Sozialkunde (Fach) / Wirtschaftsformen und ökonomisches Prinzip (Lektion)

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Wirtschaftsformen und ökonomisches Prinzip

Diese Lektion wurde von Jaqui1984 erstellt.

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  • Was versteht man unter dem Minimalprinzip? Mit minimalen Mitteln ein vorgegebenes Ziel erreichen. Bei einem vorgegebenen Ergebnis den Aufwand minimieren. Beispiel: Ziel: Mit möglichst wenig Benzin (Aufwand) nach Berlin fahren (Ergebnis)Alternative A: 50 Liter BenzinverbrauchAlternative B: 55 Liter BenzinverbrauchErgebnis: Alternative A ist der Alternative B vorzuziehenDiese Ausprägung wird auch Sparsamkeitsprinzip oder (in der öffentlichen Verwaltung) Haushaltsprinzip genannt.
  • Was versteht man unter dem Maximalprinzip? Mit vorgegebenen Mitteln, das maximal beste Ergebnis erzielen. Bei einem vorgegebenen Aufwand das Ergebnis maximieren. Beispiel: Ziel: Mit 50 Liter Benzin (Aufwand) eine möglichst große Strecke (Ergebnis) zurücklegenAlternative A: 500 km FahrstreckeAlternative B: 550 km FahrstreckeErgebnis: Alternative B ist der Alternative A vorzuziehen.Diese Ausprägung wird auch Ergiebigkeitsprinzip genannt.
  • Was versteht man unter dem ökonomischen Prinzip? Das ökonomische Prinzip (auch Wirtschaftlichkeitsprinzip, Rationalprinzip oder Input-Output-Relation) bezeichnet die Annahme, dass Wirtschaftssubjekte aufgrund der Knappheit der Güter bei ihrem wirtschaftlichen Handeln die eingesetzten Mittel mit dem Ergebnis ins Verhältnis setzen und nach ihren persönlichen Präferenzen zweckrational eine Nutzenmaximierung (so private Haushalte) beziehungsweise Gewinnmaximierung (so Unternehmen) anstreben.
  • Erklärung Polypol, Oligopol, Monopol Polypol = Viele Oligopol= Wenige Monopol= Einer Wenn bei beiden selbiger Wert ist = beidseitiges Wenn wenig und einer = beschränktes
  • Was versteht man unter freier Marktwirtschaft? Im Modell der Freien Marktwirtschaft wird allein durch den Markt bestimmt, was produziert und konsumiert wird, in welcher Menge und zu welchem Preis. Eine freie Marktwirtschaft besteht nach George Nikolaus Halm dann, wenn:[24] die Produktionsfaktoren (Arbeit, Land, Kapital) in privater Hand liegen und die Produktion auf Initiative privater Unternehmen erfolgt (also Privateigentum an den Produktionsmitteln und freier Wettbewerb)Einkommen nur durch Dienstleistungen und die Gewinne privater Unternehmen erwirtschaftet wirdkeine Planwirtschaft bestehtkeine staatliche Kontrolle oder Marktregulierung bestehtdie Marktteilnehmer Wahlfreiheit hinsichtlich Konsum, Berufstätigkeit, Sparen und Investieren haben (also freie Preisbildung, Gewerbefreiheit und Konsumfreiheit).
  • Was versteht man unter sozialer Marktwirtschaft? Die Idee des von Alfred Müller-Armack und Ludwig Erhard entworfenen Leitbilds der Sozialen Marktwirtschaft ist, die Vorteile einer freien Marktwirtschaft, insbesondere die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die hohe Güterversorgung zu realisieren, gleichzeitig aber Nachteile wie zerstörerischer Wettbewerb, Ballung wirtschaftlicher Macht und unsoziale Auswirkungen von Marktprozessen zu vermeiden. Ziel der Sozialen Marktwirtschaft ist größtmöglicher Wohlstand bei bestmöglicher sozialer Absicherung. Der Staat verhält sich anders als in der freien Marktwirtschaft nicht passiv, sondern greift aktiv in das Wirtschaftsgeschehen ein, "z. B. durch konjunkturpolitische, wettbewerbspolitische und sozialpolitische Maßnahmen." Für Ludwig Erhard war der Ausdruck Soziale Marktwirtschaft ein Pleonasmus, weil für ihn der Markt an sich sozial sei. Er konkretisierte diesen Gedanken, indem er betonte, dass die Wirtschaft umso sozialer sei, je freier sie sei. Demgegenüber sah Müller-Armack in der Sozialen Marktwirtschaft eine „irenische Formel“, die „versucht, die Ideale der Gerechtigkeit, der Freiheit und des wirtschaftlichen Wachstums in ein vernünftiges Gleichgewicht zu bringen“.
  • Was versteht man unter sozialistischer Marktwirtschaft? Eine sozialistische Marktwirtschaft zeichnet das Koordinationsprinzip dezentrale Planung und die Eigentumsordnung Gemeineigentum an den Produktionsmitteln aus. Im Gegensatz hierzu stehen die kapitalistische Marktwirtschaft mit Privatbesitz an den Produktionsmitteln und sozialistische Zentralverwaltungswirtschaft mit einer zentralen Planung.