Allgemeine Psycho (Fach) / Klassische Konditionierung (Lektion)

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  • Wie kommt es zum Erwerb von Verhaltensweisen? Bsp: Luftstoß auf Auge(US) --> Lidschattenreflex (UR) Paarung Luftstoß mit Licht (CS) CS allein führt nach einigen Durchgängen bereits zu Lidschlagreflex (aus UR wird CR)
  • Was versteht man unter Löschung? auch extinction genannt. Wird der bedingte Reiz (CS) wiederholt ohne nachfolgenden unbedingten Reiz (US) dargeboten, so wird die Reaktion (CR) immer schwächer und bleibt schließlich ganz aus: Der CS hat seinen Signalcharakter für den US verloren Dabei handelt es sich weder um Vergessen, noch um Verlernen, sondern um ein zusätzliches Lernen, das die Wirkung des bedingten Reizes vorübergehend und kontextabhängig außer Kraft setzt.     Dies erklärt auch die sogenannte Spontanerholung.
  • Was versteht man unter Spontanerholung? zeigt sich, als spontanes Wiederauftreten eines zuvor gelöschten CR (sozusagen die Löschung der Löschung)
  • Was versteht man unter dem Kontiguitätsprinzip? Besagt, dass zwei Ereignisse assoziiert werden, wenn sie wiederholt zeitlich oder räumlich gemeinsam auftreten.
  • Was versteht man unter Generalisierung? Reaktion am stärksten bei Trainings-CS, Reize die diesem ähnlich sind, lösen ebenfalls CR aus, wenn auch nicht so stark    
  • Was versteht man unter Diskrimination? bezeichnet den Prozess, welcher der Reizgeneralisierung entgegenwirkt. Der Organismus lernt nur auf spezifische Reize zu reagieren und diese von ähnlichen zu unterscheiden. ermöglicht Lebewesen auf ähnliche Reize unterschiedlich und somit jeweils angepasster zu reagieren.
  • Theoretische Aspekte und Modelle der klassischen Konditionierung Geschmacksaversionslernen: Widerspruch zum Kontiguitätsprinzip   konditionierte Vermeidung von Substanzen mit einem spezifischen Geschmack (Konditionierung), kann z.B. durch Übelkeit kurze oder auch längere Zeit nach der Nahrungsaufnahme entstehen. Geschmacksaversionen fallen aus dem Muster üblicher Lernprinzipien heraus. Einmaliges Übelsein, auch Stunden nach der Nahrungsaufnahme, kann genügen, zukünftig eine spezielle Speise zu meiden.   Experiment von Garcia und Koelling Ratten bekamen süßes Wasser und audiovisuelle Stimulierung  und eine Gruppe der Ratten danach brechreizauslösendes Mittel (oder Röntgenstrahlen) und die andere Gruppe Stromschläge Ergebnis: Ratten, die Brechmittel bekommen hatten, tranken danach wenig Wasser, wenn es süß war, als web audiovisuelle Stimulus vor Trinken erhielten Ratten die Stromschläge bekommen hatten, tranken bei audiovisuellem Stimulus nichts One-Trail-Learning: schon nach erstem Durchgang gelernt, Brechmittel kann auch 24 Stunden (Kontiguität) verabreicht werden und trotzdem gleiches Vermeidungsverhalten Stromschlag-Ratten zeigen gegenteiliges Reaktionsmuster  
  • Kontingenz vs. Kontiguität Was versteht man unter inhibitatorische Konditionierung? Was unter Summationstest???????? Ein Organismus kann jedoch auch lernen, dass der bedingte Reiz an das Ausbleiben eines unbedingten Reizes gekoppelt ist. Dann spricht man von inhibitorischer klassischer Konditionierung. Beispiel: Kind A wird regelmäßig von Kind B verprügelt, jedoch nicht, wenn Kind C dabei ist. Der Anblick von Kind B alleine wurde zum bedingten Reiz für die Angstreaktion von A; der Anblick von C wurde jedoch zu einem Sicherheitssignal, die Angstreaktion bleibt aus   Beim Summationstest wird also ein wirksamer CS+ mit einem wirksam CS- gepaart und gemessen, ob die CR vermindert ist.
  • Was ist das Rescorla-Wagner Modell und was ist die Grundannahme?? mathm. Modell, welches klassische Konditionierung und einige ihrer wichtigsten Effekte vorhersagbar machen soll  ein Reiz ist nur guter Prädiktor zum Vorhersagen von Effekten, wenn überraschend (je unerwarteter, desto stärkerist Konditionierung)  
  • Was ist der Blockierungseffekt?? Wird in einer ersten Lernphase der Reiz A als bedingter Reiz konditioniert und anschließend versucht, die Kombination von Reiz A und einem weiteren Reiz B in einer zweiten Lernphase ebenfalls als bedingter Reiz zu konditionieren, kann danach Reiz B alleine die bedingte Reaktion nicht auslösen (Kamin, 1968). Die in Lernphase 1 erworbene Assoziation zwischen Reiz A und unbedingter Reaktion „blockiert“ in Lernphase 2 das Ausbilden einer Assoziation zwischen Reiz B und dem unbedingten Reiz. Dass nach Phase 2 die bedingte Reaktion von der Reizkombination A + B ausgelöst wird, liegt offenbar an Reiz A alleine. Der blocking effect widerlegt die Annahme, dass Kontiguität das entscheidende Kriterium zur Ausbildung einer Assoziation zwischen zwei Reizen ist, denn die Kontiguität zwischen Reiz B und dem unbedingten Reiz war in Lernphase 2 perfekt gegeben. Diese Entdeckung führte zur Entwicklung des Rescorla-Wagner-Modells, welches besagt, dass der Neuigkeitswert und die Salienz des bedingten Reizes darüber entscheiden, wie stark er das Verhalten beeinflusst.
  • Wie funktioniert die Drogentoleranz als konditionierte Reaktion? geg: Morphium= US; Schmerzminderungs=UR (sicher, dass nicht CR und CS??)   Abnahme der Wirksamkeit bei wiederholtem MissbrauchSiegel erklärt dies durch eine kompensatorische konditionierte ReaktionStimuli ist der Kontextreiz Experiment: Ratten durchlaufen im Abstand von 48 Stunden 4 Durchgänge in denen sie auf eine 54 Grad heiße Platte gesetzt wurden, zuvor wurde ihnen NACL- Lösung injiziiert. Ab wann lecken sich Ratten die Pfoten um schmerz zu verringern? Experimentalgruppe: NaCl wurde durch Morphium ersetzt. Ratten begannen später sich die Pfoten zu lecken. Diese Latenzzeit verringert sich aber bei den weiteren Durchgängen bis sie mit Kontrollgruppe fast identisch, da Gewöhnung auftritt Hypothese: Kontextreize (Laborraum, Gerüche..) haben dazu geführt, dass eine kompensatorische Reaktion auftrat: Hyperalgesie Wenn denn Ratten jedoch 3 Mal Morphium im Käfig und einmal im Labor, war Latenzzeit genauso wie beim ersten Durchgang, da Kontext anderer
  • Was ist der Unterschied zwischen Habituation und Sensitivierung? Habituation: Organismus lernt, auf bestimmte Reize nicht zu reagieren, sodass aus Wahrnehmung ausgeblendet, da unnütze und somit keine Reaktion reizspezifisch Sensitivierung Zunahme der Reaktionsstärke bei wiederholtem Reiz (Bsp. Elektroschock bei Katzen erhöht motor. Reaktion) kurze zeitliche Dauer: Bereits nach mehreren Sekunden zwischen Reizdarbietung verschwindet Sensitivierungseffekt wenig reiz- und reaktionsspezifisch
  • Welche möglichen Konditionierungsarten gibt es und welche ist wirklich effektiv? Verzögerungskonditionierung:erst CS, DANACH US Der bedingte Reiz wird dargeboten und einige Zeit später, aber während der bedingte Reiz noch an ist, der unbedingte Reiz. je kürzer die Verzögerung, umso effektiver das Lernen Spurenkonditionierung:wenig Effektiv, da Abstand zu lang gleichzeitige Konditionierung:geringer Effekt Rückwärtskonditionierung: erst US(z.B. Futter) und danach CS (Klicker) nicht effektiv
  • Was bedeutet Extinktion und welche Eigenschaften gibt es? Darbietung des CS ohne den US Einfluss des Intertrial-Intervall: stärkerer Rückgang der Reaktion bei kurzen Intervallen Spontanerholung: wenn längere Zeit kein CS ohne US dargeboten wurde, dann sind Reaktionen auf den CS wieder stärker/häufiger reinstatement: wird der US ohne CS präsentiert, werden die Reaktionen auf den CS wieder stärker, häufiger
  • Welche zwei mögliche Mechanismen gibt es bei der Extinktion? Schwächung der Assoziation zwischen CS und US (Verlernen), jedoch unwahrscheinlich, da ja Spontanerholung und reinstatement möglich aktives Lernen einer Gegenreaktion gelöscht wird nur beobachtbare Reaktion, aber nicht der zugrunde liegende Prozess ?