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Politische Theorie (Fach) / Bamberg SS18 (Lektion)

Bamberg

Diese Lektion wurde von Leon1902 erstellt.

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  • Aus welchen Teilgebieten setzt sich die Politische Theorie zusammen? Skizzieren Sie Gegenstand, typische Fragen und Erkenntnisinteresse der Teilgebiete.
 
 - Teilgebiete und Gegenstand:
 I. Klassische politische Theorie: 
1. Politische Philosophie (normativ)
2. Ideengesichte (historisch)
 II. Moderne politische Theorie:
1. Empirische Theorien/ Analytische Modelle (positiv)
2. Wissenschaftstheorie (sprachlich)
 
- typische Fragen:
 x Politische Philosophie: Was ist eine gerechte Ordnung?
x Ideengeschiche: Wie ist die historische Entwicklung?
x Empirische Theorie/ Analytische Modelle: Wie leistungsstark sind Demokratien?
x Wissenschaftstheorie: Was ist Wissenschaft?
 
- Erkenntnisinteresse:
 x Polit. Philosophie: Klärung normativer Fragen der Politik
x Ideengeschichte: Ideenreservoir für theoretische Innovation
x Empir. Theorien: Theorieentwicklung, -verbesserung
x Wissenschaftstheorie: kritische Begleitung des Forschungsprozesses

  • In welchem Verhältnis steht die Politische Theorie zu den anderen Teilgebieten der Poltikwissenschaft?
 Die Politische Theorie ist eine der sechs Professuren an der Universität Bamberg. Die Lehre der Politischen Theorie leistet den Zugang zum eigentlichen Überbau der Politikwissenschaft, da in ihr Konstrukte und grundlegende Theorien für alle übergreifende Bereiche dargestellt und erläutert werden.
 

  • Welche Arten von Begriffen gibt es? (Klassifiaktion und Beispiele)
 
 x logische Begriffe: und/oder; wenn/dann; weil > Aussagelogik, dass etwas folgt
x nicht logische Begriffe:
 I. deskriptive Begriffe: 
1. empirische: können unmittelbar beobachtet werden
2. theoretische: subsumieren Vielzahl von Sachverhalten 
II. präskriptive Begriffe:
1. Normbegriffe: Bezug zu Geboten, Verboten, Erlaubt 
2. Wertbegriffe: qualitative, komparative, quantitative Begriffe
 

  • Was ist der Unterschied zwischen empirischen und theoretischen Begriffen?
 x empirische: 
konkrete Beobachtungsbegriffe; kann unmittelbar beobachtet werden (Parteivorstand)
x theoretische:
abstrahieren vom konkret beobachtbaren; allgemeiner

  • Welche Arten von Aussagen gibt es und was leisten sie?
 Verknüpfungen von Aussagen bedingen entstehende Theorien:
x Verknüpfung allgemeiner Wenn-Dann-Aussagen sind Theorien
x Verknüpfung empirischer Aussagen mit Wenn-Dann-Aussage darunter sind empirische Theorien
x Verknüpfung normativer Aussagen sind normative Theorien
 

  • Welche Arten von Aussagen gibt es (Klassifiaktion und Beispiele):
 
 x analytische Sätze: Verständnis ohne weitere Infos vorhanden
I. logische: Folgelogik
II. definitorische: Definitionen 
 x synthetische Sätze: Frage nach dem Wahrheitskriterium
I. deskriptive: 
 1. empirische: logische Begriffe enthalten
 2. theoretische: theoretische Begriffe enthalten
II. präskriptiv: 
 1.normative
 2. evaluative
 

Bsp.: 
x deskriptiv: Peter nimmt einen Schokoriegel aus dem Regal, ohne zu bezahlen.
x präskriptiv: Stehlen ist verboten. / Du sollst nicht schneller als 150 kmh fahren.
x analytisch: Alle Junggesellen sind unverheiratet. / In allen Demokratien wird gewählt.
 

  • Was sind Real-, Nominaldefinitionen? Welche ist für den Wissenschaftsprozess geeignet und warum?
 Realdefinition: Aussagen über Eigenschaften eines Gegenstandes; tatsächliche, reale, konkrete Beschreibung eines Begriffs

Nomialdefiniton: tautologische Umformung bereits bestehender Begriffe; Verallgemeinerung eines Begriffes
 
 Vorzug der Nominaldefinition, weil geeignet für Verknüpfung von Theorien und Aussagen und weil Subjektivität eine geringere Rolle bei der Definition spielt.


  • Erläutern Sie das Problem das Naturalistischen Fehlschlusses.
 
 Der Naturalistische Fehlschluss (auch Humesches Prinzip) besagt, dass man nicht von einer Beschreibung (deskriptiv - empirisch) des Zustandes der Welt auf ein ethisches (präskriptiv - normativ) Gebot schließen kann. Dieser Versuch wird daher auch als „Sein-Sollen- Fehlschluss“ bezeichnet. Man kann also laut des Naturalistischen Fehlschlusses aus nur deskriptiven Aussagen keine rein normativen Aussagen ableiten. Hierfür muss also mindestens eine wertende (normative) Prämisse vorhanden sein.
 

  • Was versteht man unter der Methode der Explikation? Welche Adäquatheitsbedingungen gibt es?
 Eine Explikation fragt nach dem „Warum“.
Bei der Explikation sind folgende Begriffe von Bedeutung:
x Explikandum: unscharfer, gegebener Begriff (zu erklären)
x Explikat: scharfer, resultierender Begriff (Ziel)
2x Explikation: Verfahren der Analyse
x Explanandum: ein Ereignis E

Explanandum E wird durch logischen Schluss folgendermaßen erklärt (HO-Schema):
 
x mind. eine Gesetzesaussage (Wenn-Dann-Aussage) x Randbedingungen (Antecedensbedingungen)
Adäquatheitsbedingungen:
 x Ähnlichkeit: Explikat soll Explanandum sein
x Regelhaftigkeit: Klarheit des Prozesses
x Fruchtbarkeit: Explikat soll möglichst generell sein
x Einfachheit: so einfach wie möglich


  • Begründen Sie folgende Aussage: Das HO-Schema ist die Explikation des Erklärun Das HO-Schema versucht, unscharfe (umgangsprachliche) Begriffe in scharfe zu wandeln. Das HO-Schema ist Explikat, weil Adäquatheitsbedingungen treffend sind und demnach die nötigen Eigenschaften gegeben sind. Anstelle von richtig oder falsch wird die Explikation mit adäquat deklariert, wobei die Bedingungen folgende sind: Ähnlichkeit, Regelhaftigkeit, Einfachheit und Fruchtbarkeit.

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  • Wie sieht die Struktur einer Erklärung aus? Nennen Sie die Adäquatheitsbedingungen einer Erklärung.
 x Explanans: Gesetzesaussage
 Antecedensbedingungen
x Explanandum: Ereignisaussage > logischer Schluss der Wahrheit
 
x Folgerungsbedingung: deduktive Logik > wenn A, dann B
x Gesetzesbedingung: empir. prüfbare Gesetze
x Signifikanzbedingung: mit Sicherheit signifikant empirisch
x Wahrheitsbedingung: empirisch bewährt


  • Worin besteht der Hauptunterschied zwischen der empiristischen und der rationalistischen Position in der Wissenschaftstheorie?
 Empiristen: alle Erkenntnis beruht auf sinnlicher Wahrnehmung
 Rationalisten: alle Erkenntnis beruht auf Verstand und Vernunft
> fundamentalistischen Strömungen grundsätzlich gegensätzlicher Natur 
x Hauptunterschied: Art und Weise, wie Wissen und Erkenntnis erworben wird 
x Rationalisten: deduktives Forschungsprogramm
x Empiristen induktives Forschungsprogramm


  • Was sind synthetische, was sind analytische Sätze? Definition und Beispiel mit knapper Erläuterung.
 x synthetische Sätze: Rationalisten > Verbinden ein Subjekt mit einem Prädikat
> a priori: Sätze bzw. Urteile nicht auf der Basis von Erfahrung gefällt werden, sondern auf Verstand
> für Allgemeinheit und generell
Bsp.: Mathematik > 12-7=5 

x analytische Sätze: Empirischen > Subjekt und Prädikat als eins
> a posteriori: mit Einbezug der Erfahrung
> Erläuterungsurteil
Bsp.: Schimmel haben ein weißes Fell.

  • Was versteht man unter dem Rationalitätspostulat?
 Das Ratpost stellt ein Schema für die Minimalanforderung einer wissenschaftlichen Disziplin/ Theorie dar (geteilter Konsens).
Dabei gelten drei wesentliche Anforderungen:
x Rationalität (sprachliche Präzision und Konsistenz) 
 x Intersubjektivität (Nachvollziehbarkeit und Verständlichkeit)
x Begründbarkeit (auf Basis/mithilfe von Daten und Argumenten)

  • Diskutieren Sie mögliche Rechtfertigungen des Induktionsprinzips und bewerten Sie diese kritisch.
 
 
 Das Induktionsprinzip wird durch die Methode des Rationalitätspostulats gerechtfertigt, denn beim Induktionsprinzip ist die Logik vorhanden und die Erfahrung mit inbegriffen, welche auch beim RatPost von Bedeutung sind.
Aber: lediglicher Schluss von Beobachtungen auf Gesetze (empir. deskriptiven Sätzen auf theoretische Sätze) 
 Keine Rechtfertigung anhand des Ratpost, da:
x logischen Zirkelschluss
x Probleme bzgl. der Präzision
x Widerspruch in Begründbarkeit.

  • Nennen Sie drei zentrale Kritikpunkte des Logischen Empirismus.
 
 x nicht logisch und nicht empirisch rechtfertigbar
x kann nur Entdeckungszusammenhänge veranschaulichen
x keine Eignung für Abgrenzung von Wissenschaft zu Nichtwissenschaft (nicht präzise 
 und empirisch genug)
 

  • Skizzieren Sie die wissenschaftstheoretische Konzeption des Logischen Empirismus und formulieren Sie Einwände dagegen.
 
 Der logische Empirismus entsteht unter anderem durch Rudolf Carnap, Otto Neurath und Kurt Gödel im sogenannten Wiener Kreis. Leitsatz ist: „Sprache soll entweder empirisch oder analytisch sein.“
 Ausgangspunkt der Theorie ist: 
1. Beobachtung
2. Festhalten dieser in exakten Sätzen (empir. Sätze)
3. Deklarieren als wahr oder falsch
4. Aufbauen darauf > Konstruktion allgemeiner Sätze (theoret. Sätze)
> Induktionsprinzip

Einwände: 
x nur zulässig, wenn möglichst große Anzahl an Beobachtungen gegeben
x Wiederholung vielfältiger Bedingungen
x kein Widerspruch von allgemeinen Gesetzen zu Beobachtungsaussage
 

  • Skizzieren Sie die wissenschaftstheoretische Konzeption des Falsifikationismus und formulieren Sie Einwände dagegen.
 
 Der Falsifikationismus entsteht unter anderem durch Karl Popper und Hans Albert. Ausgangspunkt der Theorie ist:
 1. Erkenntnis eines Problems (Theorie)
2. Frage nach dem „Warum?“ des Problems
3. Antwort entspricht einer vorläufigen Erklärung
> Deduktion 

Einwände:
x wenn Falsifikationen tatsächlich festgestellt werden können 
x Unwiderlegbarkeit ist nicht wünschenswert, denn umso widerlegbarer und nicht
 widerlegt, desto standhafter

  • Was ist der Unterschied zwischen der Falsifkation und der Falsifizierbarkeit einer Theorie?
 
 x Falsifizierbarkeit: 
- Abgrenzungskriterium um empirische von nicht empirischen Aussagen zu finden
- Eigenschaft logischer Aussagen
- Eine Aussage ist genau dann falsifizierbar, wenn es einen Beobachtungssatz gibt, 
 der diese Aussage angreifbar macht.
x Falsifikation:
- Methode zur Verifikation
- Erfolg, wenn es einen Beobachtungssatz gibt, der einer Theorie widerspricht
 
 Bsp.: 
Aussage: Alle Raben sind weiß. 
Randbedingung: Ich habe einen grünen Raben gesehen.
Konklusion: Aussage ist falsch und damit falsifiziert 

  • Nenne Sie Qualitätskriterien einer Theorie aus Sicht des Falsifikationismus.
 x sollten möglichst große Anzahl an potentiellen Falsifikatoren haben
x interessant sind empirische Bewährungen von kühnen und riskanten Theorien 
x entstehende Theorie soll mehr erklären als bestehende Theorie


  • Warum ist nach Popper der Falsifikationismus dem Induktivismus überlegen?
 Überlegenheit des Falsifikationismus, weil:
x deduktive Logik ist Theorie der Übertragung der Wahrheit von Prämissen auf 
 Konklusion
x zudem, Theorie der Rückübertragung der Falschheit von Konklusion auf mind.
 eine Prämisse
x Konfrontation mit Realität
x Ersetzen von falschen Theorien durch alternative Theorien bedingt sukzessives 
 Ersetzen und damit steigenden Wahrheitsgehalt von Theorien
 

  • Stellen Sie die theoretischen Grundüberlegungen der Struktur wissenschaftlicher Revolutionen vor und diskutieren Sie diese kritisch.
 x Thomas Kuhn: Bruch zu Popper
 - vorparadigmatische Phase (Vor-Wissenschaft): Kein Programm fix, Problem
- paradigmatische Schule (NW): Einigung auf ein Paradigma, eine Vorgehensweise =
 Normalwissenschaft mit jeweils vorherrschendem Paradigma 
- revolutionäre Phase (Krise): Probleme zeigen sich in Paradigmen auf
- paradigmatische Phase (Revolution): Paradigmenwechsel
- Lösen von Rätseln innerhalb einer Theorie mithilfe des Paradigmas 
 (Schubladen-Wissenschaft)
 
 - außerordentliche Wissenschaft: radikales Rätsellösen, Lockerung des Paradigmas, unterschiedliche Betrachtung der Welt geht mir untersch. Paradigma einher
- Sprung zu neuem Paradigma eigentlich nicht logisch
 
 Kritik: 
x These der Inkommensurabilität unterschiedlicher Paradigmen
x zentrale Begriffe unpräzise
x Definition als „nicht kumulativ“ sondern als „irrationaler Prozess“ ist empirisch nicht 
 plausibel
 
 x Imre Lakatos: Mittelweg zwischen Kuhn und Popper?
Wissenschaft muss rational (Popper) nicht sozialpsychologisch (Kuhn) bleiben
> Synonyme Verwendung von Forschungsprogramm und Paradigma
 ! Theorien können nicht isoliert beurteilt werden, sondern müssen als Teil eines ganzen Systems bzw. Theorieprogramms betrachtet werden
 I. harter Kern = Gesetz, theoret. Komponente
II. Schutzgürtel = Zusatzannahme
III. intendiere Anwendung = empir. Komponente 
> Entwicklung folgen theoret. Argumente
 Umgang mit widerspr. Ergebnissen: 
negative Heuristik (Schutz des harten Kerns)
positive Heuristik (Abwehr von Anomalien) 
 
Kritik: 
x Begriffe sind operationalisierbar
x formale Kriterien bei qualit. Bewertung von Theorien vorhanden
x rationaler Prozess


  • Welche Kritik übt Kuhn an Popper?
 Kuhn kritisiert Poppers Ansicht, dass Wissenschaft Sätze aufstellt, die es zu falsifizieren gilt. Popper vernachlässige die Normalwissenschaft, wodurch das Abgrenzungskriterium schief werde. Entscheidend ist das Rätsellösen und nicht der Falsifikationsversuch. Bei Popper können daher Fehlversuche nicht konstruktiv genutzt werden.
 Popper: Logik, objektiv
Kuhn: Psychologie, subjektiv

  • Welche Kritik lässt sich aus der Perspektive von Lakatos an Kuhn üben?
 Lakatos ist überzeugt, dass Wissenschaft rational bleiben muss und nicht sozialpsychologisch werden darf. Theorien müssen als Teil eines Systems gesehen werden und nicht einzeln beurteilt werden. Paradigmen haben nach Lakatos einen harten Kern, weshalb „Paradigma“ besser als Methodologie wissensch. Forschungsprogramme bezeichnet wird. Nach Lakatos sind daher verschiedene Forschungsprogramme im Gegensatz zu Kuhn kommensurabel.
 x Theorieentwicklung im Verdrängungswettbewerb:
Kuhn: Paradigmenwechsel: Paradigmen so attraktiv, dass Akteure diese wählen
 x Lakatos: das Forschungsprogramm, das am attraktivsten ist
x beides Theorien der Verdrängung anstelle von Falsifikationen
 

  • Stellen Sie die theoretischen Überlegungen der Methodologie wissenschaftlicher Forschungsprogramme vor und diskutieren Sie diese kritisch.
 Lakatos und heuristisches Forschungsprogramm:
 x Forschungsprogramm und Paradigma als Synonyme
x Aufbau:
 I. harter Kern
II. Schutzgürtel
III. intendierte Anwendung
 x Regeln zum Umgang mit widersprüchlichen Ergebnissen:
1. negative Heuristik: harter Kern wird geschützt
2. positive Heuristik: Abwehr von Anomalien, dadurch aber auch mögliche 
 Zusatzerkenntnis durch neue Theorien
x hinzufügen von Hilfsklauseln
 > theoretisch progressiv
x Kritik:
 Begriffe sind operationalisierbar
formale Kriterien bei qualit. Bewertung von Theorien vorhanden
rationaler Prozess
 x Wissenschaftsfortschritt:
innertheoret.: kumulativ, theoret. progressiv
intertheoret.: erfolgt in Sprüngen, degenerative Problemverschiebung
 

  • Skizzieren Sie die Position der Logischen Empiristen, von Popper, Kuhn und Lakatos hinsichtlich ihrer Einschätzung, ob Wissenschaft ein kumulativer Prozess ist und sich der Wahrheit annähert.
 
 x Log. Empiristen:
Ja, kumulativ, denn es werden Beobachtungssätze festgehalten und diese in
allgemeinen Theorie verbunden. Durch immer neue Beobachten akkumulieren sich 
diese und erweitern so ihren Anwendungsbereich.
 x Popper:
Ja, kumulativ, denn hier werden Theorien betrachtet und das Ziel ist es, mögliche
fehlerhafte Aspekte zu eliminieren. Dadurch häufen sich richtige bzw. vorläufig 
richtige Theorien an.
 x Kuhn:
Nein, nicht kumulativ, denn Kuhn geht von Paradigmen aus, die einer jeweiligen
Theorie zugeordnet sind. Aufgrund unterschiedlicher Theorien sind es auch die
Paradigmen. Daher sind diese inkommensurabel und somit auch nicht kumulativ.
 x Lakatos:
Ja, kumulativ, denn Lakatos Theorie erarbeitet sich aus bestehenden Theorien
heraus und versucht neue und zusätzliche Erkenntnisse zu diesen hinzuzugewinnen.
Negative und positive Heuristik zeigen einen kumulative, theoret. progressiven
Fortschritt für die Wissenschaftstheorie.
 

  • Warum gilt das struktur-individualistische Erklärungsprogramm als Integration der verstehenden und erklärenden Tradition in den Sozialwissenschaften (Einordnung und Erklärung)?
 x Einordnung:
Mithilfe des strukt.-indiv. Modell wird die naturwissenschaftliche und die sozialwissenschaftliche Perspektive vereint. Dadurch werden sowohl Gründe als auch Motive deduktiv-nomologisch erklärt und darüber hinaus ein soziale Phänomen verstanden.
→ soziale Situation → Akteur → Handlung → Explanandum

x Erklärung:
Durch den Aufbau des strukt.-indiv. Modells entsteht einerseits eine rein erklärende Darstellungsform, bei näherer Betrachtung andererseits eine verstehende Komponente. 

x Es gehört zur erklärenden Tradition in der SoWi weil Erklärung von:
- sozialer Situation
- Selektionslogik
- Aggregationslogik der Handlung zum Explanandum 
- Klare Zuordnung der Aspekte zu Mikroebene (Akteur selektiert logisch eine 
 Handlung) und Makroebene (die soziale Situation entspricht letztlich einem 
 Explanandum)
 
 x Es gehört zur verstehenden Tradition in der SoWi weil Erklärung von:
- Verbindungen der einzelnen Komponenten und Ebenen bedingen Verstehen des strukt.-indiv. Modells 
- Brückenhypothese: 
Verbindung zwischen der Makro- und der Mikroebene 
 Ziel: Verstehen der Motive des Akteurs
- Rational-Choice Analysen: 
Verbindung zwischen den Komponenten der Mikroebene 
Ziel: Verstehen, wie indiv. Variablen zu spez. Handlungen führen
- Verbindung Mikro- zu Makroebene:
Ziel: übergreifendes Verständnis eines Kollektivs durch Aggregation von Einzelphänomenen
 

  • Was sind Brückenhypothesen? Und was sollen sie leisten?
 x Brückenhypothesen: Verbindung zwischen einer sozialen Situation auf Makroebene und einem Akteur auf Mikroebene
x Erklärung und Verständnis, wie bestimmte Phänomene zu individuellen Aspekten stehen
x Fragen als Beispiele: Welche Handlungssituation ist relevant für den Akteur? Welche Ressourcen, Einstellungen und situativen Merkmale sind vorhanden? Generell dient die Brückenhypothese also dazu, die Motive eines Akteurs zu verstehen.

  • Was versteht man unter der Aussage „Ein Phänomen ist Ergebnis der nicht-intendierten Effekte rationalen Handelns“ ?
 
 
Mit dem strukt.-indiv. Modell wird versucht, soz. Situationen auf individuelle Akteure und Entscheidungen herunter zu brechen, um damit letztlich die Motive im Einzelnen zu verstehen und dadurch ein größeres Ganzes erklären zu können.
 Die Entscheidungen und Komponenten, die auf der Mikroebene stattfinden, werden durch Rational Choice Analysen ermittelt. Das bedeutet, dass auf dieser Ebene logische Selektionskriterien betrachtet werden, die den Akteur zu einer bestimmten Handlung veranlassen. Die auf Basis der rationalen Entscheidung eines Akteurs entstandenen Handlungen aggregieren sich letztlich zu einem größeren Ganzes, einem Phänomen. Die Aussage bezieht sich also darauf, dass die logischen Entscheidungen eines Akteurs nicht gerichtet sind, sondern sich anhand rationaler Aspekte orientieren, die sich in Summe zwangsläufig zu einem Phänomen formen.

  • Stellen Sie das strukt.-indiv. Erklärungsprogramm vor (Abbildung und Erläuterung).
 MAKROEBENE 
soziale SituationI. Def. derExplanandum
Situation Handlung 
 III. Logik der MIKROEBENEAkteurAggregation
 

 II.
 Logik der Selektion 
 
x Erläuterung:
I. Brückenhypothese
II. Rational Choice Analysen
III. Bezug zu kollektiver Makroebene
 

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  • Erläutern Sie das strukt.-indiv. Erklärungsprogramm anhand eines selbst gewählten Beispiels (mit Abbildung).
 x soz. Situation: Menschen kommen pünktlich zu Terminen
x Akteur: I. Verhaltensregeln verlangen von uns Pünktlichkeit
II. Wenn ich pünktlich komme, zahlt sich das aus
III. Erlerntes Verhalten
 x Handlung: aufgrund der Randbedingungen entscheidet sich der Mensch für 
Pünktlichkeit
 x Explanandum: durch Einzelhandlungen und Halten an Erwartungen 
(Randbedingungen), aggregieren sich diese zum Phänomen Pünktlichkeit 
 
 

  • Erläutern Sie die SEU-Theorie mit Entscheidungsregel an einem selbst gewählten Beispiel.
 
 x SEU-Theorie: „subjectivly expected utility“ -Theorie
x Theorie der Maximierung des subjektiv erwarteten Nutzens einer Entscheidung
Dabei gelten folgende Bedingungen:
- H(i): Handlungsalternative i → untersch. Handlungen, um ein Ziel zu erreichen
- H(j): Handlungskonsequenz j → Faktoren, die bei H(i) Nutzen stiften
- u: utilities, Nutzen
- p: probabilities, Wahrscheinlichkeiten (Ereignisse müssen sich bzgl. p ergänzen)
 
SEU (H(i)): p1i x U1+ p2i x U2 + pni x Un = ∑j pij x Uj

x Beispiel: 
Handtaschendiebstahl H1
Bankraub mit Gewaltanwendung H2

H1: p1 (erwischt): 0,5p2: 0,5→ 1,5
 
U1 (erwischt): -1
U2: 4
 U1 (erwischt): -3
U2: 14
H2: p1 (erwischt): 0,8 p2: 0,2 → 0,4
 
H1>H2 
Entscheidungsregel daher: Akteur wird sich für H1 entscheiden, da hier sein Nutzen im Vgl. zu H2 maximiert ist. 

  • Für welche Art von Fragen stellen Simulationen ein geeignetes Instrument zur Bearbeitung dar?
 Simulationen helfen und erleichtern Betrachtung von:
x Aggregationslogiken
x Feedbackeffekte
x Dynamikentstehung

  • Skizzieren Sie das Grundmodell des soziologischen Forschungsprogramms.
 x Emile Durkheim: Gussform
I. Vorherrschender Druck des sozialen Milieus
II. keine Veränderung Kraft Willens
III. Teil der Persönlichkeit → kein Zwang, aber nicht selbst erschaffen, übernommen
- Wählen des Handelns in Orientierung an soz. Norm
- Determination (Gussform, in die sich Handeln ergießt
- Verursachung des Handelns durch externe, nicht bewusste Normen

x Ralf Dahrendorf: Rollenhandeln/Strukturfunktionalismus
I. soz. Position: Ort in einem Feld soz, Beziehungen II. Rolle: Bündel an Erwartungen an eine Position
 III. Differenzierung: Muss-, Kann-, Sollerwartung
IV. Bezugsgruppe: Akteure in selber Funktion 
V. Internalisierung: Übernahme einer Rolle von Erwartungen
- Brückenhypothese stellt Rollentheorie dar
 → wenn ein Akuter eine soziale Position einnimmt, wird er nach Erwartungen handeln
- Problemstellungen (Intra-Rollenkonflikt, Inter-Rollenkonflikt, Defizitäres Rollenwissen,
 Ressourcenmangel, Person-Rolle-Konflikt)
 
 x Erving Goffman; Role-Taking/ Role-Making
I. kreatives Handeln über vorher genannte Komplikationen hinaus
→ Role-Taking: bei Situationen mit hohen Erwartungssicherheit übernimmt Person eine Rolle
→ Role-Making: bei Situationen mit geringer Erw.sicherheit/Komplikationen kreiert Person eine eigene Rolle


  • Welche Komplikationen können im Rahmen der Rollentheorie auftreten?
 
 x Intra-Rollenkonflikt: Rollenerwartungen untersch. Bezugsgruppen variieren an eine
Rolle (versch. Segmente durch versch. Gruppen)
 x Inter-Rollenkonflikt: Widerspruch in den Erwartungen für eine Rolle (Lehrer auch 
Parteimitglied)
 x Defizitäres Rollenwissen: Fehlendes Wissen eines Handelnden in seiner Rolle
x Ressourcenmangel: Art der Ressource definiert Rolle
x Person-Rolle-Konflikt: Konflikt zwischen Psychologe. Disposition und soz.
 Erwartung

  • Was versteht man unter Role-Taking? Was bezeichnet man mit Role-Making?
 
 x Role-Taking: zeichnet sich eine Situation mit hoher Erwartungssicherheit aus, übernimmt eine Person eine spezifische, mit den Erwartungen übereinstimmende Rolle
x Role-Making: zeichnet sich eine Situation mit sehr geringer Erwartungssicherheit aus, kreiert eine Person eine eigene Rolle, die von den Erwartungen abweicht


  • Wie ist die theoretische Entwicklung des Homo Sociologicus wissenschaftstheoretisch zu bewerten? Erläutern Sie Ihre Position!
 x Durkeims Theorie der Gussform zu Dahrendorffs Rollentheorie:
 progressive Problemverschiebung > progr. Probl.verschiebung: Erklärungen neuer Phänomene gehen ihr voran > Dahrendorf erstellt neues Modell > ändert damit die Vorgehensweise von Durkheim
Anwendungsbereich bzgl. Akteur und Handlungsentscheidung erweitert sich durch Dahrendorf von Durkheim
 x Dahrendorf zu Goffmans Role Taking/ Role Making:
degenerative Problemverschiebung verstanden > Änderung der Annahme > erfolgt in großem Sprung (Änderung des Anwendungsbereichs) > harter Kern bleibt, Ergänzungen finden statt 
Harte Kern: Annahme der Rollentheorie
Weiterentwicklung: Ergänzung von Role-Taking und -Making > wirkt Komplikationen der Rollentheorie kreativ entgegen

  • Was versteht man unter Rationalität im Rahmen des ökonomischen Ansatzes?
 
 x substantieller Rat.begriff: Bezug zu Zielen des Handels
x instrumenteller Rat.begriff: Bezug zur Handlung an sich, keine Bewertung der Ziele
→ Bezeichnung der optimalen Wahl von Mitteln zur Erreichung subjektiver Handlungsziele (instrumentell bei RC)

  • WassinddieKernannahmendesökonomischenAnsatzes?
 
 Bedingungen des menschlichen Handelns sind:
x Präferenzen
x Restriktionen 
x Akteur handelt nutzermaximierend
 x methodologischer Individualismus (Veränderung Mikroebene → Veränderung Makro)
→ Wechselwirkung zwischen sozialer Struktur und Akteur

  • StellenSiedasMedian-Vater-Theoremdar.
 
 Das Modell dient der Veranschaulichung des Verhaltens von Parteien und zeigt, dass sich die Positionen der Parteien letztlich zur Mitte hin angleichen.
 I. zwei Parteien System
II. uni-modale Wählerverteilung
III. Wähler und Parteien haben vollständige Informationen

  • Skizzieren Sie die ökonomische Theorie der Demokratie unter Gewissheit.
 Parteien müssen Positionen der Wähler kennen (Präferenzen). Wähler müssen Position der Parteien kennen.
→ Gewissheit über die Positionen der zwei zentralen Anbieter
→ Nutzenmaximierungsprogramm darstellen
 → entspricht Median Theorem (darstellen)

  • ergleichen Sie den harten RC-Ansatz mit dem weichen (Synonym von eng und weit) und diskutieren Sie Leistungsvermögen und Defizite.
 
 Restriktionen rufen Veränderungen hervor, so wie es im strukt.-indiv. Programm gezeigt wird. 
Die harte Variante bezieht sich dabei auf: Effizienz und institutionelle Anreize wodurch strukturelle Veränderungen sichtbar sind. Hier spielen Restriktionen eine Rolle, Präferenzen sind hier nicht mit inbegriffen. (Auf theoretischer Ebene weitläufig)
 Die weiche Variante verlangt großes Wissen über Akteure, ist aber realistischer da Präferenzen und Restriktionen empirisch erhoben sind (Nutzen auch von Bedeutung und theoretische Ebene eingegrenzter, dafür näher an der Realität).




 Gegensatz:
 
 SEU-THEORIE 
weit
 weich
 > empirischer Zweig von RC
 > Präferenzen + Restriktionen
 x offener Nutzenbegriff, Orientierung an
soz. Werten, Ansichten
 x Wissen über Akteure + Restriktionen
> Handl.änderung, nicht zwingend durch Restr.
 sonder auch Präf. möglich
NIVEAUHYPOTHESEN
 (Subjektivität SEU)
 
HOMO OECONOMICUSenghartneue polit. Theorie

> analytischer Zweig von RC> Restriktionen
x Präferenzen konstant,zeitl. stabil, Nutzenmax.x Arg. über Restriktionen> Handlungsänderung dadurch, Präf. aber gleichbleibend (Akteursfiktion)

RICHTUNGSHYPOTHESEN (Rationalität/sozpsychol. Erkennt.)

  • Stellen Sie das Gefangenendilemma (in Klausur auch Frage nach Chicken- und Assurance- Game möglich) in der Normalform dar und diskutieren Sie die Konsequenzen einer solchen Spielstruktur. Nehmen Sie dabei Bezug auf die Begriffe dominante Strategie, Nash- Gleichgewicht und Pareto-Optimum.
 x Gefangenendilemma: Verhör zweier Verbrecher, wer antwortet wie? / Klimawettbewerb / öffentliche Güter
x Assurance-Game: Abwehr einer Invasion, die nur zwei Staaten gemeinsam gelingen kann
x Chickengame: Zwei aufeinander zufahrende Autos, wer weicht aus? / Kuba Krise
 
x Matrix:
- Zeilenspieler 
- Spaltenspieler
- Wahlmöglichkeiten: Kooperieren oder Defektieren (je ein Wert)
 

 
Coop.Def.

Coop. 3/3 1/4

Def. 4/1 2/2Immer nur gleichzeitiges Spielen beider Spieler möglich.
 
 x dominante Strategie: gewählte Strategie ist immer bzw. mind. einmal das gleichgute Ergebnis
 ZS: Def.
 SS: Def.
 
 x Nash-Gleichgewicht: kein Spieler hat einseitig einen Anreiz von seiner Strategie abzuweichen 
Feld 4:
12
 x Pareto-Optimum: kein Spieler kann sich verbessern ohne dass sich der andere verschlechtert 
 Feld 1: kein höherer Präferenzrang
Feld 2
Feld 3
  • Was ist der Unterscheid zwischen der Normalform und der Extensivform eines Spie x Normalform: 
- Darstellungsform als Matrix mit Feldern
- Spieler sind jeweils gleichzeitig am Zug bzw. handeln 
- jeder Spieler hat zwei Wahlmöglichkeiten 
- Spieler wissen gegenseitig nicht, wie der jew. andere wählt

x Extensivform:
- andere Darstellungsform als Spielbaum mit Knoten, Zweigen und Auszahlungen
- simultan: impferfekte Info > Ungewissheit Sp. 2 über Zug von Sp. 1 
- sequenziell: perfekte Info > Gewissheit Sp. 2 über Zug von Sp. 1 (mehr 
 Wahlmöglichekeiten)
- Spieler handeln nacheinander > Abläufe entstehen, Reihenfolgen > realitätsnaher
 

  • Erläutern Sie das Vertrauensspiel in der Extensivform. Gibt es dominante Strategien?
 
 = Assurance Game
x wird das Spiel in der simultanen Extensivform dargestellt, ändert sich nichts bzgl. der dominanten Strategien im Vergleich zu der Normalform, da hier alle Wahlmöglichkeiten dieselben bleiben
x Veränderung der dominanten Strategien nur, wenn es sich um sequenzielles Spiel handelt, da dann zusätzliche Wahlmöglichkeiten hinzukommen

  • Erläutern Sie das Chickenspiel in der Extensivform. Gibt es dominante Strategien?
 x Zwei Spieler (Spieler 1 und Spieler 2)
x Spielbaum mit Knoten (Treffen einer Entscheidung) und Zweigen (gewählte Alternative)
x Auszahlungen am Ende der Zweige wie in Chickenspiel Normalform
x Chickengame kann: 
I. simultan sein (imperfekte Info): gestrichelte Linie = Unwissenheit von Sp. 2 über Zug von Sp. 1
II. sequenziell sein (perfekte Info): ohne gestrichelte Linie = Gewissheit > Teilspiele > Mehrzahl der Strategien 
 für Sp.2 (CC,CD,DC,DD)
x wenn simultan: dominante Strategien wie in Normalform
 



  • In welchen Formen treten vertragstheoretische Argumente auf?
 
 Es gibt zwei grundlegend unterschiedliche Formen: Die positive Version und die negative Version.
x positive Version: 
 I. historische Variante: Belege für „Gesetze“ finden
 II. pseudohistorische Variante: rationales Verhalten erklären
x negative Version: 
 I. realistische Variante: explizit/implizit
 II. idealistische Variante: Gedankenexperiment
 

  • Vergleichen Sie die politischen Ideen Aristoteles mit denen Hobbes. Welche charakteristischen Unterschiede lassen sich finden?
 x Aristoteles: 
 I. Mensch ist im Kern ein politisches Wesen
II. Kooperationsanthropologie
III. Polis vor Individuum
IV. Naturrechtskonzeption
 V. keine Rechtfertigung von Staat vor Individuum
 
 x Hobbes:
I. Rechtfertigung Staat vor Individuum
II. Individuum geht Staat sittlich und anthropolog. voran
III. Rechtspositivismus

Die grundlegenden Unterschiede begrenzen sich demnach auf:
Anthropologie, Rechtstheorie, Rechtfertigung, Vertragsrolle
  • Skizzieren Sie die Bedingungen des Naturzustandes bei Hobbes.
 x objektive Bedingungen:
I. doppelte Knappheit der Güter und der Mittel
II. Gleichheit der Menschen bzgl. Eigenschaften
 
x subjektive Bedingungen:
 I. Trieb zur Selbsterhaltung
 II. Wunsch nach sozialer Anerkennung
 
 → Kriegszustand
→ Kampf um Güter und Mittel
→ Gewaltaustragung des Kampfes
 → Unsicherheit führt zu präventiven Attacken
→ Verweigerung der soz. Anerkennung führt zu Gewalt
 Krieg alle gegen Alle 
 

  • Wie lässt sich nach Hobbes Herrschaft rechtfertigen?
 x Herrschaft = Staat, muss es geben weil ansonsten Krieg aller gegen alle
> natürliche Gesetze (allg. Regeln der Vernunft) können Krieg nicht verhindern
> Beseitigung dieses Zustandes (Unsicherheit)
x mithilfe des dreistufigen Lernprozesses
I. Aufrüstungslernen
II. Instrumentelle Vernunft
III. Institutionelle Vernunft
> Staat: künstl. Person mit Autorisierung durch Individuen (Leviathan)
> Autorisierung durch Serien bilateraler Verträge
→ Staat beseitigt Unsicherheit