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Soziologie (Fach) / Migration und Stadt (Lektion)
Lanz Seminar
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- marshall: formale vs substantielle rechte aufsatz von TH Marshall aus 1950:"Er unterschied zwischen der formalen Zugehörigkeit zu einer politischen Gemeinschaft einerseits und den damit verbundenen Rechten auf gesellschaftliche Teilhabe andererseits. =>citizenship war schon immer umkämpft.
- 6 prozesse, die standard nationale staatsbürgerschaft unterwandern -globalisierung.-transnationale migration.-post-nationale zugehörigkeit.-supranationale institutionen.-abwertung des staats im neoliberalismus.-aufwertung der stadt .
- Fragmentierung und Hierarchie von rechten (3 Konzepte) "Seit geraumer Zeit beobachten Migrationsforscher eine zunehmende Stratifizierung und Hierarchisierung von Bevölkerungen durch Zuweisung unterschiedlicher Status und Rechte." => civic stratification (Lydia Morris), "„differentiellen Inklusion“" (Brett Neilson), einschließender Ausschluss (Balibar)
- Racial neoliberalism diversity als humankapital. Unterscheidung von 'wünschenswerten' und ungewünschten migranten.
- Isin: Citizenship (+4 Konzepte) Citizenship= sozialer, umkämpfter Prozess. => insurgent citizenship, acts of citizenship, citizenship from below, activist citizen vs active citizen. politik= dissens. Erlaubt es, auch dort politische subjektivitäten zu erkennen, wo die forscherische beobachtungsperspektive bislang vor allem Ausschluss und ‚Opfer‘ wahrgenommen hat
- Neoliberale Urban Governance/weicher Neoliberalismus netzwerkförmiger Prozess, in dem institutionalisierte Politik und Verwaltung in stärker dialogischen und partizipativen Verfahren mit nichtstaatlichen akteuren wie privaten Unternehmen, Beratungsfirmen und Non-Profit-Organisationen und Initiativen zusammenwirken.
- managed marginality zerstreuung von migranten/flüchtlingen in einzelne kleine heime etc, um sie kontrollierbar etc zu machen.
- Dialektik der Rolle der Stadt städte können aber auch eine progressive rolle übernehmen und sich den nationalen regeln widersetzen => City as Sanctuary.Können aber auch als Vollstrecker einer restriktiven Politik funktionieren.
- Asef Bayat: nonmovement alltäglicher, latent politischer, unorganisierte migrantischer Widerstand
- autonomie der migration -basiert auf ital. Operaismo.-macht migranten zu agents, nicht nur opfer.-migration= widerstand, rebellion, flucht aus kapitalistischen widersprüchen.-fokus auf alltägliche konflikte und widerstand, subversion. Activist Citizen.-"not a slogan, but a method".-mobility turn in den SoWi.-migration ist niemals vollständig kontrollierbar.
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- Fähigkeiten von Migranten -not to be noticed. -take on different social roles. -"adapt one's own biography to the demands of the border regime."
- de-identification wenn migranten inoffziellen status dem offziellen, formalen vorziehen, um mehr handlungsspielraum zu haben.
- Politik als Dissenz und Citizenship Nach Rancière wird Politik durch die eine Diskrepanz oder ›Lücke< in Gang gesetzt. Diese Diskrepanz beschreibt die Spannung zwischen dem Glauben an ein universell gültiges Recht auf Rechte und der Tatsache, dass es Gruppen gibt, die diese Rechte zwar formal, nicht aber faktisch innehaben
- Zusammengeworfensein Vielheit menschlicher Existenz, die, situiert im Raum, diesen ergründet, verhandelt und immer wieder neu erfindet.
- Kosmopolitk legt den fokus auf die praxis der kosmopolitik, also auf einzelne akte/prozesse, nicht auf eine essentielle zuschreibung von individuen Balibar: what is cosmo-political must therefore also be cosmo-political in that the „political“ is inseparable from historical and social „conflict.“ Also verlässt das Konzept des Kosmopolitischen seine normative und institutionelle Dimension und wendet sich einer performativen Praxis zu.
- Time-space-compression Beschleunigung sozialer Beziehungen durch tiefgreifende Veränderungen von Räumlichkeit und Zeitlichkeit (Harvey).
- Kosmopolitismus nicht fehlende Zugehörigkeit, sondern die Beanspruchung und Umsetzung von Zugehörigkeit zu mehreren, kulturell verschiedenen Orten, sowie das Interesse, sich mit dem Anderen auseinander zu setzen. Kosmopolitismus = Set von Projekten in Richtung eines weltumspannenden Zusammenlebens (nach Walter Mignolo).
- Aihwa Ong: laterale Räume sich überlappende räume, in denen verschiedene formen von hierarchien gleichzeitig existieren
- Urban Meaning die stets umkämpfte Identität einer Stadt, die ihr entsprechend der herrschenden Machtverhältnisse zugewiesen wird.
- 3 Dispositive der Stadtmigration -das Dispositiv der national-homogenen Großstadt ab 1871. -der multikulturell-differenziellen Metropole ab 1981. -der kosmopolitisch-diversitären Metropole ab 2001.
- Dispositiv der national-homogenen Großstadt -migranten als 'Gäste', die in Zunkunft zurück in ihre Heimat kehren werden.-Stadt besteht aus homogener Bevölkerung, die Migranten sind Fremdkörper.-die zentrale Verteilung der Migranten in der Stadt ist wichtig für Recht und Ordnung, dürfen sich nicht 'ballen'.-die Migranten werden in Wohnheimen untergebracht und haben keine politischen Rechte.
- dispositiv der multikulturell-difierenziellen Metropole -assimilativer Multikulturalismus.-förderte die konzepte integration und assimilation. -förderte migrantische sozio-kulturelle vertretungen => identitäspolitik, anstatt politische teilhabe. -begann kulturen in integrationswillig und unwillig einzuteilen => hierarchischer multikulti. -förderte gleichzeitig das bild von berlin als jugendliche, vielfältige metropole. -eingeführt von CDU in 80ern.
- Dispositiv der kosmopolitisch-diversitären Metropole -Berlin= jugendlich, kreativ, dynamisch, vielfältig.-creative city, start-ups.- stadtmarketing.-kulturmetropole, kulturindustrie.-vielfalt= standortvorteil.-wirtschaftswachstum, zuzug.
- städtischen Bürgerschaft Das Konzept koppelt den gleichen Zugang zu allen substantiellen bürgerlichen, sozialen und politischen Rechten nicht an eine Staatszugehörigkeit oder eine vorausgesetzte Identität, sondern an den Wohnort.
- Ius Domicili Vorstellung eines ››ius domicili«, in der alle in einer Stadt Lebenden dieselben Rechte haben, die sie bei ihrem Verlassen wieder verlieren. => vgl. Politik of Presence