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mündliches (Fach) / Krankheitslehre (Lektion)

Definitionen

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  • Dissektion Eine Dissektion entsteht, wenn die innere Schicht der Gefäßwand (Tunica intima) einreißt und damit Blut in die Gefäßwand eindringen kann. Es ist dabei auch möglich, dass sich der Riss bis an die Gefäßoberfläche fortsetzt (transmurale Dissektion).
  • Hemiplegie Unter dem medizinischen Fachbegriff Hemiplegie versteht man die vollständige Lähmung einer Körperhälfte. Umgangssprachlich wird die Hemiplegie aus diesem Grund auch als Halbseitenlähmung bezeichnet. Zu einer vollständigen Halbseitenlähmung gehört eine herabgesetzte oder aufgehobene Berührungsempfindung auf der entsprechenden Seite sowie die Lähmung der Gesichts- und Zungenmuskulatur der betroffenen Seite.
  • Hemiparese Bei der Hemiparese kommt es hingegen zu einer unvollständigen Halbseitenlähmung, bei der nur einzelne Muskelgruppen (wie zum Beispiel die Muskulatur eines Arms oder eines Beins) von der Lähmung betroffen sind.
  • Penumbra Periinfarktgebiet Zone um das abgestorbene Gewebe herum, in der die Funktion der Nervenzellen zwar durch die Minderdurchblutung gestört ist, die Zellen aber noch nicht unwiderruflich geschädigt sind. Wird der Sauerstoffmangel rechzeitig behoben,erholen sich diese Nervenzellen wieder, hält er jedoch an, sterben sie ab.
  • Bobath-Konzept Ein nach den Begründern Bertha und Karl Bobath bennates Konzept zur Behandlung von Menschen mit ZNS-Schädigung. Bei Erwachsenen v.a. angewendet bei Schlaganfallbetroffenen. Ziele sind eine Normalisierung des Muskeltous sowie die Förderung der Wahrnehmung, normalen Bewegung und Selbstständigkeit des Patienten.
  • Aortenaneurysma Aneurysma der Aorta. Je nach Lokalisation unterteilt in Brustaortenaneurysma von Aorta ascendens, Aortenbogen und Aorta descendens bis zum Durchtritt durch das Zwerchfell. Bauchaortenaneurysma zwischen Durchtritt durch das Zwerchfell und Aufgabelung der Aorta.
  • Ruptur Ruptur bezeichnet in der Medizin die Zerreißung oder den Riss eines inneren Organs, eines Muskels, eines Gefäßes, eines Bandes oder einer Sehne.
  • Karnofsky und WHO Index Beide Indexe erlauben, den körperlichen Zustand und die Autonomie (Unabhängigkeit) von Tumorkranken abzuschätzen und so z.B. den Therapierfolg zu beurteilen. Karnofsky: 100 Punkteskala in 10er Schritten (100->gut und 0->Tod) WHO: 4 Punkteskala in 1er Schritten (0->gut und 4-> schlecht)
  • Krebsassoziierte Fatigue Komplexes Beschwerdebild bei Krebspatienten mit Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Leistungsabfall, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Reitbarkeit, Ängsten, Desinteresse, Antriebsarmut und depressiver Verstimmung, das sich auch durch Ruhe und Schlaf nicht bessert.
  • Benigne Tumoren Wachsen langsam und expansiv(verdrängend), d.h. sie schieben das umgebende Gewebe zur Seite, ohne hineinzuwachsen. Ihre Zellen sind meist gut differenziert. Benigne Tumoren setzen keine Metastasen (Tochergeschwülste) und sind nur selten lebensbedrohlich, z.B. im Hirnstamm durch die unmittelbare Nähe zu lebensnotwendigen Zentren.
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  • Maligne Tumoren Oft allgemein als Krebs bezeichnet, wachsen meist schnell und invasiv (infiltrierend), d.h. sie brechen in benachbarte Gewebe ein und zerstören diese. Die Zellen sind mehr oder weniger entdifferenziert, das heißt sie verlieren die für ihr Ursprungsgewebe normalen Zellstrukturen und -funktionen. Im weiteren Krankheitsverlauf setzen maligne Tumoren Metastasen und bedrohen das Leben des Erkrankten.
  • Semimaligne Tumoren Wachsen zwar lokal infiltrierend, bilden aber keine Metastasen.
  • ERCP Endoskopische Retrograde Cholangio-Pankreaticographie (ERCP) Bei der ERCP wird wie bei einer Magenspiegelung ein Schlauch in den Zwölffingerdarm vorgeschoben. Dadurch gelingt es, die Einmündung der Gallenwege und Pankreaswege in den Darm darzustellen. Über einen kleinen Katheter wird dann Kontrastmittel in die Gallenwege gespritzt und diese werden indirekt dargestellt. Die ERCP dient dazu, einen präzisen Eindruck von den Gallenwegen und Bauchspeicheldrüsengängen zu erhalten. Manchmal dient die Untersuchung auch dazu, besseren Abfluss aus den Gallenwegen oder Pankreaswegen in den Darm zu gewährleisten indem ein kleines Plastikröhrchen in den Gallengang eingelegt wird.
  • Whipple-OP (partielle Duodenopankreatektomie) Entfernung von Pankreaskopf,Duodenum,Gallenblase, und zwei Dritteln des Magens sowie aller regionären Lymphknoten. Zur Wiederherstellung der Magen-Darm Passage legt der Arzt Anastomosen an zwischen:  Gallengang und Jejunum->Hepaticojejunostomie (biliodigestive Anastomose) Magen und Jejunum->Gastrojejunostomie  Pankreas und Jejunum-> Pankreatojejunostomie
  • Immunsuppression/Immunsystem Was ist eine Immunsuppression?Wird das körpereigene Immunsystem unterdrückt, sodass es nicht mehr richtig arbeiten kann, spricht man von Immunsuppression. Je nach Ausmaß sind die körpereigenen Abwehrkräfte dabei nur geschwächt, oder sogar völlig außer Kraft gesetzt. Wer verstehen möchte, wieso eine Immunsuppression sowohl unerwünscht als auch gewollt sein kann, muss wissen, wie das Immunsystem funktioniert. Grundlagen des ImmunsystemsDas Immunsystem unseres Körpers hat unter anderem die Aufgabe, Krankheitserreger wie etwa Viren oder Bakterien über verschiedene Mechanismen zu bekämpfen. Es besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Zellen, die körperfremdes Material erkennen und angreifen. Wurde ein Erreger einmal unschädlich gemacht, produziert das Immunsystem sogenannte Antikörper. Diese erkennen beim nächsten Angriff den Eindringling wieder und machen ihn schneller unschädlich. Man spricht hier auch von Schlüssel-Schloss-Prinzip, weil die Antikörper jeweils spezifisch den Keim erkennen und eliminieren. Normalerweise – denn es kann auch passieren, dass die Antikörper falsch gebildet wurden. Als Folge greifen sie körpereigene Strukturen an und zerstören diese. Diese Fehlleitung nennt man Autoimmunerkrankung, weil sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. Immunsuppression als Therapie, Symptom oder NebenwirkungZur Behandlung einer solchen Autoimmunerkrankung ruft man absichtlich eine Immunsuppression hervor, um das schädliche Verhalten der Immunabwehr einzuschränken.Auch bei der Behandlung von Krebserkrankungen wird eine Immunsuppression in Kauf genommen, um die Krebszellen besser ausmerzen zu können. Hier ist die Immunsuppression eine unerwünschte Nebenwirkung der Chemotherapie.