Emotion (Fach) / Evolutionstheoretische Emotionstheorien (Lektion)
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Diese Lektion wurde von Angelikaeurofh erstellt.
- Welche sind die drei Grundbedingungen für die biologische Evolution? Bsp Schafzucht! Der Züchter benötigt eine Schafsherde, in der die Schafe hinsichtilich der Wollmenge variieren = Vorraussetzung der Variation Die Schafe die viel Wolle abgeben, werden für die Fortpflanzung ausgewählt, die übrigen dürfen sich nicht fortpflanzen ? Vorraussetzung der Selektion Wenn das Merkmal "viel Wolle" eine erbliche Komponente hat, dann wird die nächste Generation im Durchschnitt viel mehr Wolle geben = Vorrausetzung der Erblichkeit In der natürlichen Selektion ist anstelle des Züchters, das Überleben und Fortpflanzung begrenzender natürlicher Umstand, der Selektionsdruck (So lassen sich natürliche und künstliche Selektion voneinander unterscheiden)
- Warum ist der Umstand der ewigen Keimbahn inkompatibel mit der Lamarckistichen Theorie? In dieser Theorie von Jean-Beptiste de Monet Chevalier de Lamarck 1774 -1829, würde man die Schnelligkeit einer Gazelle so erklären. dass die häufige Flucht der Gazelle ihre Muskel stärkte und diese Verbesserung der Muskeln an die Nachkommen weiter gegeben wurde (Theorie falsch). Die Körperzellen werden durch Teilung vermehrt, mit jeder Teilung wird die Erbsubstanz kopiert, sodass jede zweite Tochterzelle die vollständige Erbsubstanz enthält. Nach der Befruchtung kommt es zu einer Spezialisierung der Zelle etwa in NZS, Organsystem und Extremetäten. Hier werden auch die Keimanlagen gebildet, die später die Keimzellen (Samen und Ei) ausbilden. Keine Rückwirkungen auf das genetische Material der Keimbahn. Aus der Sicht der Evolution ist die Keimbahn, die sich immer und immer wieder reproduziert, während die Körper nur Vehikel sind, die für den nächsten Reproduktionszyklus sorgen. Die Körper sind endlich, ist die Keimbahn ewig, solange sich der Organismus fortpflanzt.
- Phänotyp und Genotyp? Evolution durch natürliche Selektion setzt am Phänotyp an, vererbt wird aber der Genotyp
- Was ist gemeint, wenn umgangsprachlich von erebten Verhaltensmuster gesprochen wird? Gene bestimmen den Aufbau und Struktur des Nervensystems und dass das Nervensystem so gestaltet wird, dass best. Verhalten in best. Situationen mit hoher Wahrscheinlichkeit auftritt.
- Was sind die zentralen Annahmen der Evolutionären Psychologie? 1. Modulität des Geistes; Geist wird als eine Ansammlung spezialisierter Mechanismen, der Module, angesehen.Jedes Modus akzeptiert nur einen ganz best. Input und produziert einen best. Output. Die Operationen die innerhalb des Moduls geschehen, werden als informational eingekapselt angesehen, diese sind für andere Module unsichtbar und können durch diese nicht beeinflusst werden z.B. Kanizsa-Dreieck 2. die EP-Module im EEA entstanden sind z.B. Übergewicht (Zivilisationskrankheit) Folge einer Vorliebe für fettiges, kalorienreiche Nahrung, die im EEA Mangel war, in den reichen, westlichen Kulturen jedoch im Überfluss vorhanden ist d.h. das EEA unterscheidet sich erheblich von unserer heutigen Zivilisation 3. Adaptive Probleme und Lösungen
- Was ist ein environment of evolutionary adaptedness? EEA, ist die statistische Gesamtheit der Selektionsdrücke, die den Menschen zu dem geformt haben, was er heute ist. Gekennzeichnet durch physikalische Umwelt der afrikanischen Savanne, die soziale Gesellschaft von Jäger-Sammler-Kulturen von ca. 100 Individuen, und eine Arbeitsteilung von männlichen Jäger von Tieren und weiblichen Sammlern von vegetarischer Nahrung. Zeit vor ca. 2 000 000 bis 100 000 unserer Zeit
- Was ist ein adaptives Problem? sind solche Herausforderungen durch die physikalische und soziale Umwelt, die im EEA mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgetreten sind z.B. Suche und Auswahl von Nahrung.
- Was ist ein wesentliches Ziel der EP? die Identifikation der adaptiven Probleme im EEA sowie der kognitiven, emotionalen und motivationalen adaptiven Lösungen (Adaptionen)
- Emotione aus der sicht der EP? Bsp Eifersucht. Emotionen sind best. EP-Module, jedes spezifisches adaptives Problem z.B. Eifersucht mit Untreue und Vaterschaftsunsicherheit. Besonders an Emotionen ist, dass sie die weitreichenden Konsequenzen ihrer Aktivierung für das gesamte System sind d.h. für bewusstes Erleben, physiologische Erregung usw. Die Funktion der Emotionen besteht, darin Körper und Geist bestmöglich auf die Lösung des adaptiven Problems auszurichten und die vers. Subsysteme zu koordinieren
- Wie stellt sich die Entstehung einer Disposition zur Eifersucht aus evolutionärer Perspektive dar? Was sind die adaptiven Probleme von Männern und Frauen, für die Eifersucht eine adaptive Lösung darstellt? Männer und Frauen gehen eine Paarbindung ein zur gemeinsamen Fortpflanzung auffassen könnte. Beide Geschlechter sind nicht immer treu. Männer gehen eine zusätzliche Paarung ein, um mehr Kopien ihrer Gene in Umlauf zu bringen und Frauen können nur die Qualität ihres Nachwuchses verbessern, die sogenannte sexy sons-Hypothese. Diese Untreu von beiden Pateien akzeptiert. Nun taucht ein Mutant auf, dessen Phänotyp durch Eifersucht gekennzeichnet ist. Vorteil? seine Frau ist schwanger von ihm und nicht dem Rivalen d.h. er reduziert seine Vaterschaftsunsicherheit. Bei Frauen ist die Eifersucht dadurch gekennzeichnet, dass ihr untreuer Mann sie verlassen könnte (desertieren). Weil der eifersüchtige Phönotyp im Durchschnitt mehr Nachkommen bekommt, verdrängt das auf lange Sicht den nicht eifersüchtigen Typ. Männer fürchten den Verlust ihrer Vaterschaft durch die Untreu und sind auf den sexuellen Art der Untreu selbst fixiert = sexuelle Untreue Frauen fürchten das Desertieren ihres Partners und achten besonders auf Anzeichen von Verliebtheit beim Partner = emotionale Untreue Experiment von Buss und Kollegen 1992
- Was ist eine double-shot hyperthese von De Steno und Salloway 1996? Diese Theorie besagt, dass sexuelle und emotionale Untreue aus Sicht von Männer und Frauen mit unterschiedlichen Überzeugungen verknüpft sind, während sich ihre Bewertungen von emotionaler und sexueller Untreue nicht unterscheiden. Frauen glauben, dass Männer sexuell untreu sein können, ohne verliebt zu sein, dass sie aber, wenn sie verliebt sind, best. auch sexuell untreu sind = Verliebtheit double-shot weil sie sexuelle Untreu einschließt. Männer glauben, dass Frauen auch verliebt sein können, ohne dann sexuell untreu zu werden, während eine sexuell untreue Frau bestimmt verliebt ist - sexuelle Untreu ist hier der double-shot, weil sie die emotionale Untreue mit einschließt.
- Welche von Darwin vorgeschlagenen Forschungsmerhoden sind noch heute anerkannt, wenn es um Belege der Universalität des Ausdrucks geht? Wenn der Ausdruck der Emotionen evolutionären Ursprungs ist, dann sollte er universell sein, früh auftreten und in ähnlichen Formen auch bei Tieren (insbesondere bei infrahumanen Primaten, gezeigt werden. 1. Untersuchungen, ob ein Ausdruck innerhalb einer Kultur zuverlässig erkannt wird 2. Untersuchungen, ob Formen des Ausdrucks auch in vers. Kulturen gezeigt und erkannt werden 3. Untersuchungen, ob Formen des Ausdrucks bereits von sehr kleinen Kindern gezeigt und erkannt werden, bei denen eine kulturelle Überformung noch unwahrscheinlich ist. 4. Vergleichende Untersuchungen zum Ausdruck vers. Spezies von Tieren
- Was sind Darbietungsregeln? Warum wurden für das Experiment von Friesen 1972 amerikanische und japanische Studenten ausgesucht, um das Konzept der Darbietungsregeln zu belegen? Eine Darbietungsregel beinhaltet Konventionen (Regeln des Umgangs), wer wem wann welche Mimik zeigt. Kurturspezifische Regeln, die das Zeigen von Emotionen betreffen. Das Zeigen von Emotionen ist den kulturellen Regeln unterworfen, während emotionspezifische Gesichtsausdrücke sich zwischen den Kulturen kaum unterscheiden. Darbietungsregeln gelten für ganze Kulturkreise, andere können sich auf soziokulturelle Milieus oder Subkulturen beschränken; zuletzt gibt es auch individuelle Darbietungsregeln, diese können die Emotionsmimik verstärken, abschwächen, neutralisieren (Pokerface) oder maskieren (negative Emotionen werden durch eine Ausdruck von Freude maskiert). In Japan ist es nicht üblich, seine Emotionen zur Schau zu stellen und es wird so interpretiert, dass weniger starke Emotionen erlebt werden z.B. Tsunami 2011, wie gefasst die Japaner mit dieser Katastrophe umgegangen sind. Friesen untersuchte 1972, ob und wie sich der Gesichtsausdruck in sozialen Situationen zwischen Mitgliedern vers. Kulturen unterscheidet. Amerikanischen und japanischen Studenten wurde ein bedrohlicher Film gezeigt. In der ersten Bedingung sah ein Student den Film alleine an, während sein Gesichtsausdruck über eine Einwegscheibe beobachtet wurde. In einer anderen Bedingung sahen die Probanden den Film in Anwesentheit der Versuchsleiters, sowohl ame. und jap. Studenten zeigten die gleichen emotionalen Gesichtsausdrücke von Angst, Sorge und Stress, wenn sich glaubten unbeobachtet zu sein. In der sozialen Bedingung lächelten die Japaner - vermutlich um den erlebten Stress zu verbergen. Friesen und Ekman 1972 schlossen daraus, dass der spontane Gesichtsausdruck in Reaktion auf emotionsauslösende Reize über Kulturen hinweg universell ist, dass aber es kulturell bedingt unterschiedliche Darbietungsrelgen (display rules) gibt, ob man diese Gesichtsausdrücke auch für andere erkennbar nach außen zeigt.
- Ekmans neurokulturelle Theorie? Ekman 1972 geht wie Darwin davon aus, dass die Emotionsmimik teilweise universell ist. Er nimmt an, dass es einen angeborenen mimischen Ausdruck für eine kleine Gruppe von Basisemotionen gibt, Freude, Überraschung, Furcht, Ärger, Traurigkeit und Ekel. Wenn eine Emotion ausgelöst wird, wird automatisch ein mimisches Affektprogramm aktiviert, das dann zu entsprechenden Veränderung der Mimik führt. Ob diese Mimik tatsächlich gezeigt wird, hängt stark von kulturell geprägten Darstellungsregeln ab.
- Frislunds ethologische Sicht? er betont die kommunikative Funktion der Emotionsdarbietung zu Regulation sozialer Situationen
- Welche Vorhersagen ergeben sich aus Fridlunds und Ekmans Theorie für soziale Situationen und Alleinsituationen? Signale haben laut Fridlunds eine kommunikative Funktion und sollten nur in kommunikativen Situationen eingesetzt werden. Ekman glaubt aber, dass Signale automatisch produziert werden, auch wenn man alleine ist, was aber eine Verschwendung von Ressourcen ist.
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- Mit was beschäftigt sich der evolutionsbiologische Ansatz? Emotionen werden als ein Ereignis der Entstehungsgeschichte von Mensch und Tier betrachtet. Der mimische Ausdruck von Emotionen verschaffte der Spezie Überlebens-und Fortpflanzungsvorteile. Der Ansatz beschäftigt sich ferner mit der Frage, welche Komponenten von Emotionen erheblich sind
- Das Emotionsleben hat auch ein Überlebenswert. Wie ist es gemeint? Verhalten, das der Selbst-und der Artenerhaltung dient, fördert das Erleben positiver Emotionen, während Verhalten, welches das Überleben und Fortpflanzung der Art gefährdet, das Erleben negativer Emotionen begünstigt
- Was steckt hinter der Idee der Universalität der Emotionen? Freude, Ekel, Trauer, Ärger, Überraschung und Furcht sind universelle Basidmethoden d.h. Emotionen, die bei allen Menschen zu finden sind und zwar unabhängig von ihrem Alter, Geschlech und kulturellen Hintergrund
- Was beinhaltet die neuro-cultural theory von Ekman 1972 ? Er nimmt an, dass der Emotionsausdruck im Hinblick auf eine begrenzte Anzahl von Basisemotionen universell ist d.h. dass jede Basisemotion mit einem mimischen Ausdruck einhergeht, der über unterschiedliche Kulturen hinweg gleichartig ist. Die Universalitätsannahme ist empirisch sehr gelegt