesamt jeden zu erreichen (Summe ausgehend)●Spaltensumme: Wie viele Schritte benötigt werden, damit man selbst erreicht wird ( Summe eingehend)
- SEU Theory In decision theory, subjective expected utility is the attractiveness of an economic opportunity as perceived by a decision-maker in the presence of risk. The theory of subjective expected utility combines two subjective concepts: first, a personal utility function, and second a personal probability distribution if the decision-maker adheres to axioms of rationality, believing an uncertain event has possible outcomes {\displaystyle \{x_{i}\}} each with a utility of {\displaystyle u(x_{i}),} then the person's choices can be explained as arising from this utility function combined with the subjective belief that there is a probability of each outcome, {\displaystyle P(x_{i}).} The subjective expected utility is the resulting expected value of the utility,
- Lokale Zentralität Lokale Zentralität eines Akteurs wird als Zeilen- bzw. Spaltensumme in der Soziomatrixberechnet ●Zeilensumme: Wie viele Akteure er nennt (Außengrad) ●Spaltensumme: Wie oft er genannt wird (Innengrad)
- Institutionen nach Esser ●Eine Institution sei eine sozial definierte Regel, die in den Erwartungen der Akteure als Geltungsanspruchverankert ist - Modell für die Wirklichkeit- Wertungen, Wünsche, Gefühle- Erwartungserwartungen
- Konflikte ●Besonderheiten Rein antagonistisch (gegensätzliche Interessen)Interne Lösung nicht möglichNur extern (von außen), durch Druck ●Normbedarf Repressive NormenHerrschaft (staatliches Gewaltmonopol) ●Problem Woher kommt die Herrschaft?
- Strategische Situation, strategische Interdependenz Mein Handeln hängt von anderen ab,deren Handeln hängt von meinem Handeln ab,und wir wissen das gegenseitig und ziehen dies jeweils beim Handeln in Betracht. → doppelte Kontingenz (doppelte Bedingtheit), strategische Interdependenz
- Soziale Produktionsfunktion, Arten von Produktionen - Nutzenproduktion, universalNutzen (U) erreicht man, wenn man die zwei universalen menschliche Bedürfnisse physisches Wohlbefinden & soziale Anerkennung (PW & SA) erreicht - Bedurfnisbefriedigung, gesell. festgelegtDie Grundbedürfnisse lasen sich über primäre Zwischengüter (Z) erreichen - Zielerreichung, gesell. festgelegtZur Produktion der primären Zwischengüter sind indirekte Zwischengüter (x) notwendig X ⇒ Z ⇒ PW/SA ⇒ U
- Soziale Produktionsfunktion. Annahmen 3 Annahmen 1) Menschliches Handeln wird als Produktion aufgefasst 2) Alle Menschen teilen bestimmte Grundbedürfnisse (physisches Wohlbefinden, soziale Annerkennung) 3)Institutionelle Ordnungen legen fest, wie sich diese Grundbedürfnisse befriedigen lassen und wiesich wiederum diese Inputs „produzieren“ lassen
- Die Objektiviät der Situation Die Objektivität der Situation●Es zählt zwar -letzlich- nur die Subjektivität●Die Subjektivität ist aber nicht zufällig ●Die subjektiven Erwartungen, Bewertungen, wahrgenommenen Alternativen bilden sich nicht unabhängig von den objektiven Merkmalen einer Situation → Subjektivität wird von diesen objektiven Merkmalen geprägt
- Modell der Frame-Selektion 3 Selektionen ●Frame (Situationsdeutung)●Skript (Routinen, Normen)●Handeln●Spontane Aktivierung Spontane Aktivierung einer Handlungsalternative umso größer,●Je eindeutiger die Situationsdefinition ist●Je zugänglicher ein bestimmtes Skript in der Situation ist●Je stärker das Skript verankert ist,●Je stärker es die Handlungswahl regelt ●Reflexive Entscheidung
- Theorie des Alltagshandelns von Alfred Schütz ●Alltagserfahrung = „Kette von Selbstverständ-lichkeiten“ → unhinterfragtes Situations- und Handlungswissen (Gewohnheiten, traditional) ●Wenn Routine-Situation gestört wird, entsteht eine „problematische Situation“ (zweckmäßig) → erst dann reflektiertes abwägen verschiedener Möglichkeiten → Interpretatives Paradigma
- Handlungstypen nach Weber 1. Zweckrational, Handeln dient der Erfüllung eines Zwecks 2. Wertrational, Handeln nach einem bewussten Glauben, unabh. vom Erfolg (ethnisch, ästhetisch, religiös) 3. affektuell/emotional, Handeln durch aktuelle Affekte und Gefühle 4. traditional, Handeln durch eingelebte Gewohnheiten
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- Symbolischer Interaktionismus Vor- und Nachteile Vorteil ●Berücksichtigt die interpretative Dimension des Handelns → Interpretatives Paradigma Nachteile ●Keine präzise Selektionsregel ●Brückenhypothesen und Aggregation kaum möglich
- Der Prozess der Definition der Situation Signifikante Symbole/ Hinweisreize ⇓ aktivieren mentales Modell der Situation (Frame) ⇓ aktiviert Handlungsdisposition (z.B. Routinen, Normen), Erwartungen Bewertungen und Emotionen ⇓ beeinflussen Verhalten
- Die Definition der Situation ●Thomas-Theorem„If men define Situation as real, they are real in their consequences“ → subjektive Erwartungen sind verhaltensrelevant ●Mentale Modelle der Situation ●Anthropologisch bedingte Notwendigkeit(Weltoffenheit/Reizüberflutung)
- Homo Sociologicus Alternative Handlungstheorie Homo Sociologicus ●Handeln nach Normen, Regeln und Rollen ●Erwartungen werden durch Sozialisation internalisiert ●Zuwiderhandlungen werden gesellschaftlich sanktioniert
- Rational-Choice Vor-und Nachteile Vorteile ●Präzise Selektionsregel (Gesetz) ●Einfachheit: Alternativen, Erwartungen, Bewertungen ●Eignung im Modell der soziologischen Erklärung ●Empirische Bewährung in vielen Anwendungsfeldern Nachteile: - Mensch als soziales Wesen nicht berücksichtigt- Woher kommen die Annahmen über die Alternativen, Erwartungen, Bewertungen (Brückenhypothesen)?- „Leere“ und Einfachheit: Nicht die Theorie sondern Brückenhypothesen tragen nahezu die gesamte Erklärungslast (im weiten Ansatz)- Abstrahieren die Variation in der Handlungs-verursachung → deshalb Die Definition der SituationDie variable Rationalität der Akteure
- Anforderungen an soziologische Handlungstheorien Einflüsse der sozialen Situation müssen gut darstellbar sein (Logik der Situation) ●Wechselwirkungen zwischen Akteurenmüssen analysierbar sein (Logik der Aggregation) ●Soziale Handlungstheorien dürfen „tieferliegende“ Erkenntnisse über die „Natur des Menschen“ zwar vergröbern und vereinfachen, ihnen aber nicht widersprechen (abstrakt, aber nicht falsch!)
- Die Rolle von Brückenhypothesen in der SEU-Theorie ●Problem: alle A-, p-, U-Terme empirisch nicht ermittelbar!!! → Alternativen, Erwartungen & Bewertungen in den kollektiven Phänomenen suchen → Welchen systematischen Einfluss nehmen soziale Situationen auf bestimmte Handlungsparameter? → Logik der Situation, Brückenhypothesen!!
- Die SEU-Theorie(Subjective Expected Utility) ●Entscheidung unter Risiko!Bestandteile ●Alternativen A ●Nutzen der bewerteten Folgen U ●Subjektive Erwartungen (Wahrscheinlichkeiten) p → Bestimmung des Erwartungsnutzen, der mit der Realisierung jeder Alternative verbunden ist. FormelSEU(A1)= p11*U1+p12*U2+p13*U3
- Entscheidung unter Unsicherheit -Wahrscheinlichkeiten unbekannt-Folgen unbekannt
- Entscheidung unter Risiko -Wahrscheinlichkeiten bekannt-Folgen unbekannt-Bewertungen + Erwartungen (SEU- Theorie)→Akteure wählen die Alternative, deren Erwartungsnutzen maximal ist
- Entscheidung unter Sicherheit -Wahrscheinlichkeiten für Zielerreichung Bekannt-Folgen/Ergebnis bekannt-Alle Präferenzmöglichkeiten bekannt (Vollständigkeit)-Transitivität /Konsistenz alle Folgen sind in sich stabil Akteure wählen die Alternative, deren Folgen sie am höchsten bewerten
- Rational-Choice-Ansatz Entscheidungsregeln Entwicklung einer Entscheidungsregel, die ●Die Entscheidungssituation darstellt ●Die Maximierungsannahme spezifiziert → Entscheidung unter Sicherheit → Entscheidung unter Risiko → Entscheidung unter Unsicherheit
- Der Rational-Choice-Ansatz 3 Kernannahmen 1. Präferenzen-AnnahmeMan handelt, um die Präferenzen/Ziele zu erfüllen 2. Restriktionen-AnnahmeOpportunitäten & Restriktionen 3. Maximierungsannahme Wahl der Handlungsalternative, die unter gegebenen Restriktionen die Präferenzen am besten erfüllt
- Problem der Alltagstheorie Problem: ●Mehrere Ziele, die unterschiedliche Handlungen hervorbringen ●Nicht sicher, wie man das Ziel erreicht → das kann die Alltagstheorie nicht mehr erfassen → Rational-Choice-Ansatz als alternativeHandlungstheorie
- Doppelte Hermeneutik = doppeltes Verstehen Wissenschaftler verstehen sich untereinander (Konstruktion 2. Ordnung) & verstehen den Untersuchungsgegenstand(Konstruktion 1. Ordnung)
- Handlungstheorie im Alltag Wenn Person i ein Ziel Z hat und wenn diese Person glaubt, dass für die Erreichung dieses Ziels Z das Mittel X notwendig ist, dann handelt die Person i nach X
- Bedingungen einer Handlungstheorie -Möglichst allgemeine Gesetze ●Explizite Funktion(ab welchem Ausmaß an Bedingungen kommt eine Handlung zustande, ausdrücklich formulieren) ●Bedingungen(relevanten Bedingungen) ●Funktion f(Wie wirken die Bedingungen zusammen, welche Handlungsalternative wird unter welchen Bedingungen ausgewählt)
- Logik der Aggregation ●Welche (nicht-intendierten) kollektiven Folgenhat das ausgewählte Handeln der Akteure?●Welche Folgen ergeben sich aus dem handelnden zusammenwirken der Akteure? → Antwort: Aggregationsregeln = Wirkungen
- Logik der Selektion Welche Handlungsalternative ergreifen die Akteure? → Antwort: Handlungstheorie = Ablauf(Bsp. Rational-Choice, Wert-Erwartungs-Theorie)
- Logik der Situation: ●Welchen (sozialen) Einflüssen unterliegen die Akteure? ●Wie wirkt die Situation auf die Akteure? → Antwort: Brückenhypothesen = verstehen