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Approbationsprüfung Psychotherapie (Fach) / März 2007 (Lektion)

März 2007

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  • 1 In der Verhaltenstherapie der Essstörungen werden verschiedene Selbst- kontrolltechniken eingeübt, um ein geregeltes Essverhalten zu etablieren. Typische Beispiele im Zusammenhang mit Übergewicht und Überessen betreffen die Beschränkung anderer Aktivitäten beim Essen (Lesen, Radio hören), den Ort des Essens (Essen an einem festgelegten Platz), den Um- gang mit dem Essen (Reste auf dem Teller lassen), Vorratshaltung und Einkäufen (nur Dinge von geschriebener Liste einkaufen, Geldmenge be- grenzen). Wie nennt man die beschriebene verhaltenstherapeutische Methode, die darauf abzielt, Zielverhaltensweisen wahrscheinlicher und Problemverhal- tensweisen unwahrscheinlicher zu machen? Stimuluskontrolle, Reizkontrolle
  • 2 „Emotionen, die sich gegen eine bestimmte Person richten, werden auf ei- ne andere Person oder ein Objekt verlagert, weil die Emotionen der eigent- lichen Zielperson gegenüber nicht zulässig sind." Auf welchen Abwehrmechanismus im Sinne der Psychoanalyse trifft diese Beschreibung am besten zu? Verschiebung
  • 3 Das theoretische Modell der Salutogenese setzt sich damit auseinander, auf welche Weise Menschen auch unter schwierigen Bedingungen ihre Ge- sundheit erhalten können. Das Modell postuliert (nach Antonovsky) eine Grundorientierung, welche die Fähigkeit beschreibt, Lebensereignisse als verstehbar, bewältigbar und sinnhaft zu erleben. Wie lautet die Bezeichnung für dieses Konstrukt? Kohärenzgefühl, Kohärenzsinn, sense of coherence
  • 4 Wie bezeichnet man die Fähigkeit des Gehirns, sich an eine veränderte Umwelt mit Veränderungen seiner Struktur und seiner Funktion anzupassen oder Schädigungen (Läsionen) auszugleichen? neuronale Plastizität
  • 5 Eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, die zu bleibender Be- hinderung führen kann, ist durch herdförmige Entmarkung sowie durch eine Schädigung von Axonen charakterisiert. Die Krankheit beginnt meist im frü- hen Erwachsenenalter, nimmt einen schubförmigen Verlauf und ist durch zerebrale und spinale Symptome wie z. B. Lähmungen, Seh- und Sensibili- tätsstörungen gekennzeichnet. Wie bezeichnet man diese chronisch-entzündliche Erkrankung des Zent- ralnervensystems? MS
  • 6 In der Psychoanalyse wird die Interaktion in der Therapie durch einige we- nige explizite oder implizite Prinzipien strukturiert. Eines der Prinzipien ver- langt vom Psychotherapeuten, bezüglich der Konflikte des Patienten keine Partei zu ergreifen und die Äußerungen des Patienten nicht zu bewerten. Dadurch soll ein therapeutischer Raum für die angstfreie Entfaltung der As- soziationen des Patienten geschaffen werden. Wie wird dieses Prinzip genannt? Neutralität, technische Neutralität, Prinzip der Neutralität
  • 7 Eine der Grundhaltungen der Gesprächspsychotherapie besagt, dass der Patient als eigenständige Person so angenommen werden soll, wie er ist, auch wenn er ein Verhalten zeigt, das nicht mit den Erwartungen des The- rapeuten übereinstimmt. Welche Grundhaltung (Therapeutenvariable) ist hiermit angesprochen? bedingungsfreie Anerkennung, positive Wertschätzung, unconditional positive regard
  • 8 Bei der Behandlung von Privatpatienten schuldet der Patient dem jeweiligen Psychologischen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsycho- therapeuten ein Honorar für seine Leistungen und der Therapeut ist ver- pflichtet, ein Honorar zu berechnen. Welche Rechtsverordnung ist für den Therapeuten bei der Berechnung sei- nes Honorars verbindlich? GOP, Gebührenordung für Psychotherapeuten
  • 9 Die psychotherapeutische Behandlung von Patienten mit einer Störung mit Krankheitswert durch Psychologische Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ist Teil der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen. In welchem Gesetzeswerk ist die entsprechende sozialrechtliche Einbin- dung der Psychotherapie als Krankenbehandlung geregelt? Fünftes Buch Sozialgesetzgebung, Sozialgesetzbuch V, SGB V
  • 10 Durch welche der nachfolgenden Aussagen werden Epidemiologie und psychosoziale Risikofaktoren der Depression am zutreffendsten charakteri- siert? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Belastende Lebensereignisse kommen im Vorfeld depressiver Episo- den gehäuft vor. (B) Der Ersterkrankungsgipfel liegt in der Regel zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr. (C) Getrennt lebende und geschiedene Personen und solche ohne vertrau- te Personen zeigen eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit. (D) Im höheren Lebensalter besteht eine hohe Komorbidität mit körperli- chen Erkrankungen und Funktionseinschränkungen. (E) in den meisten Untersuchungen findet sich für Männer ein höheres Er- krankungsrisiko als für Frauen. (F) ln den meisten Untersuchungen ließ sich für Arbeitslose und Personen mit niedrigem Einkommen kein erhöhtes Erkrankungsrisiko feststellen. (A) Belastende Lebensereignisse kommen im Vorfeld depressiver Episo-den gehäuft vor.(C) Getrennt lebende und geschiedene Personen und solche ohne vertrau-te Personen zeigen eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit.(D) Im höheren Lebensalter besteht eine hohe Komorbidität mit körperli-chen Erkrankungen und Funktionseinschränkungen.
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  • 11 ln der ICD-10 werden typische Symptome bei depressiven Episoden (Leit- symptome) von sog. „zusätzlichen" bzw. „änderen häufigen" Symptomen un- terschieden. Welches sind die Leitsymptome depressiver Episoden nach ICD-10? Wählen Sie 3 Antworten! (A) depressive (gedrückte) Stimmung (B) Interesse- und Freudeverlust (C) Klagen über oder Nachweis verminderten Denk- oder Konzentrations- vermögens (D) Schlafstörungen jeder Art (E) Verlust des Selbstvertrauens oder des Selbstwertgefühls (F) verminderter Antrieb bzw. erhöhte Ermüdbarkeit (G) wiederkehrende Gedanken an den Tod oder suizidales Verhalten (A) depressive (gedrückte) Stimmung(B) Interesse- und Freudeverlust(F) verminderter Antrieb bzw. erhöhte Ermüdbarkeit
  • 12 Welche der folgenden Kriterien kennzeichnen nach ICD-10 eine Phobie? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Die Angst wird ausschließlich oder überwiegend durch eindeutig defi- nierte, im Allgemeinen ungefährliche Situationen und Objekte hervor- gerufen. (B) Die Vorstellung, eine phobisch besetzte Situation könne eintreten, er- zeugt in der Regel Erwartungsangst. (C) Durch Hinweis auf die fehlende Realität der Gefahr lassen sich Phobiker schnell beruhigen. (D) Phobien haben häufig Vermeidungsverhalten zur Folge (E) Phobische Angst unterscheiden sich subjektiv und psychologisch deut- lich von anderen Angstformen. (A) Die Angst wird ausschließlich oder überwiegend durch eindeutig defi-nierte, im Allgemeinen ungefährliche Situationen und Objekte hervor-gerufen.(B) Die Vorstellung, eine phobisch besetzte Situation könne eintreten, er-zeugt in der Regel Erwartungsangst.(D) Phobien haben häufig Vermeidungsverhalten zur Folge
  • 13 Welche der nachstehenden Aussagen kennzeichnen Aspekte des familien- therapeutischen Begriffs der Delegation am zutreffendsten? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Delegationsprozesse sind häufige, nicht notwendigerweise pathologi- sche Prozesse im Familiensystem, die sinnstiftend sein können. (B) Die Kinder werden von den Eltern durch überstarke Verwöhnungen gebunden. (C) Es handelt sich um die Übermittlung von Aufträgen, Vermächtnissen und Wünschen der Eltern an die Kinder. (D) Es handelt sich um eine Rollenzuweisung, bei der ein Kind aus der Familie die Rolle eines Partnerersatzes oder Elternfunktion für Ge- schwister übernimmt. (E) Kinder erhalten Zuschreibungen von bestimmten Eigenschaften und werden dadurch in ihrer Selbst- und Realitätswahrnehmung behindert. (A) Delegationsprozesse sind häufige, nicht notwendigerweise pathologi-sche Prozesse im Familiensystem, die sinnstiftend sein können.(C) Es handelt sich um die Übermittlung von Aufträgen, Vermächtnissenund Wünschen der Eltern an die Kinder.
  • 14 Welche der folgenden Aussagen zur Wirkung von Antidepressiva sind rich- tig? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Bei der Einnahme antriebssteigernder Antidepressiva kann zunächst das Suizidrisiko erhöht sein. (B) Die antriebssteigernde Wirkung einiger Antidepressiva setzt schon vor der stimmungsaufhellenden Wirkung ein. (C) Die meisten Antidepressiva haben auch eine antimanische Wirkung. (D) Die stimmungsaufhellende Wirkung von Antidepressiva setzt meist ei- nige Stunden nach der ersten Einnahme ein. (E) Trizyklische Antidepressiva führen in der Regel zu einer Erhöhung der Krampfschwelle. (A) Bei der Einnahme antriebssteigernder Antidepressiva kann zunächstdas Suizidrisiko erhöht sein.(B) Die antriebssteigernde Wirkung einiger Antidepressiva setzt schon vorder stimmungsaufhellenden Wirkung ein.
  • 15 Welche der folgenden Strategien gehören zu den zentralen Behandlungs- elementen der kognitiven Verhaltenstherapie bei unipolaren depressiven Störungen? Wählen Sie 3 Antworten! (A) angewandte Entspannung zur Reduktion der inneren Unruhe (B) Aufbau positiv verstärkender Aktivitäten (C) Expositions-Reaktions-Management (D) soziales Kompetenztraining und Kommunikationstraining (E) Veränderung dysfunktionaler Überzeugungen durch kognitive Umstruk- turierung (F) verdeckte Konditionierung (B) Aufbau positiv verstärkender Aktivitäten(D) soziales Kompetenztraining und Kommunikationstraining(E) Veränderung dysfunktionaler Überzeugungen durch kognitive Umstruk-turierung
  • 16 Welche wesentlichen Charakteristika unterscheiden die Psychoanalyse und analytische Psychotherapie von anderen psychodynamischen Verfahren? Wählen Sie 2 Antworten! (A) das Verständnis des therapeutischen Prozesses als interpersonelles Geschehen (B) die grundlegende Wertschätzung und Akzeptanz des Patienten (C) die Herstellung einer tiefen Regression des Patienten (D) die Herstellung einer vertrauensvollen Beziehung (E) die psychotherapeutische Behandlung mit Hilfe der Übertragungs-, Gegenübertragungs- und Widerstandsanalyse (F) die Vermittlung der Erfahrung einer wohlwollenden, nicht verurteilen- den therapeutischen Haltung (C) die Herstellung einer tiefen Regression des Patienten(E) die psychotherapeutische Behandlung mit Hilfe der Übertragungs-,Gegenübertragungs- und Widerstandsanalyse
  • 17 Aufqabenfolqe „Patient mit multiplen Störungen" - Teil 1 (Mehrfachauswahlaufgabe) Ein 31-jähriger verheirateter Patient, der als Fahrer in einer Speditionsfirma tätig ist, kommt auf Überweisung seines Hausarztes zum ersten Mal in eine verhaltenstherapeutische Praxis. Er leide unter Schlafstörungen und Schmerzzuständen im Unterbauch. Tagsüber sei er merkwürdig schreck- haft, dabei unkonzentriert und möchte am liebsten allein sein. So sondere er sich von Kollegen ab und auch seine Frau klage über seine zunehmende Ungeselligkeit. Sein Hausarzt schließe nach vielfältigen körperlichen Unter- suchungen eine körperliche Störung aus. Helfen würde nach Meinung des Patienten ein gutes Beruhigungsmittel, damit er endlich wieder Ruhe finde. Welche der folgenden Schritte sind zunächst vorrangig angezeigt? Wählen Sie 2 Antworten! (Ä) Sie entschließen sich dazu, den Patienten psychotherapeutisch zu be- handeln, ziehen jedoch ohne Zeitverlust einen erfahrenen Schmerzthe- rapeuten hinzu. (B) Sie fragen im Rahmen einer ausführlichen Anamneseerhebung nach weiteren Beschwerden. (C) Sie nehmen eine ausführliche Abklärung der Umstände des Auftretens der Beschwerden vor. (D) Sie veranlassen eine neurologische Untersuchung bei einem niederge- lassenen Nervenarzt. (E) Zur Abklärung der Unterbauchbeschwerden veranlassen Sie eine nochmalige Darmspiegelung bei einem Gastroenterologen in der Nähe Ihrer Praxis. (B) Sie fragen im Rahmen einer ausführlichen Anamneseerhebung nachweiteren Beschwerden.(C) Sie nehmen eine ausführliche Abklärung der Umstände des Auftretensder Beschwerden vor.
  • 18 Aufqabenfolqe „Patient mit multiplen Störungen" - Teil 2 (Einfachauswahlaufsabe) Während des folgenden Interviews erzählt der Patient auf Ihr ausdrückli- ches Nachfragen, dass er vor 7 Monaten ohne eigenes Verschulden in ei- nen Unfall verwickelt wurde, bei dem ein Kollege durch die Zugmaschine des Patienten überrollt und tödlich verletzt wurde. Nach wenigen Tagen habe er zunächst wieder beschwerdefrei gearbeitet, so dass ihm ein Zu- sammenhang der genannten Beschwerden mit diesem Ereignis nicht in den Sinn gekommen sei. Allerdings drängten sich ihm seit einigen Monaten täglich immer wieder Bilder und Szenen des Unfalls auf. Wenn Sie die Symptome des Patienten im Zusammenhang betrachten, könnten Sie an das Vorliegen einer posttraumatischen Belastungsstörung denken. Welches der folgenden Symptome wäre für diese Diagnose nicht typisch? (A) die Furcht vor und die Vermeidung von Stimuli, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen (B) die Zeitspanne von mehreren Wochen zwischen dem Ereignis und dem Auftreten von Beschwerden (C) ein andauerndes Gefühl von Gleichgültigkeit gegenüber anderen (D) eine vegetative Dämpfung mit Hypovigilanz und verminderter Reaktion auf Reize (E) Komorbidität in Form von Angst-, Schmerz- und depressiven Störun- gen (D) eine vegetative Dämpfung mit Hypovigilanz und verminderter Reaktionauf Reize
  • 19 Aufqabenfolqe „Patient mit multiplen Störungen" - Teil 3 (Ende) (Wlehrfachauswahlaufgabe) Im Rahmen einer kognitiv-behavioralen Behandlung erwägen Sie die An- wendung störungsspezifischer Therapieelemente. Welche der folgenden störungsspezifischen Interventionen wären nach der Sicherung der Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung im vor- liegenden Stadium zunächst am ehesten angezeigt? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Exposition in vivo gegenüber Situationen und Orten, die mit der trau- matischen Situation in Verbindung stehen (B) hochdosierte Neuroleptikabehandlung über mindestens 6 Monate (C) Informationsvermittlung und Psychoedukation bezüglich traumatypi- scher Symptome und Verläufe (D) kognitive und imaginative Verfahren (E) Kontingenzmanagement zum Aufbau von erwünschtem Bewältigungs- verhalten (F) Krisenintervention (C) Informationsvermittlung und Psychoedukation bezüglich traumatypi-scher Symptome und Verläufe(D) kognitive und imaginative Verfahren
  • 20 Aufqabenfolqe „35-iähriqer kaufmännischer Angestellter" - Teil 1 (Mehrfachauswahiaufgabe) Ein 35-jähriger Patient berichtet, dass ihm von seinem Hausarzt eine Psy- chotherapie empfohlen wurde. Er sei in der Buchhaltung einer Firma be- schäftigt und habe vor drei Wochen eine Abmahnung erhalten. Seitdem lei- de er unter Schlafproblemen. Er sei sehr verantwortungsbewusst und gründlich und kontrolliere eine Arbeit mehrmals, ehe er sie weiterreiche. im Weiteren berichtet der Patient über seine Berufstätigkeit. Dabei erge- ben sich Hinweise auf eine Zwangsstörung des Patienten. Aufgrund welcher der nachstehenden Äußerungen wäre am ehesten eine Zwangsstörung in Betracht zu ziehen? Wählen Sie 2 Antworten! (A) „Die Kontrollen sind wichtig und die Art, wie ich sie durchführe, not- wendig, deswegen setze ich dem auch nichts entgegen." (B) „Ich bin viel langsamer als meine Kollegen und dabei unentschlossen, ob meine Arbeit gut genug ist; mein Vorgesetzter hat mehrfach eine zügigere Arbeitsweise angemahnt." (C) „Ich weiß, dass eine Kontrolle ausreichen würde, ich kann aber oft nicht auf hören; das Prüfen ist zu viel geworden." (D) „Mein Kollege will meine Stelle haben und beeinflusst meine Gedan- ken, so dass ich mich nicht richtig konzentrieren kann." (E) „Wenn ich merke, dass ich etwas zu lange oder unnötigerweise zum wieder holten Mal prüfe, kann ich sofort damit aufhören." (B) „Ich bin viel langsamer als meine Kollegen und dabei unentschlossen,ob meine Arbeit gut genug ist; mein Vorgesetzter hat mehrfach einezügigere Arbeitsweise angemahnt."(C) „Ich weiß, dass eine Kontrolle ausreichen würde, ich kann aber oftnicht auf hören; das Prüfen ist zu viel geworden."
  • 21 Aufqabenfolqe „35-iähriqer kaufmännischer Angestellter” - Teil 2 (Mehrfachauswahlaufgabe) Nach Sicherung der Diagnose einer Zwangsstörung behandeln Sie den Pa- tienten verhaltenstherapeutisch. Was zählt zu den typischen Komponenten einer solchen Behandlung von Zwangssymptomen? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Der Patient erlernt ein Entspannungsverfahren. (B) Der Patient übt, nach der Beendigung einer Arbeit und deren Überprü- fung keine weiteren Kontrollen mehr durchzuführen. (C) Es werden Hyperventilationsübungen durchgeführt. (D) Sie analysieren mit dem Patienten gemeinsam den Arbeitsprozess und entwickeln Kriterien für die Beendigung einer Arbeit. (E) Sie führen eine systematische Desensibilisierung durch. (B) Der Patient übt, nach der Beendigung einer Arbeit und deren Überprü-fung keine weiteren Kontrollen mehr durchzuführen.(D) Sie analysieren mit dem Patienten gemeinsam den Arbeitsprozess undentwickeln Kriterien für die Beendigung einer Arbeit.
  • 22 Aufqabenfolqe „35-iähriqer kaufmännischer Angestellter" - Teil 3 (Ende) (Einfachauswahlaufgäbe) Der Hausarzt erwägt eine die Psychotherapie begleitende medikamentöse Behandlung der Zwangsstörung. Welche der nachstehenden Substanzen bzw. Substanzgruppen kommt am ehesten in Frage? (A) Antihistaminika (B) Dopamin (C) Methylphenidat (D) Neuroleptika (E) serotonerge Antidepressiva (SSRI) (E) serotonerge Antidepressiva (SSRI)
  • 23 Aufqabenfolqe ..40-iähriqe Lehrerin" - Teil 1 (Kurzantwortaufgabe) Eine 40-jährige Lehrerin berichtet nach einem Schulwechsel über zuneh- mende Probleme beim Sprechen: Sie könne nicht richtig durchatmen und habe Angst, dass ihr die Stimme wegbleibt, sie fange an zu zittern und ihr breche der Schweiß aus. Dies passiere immer, wenn sie sich unter Beo- bachtung fühle, z. B. bei Elternversammlungen oder wenn sie vor einem größeren Kollegenkreis sprechen müsse. Neuerdings habe sie das Problem auch im Unterricht bei ihr nicht bekannten Klassen oder bei Auseinander- setzungen mit Autoritätspersonen. Es sei ihr peinlich, weil sie nach vielen Jahren Tätigkeit als Lehrerin doch kompetent sein müsse. Sie versuche in- zwischen immer häufiger, diesen Situationen aus dem Weg zu gehen. Die Symptomatik bestehe jetzt schon mehr als ein halbes Jahr. Organische Un- tersuchungen hätten keinen Befund ergeben. Die Hausärztin habe ihr psy- chotherapeutische Hilfe empfohlen. Welche Diagnose kommt nach dieser Schilderung am ehesten in Betracht? soziale Phobie
  • 24 Aufqabenfolqe .,40-jährige Lehrerin" - Teil 2 (Mehrfachauswahlaufgabe) Die Patientin berichtet weiter, dass das Problem in den letzten Wochen immer schlimmer geworden sei. Sie befürchtet Blamage und einen gravie- renden Statusverlust, wenn ihr bei der nächsten Elternversammlung die Stimme wegbliebe. Irgendwann könne ihr das Problem sogar die Ausübung des Berufs unmöglich machen. Welche in der kognitiven Therapie so genannten kognitiven Fehler können in diesen Befürchtungen der Patientin am ehesten identifiziert werden? Wählen Sie 2 Antworten! (A) dichotomes Denken (B) Fokussieren auf negative Aspekte (C) Katastrophisieren (D) Übergeneralisieren (E) übertriebenes Verantwortungsgefühl 24        (B C; B D; C D)*
  • 25 Aufgabenfolqe „40-jährige Lehrerin" - Teil 3 (Ende) (Mehrfachauswahlaufgabe) Die Patientin beklagt, dass ihr Ehemann ihre Besorgnis über die Situation nicht verstehen könne. Er lehne Psychotherapie gänzlich ab, überlasse ihr jedoch die Entscheidung, eine Therapie zu beginnen. Nachdem Sie mit der Patientin ein Störungsmodell erarbeitet haben, das die Entstehung und Auf- rechterhaltung der Störungssymptomatik umfasst, schlagen Sie ihr einen Behandlungsansatz vor. Welche-der folgenden verhaltenstherapeutisehen Vorgehensweisen sind bei der Störung der Patientin am ehesten indiziert? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Erlernen eines Entspannungsverfahrens (B) Exposition (C) kognitive Umstrukturierung (D) systematische Desensibilisierung (E) verhaltenstherapeutisch orientierte Paartherapie (B) Exposition(C) kognitive Umstrukturierung
  • 26 In der „Evidenzbasierten Medizin" werden therapeutische Interventionen hinsichtlich ihrer Evidenzgüte eingestuft, wozu Informationen aus wissen- schaftlichen Studien und Expertengruppen herangezogen werden. Welches Ergebnis muss für eine psychotherapeutische Intervention vorlie- gen, damit diese den höchsten Evidenzgrad (in Anlehnung an die Kriterien der Cochrane Collaboration) erreicht? (A) eine Serie von experimentellen Einzelfallstudien von unabhängigen Studienzentren (B) mindestens eine gute, randomisierte Gruppenvergleichsstudie (C) mindestens eine Metaanalyse auf der Basis randomisierter kontrollier- ter Studien (D) mindestens eine quasiexperimentelle Studie, in der eine psychothera- peutische mit einer pharmakologischen Behandlung verglichen wird (E) zwei gute Gruppenvergleichsstudien von unabhängigen Zentren (C) mindestens eine Metaanalyse auf der Basis randomisierter kontrollier-ter Studien
  • 27 In einer umfangreichen Studie wird untersucht, ob bei Jugendlichen, die regelmäßig rauchen, während eines mehrjährigen Beobachtungszeitraumes häufiger Erstmanifestationen von Angststörungen auftreten als bei Jugend- lichen, die nicht rauchen. Um welchen Studientyp handelt es sich hier am ehesten? (A) experimentelle Studie (B) Fall-Kontroll-Studie (C) Prävalenzstudie (D) prospektive epidemiologische Studie (E) Querschnittstudie (D) prospektive epidemiologische Studie
  • 28 Nach der Theorie der „erlernten Hilflosigkeit" wird Depression und Suizidali- tät begünstigt, wenn Misserfolge auftreten und (A) Defizite im Soziale-, Berufs- und Freizeitverhaltens besteht (B) Die betreffende Person sich aufgrund fehlender Hilfe von außen selbst aufgibt (C) Diese auf spezifische Ursachen der aktuellen äußeren Situation attri- butiert werden. (D) Diese intemal, stabil und global attributiert werden (E) Soziale Unterstützung als Puffer fehlt . (D) Diese intematl, stabil und global attributiert werden
  • 29 Für welchen der nachstehenden Bewusstseinszustände bzw. für welche Störung sind Alpha-Wellen im EEG am ehesten charakteristisch? (A) Arousal (B) Bewusstlosigkeit (C) Entspannung (D) Epilepsie (E) Tiefschlaf (C) Entspannung
  • 30 Nur vergleichsweise selten wird über Menschen mit Phobien vor Steckdo- sen (elektrischem Strom) berichtet, während es zahlreiche Menschen gibt, die heftige Furcht (spezifische Phobien) vor harmlosen Spinnen entwickeln. Welches der nachstehenden Konzepte ist am ehesten geeignet, diesen Un- terschied in der Auftretenshäufigkeit der genannten Phobien zu erklären? (A) klassische Konditionierung (respondentes Lernen) (B) Modellernen und Vermeidung (C) Preparedness (biologische Bereitschaft) (D) triebtheoretisches Konzept der Psyche (E) Zweifaktorentheorie des Lernens (respondentes und operantes Ler- nen) (C) Preparedness (biologische Bereitschaft)
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  • 31 Unter Primärprozessen versteht man in der Psychoanalyse (A) belastende Erfahrungen im frühen Lebensalter, die Folgeprobleme im Erwachsenenalter verursachen (B) bewusste und realitätsbezogene Vorgänge (C) die Abreaktion fehlgeleiteter Affekte (D) die Umsetzung von psychischer Konfliktspannung in körperliche Innervation (E) vom Lustprinzip beherrschte Vorgänge, die nicht der Realitätsprüfung unterworfen sind (E) vom Lustprinzip beherrschte Vorgänge, die nicht der Realitätsprüfungunterworfen sind
  • 32 Ein Patient mit chronischen Rückenschmerzen hat aufgrund seiner Schmer- zen die Erlaubnis, die wöchentlichen zweistündigen Meetings seiner Abtei- lung schon nach 20 Minuten verlassen zu dürfen. Die Kollegen berichten ihm häufig danach, dass es wieder eine Reihe von Konflikten gegeben ha- be, insgeheim ist der Patient froh, nicht dabei sein zu müssen. Die Aufrechterhaltung der Schmerzen lässt sich nach der Schilderung am ehesten mit folgendem psychodynamischen Konzept umschreiben: (A) Konversion (B) narzisstische Kränkung (C) primärer Krankheitsgewinn (D) sekundärer Krankheitsgewinn (E) Versagungssituation (D) sekundärer Krankheitsgewinn
  • 33 Im Rahmen der psychodynamischen Krankheitslehre werden Abwehrme- chanismen bestimmten Neurosestrukturen zugeordnet. Welcher der folgenden Abwehrmechanismen ist für die Zwangsneurose am typischsten? (A) Idealisierung (B) Projektion (C) projektive Identifikation (D) Reaktionsbildung (E) Wendung gegen das Selbst (D) Reaktionsbildung
  • 34 Die psychodynamische Krankheitslehre geht davon aus, dass intrapsychi- sche Konflikte an der Entstehung von Ängsten beteiligt sind, die entweder mit einem frühen, einem mittleren oder einem reifen Strukturniveau der Persön- lichkeit verbunden sind. Welche der im Folgenden näher beschriebenen Ängste ist am ehesten ei- nem frühen strukturellen Niveau zuzuordnen? (A) Angst vor der eigenen Triebhaftigkeit (B) Angst vor Nähe (Verschmelzungsangst) (C) Angst vor Verlust der Autonomie (Angst vor Abhängigkeit) (D) Angst vor Verlust des Selbstwertes (Beschämungs- und Kränkungs- angst) (E) Gewissensangst (Schuldangst) (B) Angst vor Nähe (Verschmelzungsangst)
  • 35 In der ICD-10 werden spezifische Symptomkonstellationen einer bestimm- ten diagnostischen Klasse zugeordnet. Diese Zuordnung erfolgt im Allgemeinen auf der (A) ätiologischen Ebene (B) deskriptiven Ebene (C) dimensionalen Ebene (D) pathogenetischen Ebene (E) therapeutischen Ebene (B) deskriptiven Ebene
  • 36 Die Depersonalisation und Derealisation können neben ihrer Klassifikation als eigenständige Syndrome (z. B. Störung nach ICD-10) auch als psycho- pathologische Phänomene beschrieben werden. Welche der folgenden Aussagen trifft auf die Depersonalisation zu? (A) Andere Menschen werden als Objekte behandelt. (B) Die eigenen Erfahrungen und Gefühle werden als fremd und unwirklich erlebt. (C) Die eigenen Gedanken werden als von außen aufgedrängt und fernge- steuert erlebt. (D) Es besteht ein teilweiser oder völliger Verlust der normalen Integration der Erinnerung an die Vergangenheit sowie der Kontrolle von Körper- bewegungen. (E) Objekte und Menschen werden als unlebendig, künstlich, farblos er- lebt. (B) Die eigenen Erfahrungen und Gefühle werden als fremd und unwirklicherlebt. Beispiele für DepersonalisationBei einer Depersonalisation erscheint die eigene Person fremd, unwirklich oder verändert. Die Entfremdungserlebnisse im Rahmen einer Depersonalisation sind schwer zu beschreiben und können ganz unterschiedlich ausgeprägt sein. Menschen, die eine Depersonalisation erleben, berichten beispielsweise: "Mein Körper fühlt sich an, als gehöre er nicht zu mir.""Ich fühle mich wie im Traum, als sei ich nicht richtig da oder als würde ich unter einer Glasglocke leben.""Ich komme mir vor, als wäre ich ein Roboter oder als bewege ich mich wie ein Automat.""Mein Spiegelbild wirkt fremd auf mich.""Meine eigenen Handlungen erscheinen mir mechanisch und fremd.""Ich fühle mich wie ein Schauspieler, der in einem Film mitspielt.""Ich fühle mich, als sei ich gar nicht da."Viele erzählen auch von einer Leere im Kopf. Beispiele für DerealisationBei einer Derealisation erscheinen Dinge, andere Menschen oder die Umwelt allgemein fremd, unwirklich oder verändert. Personen mit Derealisation berichten zum Beispiel: "Die Umgebung erscheint wie eine Bühne, auf der die anderen Menschen spielen.""Objekte erscheinen fremd, verzerrt oder farblos.""Ich sehe die Umgebung wie durch einen Nebelschleier.""Zwischen mir und der Umwelt befindet sich eine Glaswand.""Die Welt erscheint mir zweidimensional."Nicht selten geht eine Derealisation mit der Empfindung einher, dass das Gesehene verzerrt ist: Objekte erscheinen dann verschwommen oder schärfer,zweidimensional oder stärker dreidimensional als gewohnt odergrößer oder kleiner als vorher.Zudem können Geräusche oder Stimmen lauter oder leiser wahrgenommen werden.
  • 37 Eine 70-jährige Patientin wird wegen einer mittelgradigen depressiven Epi- sode in der Klinik behandelt. Sie kann den plötzlichen Tod des Ehemanns vor zwei Jahren nicht verwinden und fühlt sich aktuell durch den Umzug der Tochter erneut verlassen. Die Patientin berichtet, dass sie kürzlich unmittel- bar nach dem Erwachen sogar ihren Mann neben sich im Bett gesehen ha- be, dabei wisse sie doch, dass er nicht mehr bei ihr ist und ihre Wahrneh- mung nicht stimmen könne. Sie glaubt deshalb, dass sie jetzt verrückt wer- de. Um welches psychopathologische Phänomen handelt es sich bei der so von der Patientin berichteten Wahrnehmung am ehesten? (A) Dissoziation (B) Halluzination (C) illusionäre Verkennung (D) Pseudohalluzination (E) Wahnwahrnehmung (D) Pseudohalluzination Als Pseudohalluzination die Wahrnehmung von Sinneseindrücken ohne äußeren Sinnesreiz. Während jedoch eine Halluzination als völlig real empfunden wird, weiß der Betroffene bei einer Pseudohalluzination, dass es sich nicht um eine reale Wahrnehmung handelt. Illusionäre Verkennung: werden real vorhandene Dinge als etwas anderes verkannt, spricht man von illusionärer Verkennung. So können harmlose Gegenstände oder Schatten an der Wand etwa als Fratze oder bedrohliche Gestalt wahrgenommen werden. Akustische illusionäre Verkennungen etwa von Gesprächen, Geräuschen wie Straßenlärm, Bellen oder Vorgelgesang finden sich bei der Schizophrenie häufiger. Sie werden meist als bedrohlich und beängstigend wahrgenommen. Es gibt auch Übergänge zu echten Sinnestäuschungen. Illusionäre Verkennungen kommen mitunter auch bei Gesunden vor, etwa bei starker Übermüdung
  • 38 Welche der folgenden Aussagen charakterisiert die Zusatzkodierung „mit somatischem Syndrom" bei der Diagnose einer depressiven Störung nach ICD-10 am besten? (A) Die Patienten benötigen eine zusätzliche internistische Behandlung. (B) Es handelt sich um Patienten mit chronischen Schmerzen. (C) Es handelt sich um Patienten mit einer somatischen Vorbehandlung. (D) Es handelt sich um Patienten mit speziellen Symptomen wie z. B. Mor- gentief, Libidoverlust. (E) Mit dieser Kodierung wird der Nachweis einer organischen Ursache der Depression dokumentiert. (D) Es handelt sich um Patienten mit speziellen Symptomen wie z. B. Mor-gentief, Libidoverlust.
  • 39 Herr 0., 28 Jahre alt, berichtet von Schwierigkeiten in der Partnerschaft. Es komme immer häufiger zu Konflikten mit seiner Freundin. Im weiteren Ver- lauf der Anamnese gibt er an, dass er seit Beginn der Beziehung vor fünf Jahren unter vorzeitigem Samenerguss (innerhalb ca. zehn Sekunden nach Eindringen in die Vagina) leide. Dies belaste ihn sehr und reduziere seine sexuelle Befriedigung. Bei früheren sexuellen Kontakten mit anderen Frau- en sei das Problem nicht aufgetreten. Verschiedene Fachärzte hätten keine organische Ursache gefunden. Welche der folgenden Aussagen zur Diagnosestellung trifft am ehesten zu? (A) Eine sexuelle Funktionsstörung kann nur dann diagnostiziert werden, wenn die Störung bei jedem Geschlechtsverkehr auftritt. (B) Es handelt sich um eine sexuelle Funktionsstörung, bei der eine psy- chotherapeutische Behandlung angezeigt sein kann. (C) Es handelt sich um keine sexuelle Funktionsstörung, da das Problem nur in der aktuellen Partnerschaft auftritt und bei früheren sexuellen Kontakten nicht vorlag. (D) Für die Diagnosestellung einer sexuellen Funktionsstörung ist der Nachweis einer zugrunde liegenden Depression erforderlich (E) Für die Diagnosestellung einer sexuellen Funktionsstörung ist es er- forderlich, dass die Partnerin die sexuelle Störung als belastend emp- findet. (B) Es handelt sich um eine sexuelle Funktionsstörung, bei der eine psy-chotherapeutische Behandlung angezeigt sein kann.
  • 40 Was versteht man am ehesten unter Dysthymia? (A) Auftreten von abwechselnd vier hypomanischen oder manischen bzw. subdepressiven oder depressiven Episoden innerhalb eines Zeitrau- mes von 12 Monaten (B) chronische depressive Verstimmtheit über einen Zeitraum von min- destens zwei (mehreren) Jahren (C) drei oder mehr Episoden einer affektiven Störung mit einem Beginn in- nerhalb desselben 90-Tage-Zeitraumes in drei oder mehr aufeinander folgen- den Jahren (D) Instabilität der Stimmung mit zahlreichen Perioden von Depression und Manie mit einem geringen Schweregrad im Intervall über mindestens zwei Jahre (E) Störung mit exzentrischem Verhalten, unangemessenem Affekt, An- hedonie, sozialem Rückzug und paranoiden Ideen über mindestens zwei Jahre (B) chronische depressive Verstimmtheit über einen Zeitraum von min-destens zwei (mehreren) Jahren
  • 41 Welches der folgenden zählt nach ICD-10 zu den typischen Symptomen einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung? (A) eine misstrauische Haltung (B) Halluzinationen (C) häufiges Wiedererleben der Belastungssituatipn (Albträume, Intrusionen) (D) selbstverletzende Verhaltensweisen (E) Zwangsrituale (A) eine misstrauische Haltung
  • 42 Ein Patient schildert, er werde schon seit vielen Monaten nur noch dann sexuell erregt, wenn er beim Geschlechtsverkehr mit seiner Frau deren Un- terwäsche trage. Nach dem Orgasmus möchte er die Kleidung schnell wie- der ausziehen. Welche Diagnose könnte am ehesten zutreffen? (A) fetischistischer Transvestitismus (B) Frotteurismus (C) ichdystone Sexualorientierung (D) sexuelle Beziehungsstörung (E) Transsexualismus (A) fetischistischer Transvestitismus
  • 43 Eine 32-jährige Patientin berichtet, dass sie sich immer wieder in die „fal- schen" Männer verliebe und mit ihnen intensive Beziehungen eingehe. In diesen Beziehungen sei es dann aber meist nach kurzer Zeit schon zu sehr heftigen Konflikten gekommen, bei denen sie schnell äußerst wütend wer- de, „explodiere" und auch zu Gewalt neige. Die Männer hätten sich in der Folge häufig von ihr abgewendet. Sie sei ein gefühlsbetonter Mensch und ertrage keine Zurückweisungen. Sie würde dann alles für den Partner tun. Es sei auch schon vorgekommen, dass sie innerlich so angespannt gewe- sen sei, dass sie sich Haare ausgerissen habe. Suizidgedanken würden in solchen Krisen immer wieder auftreten, eigentlich schon seit der Pubertät. Welche Diagnose kommt am ehesten in Betracht? (A) ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung (B) emotional instabile Persönlichkeitsstörung (C) histrionische Persönlichkeitsstörung (D) paranoide Persönlichkeitsstörung (E) schizoide Persönlichkeitsstörung (B) emotional instabile Persönlichkeitsstörung
  • 44 Eine Patientin die Sie vor einigen Jahren wegen rezidivierender depressiver Episoden psychotherapeutisch behandelt haben, sucht Sie auf. Ihr Hausarzt habe ihr geraten, wieder zu Ihnen zu gehen, sie wisse aber nicht so recht wieso. Seit einiger Zeit sei ihre Stimmung sehr gut, im Büro unterhalte sie sich auch mit vielen Kollegen und sei nicht mehr wie früher gehemmt. Sie benötige auch weniger Schlaf als sonst. Leider habe sich ihre Konzentration verschlechtert. Falls die Symptomatik eine ausreichende Schwere aufweist, könnte am ehesten folgende Diagnose zutreffen: (A) Beginn einer depressiven Episode (B) bipolare affektive Störung, gegenwärtig Hypomanie (C) einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (D) histrionische Persönlichkeitsstörung (E) Störung der Impulskontrolle (B) bipolare affektive Störung, gegenwärtig Hypomanie
  • 45 Welche der folgenden Aussagen zum Störungsbild der Anorexia nervosa ist am ehesten zutreffend? (A) Bei einem Krankheitsbeginn vor der Pubertät ist in der Regel mit einer Spontanremission zu rechnen. (B) Die Mortalität entspricht etwa der der Normalbevölkerung. (C) Die Patienten kommen vorwiegend aus der Unterschicht. (D) Differenzialdiagnostisch müssen somatische Erkrankungen mit Ge- wichtsverlust abgegrenzt werden. (E) Frauen sind etwa 2- bis 3-mal häufiger betroffen als Männer. (D) Differenzialdiagnostisch müssen somatische Erkrankungen mit Ge-wichtsverlust abgegrenzt werden.
  • 46 Ein Patient berichtet, dass er kurz vor dem Abschluss seiner Banklehre sei. Wegen der anstehenden schriftlichen Prüfung sei er sehr angespannt, wa- che nachts häufig auf und könne sich nur noch schlecht konzentrieren. Er vermeide es zunehmend, sich mit der Prüfung zu beschäftigen. Auch in der Schule sei es ihm vor Klassenarbeiten so ergangen. Direkt vor und in den Klassenarbeiten habe er häufig Herzrasen, Schwindelgefühl und Übelkeit verspürt, Referate habe er dagegen immer recht gut bewältigt. Wegen die- ses Problems habe er sich auch gegen ein Studium entschieden. Welche Diagnose kommt nach dieser Schilderung am ehesten in Betracht? (A) anankastische Persönlichkeitsstörung (B) generalisierte soziale Phobie (C) hyperkinetische Störung (D) leichte depressive Episode (E) spezifische Phobie (E) spezifische Phobie
  • 47 In Längsschnittstudien zeigte sich das Phänomen, dass Kinder und Jugendliche trotz des Wirksamwerdens von Risikofaktoren psychisch eine günstige Entwicklung nehmen können. Welches entwicklungspsychologisch bedeutsame Konzept wird durch diese Studien belegt? (A) Abwehr (B) Preparedness (C) Resilienz (D) Vermeidung (E) Vulnerabilität (C) Resilienz
  • 48 Der „Fremde-Situations-Test" ist ein standardisiertes Beobachtungsverfah- ren zur Untersuchung des Bindungsverhaltens von Kindern. Welches Verhaltensmuster spricht am ehesten für den „sicher gebundenen" Bindungstyp? (A) Bei der Wiedervereinigung mit der Mutter zeigt das Kind bizarres Ver- halten wie Erstarren und Grimassieren. (B) Die Trennung von der Mutter führt nicht zu Belastungsreaktionen des Kindes. Bei der Wiedervereinigung wird die Mutter nicht begrüßt. (C) Die Trennung von der Mutter führt zu Belastungsreaktionen des Kin- des. Bei der Wiedervereinigung zeigt es Lächeln und aktive Zuwen- dung. (D) Die Trennung von der Mutter führt zu großer Verzweiflung.des Kindes. Bei der Wiedervereinigung zeigt es gleichzeitig großes Nähebedürfnis und ärgerliches Verhalten. (E) Weder bei der Trennung von der Mutter noch bei der Wiedervereini- gung mit ihr lässt sich ein einheitliches Verhaltensmuster ausmachen. (C) Die Trennung von der Mutter führt zu Belastungsreaktionen des Kin-des. Bei der Wiedervereinigung zeigt es Lächeln und aktive Zuwen-dung.
  • 49 Welche der folgenden Aussagen trifft für die Sprachentwicklung bzw. die Sprache von Kindern mit einem Asperger-Syndrom am ehesten zu? (A) Sie ist anfänglich verzögert. (B) Sie ist dauerhaft verzögert. (C) Sie ist durch Artikulationsfehler charakterisiert. (D) Sie ist durch Stottern gekennzeichnet. (E) Sie zeigt ein altersangemessenes Kompetenzniveau. (E) Sie zeigt ein altersangemessenes Kompetenzniveau.
  • 50..Zu den komplexen motorischen Tics gehört (A) Augenblinzeln (B) Klatschen (C) Kopfrucken (D) Schulterzucken (E) Stirnrunzeln (B) Klatschen