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sekundäre inhaltsstoffe (Subject) / Sek. Pflanzenstoffe - stehle & Schulz (Lesson)

Epidemiologische Studien

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  • Definition Sekundäre Pflanzenstoffe •von Pflanzen im sog. „sekundären“ Stoffwechsel gebildet (keine relevanz für Primärstoffwechsel der Pflanze)•in geringen Konzentrationen vorhanden•meist (auch) „pharmakologische“ Wirkungen•zahlreiche chemisch unterschiedliche Verbindungen
  • Nenne 9 SP Carotinoide Polyphenole Saponine Phytosterole Phytoöstrogene Glucosinolate Terpene Protease-Inhibitoren Sulfide
  • Aussage über die Dosis an SP? In Abhängigkeit von der Aufnahmemenge--gesundheitsschädliche (toxische) ..--gesundheitsfördernde (präventive) .. Effekte
  • Wirkungen von SP allgemein und am häufigsten Antikanzerogen (Sulfide, Phytinsäure, Lignane, Monoterpene, Glucosinolate, Phytosterine, Polyphenole, Carotinoide) Antimikrobiell Antioxidativ (Sulfide, Phytinsäure, Lignane, Polyphenole, Carotinoide) Antithrombotisch Antiinflammatorisch Immunmodulierend Cholesterin senkend Blutdruck regulierend Blutglukose regulierend
  • Wo greifen SP in der Kanzerogenese ein? Prokanzerogen PhenolsäureKanzerogen ⇓ InitiationPhenolsäuren, Sulfide, Flavonoide, Protease-Inhibitoren, GlucosinolateZelle mit DNA Schäden⇓ PromotionCarotinoide, Flavonoide, Monoterpene, Phytosterin, Protease-Inhibitoren, Sulfide, Lignane, Indole, IsoflavonoideTumor
  • Carotinoide 1) Def 2) Stoffwechsel 3) Vorkommen 4) Wirkungen im Tierexperiment 5) Studien 6) Erhöhung der Aufnahme durch weit verbreitete Farbstoffe mit Isoprenoid als Untereinheit (Färbung wegen Doppelbindung) Speicherung: 80% im Fettgewebe; 10% in der Leber Aprikose, Karotte, Kürbis, Tomate, Grünkohl, Spinat Antikanzerogen (Hitzeempfindlichen Xanthophyllen wird eine besondere Bedeutung in der Krebsprävention zugesprochen), antioxidativ (Radikalfänger), Immunmodulierend (Gesteigerte Zytokinsynthese, gesteigerte zytotoxische Aktivität der natürlichen Killerzellen, Stimulierung der Interleukin-Sekretion), hemmen Mutagenese, verhindern Zellkernschädigung, verhindern Häufigkeit lichtinduzierter Tumore,Cholesterinsenkend (Cholesterinsynthese↓) -Initiation:Hemmung von Phase-I-Enzymen-Promotion:antioxidative Wirkung (pO2↓); Kontrolle der Zellvermehrung; Beeinflussung der Zelldifferenzierung; Immunologische Wirkung?Achtung!:Studien mit isoliertem ß-Carotin führten zu gegenteiligen Ergebnissen •Resorptionsquote von Carotinoiden wird durch Verzehr von Fett erhöht•Carotinoide werden durch mechanischen Aufschluss der Pflanzenzellen (zerkleinern/erhitzen) besser verfügbar
  • Phytosterole 1) Definition 2) Vorkommen 3) Stoffwechsel 4) Studien Fettbegleitstoffe mit Steroidstruktur (In höheren Pflanzen)→Unterscheidung von Cholesterol nut bezüglich der Seitenketten Gemüse, Obst, Getreide, Nüsse -Absorptionsrate 5%-Transportkonkurrenz mit Cholesterol (Siehe Margarine mit Phytosterinen)-Einbau in HDL-Ausscheidung über Galle -In hohen Konz. Hemmende WIrkung Prokanzerogen ⇒ Kanzerogen-Einfluss auf Zellzyklus und Stoffwechselprozesse
  • Flavonoide 1) Definition 2) Vorkommen 3) Studien Untergruppe der Polyphenole (6 Hauptklassen: Anthozyane, Flavanole, Flavanone, Flavone, Flavonole, Isoflavonoide) Zwiebel, Äpfel, Wein, Kohl (Flavanole: Quercetin); Äpfel, Tee, Kakao, Wein (Flavanole: Catechin, Epicatechin) -Schwacher anti-inflammatorischer Effekt-oxLDL↓
  • Phytoöstrogene 1) Definition 2) Untergruppen 3) Vorkommen 4) Wirkung als Östrogene 5) Funktionen 6) Studien PS, die ähnliche Wirkungen im Organismus aufweisen, wie körpereigenes Östrogen –Isoflavonoide–Lignane Leinsamen, Getreidemehle, Sojabohnen, Mungobohnensprossen, Kleesamen, Kichererbsen, Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Salat .. –0,1 % der Wirkung endogener Östrogene–Konzentration durch Zufuhr mit der Nahrung deutlich höher als die der endogenen Östrogene–Hemmung stark wirksamer Östrogene auf zwei Weisen•Anbindung an Geschlechtshormon-Rezeptoren•Erhöhung der Synthese des Sexual-Hormon-Bindenden-Globulins (SHGB) und Bindung der endogenen Östrogene im Blut --Antikanzerogen»Wirksam gegen hormonbezogene Krebsarten auf der Stufe der Tumorpromotion–Brust-, Gebärmutterschleimhaut- und Prostatakrebs--Antioxidativ»Hemmung von oxidativen Schäden an der Erbsubstanz und der Peroxidation von Triglyceriden sowie LDL-Cholesterin -Prokancerogen ⇒ Kancerogen: hemmend (Brustkrebsrisiko↓)-Unterstützung Knochenstruktur-Cholesterolsenkend
  • Östrogenrezeptoren - Vorkommen und Funktion α-Rezeptoren: Brustdrüse Uterus Leber Rel. Bindungsfähigkeit:•Estradiol: 100 %•Genistein: 4 %•Daidzein: 0.1% β-Rezeptoren Knochen Blutgefäße Lunge Urogenitaltrakt Rel. Bindungsfähigkeit•Estradiol: 100 %•Genistein: 87 %•Daidzein: 0.5 %
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  • Evidenz aus Interventionsstudien am Menschen Antioxidative Aktivität↑ Modulation von Entgiftungs-Enzymen Cholesterol-Spiegel↓ Stimulierung des Immunsystems Modulation des Hormonstoffwechsels Thrombozyten-Aggregation ↓ Blutdruck ↓ Antibakterielle und antivirale Aktivität ↑
  • Polyphenole 1) Def 2) Funktion 3) Stoffklassen Sammelbezeichnung von Verbindungen mit meist mehr als zwei Phenol- oder Phenolethergruppen an einem aromatischen Ring Dienen der Pflanze als Antioxidantien–Konzentration ist im Schalenbereich von Pflanzen am höchsten –Phenolsäuren–Flavonoide–Lignane (Phytoöstrogene), Lignine (Ballaststoffe), Resveratrol
  • Funktionen Polyphenole •Antikanzerogen•Antioxidativ–Radikalfänger•Immunmodulierend–Immunsupressive Wirkung durch Blockierung der Histaminfreisetzung•Entzündungshemmend–Ebenfalls imunsupressive Wirkung durch Blockierung der Histaminfreisetzung•Antithrombotisch–Verringerung der Blutgerinnung durch Hemmung der Thrombozyten-Aggregation•Blutdrucksenkend•Blutzuckersenkend–Aktivierung der Bauchspeicheldrüsenzellen zur Sekretion von Insulin•Antimikrobiell–Umfasst bakterielle als auch virale Abwehr•Die Arzneimittel-Wirksamkeit beeinflussend–Erhöhung der Bioverfügbarkeit verschiedener Medikamente, Verstärkung der Wirksamkeit
  • Sulfide 1) Def. 2) Vorkommen 3) Stoffklassen 4) Wirkung 5) Funktionen Schwefel- und sulfidhaltige Inhaltsstoffe in Liliengewächsen Knoblauch, Zwiebeln, Schalotten, Schnittlauch und Lauch –Diallyldisulfid–Diallyltrisulfid–Allylmethyldisulfid Große Rolle in der Wirksamkeit von Sulfiden wird Allicin zugesprochen–Oxidierte Form des in Knoblauch enthaltenem Diallyldisulfid •Antikanzerogen–Schutz vor Magen- und Dickdarmkrebs–Hauptsächlich auf der Stufe der Initiation und Promotion•Antioxidativ–Indirekte und direkte Antioxidantien, induzieren u.a. die Synthe von Glutathion-Peroxidasen•Immunmodulierend–Steigerung der Aktivität von Killerzellen (erklärt die hemmende Wirkung im Wachstum von Tumoren)•Entzündungshemmend–Hemmung von Entzündungen der Atemwege und der Lunge•Antithrombotisch–Erhöhung der Blutgerinnungszeit durch Aktivierung von Fibrinolyse–Hemmung der Thrombozytenaggregation•Blutdrucksenkend–Schwache Verminderung des Risikos von Herzinfarkt und Schlaganfall•Cholesterinsenkend–Enzymatische Hemmung der Cholesterinsynthese in der Leber•Antimikrobiell–Unterdrückung des Wachstums gesundheitsschädlicher Bakterien und Pilze im Magen-Darm-Trakt
  • Nutritive Antioxidantien in der Sportpraxis --> Empfohlene LM? •Sauerstoff-Umsatz↑ (körperliche Aktivität): Bildung von Radikalen im Primärstoffwechsel von Sportlern–Abfangen der Radikale durch Antioxidantien–Zufuhr verhindert Schäden an der Erbsubstanz, an Membranen, Lipiden und ProteinenEmpfohlene Lebensmittel:–Schwarzer, grüner Tee (nicht gleichzeitig Milch, hebt sich sonst auf)–Frucht- und Gemüsesäfte–Beeren, Kohl und Knoblauch
  • Empfehlungen Sek. Pflanzenstoffe •Erhöhung der Zufuhr sekundärer Inhaltsstoffe durch regelmäßigen Verzehr von Obst und Gemüse wird empfohlen•Viele Studien zeigen eine Korrelation zwischen der Einnahme von sekundären Inhaltsstoffen und gesundheitsfördernder Wirkung–Direkte und langfristige Wirkung lässt sich jedoch nicht ableiten•Einnahme sekundärer Pflanzenstoffe in isolierter Form wird nicht empfohlen–Risiko der Überdosierung–Potentielle Toxizität in hohen Dosen–Negativer Einfluss auf körpereigene, gesundheitsförderliche Effekte (Beeinflussung der Resorption, des Transports und der Wirkung von Lebensmittelinhaltsstoffen)