Emotion (Fach) / Verhaltenstheorien der Emotion (Lektion)
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Theorien
Diese Lektion wurde von Angelikaeurofh erstellt.
- Mit was beschäfitgen sich die Verhaltenstheorien der Emotion? mit dem emotionalen Verhalten, also die Erklärung des Verhaltens
- Mit was beschäftigen sich insbesondere die behavioristische Theorien der Emotion? mit dem Erwerb emotionaler Reaktionen, wobei ehemals neutrale Reize die Eigenschaft erlangen, Emotion hervorzurufen. Sie können erklären, warum nicht alle Menschen vor den gleichen Dingen Angst haben, und warum manche Menschen Phobien entwickeln, die für die anderen Menschen keine Angstauslöser sind. Also haben nicht alle Objekte gleichermaßen, die Fähigkeit zur Auslösung von Furcht aufzuweisen (Preparedness = angeborene Lernbereitschaft für best. Assoziationen). Die b. T. geben keine Auskunft darüber, welche Reize auch ohne vorausgegangenes Lernen Emotionen auflösen und warum.
- Welche vier Fragen wollten Watson und Rayner 1920 beantworten? 1. Kann eine emotionale Reaktion bzw Furchreaktion erworben werden? 2. Generalisiert diese Reaktion auf ähnliche Reize? 3. Ist diese Reaktion stabil? 4. Kann die Reaktion wieder beseitigt werden?
- Wie sind Watson und Rayner 1920 bei ihrem Experiment vorgegangen und welche Antworten fanden Sie? Der kleine Albert war neun Monate alt. Zuerst wurde er auf eine Reihe von Reizen getestet z.B. einen Hund usw. Keine Furchtreaktion außer auf ein Geräusch, erzeugt durch Hammerschlag auf eine Metallstange, zeigte er eine Schreckreaktion und fing nach mehrmaliger wiederholung an zu weinen. Die Konditionierung begang zwei Monate später. Rayner spielte mit Albert, auf den Boden wurde eine weiße Ratte vor Albert auf den Boden gesetzt. Sobald Albert die Ratte bemerkte und nach ihr griff, schlug watson mit dem Hammer gegen eine Eisenstange, Albert fiel nach vorne und verbarg sein Gesicht. Diese Prozedur wurde in den folgenden Tagen wiederholt. Nach einer Woche wurde die Ratte alleine präsentiert. Albert wendete sich von der Ratte ab und versuchte wegzukrabbeln. Albert wurden unters. Gegenstände gezeigt. Auf Reize die der weißen Ratte ähnlich waren z.B. weißes Kaninchen, Baumwolle (weniger starke Reaktion). Einen Monat später wurde die Prozedur wiederholt, Albert zeigt die gleichen Furchreaktionen. Die Furcht ist also stabil und lässt sich nicht vergessen. Die Forscher konnten die Beseitigung der Furcht nicht mehr ausüben, da die Mutter mit Albert wegzogen. Albert wurde nur 6 Jahre alt und stirbt an einer Virusinfektion.
- Wie lässt sich auf wissenschaftlicher Sicht die Studie von Watson und Rayner 1920 kritisieren? experimentell iduzierte Phobie auf der Basis der klassischen Konditionierens. Diese Charektarisierung ist problematisch: Die Vorgehensweise beinhaltet sowohl Merkmale des k.K. sowie das Vermeidungslernen. Beim k.K. wäre der US (Lärm) unabhängig von Verhalten des kleinen Alberts vorgeben worden; tatsächlich aber wurde, der Lärm erzeugt, wenn Albert die Hand nach der Ratte austreckte. Außerdem fehlen Belege, dass Alberts Reaktion wirklich phobisch oder Grundlage einer späteren Phobie war.
- Der Fall des kleinen Peters? War 3 Jahre alt und hatte Angst vor weißen Ratten, Kaninchen und ähnlichen Reizen. Keine Infos wie diese Angst entstanden ist aber bei kleinen Kindern nichts ungewöhnliches. Ziel von Mary Cover Jones 1924 war die Furcht zu beseitigen, mit direkter Konditionierung und Beobachtungslernen
- Welche Formen des Lernens kam bei Mary Cover Jones 1924 zum Einsatz? direkte Konditionierung: Der Angstreiz wurde mit einem positiven Reiz (US = Süßigkeiten, Lieblingsessen) wiederholt gepaart, dieser sollte eine entgegengesetzte emotionale UR hervorrufen. Wärend Peter aß, wurde ein Kaninchen in den Raum gebracht, dementsprechend war den Abstand am Anfang sehr groß. Der Abstand wurde gehalten, damit Peter keine Angstreaktion zeigte und die Freude am Essen überwog. Im Verlauf der Therapie wurde der Abstand immer geringer, bis es schließlich in der Lage war mit dem Kaninchen zu spielen. Beobachtungslernen: Die d.K. wurde unterstützt durch Modelllernen d.h. in mehreren Sitzungen waren andere Kinder anwesend, die mit dem Kaninchen spielten und Peter (in sicherem Abstand) sie dabei beobachten konnte. Dies hatte einen großen Einfluss auf die Fortschritte und Peters Angst in diesen Sitzungen besonders stark abnahm.
- Was war das Ziel der Studie des kleinen Peters? proof of concept = das psychische Störungen durch verhaltenstherapeutische Maßnahmen therapiert werden können, ohne dass der Therapeut dabei unbewusste Komplexe und Motive, wie in der Psychoanalyse analysier musste
- Wovon gehen behavioristisch-lerntheoretische Ansätze aus? dass Emotionen im Laufe der individuellen Lerngeschichte durch klassisches und instrumentelles Konditionieren erworben werden d.h. Verhalten kann durch Lernen erworben werden und entsprechend wieder verlernt werden
- Die Studie von Watson und Rayner 1920 mit dem kleinen Albert ist heutzutage ethisch nicht mehr vertretbar. Von was gingen die zwei Forscher nach der Studie aus? dass eigentlich neutrale Reize irgendwann Emotionen hervorrufen können, wenn sich mit Reizen assoziiert werden, die diese Eigenschaft bereits haben d.h. emotionale Reaktionen sollten klassisch konditioniert werden können
- Watson ging davon aus, dass durch k.K. jedes beliebige Objekt zum furchtauslösenden Reiz werden kann. Zahlreiche Studie wiederlegen diese Annahme, warum? Seligman 1970 postulierte, dass Organismen aufgrund ihrer genetischen Ausstattung biologisch mehr oder weniger darauf vorbereitet sein können, bestimmte Reize miteinander zu assoziieren, das sogenannte Preparedness. Reize, die in der Entstehungsgeschichte bedrohlich oder überlebensdienlich waren, sind leichter an emotionale Reize zu koppeln als in diesem Sinne eher bedeutungslose Reize.
- Welche Forscher schlugen vor gelernte Furchreaktion als eine Kombinatiion aus klassischem und instrumentellen Konditionieren aufzufassen? Wie heißt diese Theorie? Mowrer 1947 und Miller 1948 Zwei-Faktoren-Theorie
- Wann spricht man von einer Zwei-Faktoren-Theorie? Es wird klassisch konditioniert, wovor man sich fürchtet, während auf den gefürchteten Reiz folgende Flucht-bzw. Vermeidungsreaktion instrumentell konditioniert wird d.h. Kombination der beiden Lernprozesse
- Was ist diei Zwei-Faktoren-Theorie? Diese geht davon aus, dass bei der Furchtkonditionierung klassiche und instrumentelle Konditionierungsprozesse stattfinden. Die Furcht selbst wird klassisch konditioniert, indem ein negatives Ereigniss mit einem neutralen Reiz assoziiert wird. Die Vermeidungs- und Fluchtreaktion wird instrumentell konditioniert. Sie ist funktional für die Beendigung eines negativen Zustandes. Es handelt sich hier um eine negative Verstärkung
- Warum ist ein konditioniertes Vermeidungsverhalten löschungsresistent? Wer vor einem möglichen Gefahrensignal flieht, bevor das gefährliche Ereignis eintreten kann, hat keine Gelegenheit, zu erfahren, dass dem Signal möglicherweise keine Gefahr mehr folgt
- Nennen Sie die Kritikpunkte der Zwei-Faktoren-Theorie? dass Furchtreduktion in vielen Fällen nicht der entscheidene Verstärker sein kann, da erstens die Vermeidungsreaktionen nach einer gewissen Zeit schneller auftreten als Furcht überhaupt entstehen kann und da das Vermeidungsverhalten zweitens irgendwann gar nicht mehr mit Furchtsymptomen einhergeht
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- In welchem Bereich hat die ZFT ihren Einklang gefunden? in der klinischen Psychologie - Konfrontationstherapie
- Wovon geht Rolls 1999 aus in Bezug auf Emotionen? dass Emotionen zentral für die Lernprozesse sind, da Verhalten auf das Erreichen p. Emotionen und Vermeiden der n. Emotionen ausgerichtet ist und Organismen dadurch lernen, was zu tun ist bzw. was zu unterlassen ist. Er plädiert Emotionen nicht als mysteriöse und überflüssige Aspekte von Gehirnprozessen anzusehen und setzt sich mit den Hirnregionen auseinander, die an Belohnung und Bestrafung und somit der Entstehung p. und n. Emotionen beteiligt sind.