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Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (Fach) / KIJU (Lektion)
KIJU
Diese Lektion wurde von Felicitaas erstellt.
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- Suizidalität Grund Wiederholungsgefahr Ankündigung - nach Verkehrsunfällen zweithäufigste Todesursache im Grundschulalter- In den ersten 6 Monaten nach suizidaler Handlung ist die Wiederholungsgefahr am höchsten- 80% der Suizide im Jugendalter werden angekündigt Suizidrate vollzogener Suizide (nicht nur Ankündigung) Männer:Frauen 2:1
- Schizophrenie Therapie Kombinationsbehandlung aus:1. Bewältigungsorientierter Therapie- Psychoedukation- Erarbeitung individueller Frühsymptome- Stressmanagement- kognitive Umstrukturierung- Soziales Kompetenztraining2. Behavioraler Familientherapie- Psychoedukation- HEE-Diagnostik- familiäres Kommunikationstraining- familiäres Problemlösetraining- AngehörigengruppenDas integrierte psychologische Therapieprogramm (IPT) kann auch schon bei Jugendlichen eingesetzt werden
- Folgen von Lese-Rechtschreibstörungen - äußerst stabile Erkrankung- in der Regel wird ein verlangsamtes Lesen erlernt- Rechtschreibprobleme persistieren bis ins Erwachsenenalter- Arbeitslosenquote um das sechsfache erhöht- Zudem finden sich Suchtproblematiken und Delinquenz
- Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung Epidemiologie und Ätiologie Jungen:Mädchen 4:1Prävalenz im Kindesalter: 5%Ätiologie:- genetische Faktoren und eine Unterfunktion des Dopamins- Risiko: in der Schwangerschaft rauchen und geringes Geburtsgewicht
- HKS Komorbidität ca. 2/3 der Patienten weisen komorbide Störungen auf- ca. 50% oppositionelle Störung des Sozialverhaltens (ungezogen aber ohne Delinquenz eher Kinder)- ca. 30%-50% eine Störung des Sozialverhaltens OHNE oppositionellem Verhalten- bis zu 40% eine affektive (vor allem depressive) Störung- bis zu 30% Angststörung- bis zu 25% umschriebene Entwicklungsstörungen- bis zu 50% Einschlafstörung- ca. 20-50% Somatisierungsstörung
- HKS Therapie: VT-Interventionen:Patientenzentriert:- Selbstinstruktionstraining- Selbstmanagementverfahren- SpieltrainingFamilienzentriert:- THOPKANN durch medikamentöse Therapie ergänzt werden:Zugelassen: - Methylphenidat- Atomoxetin (bei non-responder oder komorbid Tics)- Dexamphetamin (wenn die ersten zwei nicht ansprechen)- Lisdexamphetamin
- Störung des Sozialverhaltens Verhältnis Junge:Mädchen Jungen:Mädchen 5:1
- Störung des Sozialverhaltens Therapie Kombination aus elternbezogenen- und patientenzentrierten InterventionenEltern:- Aufbau angemessenen Erziehungsverhaltens- Befähigung der Eltern regelverletzendes Verhalten zu unterbinden und prosoziales Verhalten zu fördernPatient:- Training von Problemlöseverhalten- Kognitive Umstrukturierung- Stressimpfungstraining- Selbstinstruktionstraining- operante Verfahren
- Angststörungen mit Beginn im Kindesalter Epidemiologie 10% der KinderKeine Geschlechtsunterschiede bis zum Jugendalter, danach > Mädchen
- Angststörungen mit Beginn im Kindesalter Therapie und welche Diagnosen gibt es? - Expositionstherapie- kognitive Interventionen- Elterntrainings Emotionale Störung mit Trennungsangst des KindesaltersPhobische Störung des KindesaltersStörung mit sozialer Ängstlichkeit des KindesaltersEmotionale Störung mit Geschwisterrivalität
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- Depressive Störung Epidemiologie Kinder Jugendliche Mädchen:Junge? 2% der Kinder6% der JugendlichenMädchen:Jungen 2:1
- Depressive Störung Therapie Medikation ab welchem Lebensjahr zugelassen? - Psychoedukation- Kognitive Therapie (Selbstbeobachtung Ellis und Beck)- Bei Jugendlichen interpersonelle Psychotherapie (IPT)- Familientherapie- Psychopharmakotherapie (SSRI, Fluoxetin (in Deutschland ab dem 8. Lebensjahr zugelassen)
- Tic-Störungen Epidemiologie 4-12% der Kinder im Grundschulalter (< 12 Monate)3-4% chronisch<1% Tourette-SyndromJungen:Mädchen 3:1 Tics treten familiär gehäuft auf
- Tic-Störung Diagnostik Skala und Medikation Yale-Tourette-Symptom-SkalaMedikamentenanamnese (besonders Methylphenidat - kann mildern oder verschlimmern) Medikation:- atypische Antipsychotika: Risperidon und Aripiprazol (UAW: Müdigkeit, Gewichtszunahme) - Benzamide Tiaprid - klassische Antipsychotika Halperidol und Pimozidzur (wegen UAW neueren atypischen Antipsychotika bevorzugt) Bei gleichzeitig bestehender ADHS sind Clonidin, Guanfacin und Atomoxetin weitere Behandlungsoptionen.
- Tic-Störung Therapie - ausführliche Aufklärung- Entspannungstechniken- Selbstmanagementtherapie- Habit-Reversal-Training (Reaktionsumkehr)- Pharmakotherapeutisch (da zu viel Dopamin im Körper gibt man atypische Neuroleptika z.B. Sulpirid (niedrigpotent und typisches Neuroleptikum) oder Haloperidol (hochpotent und typisches Neuroleptikum), Quetiapin (atypisch und mittelpotent))
- Zwangsstörungen Epidemiologie Beginn Häufigste Zwänge? 50% aller Zwangsstörungen beginnen bereits im Kindesalter> JungenKinder erleben Zwang ich-syntoner als Erwachsene und sehen Sinnlosigkeit der Handlungen oft nicht einHäufigste Zwänge sind Waschzwänge, gefolgt von Kontrollzwängen und Ordnungs- sowie Zählzwängen
- Zwangsstörungen Therapie Exposition mit ReaktionsverhinderungKognitive Umstrukturierung Pharmakotherapeutisch SSRI, ab dem 8. Lebensjahr zugelassen
- PTBS Symptomtrias und Therapie und was kommt bei Kindern noch hinzu? 1. Wiedererleben2. Vermeiden3. vegetative ÜbererregungSowie bei Kindern:- Agitiertheit (Unruhe)- Aggressivität- neu auftretende Ängste- Selbstverletzungen- Verlust von bereits erlernten Fähigkeiten Therapie:- Stabilisierung- Traumabearbeitung- Traumaintegration
- In welchem Gesetzbuch steht Kindeswohlgefährdung? Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) und Sozialgesetzbuch (SGB 8)
- ICD-10 grundlegende Prinzipien: - atheoretisch (also nicht theoriegeleitet)- deskriptiv- vorwiegend syndromatische Einteilung
- Häufigste chronische Krankheit im Kindesalter: Asthma bronchiale
- Unterschied OPD vs. OPD-KJ-2 auf der Strukturachse: Struktur OPD Achse IV Selbstwahrnehmung vs. ObjektwahrnehmungSelbstregulierung vs. Regulierung des ObjektbezugsKommunikation Bindung Struktur OPD-KJ-2 Achse IVSteuerungIdentitätInterpersonalitätBindung
- Anspannung beim Wasserlassen Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination
- 1. Verhaltensauffälligkeiten des Kindes 2. Überforderungssyndrom bei den Eltern 3. Dysfunktionales Interaktionsmuster zwischen Eltern und Kind (was aufrechterhaltend wirkt) Frühkindliche Regulationsstörung
- - Operante Verfahren (Kalender, Verstärker) - kognitive verhaltenstherapeutische Interventionen - Blasentraining - Pharmakotherapie (anticholinerge Medikation mit Oxybutinin oder Propiverin) Ziel: Kontrolle der Drangsymptome ohne Haltemanöver Idiopathische Dranginkontinenz
- Unteraktive Blase Die betroffenen Kinder spüren nur selten einen Harndrang, weil ihre Blase stark ausgeweitet ist. Beim Toilettengang entleeren sie die Blase dadurch nicht komplett, so dass u. U. erhebliche Harnmengen in der Blase verbleiben.