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Psychotherapie-Approbationsprüfung (Fach) / Verhaltenstherapie (Lektion)
Repetitorium Verhaltenstherapie
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- Biofeedback erfassen physiologische Prozesse und geben kontinkgent Rückmeldung (optisch oder akustisch) Ziel: Diese prozesse kontrollieren/ regulieren lernen und Selbstregulation verbessern Kontrolle von willkürmotorisch und vegetativ gesteuerten vorgnängen, die an der Symptomentstehung beteiligt sind → diese Prozesse dadurch wieder normalisieren sowie Verbesserung der Wahrnehmung für körperliche Veränderungen, Selbstwirksamkeitserleben und psychosomatisches Krankheitsmodell
- Durchführung Biofeedback 1. kognitive Vorbereitung 2. Baseline 3. Psychophysiologische Zusammenhänge demonstrieren (Stress) 4. Übungsphase: erstmal irgendwie, später gezielt beeinflussen (Shaping) 5. Alltagstransfer und Generalisierung (zeitweise Ausblenden der Rückmeldung, Üben im Alltag, z.T. mit tragbaren Übungsgeräten)
- Applied Relaxation (angewannte Entspannung, Öst) 1. Selbstbeobachtung 2. PMR 3. PMR ohne vorheriges Anspannen 4. konditionierte Entspannung 5. Differenzielle Entspannung 6. schnelle Entspannung 7. Anwendung im Alltag 8. Erhaltungstraining
- Plananalyse (Caspar) Ziel: Erfassung der Motivstruktur, die hinter einem Verhalten steckt Pläne = Strategien zum Erreichen der Bedürfnisse Pläne (Einstellungen, Werte, Haltungen etc) → selektive Wahrnehmung → soziale Interaktion Menschen nehmen Pläne als mehr oder wneiger explizite Reglen, Neigungen oder Programme wahr MIttel ziel zu erreichen → Plan → Ziel verschiedene Abstraktionsebenen: Verhalten Unterplan Plan Oberplan → nicht bewusste Verhaltenssteuerung des Patienten
- Gegenkonditionierung durch klassische Konditionierung gelernte problematische Reiz-Reaktions-Verbindung wird durche eine weitere Konditionierung mit einem anderen, unvereinbaren Reiz verlernt bzw. neu konditioniert Bsp: Auf den Anblick einer Spinne nicht panisch sondern entspannt reagieren z.B. bei der systematischen Desensibilisierung
- Arten von Verstärkern primärer Verstärker nicht gelernt, befriedigen biologische Grundbedürfnisse, nur wirksam wenn Bedürfnis gerade besteht sekundärer Verstärker gelernt, durch häufige Kopplung mit primären Verstärkern (konditionierte Verstärker), werden Stellvertreter und übernehmen deren Eigenschaften sozialer Verstärker materieller Verstärker
- erlernte Hilflosigkeit Experiment Seligman Hunde bekamen Stromschläge, die nicht kontrollierbar und unvermeidbar waren (unabhängig von ihrem Verhalten) weder Flucht noch Vermeidung war möglich → motivationale, kognitive, emotionale und physiologische Beeinträchtigung Menschen: Kausalattributionen pessimistischer Attributionsstil fördert Depressionen (negative Erlebnisse als intern, stabil und generell verursacht)
- Kognitives Modell von Clark und Wells Soziale Phobie Defizit in Informationsverarbeitung verzerrte antizipatorische verzerrte nachträgliche Verarbeitung einer sozialen Situation negatives Bild von sich selbst (Überzeugung dass andere das auch glauben) soziale Situation = Gefahr 1. erhöhte Selbstaufmerksamkeit intensive Selbstbeobachtung, Fehlattributuon der Angstsymptome als Beleg, dass die anderen einen negativ bewerten, kann sich bis zur Panikattacke aufschaukeln 2. Sicherheitsverhalten Angst in kritischen Situationen reduzieren (z.B. durch make-up), um negatiev bewertung abzuwenden kurzfristig gut langfirstig Aufrechterhaltung Im Anschluss wird eigenes Verhalten als MIsserfolg gewertet → verstärkt negative Sichtweise
- kurzfristige Verhaltenskonsequenzen ..sind verhaltenswirksamer als langfristige, deshalb sollte langfristig erwünschtes Verhalten immer über Zwischenziele verstärkt werden ist im Endeffekt Kontiguität
- Diskriminativer Hinweisreiz Reiz geht Reaktions-Konsequenzen-Abfolge regelmäßig voraus → erhält Hinweisefunktion
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- Therapie Essstörungen Auslöser: -akute Belastungen - Anpassungsanforderungen - Entwicklungsaufgaben immer: negative Folgen von Essstörungen und Setpoint-Theorie Anorexie: Gewichtsmanagement zur Gewichtsnormalisierung: Gewichtssteigerungsprogramm nach operanter Konditionierung, Essprotokoll, Exposition an Essen) Ernährungsrehabilitation: Normalisierung Essverhalten, Abbau verbotener Lebensmittel Störungshintergründe: Selbstwert, Perfektionismus, extremes Bedürfnis nach Kontrolle/Autonomie, SKT, Impulsivität, sexuelle Probleme, Familien und Paarprobleme. Ab BMI von <15 sowie bei ausgeprägter psychischer oder körperlicher Komobidität Klinik Bulimie und binge eating disorder: Ernähungsrehabilitation: Normalisierung des Essverhaltens, ausgewogene Ernährung, schrittweise Einführung normaler Esstage) Störungshintergründe - kognitive Umstrukturierung - Wahrnehmungstraining (körperorientiert, emotionale Wahrnehmung) - SKT - Körperschemastörung (Spiegelkonfrontation) - Vermittlung von Bewältigungskompetenzen zum Umgang mit Belastungen
- Störungsmodell Paraphilien Entstehung durch klassische Konditionierung: Assoziation Erregung mit einem zuvor neutralen stimulus Aufrechterhaltung durch operante Konditionierung: positive Verstärkung durch Orgasmus, negative Verstärkung, da Angst vor Versagen bei normalem Sex → Vermeidung und dadurch neg. Verstärkung Therapie: Eigenmotivation entwickeln Selbstkontrollverfahren verdeckte Verfahren (verdeckte Sensibilisierung) Selbstsicherheit
- Schlafhygiene - angenehme Atmosohäre im Schlafzimmer - regelmäßiger Rhythmus - nicht tagsüber schlafen - abends allmählich geistige und körperliche Anstrengung reduzieren - Einschlafritual (z.B. heiße Milch mit Honig) - wenn man nicht schlafen kann: Aufstehen, in anderes Zimmer egehen (dort z.B. Entspannungsübung machen) - vermeiden: schwere Mahlzeiten, Alkohol, Kaffee nach 16 Uhr, - tagsüber nicht im Bett aufhalten (Bett nur für schlafen und Sex)
- Persönlichkeitsstörungen kognitiv-interpersonaler Ansatz (Beck und Freeman) basiert auf Vulnerabilitäts-Stress-Modell - Vulnerabilität: genetisch, biologisch, erzieherisch - spezifische kognitive Schemata: starr, extrem, unumgänglich --> verzerrte Informationsverarbeitung - interpersonelle Strategien: sollen Vulnerabilität eigentlich schützen → es kommt zu ungünstigen Interaktionserfahrungen → Bestätigung der Schemata → korrigierende Erfahrungen werden zunehmend unmöglich - Eigenschaftsprofile: Selbstbild, Bild anderer, kognitiv Hauptannahmen, interpersonelle Hautstrategein
- DBT (Marsha Linehan) Störungsmodell: neurobehaviorales Modell: - biologische Prädisposition - ungünstige Lernerfahrungen (invalidierendes Umfeld) ↓ Störung der Emotionsregulation (erhöhte Sensitivität für emotionale Reize, sehr intensive emotionale Reaktionen, langsamer Rückgang der Emotionen) Therapie: - Strikte Zielhierarchisierung (Hochrisiko, therapieschädigend, Verhaltensweisen, die Lebensqualität beeinflussen) - Intervieison der Therapeuten Einzeltherapie: - Dialektik (Akzeptanz und Veränderung) - klare Absprachen und Regeln - Verhaltensanalysen - Non-Suizidcommitment - Telefon- und Mailkotakt Valdidierung 1. Aufmerksamkeit 2. genaue Reflexion 3. Aussprechen von nciht Verbalisiertem (mind reading) 4. Validierung im Sinne der Lebenserfahrungen und biologischen Dysfunktionen 5. Validierung im Sinne des gegenwärtigen Schemas 6. radikale Echtheit Fertigkeitentraining in der Gruppe: - innere Achtsamkeit - Stresstoleranz - Umgang mit Gefühlen - zwischenmenschliche Fertigkeiten - Selbstwert
- Schemadomänen 1. Abgetrenntheit und Ablehnung 2. Beeinträchtigung von Leitung und Autonomie 3. Beeinträchtigung im Umgang mit Begrenzung 4. Fremdbezogenheit 5. übertriebene Wachsamkeit und Gehemmtheit
- horizontale Verhaltensanalyse -Kanfer und Saslow (1960) - Analyse der vorausgehenden, begleitenden und nachfolgenden Bedingungen eines Problemverhaltens - Nicht Beschriebung ganzen Verhaltens, sondern relevanter Ausschnitt → wichtig für Therapieplanung!! - SORKC, Problemanalyse nach Bartling, BASIC-ID Lazarus (Multimodale Therapieplanung)
- Methoden zur Stabilisierung von Verhalten 1. therapeutische Hausaufgaben: Transfer in den Alltag --> Selbstmanagement 2. Kontingenzverträge, Verhaltensverträge, Kontingenzkontrolle, Contract-Management: Selbstbestrafung, Selbstbelohnung, Steuerung des Verhaltens durch selbst gesetzte Kontingenzen, in "wenn-dann-Verträgen", Pat. mit sich selbst oder mit dem Therapeuten. Größere Verbindlichkeit 3. Token-Economies: Verstärker mit Tauschert für erwünschtes Verhalten. Ab bestimmter Anzahl kann es für einen Verstärker eingetauscht werden. 4. Meditorenmodell, bzw. Mediatorentrainings: Verstärkung im Umfeld des Patientens durch Eltern Lehrer (Mediatoren), Therapeut wird zum Berater, Mediator zum Therapeut, Diadische Beziehung --> triadische Beziehung 5. weitere: Fremdverstärkung --> Selbstverstärkung Kontinuierliche Verstärkung --> intermittierende Verstärkung - Überlernen - Einbezug Umfeld - Ausblenden der Therapiesitzungen
- sokratischer Dialog - Sonderform der Gesprächsführung bei kognitiven Interventionen - Reflektion irrationaler Gedanken - Therapeut stellt sich naiv und unwissend ("Columbo-Technik") - zurückhaltend, offene Fragen, nicht wertend Einteilung nach Stavemann: - explikativ (Begriffsklärung: was heißt das, ein sicheres Leben) - normativ (Moralvorstellung, darf man das, seine Eltern kritisieren) - funktional (Sinnhaftigkeit, soll ich das, meinem Partner das Haus überschreiben) Disputtechniken - empirische Disputation: Realitätsangemessenheit - hedonistische Disputation: Nutzens - logische Disputation: Widersprüche
- Euthyme Therapie -Übergeordnetes Ziel: Selbstfürsorge - Genussfähigkeit - positives Erleben - sich selbst Erlaubnis zu hedonistischem erleben und Handeln geben Indikation: Depression, Zwang, Schizophrenie, Alkoholismus, Psychosomatik, neurologische Erkranungen, Geronto Beispiele: Genusstraining, Planung euthymen Handelns, Planung von Belastung und Entlastung, wohlwollende Selbstgespräche, angenehme Imaginationsbilder Genusstraining: Übungen zu Sinneserfahrungen (z.B. langsames Schmecken von Schokolade) Ziele: Verstärker, Genuss als Krankheitsbewältigung, Aufmerksamkeitslenkung
- Kommunikationstraining Indikation: - Rückfallprophylaxe - Prävention - Ehe- und Partnerschaftsprobleme - High Expressed Emotions Sprecherfertigkeiten: - Selbstöffnung, Ich-Gebrauch - konkrete Situation - hier und jetzt - keine Vorwürfe Zuhörerfertigkeiten: - aufnehmendes Zuhören - offene Fragen - pos. Rückmeldung - Rückmeldung des eigenen Gefühls